German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Bildungsreform als Transformation reformpädagogischer Konzepte nach Lateinamerika. Fritz Karsen in Kolumbien und Ecuador

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    Der Berliner Schulreformer Fritz Karsen war nach seiner Emigration in den späten 1930er- und späten 1940er-Jahren als Bildungsreformer in Kolumbien und Ecuador tätig. Am Beispiel dieser beiden Länder wird gezeigt, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob jemand allgemeinbildende und politisch bildenden Ideen innerhalb eines im Lande entstanden Reformprozesses einbringt oder ob dies im Rahmen einer eher top down angelegten UNESCO-Initiative geschieht. (DIPF/Orig.)After emigrating in the late 1930s and late 1940s, the Berlin school reformer Fritz Karsen worked as an educational reformer in Colombia and Ecuador. The example of these two countries shows that it made a considerable difference whether someone like Fritz Karsen introduced his ideas on general and political education as part of a reform process that originated in the country itself, or as part of a more top-down UNESCO initiative. (DIPF/Orig.

    Hochschulforschung als multi-theoretisches Feld

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    Im Beitrag wird der Theoriebegriff aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Angeleitet von Alexanders (1982) Vorschlag des Theoriekontinuums stellt der Beitrag Theorie als ein Set an ‚generalistischen Vorannahmen‘ am Beispiel der Praxistheorie vor, Theorie als ‚politische Ideologie‘ am Beispiel der ordnenden Struktur- und Analyselogik westlich-universal-rationaler Kultur des Neo-Institutionalismus, Theorie als ‚Modell‘ an Beispielen der (Hochschul-)Bildungsforschung und Erziehungswissenschaft, Theorie als ‚Konzept‘ am Beispiel des Clark’schen Koordinationsdreiecks Markt-Profession-Staat, Theorie als ‚Definitionen und Klassifikationen‘ am Beispiel Berufs-, Professions- und Professionalisierungsforschung, Theorie als ‚Gesetz‘ der Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung (erneut am Beispiel des Neo-Institutionalismus), und zuletzt wird Theorie als ‚einfache und komplexe Vorschläge‘ am Beispiel der Innovationsparadigmen Nationales Innovationssystem und Triple Helix erklärt. Einleitend werden die drei wesentlichen Unterschiede zwischen Großtheorien und Theorien mittlerer Reichweite, Sozial- und Spezialtheorien sowie Atomismus und Holismus als Ontologien dargelegt. Erläutert wird zudem die Differenz zwischen Theorie und Paradigma. (DIPF/Orig.

    Lehrevaluation und Qualitätsentwicklung

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    Lehrevaluation dient dazu, die Qualität der Lehre messbar zu machen und die Bedingungen sowie Merkmale ihres Erfolges zu erfassen (Diagnostik). Die Durchführung von Lehrevaluation leistet zudem einen Beitrag zur Verbesserung der Lehre (Qualitätsentwicklung). Es werden im Modell der Lehrqualität verschiedene Dimensionen unterschieden, die Lehrerfolg beeinflussen: die Lehrperson (z. B. Verhalten, Kompetenzen, Methodeneinsatz), Studierende (z. B. Kompetenzen, Motivation, aktive Veranstaltungsteilhabe) und Rahmenbedingungen (z. B. Besuchszahl, Lehrdeputat, Veranstaltungsart). Die empirische Forschung zeigt eine ausreichende Validität studentischer Lehrveranstaltungsevaluationen. Um aber positiv veränderungswirksam zu sein, bedarf es weiterer Maßnahmen. Lehrevaluation als Bestandteil von Qualitätsentwicklung sollte deshalb durch Angebote von Beratung, Weiterbildung und Training ergänzt werden. (DIPF/Orig.

    Studierendenforschung

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    Der Artikel beschäftigt sich mit dem Thema der Studierendenforschung im Kontext von Hochschulforschung und zeigt auf, wie sich Forschungsperspektiven auf Studierende im Laufe der Zeit entwickelt haben. Er betont die Bedeutung der Vielfalt der Studierendenschaft sowie die verschiedenen Perspektiven und Forschungsansätze, die in diesem Bereich existieren. Dabei plädiert er für eine stärkere Reflexion über die Definition von „Studierenden“, die Berücksichtigung unterschiedlicher studentischer Praktiken sowie die Notwendigkeit einer interdisziplinären Herangehensweise innerhalb von Studierendenforschung. (DIPF/Orig.

    Soziale Innovationen für Transformationen des Wissens

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    In Zeiten vielfältigen, vielmals ineinander verschränkten Wandels verschieben sich die Grenzen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Dabei kommt Hochschulen als Mittlerinnen zwischen den unterschiedlichen sozialen Welten eine zentrale Rolle zu, auf welche sie nur begrenzt vorbereitet sind. In diesem Beitrag werden drei Argumente entfaltet: (1) die Anforderungen an die Relevanz wissenschaftlichen Wissens können in institutionellen Umbruchsituationen nur durch soziale Innovationen auf Seiten von Hochschulen, aber auch anderen Forschungsorganisationen, eingelöst werden; (2) eine exponierte Rolle spielen dabei Reallabore, welche als „Labor inmitten von Gesellschaft“ operieren, und (3) deutet sich zusammengenommen für Hochschulen hier an, dass sie als Motor der Demokratieentwicklung in Zeiten von Transformation, gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Konfrontation gesteigerte Aufmerksamkeit erhalten. (DIPF/Orig.

    Nexus Forschung und Lehre

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    Der Nexus zwischen Forschung und Lehre ist ein Thema, das seit der Institutionalisierung moderner Universitäten breit und äußerst kontrovers diskutiert wird. In diesem Beitrag wird die wissenschaftliche Diskussion um den Nexus von Forschung und Lehre in Deutschland und anhand eines internationalen Überblicks dargestellt, der sowohl die historische Entwicklung des Nexus, die Diskussion um Synergien und Substitutionseffekte zwischen den beiden hochschulischen Aufgaben als auch die in der vergleichenden Forschung identifizierten nationalen Kontextfaktoren des Nexus aufzeigt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den globalen Trend der post-humboldtschen Entkopplung von Forschung und Lehre gelegt. Im Ausblick werden dann zentrale Forschungsdesiderate identifiziert, die vor dem Hintergrund der ambivalenten Entwicklungen virulent erscheinen. (DIPF/Orig.

    Diversität und Diversity Management

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    Nach einer kurzen historischen und terminologischen Einordnung wird Diversität als Querschnittsthema der Hochschulforschung nach drei Perspektiven differenziert: Die Perspektive Hochschulsystem (Makroebene) konzentriert sich auf Rahmenbedingungen und Wandlungsprozesse mit Implikationen zur Diversität in Hochschulen sowie ihre Auswirkungen auf die soziale Vielfalt ihrer Akteure. Die Perspektive Organisation (Mesoebene) thematisiert die Frage, wie Hochschulen im Rahmen ihres Diversity Managements strategisch und strukturell mit Diversität umgehen. Die Perspektive Arbeitsgruppe und Individuum (Mikroebene) beleuchtet Studien zur Wirkung von Diversität in hochschulischen Arbeitsgruppen, Forschungen zu Diskriminierungserfahrungen sowie zum individuellen Umgang mit Diversität, z. B. entsprechende Fähigkeiten von Studierenden und ihre Vermittlung in der Lehre. (DIPF/Orig.

    Bildung für nachhaltige Entwicklung - bildungstheoretisch defizitär und Instrument der Funktionalisierung von Schulkindern?

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    Eine Replik auf: Budde, J., & Blasse, N.(2023). Bildung für nachhaltige Entwicklung zwischen Programmatik und Praxis. ZEP-Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 46(2), 4–9. (DIPF/Orig.

    10 Jahre Bildungsstandarderhebungen – Bedingungen (langfristiger) Kompetenzentwicklungen auf Schul- und Systemebene

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    Welche langfristigen Entwicklungen und Trends zeigen sich im österreichischen Bildungssystem? Was lässt sich aus den Daten einer Dekade Bildungsstandarderhebungen für die Wissenschaft, die Bildungspolitik und die Schulpraxis lernen? Dieser Band geht den Fragen nach und nutzt den einzigartigen Datenschatz der österreichischen Bildungsstandardüberprüfungen (BIST-Ü) von 2012 bis 2019. Erstmals werden die Erhebungen nicht nur einzeln, sondern systematisch über mehrere Messzeitpunkte hinweg betrachtet und miteinander verknüpft. Dabei werden Stabilität und Wandel von Kompetenzentwicklungen an Schulen ebenso untersucht wie der Einfluss von vielfältigen Kontextfaktoren. Die Analysen machen sichtbar, welche Faktoren tatsächlich Einfluss auf Kompetenzentwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen des österreichischen Schulsystems haben – und welche vermeintlichen Stellschrauben ihre Wirkung verfehlen. Sie zeigen, wie stark die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft die Kompetenzen prägt und wie begrenzt der direkte Einfluss bildungspolitischer, schulischer und unterrichtlicher Maßnahmen ist. (DIPF/Orig.

    Bildungsungleichheit als Gegenstand der Bildungsforschung. Perspektiven, Erträge und Aussichten

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    Was weiß die Bildungsforschung über Bildungsungleichheit? Wie kam und kommt sie zu ihrem Wissen? Von wem und für wen wird dieses Wissen erzeugt? Wie kann dieses Wissen zum Abbau von Bildungsungleichheit beitragen? Die Beiträge antworten aus unterschiedlichen Perspektiven auf diese Fragen und zeigen, in welcher Weise Bildungsungleichheit seit langen Jahren zum Gegenstand der Bildungsforschung gemacht und wie dabei welches Wissen erzeugt wird. Anhand theoretischer, empirischer und historischer Beiträge wird die Vielfalt der methodologischen Ansätze und der mit ihnen gewonnenen Erkenntnisse verdeutlicht. (DIPF/Orig.

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