German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Bedingungen im Fokus. Ein relational-konstruktivistischer Blick auf die Curriculumentwicklung in der Sozialen Arbeit in Zeiten des digitalen Wandels

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    Die digitale Transformation führt in Studiengängen der Sozialen Arbeit zu tiefgreifenden Veränderungen im Lernen, Lehren und Prüfen. Curriculare Anpassungen sowie didaktische Neuausrichtungen in Studiengängen der Sozialen Arbeit sind geboten. Die Rekonstruktion gelingender Praktiken zur Verankerung digitaler Kompetenzen und Lehr-Lerninhalte in Studiengängen der Sozialen Arbeit an deutschen Fachhochschulen ist Ziel der diesem Beitrag zugrunde liegenden Forschungsarbeit. Basierend auf ersten Ergebnissen soll herausgestellt werden, dass anhand der Rekonstruktion gelingender Praktiken keine generalisierbaren Blaupausen für weitere Curriculumentwicklungsprojekte entstehen können. Die Rekonstruktion ermöglicht jedoch Anschlussfähigkeit und verweist zugleich auf die Notwendigkeit weiterer Forschung. (DIPF/Orig.

    How are educational landscapes in Switzerland designed and implemented to reduce educational disadvantage? Practices of shaping educational landscapes

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    Mit dem Aufbau von Bildungslandschaften geht die Hoffnung einher, einen Beitrag zur Reduktion von Bildungsungleichheit zu leisten. Allerdings weisen die Befunde aus Deutschland in die Richtung, dass der normativen Befürwortung von Bildungslandschaften ambivalente Ausgestaltungen und Kooperationspraxen gegenüberstehen. In diesem Beitrag wird daher untersucht, wie Bildungslandschaften in der Schweiz mit dem Ziel, Bildungsungleichheit zu reduzieren, umgesetzt werden. Hierzu wurden in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz qualitative Interviews durchgeführt. Der Beitrag identifiziert drei Praxen, in die die Umsetzung und Ausgestaltung einer Bildungslandschaft eingebettet sind: institutionenorientierte, vernetzungsorientierte und ressourcenorientierte Praxis. (DIPF/Orig.)With the development of educational landscapes, there is hope for reducing educational inequality. However, findings from Germany indicate that the normative endorsement of educational landscapes is met with ambivalent designs and cooperative practices. Therefore, this article examines how educational landscapes in Switzerland are implemented to promote educational equity. For this purpose, qualitative interviews were conducted in German- and French-speaking Switzerland. The article identifies three practices embedded in the implementation and design of an educational landscape: institution-oriented, network-oriented, and resourceoriented practice. (DIPF/Orig.

    Transformation strategies for inclusive education systems – hindering and facilitating factors in the process

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    In diesem Text werden die Transformationsstrategien zur Umsetzung inklusiver Bildungssysteme analysiert und sowohl hinderliche als auch förderliche Faktoren in diesem Prozess beleuchtet. Seit den 1990er Jahren ist inklusive Bildung ein globales Ziel, unterstützt durch internationale Organisationen und Abkommen wie die UN-Behindertenrechtskonvention. Trotz gemeinsamer Ziele gibt es erhebliche Unterschiede in der Umsetzung inklusiver Bildung weltweit, wie die unterschiedlichen Segregationsquoten in europäischen Ländern zeigen. Die Forschungsperspektiven haben sich von einem Mikro-Ebenen-Fokus (z. B. auf Einstellungen und Didaktik) hin zu Makro- und Meso-Ebenen verschoben, die unter anderem die Steuerung und die Ressourcenallokation in den Vordergrund stellen. Effektive Transformationsprozesse erfordern die Mobilisierung und Vernetzung vielfältiger Akteure sowie transparente, partizipative Entscheidungsprozesse in den Governanceprozessen. Eine klare Vision und gemeinsame Ziele sind entscheidend, um die Zusammenarbeit zu fördern und die Akzeptanz zu erhöhen. Ein Beispiel für ein erfolgreiches Inklusionskonzept ist das Schulgesetz von Südtirol, das ein umfassendes Verständnis von Inklusion als Menschenrecht verankert. Zudem werden darin angemessene Ressourcenallokation und professionelle Entwicklung der beteiligten Akteure zugesichert. Die Schaffung von Feedback- und Evaluationssystemen ist entscheidend, um kontinuierliches Lernen und Anpassungen im Transformationsprozess zu ermöglichen. (DIPF/Orig.)In this text transformation strategies for implementing inclusive education systems are examined, highlighting both hindering and facilitating factors in this process. Since the 1990s, inclusive education has been a global goal, supported by international organizations and agreements such as the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities. Despite common goals, there are significant differences in the implementation of inclusive education worldwide, as shown by varying segregation rates in European countries. Research perspectives have shifted from a micro-level (e.g. focus on attitudes and didactics) to macro- and meso-levels, emphasizing governance and resource allocation among others. Effective transformation processes require the mobilization and networking of diverse actors, as well as transparent, participatory decision-making processes. A clear vision and shared goals are crucial to promote collaboration and increase acceptance. An example of a successful inclusion concept is the school law of South Tyrol, which embeds a comprehensive understanding of inclusion as a human right. With the law, the importance of appropriate resource allocation and professional development of involved actors are insured. The creation of feedback and evaluation systems is essential to enable continuous learning and adjustments in the transformation process. (DIPF/Orig.

    Classroom management for behavioural problems at schools

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    Dieser Text untersucht Classroom Management als entscheidenden Ansatz zur Förderung eines effektiven und störungsfreien Lernumfelds, insbesondere in inklusiven Bildungskontexten. Es umfasst Strategien, die darauf abzielen, akademisches und soziales Lernen zu fördern, Verhaltensprobleme zu reduzieren und die Motivation der Schüler:innen zu steigern. Empirische Studien belegen, dass gutes Classroom Management positiv mit Lernerfolgen, sozial-emotionaler Entwicklung und dem Wohlbefinden von Lehrkräften korreliert. Die Autor:innen betonen die Bedeutung proaktiver Maßnahmen wie klarer Regeln, strukturiertem Unterricht und einer positiven Lehrpersonen-Lernenden-Beziehung. Gleichzeitig werden reaktive Strategien zur Intervention bei Störungen thematisiert. Die psychodynamische Perspektive bietet zusätzliche Einblicke, indem sie unbewusste Prozesse und emotionale Dynamiken berücksichtigt, die das Verhalten beeinflussen. Obwohl Classroom Management als Grundlage für den Umgang mit Verhaltensproblemen anerkannt ist, wird es für die unzureichende Berücksichtigung komplexer Problematiken und sozial-emotionaler Faktoren kritisiert. Eine Kombination behavioraler Ansätze des Classroom Managements mit anderen Ansätzen, wie der psychodynamischen Methodik, wird empfohlen, um eine umfassende Unterstützung aller Schüler:innen zu gewährleisten. (DIPF/Orig.)This text examines classroom management as a crucial approach to fostering an effective and disruption-free learning environment, particularly in inclusive education contexts. It encompasses strategies aimed at promoting academic and social learning, reducing behavioural issues, and enhancing student motivation. Empirical studies demonstrate that effective classroom management is positively correlated with learning outcomes, socio-emotional development, and teacher well-being. The authors emphasize the importance of proactive measures such as clear rules, structured lessons, and positive teacher-student relationships. Reactive strategies for addressing disruptions are also discussed. A psychodynamic perspective offers additional insights by considering unconscious processes and emotional dynamics that influence behaviour. While classroom management is recognized as a foundation for addressing behavioural issues, it is criticized for insufficiently addressing complex problems and socio-emotional factors. Combining the behaviourally oriented classroom management with other approaches, such as psychodynamic methodologies, is recommended to provide comprehensive support for all students. (DIPF/Orig.

    Junge Menschen in stationärer Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wichtige Kooperation mit Risiken – eine Fallstudie zum "Komplex Winterhoff"

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    Medienberichte haben Vorwürfe junger Menschen gegen Behandlungen des Bonner Kinder- und Jugendpsychiaters Michael Winterhoff öffentlich gemacht. Dies war Anlass, die Verantwortung des Jugendamtes Bonn für betroffene junge Menschen zu untersuchen. Vorgestellt werden zum einen Fallanalysen zur Wahrnehmung und zu Kontroversen dieser Verantwortung. Sie zeigen, wie sehr junge Menschen darauf angewiesen sind, in ihren Rechten auf Aufklärung über Chancen und Risiken medizinischer Behandlungen entschieden informiert und vertreten zu werden, und wovon es abhängt, ob dies konkret gelingen kann. Zum anderen werden in zwei Expertisen der aktuelle rechtliche Rahmen sowie fachliche Grundlagen der Kooperation in diesem ebenso traditionsreichen wie spannungsreichen Verhältnis von Medizin und Pädagogik ausgeleuchtet. (DIPF/Orig.

    Junge Kinder, Politik und Medien

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    Im Fokus des Beitrags steht übergreifend die frühe politische Sozialisation von Kindern. Die Autor*innen verweisen auf den Mangel an empirischen Belegen, mit denen die Notwendigkeit früher politischer, demokratischer Bildung begründet wird und zeigen anhand zweier Forschungsprojekte erste Ergebnisse auf, die diesem Anspruch Rechnung tragen. (DIPF/Orig.)The empirical basis for statements on the political socialization of younger children in particular is not satisfying. And the younger the children are, the weaker the empirical support of the quite ambitious objectives, as recently formulated by the Standing Scientific Commission of the KMK in the Federal Republic of Germany (SWK 2024). The enormous normative surplus with regard to early political and democratic education is therefore accompanied by a lack of empirically secured evidence. The two interdisciplinary research projects at TU Dortmund on which this article is based – “Politics, Journalism, Media – Competencies of Preschool and Primary School Children” (PoJoMeC) and “Facets of Democracy in Children” (DeFaKi) – are intended as mosaic pieces to remedy this deficiency and to sharpen the picture of the early political socialization of children. The results of their first implementation phases are presented in this article. (DIPF/Orig.

    Mit gesellschaftlichen Krisen umgehen lernen – Geschichte mit Bezügen zur Zukunft erfahren

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    Der Beitrag zeigt anhand der Ergebnisse eines Forschungsprojektes auf, inwiefern Kinder über die Auseinandersetzung mit historischen Fragestellungen für den Umgang mit Komplexität und Ungewissheit befähigt werden. (DIPF/Orig.)Complexity and uncertainty are no new phenomena, but the currently increasing number and frequency of crises require pedagogical strategies. Apart from developing reactions to current crises (Club of Rome 2022), also approaches to future crises beyond a “pedagogy of catastrophies” (Göppel 1991) need to be designed. “Border objects“ (Star & Griesemer 1989) can be a starting point for developing a transgenerational exchange about the past and the future. Historical objects offer themselves as such “border objects”, but are hardly used in school (von Reeken 2018; Krösche 2020). The article shows based on empirical data, that children are activated by historical collection objects and prompted to reflect on the past, the present and the future. This provides hints on didactical approaches in primary school to societal crises. (DIPF/Orig.

    Vielfältige Ungewissheiten und ambivalente Wissensbezüge – Zur Professionalität von Sachunterrichtslehrkräften

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    Der Autor verweist auf relevante Bezugsgrößen für eine zukunftsorientierte Sachunterrichtsdidaktik, die in Überlegungen zu notwendigen Qualitätsmerkmalen der Professionalität von Sachunterrichtslehrkräften und deren Umsetzung im Kontext von Hochschuldidaktik führt. (DIPF/Orig.)This article focuses on the central requirements for (self-)reflective professionalism in the didactics of science and social studies at primary level: to what extent are teachers able to deal productively with uncertainty and not knowing; how can they make context-sensitive decisions under pressure to act? Particularly in the university training phase, it is important to lay the foundations for the ability to (self-)reflect in order to critically analyse and classify teachers’ own assumptions as well as the knowledge to be negotiated in subject teaching, and to be able to assess their limitations and “blind spots”. In the field of tension between theoretical orientations and constraints on action, selected characteristics of socio-scientifically reflective didactics of general studies are discussed and university didactic proposals for the development of students’ professionalism are presented. (DIPF/Orig.

    "... also da ist es halt an den Lehrer, Lehrerin gekoppelt, wenn man sich da engagiert". Professionelle Haltungen zum politischen Lernen im Sachunterricht

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    Die Autor*innen thematisieren in ihrem Beitrag, inwiefern ein hochschuldidaktischer Rahmen gestaltet werden muss, damit angehende Sachunterrichtslehrkräfte professionelle Haltungen auf verschiedenen Ebenen im Bereich des politischen Lernens entwickeln können. (DIPF/Orig.)In view of global crises and social transformation processes, the ability to act politically can be described as one of the key skills of the 21st century. In this respect, research findings that reveal deficits in the professionalization of students and teachers in this area appear problematic. In this context, the “attitudes” of teachers play a central role in determining “whether” and “how” political learning takes place in subject lessons. The article presents selected results from the “ProHapoL” research project. (DIPF/Orig.

    Phasenübergreifende kollegiale Unterrichtsplanung – komplexen Anforderungen in der Unterrichtsplanung gemeinsam begegnen

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    Die Autor*innen zeigen die Ergebnisse einer Studie zur phasenübergreifenden gemeinsamen Unterrichtsplanung auf. In den von ihnen analysierten verbalen Interaktionsprozessen zeigten sich neben Unterschieden eine hohe Aufgabenbezogenheit in der inhaltlichen Gestaltung der Planungsgespräche, die Ergebnisse lassen auf eine ko-konstruktive Zusammenarbeit schließen. Die Autor*innen kommen zu dem Schluss, dass diese Form der Phasenvernetzung von allen Beteiligten als gewinnbringend erlebt wird. (DIPF/Orig.)To meet the complex demands of teaching, cooperation is essential – this includes collaborative lesson planning. While studies have examined collaborative lesson planning among pre- and in-service teachers, there is a lack of research on trainee teachers. The present study sheds light on verbal interaction processes in cross-phase teams (pre-service and trainee teachers) during a tandem work phase comprising collaborative lesson planning in General Studies on the topic of Computational Thinking. Respective planning sessions were analyzed using a qualitative content analysis approach, with results indicating a promising, overall appropriate quality of the targeted verbal interaction processes. (DIPF/Orig.

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