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Steady state and transient kinetic investigations on the deactivation of the Cu/ZnO/AlO methanol synthesis catalyst
Die heterogen katalysierte Gasphasenreaktion von Wasserstoff mit Kohlenmonoxid und -dioxid zu Methanol ist nahezu 100 Jahre alt und der Standard Cu/ZnO/AlO-Methanolsynthesekatalysator wird seit fast 50 Jahren industriell eingesetzt. Bis heute gehört die Methanolsynthese zu den wichtigsten Themen der Katalyse, aufgrund des hohen Potentials das schädliche Klimagas CO in den wertvollen Alkohol umzuwandeln und somit die globalen CO-Emissionen drastisch zu senken. Zudem gehört es zu den am meist kontrovers debattierten Themen in der Katalyse vor allem im Bereich der Identifizierung des aktiven Zentrums. Hierbei konnte die Natur der migrierten Zn-Spezies auf den metallischen Cu-Partikeln nicht eindeutig bestimmt werden. Zur Beendigung dieser Debatte konnte eindeutig gezeigt werden, dass die Zn-Spezies eine positiv geladene Natur unter industrienahen Bedingungen haben müssen. Hierfür wurde zum ersten Mal oberflächensensitive Untersuchungen der Katalysatoroberfläche eingesetzt
Einfluss von Raumumwelt auf Geruchsschwellen
Geruchsleitwerte dienen der Objektivierung von Beschwerden über eine Geruchsbelästigung im Innenraum und basieren auf am Olfaktometer an der Nase bestimmten Geruchswahrnehmungsschwellen (ODT). Mit 20 nach EN 13725 (2022) geschulten Testpersonen wurde geprüft, ob ODT-Messungen am Olfaktometer eine zuverlässige Aussage über die Wahrnehmung dieses Geruchs im Innenraum ermöglichen. Unter standardisierten Umgebungsfaktoren (22–24 °C, 2800 Kelvin, 45 dB, 415 ppm CO) wurden ODT für n-Butanol und Benzaldehyd am Olfaktometer und in der Raumluft ermittelt. Beide ODT waren in der Raumluft niedriger als am Olfaktometer. Wandungseffekte werden als möglicher Grund diskutiert. Es gab keinen generellen Einfluss unkomfortabler Umgebungsfaktoren (26 °C, 6500 Kelvin, 70 dB, 1000/4000 ppm CO) auf die ODT für n-Butanol. Insgesamt erlauben am Olfaktometer bestimmte Geruchswahrnehmungsschwellen eine zuverlässige Aussage über die Wahrnehmung dieses Geruchs im Innenraum
Geogenic sources and mobilization mechanisms of arsenic, fluoride and uranium to groundwater flow systems in the Mexican Sierra Madre Occidental
In Mexiko wurden in bestimmten Regionen des Landes Probleme mit der Qualität der Wasserversorgung registriert (Sierra Madre Occidental; SMO, und Mesa Central; MC). Viele gesundheitliche Auswirkungen werden mit einer chronischen Exposition gegenüber Fluorid (F), Arsen (As) und Uran (U) im Trinkwasser in Verbindung gebracht. Diese Studie stellt den ersten multimethodischen Ansatz zur Identifizierung von F, As und U in der mineralogischen und amorphen Zusammensetzung der vulkanischen Gesteine und Beckensedimente in der SMO und MC auf mikroskaliger Ebene dar, als Schlüssel zum Verständnis der Mechanismen, die die Mobilisierung der Spurenelemente aus ihren Quellen ins Grundwasser steuern. Das Verständnis von Herkunft und Verteilung von F, As und U tragen dazu bei, Methoden der Wasserbewirtschaftung und Strategien zur Vermeidung von Gesundheitsrisiken zu entwickeln, die insbesondere in Entwicklungsländern notwendig sind, in denen das Grundwasser die Hauptquelle für die Wasserversorgung ist
Near-infrared fluorescent nanosensors for pathogen detection
Infektionskrankheiten sind eine Herausforderung für Gesundheitssysteme und eine nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert. Ein Material mit dem Potenzial, um bestehende Diagnosetechniken zu ergänzen, sind einwandige Kohlenstoff-Nanoröhren (SWCNTs). SWCNTs sind 1D Nanomaterialien, die im nahen Infrarot (NIR) fluoreszieren und nicht bleichen.
In dieser Arbeit wurden zwei generische Strategien für SWCNT-Sensoren entwickelt und bisherige Strategien in einem Übersichtsartikel zusammengefasst. Mit den Sensoren lassen sich bakterielle Siderophore und virale Proteine nachweisen, sowie die enzymatische Umwandlung chromogener Substrate verfolgen. Die Verwendung von Guanin-Quantendefekten in DNA-Ankern, die mit flexiblen Fängersequenzen verbunden sind, ermöglicht die Koppelung von Erkennungseinheiten an SWCNTs und verbessert die Selektivität. Darüber hinaus wurden ein allgemeiner Weg für nichtlineare sensorbasierte Signalverstärkungen mit einer Übersetzung eines Signals (SENSAT) ins NIR gezeigt
Häusliche postoperative Schmerztherapie nach Adenotomien und Parazentesen mit/ ohne Paukenröhrchen
Adenotomien (AT) und Parazentesen (PZ) mit/ohne Einlage von Paukenröhrchen (PR) gehören zu den häufigsten ambulanten Operationen im Kindesalter. Zur elterlichen Interpretation kindlicher Schmerzen und was Eltern dazu veranlasst, tatsächlich Schmerzmittel zu geben, existiert in Deutschland keine belastbare Datenlage.
Schmerzen nach AT und PZ mit/ohne PR waren in dieser Kohorte mit 91 Kinder von 0 - 6 Jahren insgesamt gering. Zur Erhebung elterlicher Voreinstellungen zu kindlichen Schmerzmittelgaben setzte unsere Studie erstmalig eine deutschsprachige Version des Medication Attitudes Questionnaires ein. Dabei konnte keine statistische Signifikanz zwischen elterlichen Voreinstellungen und durch sie tatsächlich verabreichten Analgetika festgestellt werden. Es ergaben sich Hinweise, dass ein veränderter Schlaf, eine Reduktion des Ess- und Bewegungsverhaltens sowie eine Steigerung des Trinkverhaltens in der elterlichen Wahrnehmung ein Ausdruck kindlicher Schmerzen darstellen könnten
Trainingswissenschaftliche und leistungsphysiologische Trainings- und Wettkampfanalysen im Leistungsbadminton
Die Dissertation leistet einen Beitrag zum Verständnis von Belastung und Beanspruchung im Badminton auf höchstem Leistungsniveau. Sie fasst den aktuellen Forschungsstand zum Wettkampf zusammen, ergänzt ihn durch neue Erkenntnisse zum Metabolismus und liefert Hinweise auf den Einfluss der Belastungsnormative im Training. Die Arbeit verdeutlicht die Bedeutung der aeroben Kapazität für die Spielleistung, insbesondere durch ihre Funktion für eine rasche Erholung während der Pausen und zeigt, dass eine Variation der Intervalldauer bei der Trainingsform "Multifeeding" Unterschiede in der anaerob-laktaziden Beanspruchung bewirkt. Auf Belastungsebene führt das zu Anpassungen der Laufleistung, was auf ein Pacing in längeren Intervallen schließen lässt. Die Erkenntnisse helfen allgemeine Leitlinien zur Trainingssteuerung im Badminton zu formulieren und bieten Trainerinnen und Trainern eine empirisch gestützte Orientierungshilfe, um zielgerichtet Trainingsmaßnahmen zu planen und durchzuführen
Biological correlates of environmental risk and support
Körper und Geist sind eng verwoben, und soziale Umwelten – sowohl risikobehaftete als auch unterstützende – können langfristige Spuren hinterlassen. Besonders aversive Erfahrungen in der Kindheit (ACE) stellen einen transdiagnostischen Risikofaktor dar. Gleichzeitig wachsen unsere Möglichkeiten, im therapeutischen Kontext gesundheitsfördernde Umgebungen zu schaffen. Die vorgestellte Arbeit trägt eine biologische und insbesondere molekulare Perspektive zur Untersuchung von (a) ACE- und stressassoziierten und (b) PTBS-Therapie-assoziierten Korrelaten bei. Analysen von DNA-Methylierung, Gen- und Proteinexpression in Monozyten mittels Einzel- und Multi-Omics-Ansätzen lieferten folgende Erkenntnisse:
• Stress- und Therapieeffekte werden auf der Ebene der Genexpression sichtbar
• ACE-Signaturen variieren je nach molekularer Ebene
• Mitochondrien erscheinen als sensitiv gegenüber ACE
• Multi-Omics-Analysen sind vielversprechend, aber nicht zwingend aussagekräftiger als Einzel-Omics-Analyse