Zeitschrift für Soziologie
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    Technological Innovations and Sectoral Change. Transformative Capacity, Adaptability, Patterns of Change: An Analytical Framework

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    In diesem Text wird ein analytischer Ansatz vorgestellt, mit dem das Ausmaß und die typischen Muster technikinduzierten sektoralen Wandels empirisch untersucht und erklärt werden können. Dazu werden zwei wesentliche Konzepte herausgestellt und aufeinander bezogen: Zum einen die spezifische sektorale Eingriffstiefe neuer Technologien, also die substanzielle oder inkrementelle Bedeutung, die diese für das jeweilige sektorale System haben (können); zum anderen die sektorale Adaptionsfähigkeit der dort etablierten sozioökonomischen Strukturen, Institutionen und Kernakteure, die mit neuen technologischen Möglichkeiten konfrontiert werden. Mit Hilfe des ersten Konzepts - sektorale Eingriffstiefe neuer Technologien - lässt sich der sektorale Anpassungs- und Veränderungsdruck, den neue Technologien bzw. Technologiefelder erzeugen, identifizieren. Mit dem zweiten komplementären Konzept - sektorale Adaptionsfähigkeit - lassen sich die sektorale Aufnahmebereitschaft und Verarbeitungskapazität dieses Drucks, die durch die jeweils bestehenden sektoralen Strukturen, Institutionen und Handlungsorientierungen geprägt werden, analysieren. Aus dem spezifischen Zusammenspiel beider Einflussfaktoren ergeben sich unterscheidbare sektorale Transformationsmuster, die sich im Spektrum antizipativer Anpassung und krisen­hafter Reaktion bewegen.This paper introduces a heuristic framework for analyzing and explaining distinct patterns of technology-based sectoral change. The concept is based on two interrelated pertinent factors. The first is the sectoral-specific transformative capacity of new technologies themselves: What kind of substantial or incremental impact do they have on socio-economic and institutional change in a given sectoral system? The second is the sectoral adaptability of socio-economic structures, institutions and actors confronted with the opportunities presented by new technologies. The first factor - the sectoral transformative capacity of new technologies - enables us to identify the technology-driven pressure to change and adjust the structural and institutional architectures of the sectoral system. The second, complementary factor - sectoral adaptability - helps us to discern the distinct social patterns of anticipation and absorption of this technology-based pressure. The specific interplay between these two pertinent factors leads to distinguishable modes of sectoral transformation ranging from anticipative and smooth adjustments to reactive and crisis-ridden patterns of change

    Social Services and Help between Generations in Europe

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    Private Hilfen zwischen erwachsenen Generationen bei der Haushaltsführung (z.B. bei Haus- und Gartenarbeiten oder Formalitäten) variieren in Europa stark von Nord nach Süd. Während die Hilfehäufigkeit in nördlichen Ländern wie Schweden oder Dänemark mit ausgebauten sozialen Dienstleistungen bei über einem Drittel der Kind-Eltern-Dyaden liegt, helfen erwachsene Kinder in den Mittelmeerländern nur in ungefähr fünfzehn Prozent der Fälle ihren Eltern. Dagegen verteilt sich die Intensität dieser Hilfeleistungen in umgekehrter Richtung: In den südlichen Ländern unterstützen die relativ wenigen Helfer ihre Eltern zeitintensiver als im Norden. Die Ergebnisse logistischer und linearer Mehrebenenmodelle auf Basis der SHARE-Daten legen nahe, dass neben individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten sowie Familienfaktoren auch kulturell-kontextuelle Strukturen eine entscheidende Rolle für die Wahrscheinlichkeit und Intensität intergenerationaler Hilfe spielen. Die Spezialisierungsthese im Sinne der spezifischen Aufgabenteilung von sozialen Diensten und Familie kann auf die Hilfe für die Eltern in Europa übertragen werden: Je mehr die Familie durch soziale Dienstleistungen bei der Betreuung Bedürftiger entlastet wird, desto eher erbringen die Kinder kurzfristige Unterstützungen - während der öffentliche Sektor eher die besser planbaren, stetigen und zeitintensiven Aufgaben übernimmt.The level of intergenerational household help differs substantially between European countries, following a north-south gradient. While in the northern countries (e.g. Sweden, Denmark) with their well-developed service systems help occurs in over one third of the child-parent dyads, this only applies to around fifteen percent of the cases in the Mediterranean countries (Spain, Italy, Greece). In regard to the intensity of the help given, however, in the southern states the relatively few adult children providing help spend more time supporting their parents than in Northern Europe. The results of logistic and linear multilevel-models show that needs, opportunities, and family structures as well as cultural-contextual structures play a decisive role in the likelihood and intensity of intergenerational help. Additionally, the "specialisation-thesis," which predicts specific task-sharing between public services and families, may also be applied to the support of elderly parents in Europe. The more social services alleviate the burden of intensive and regular care supplied by family members, the more adult children provide short-term support for their elderly parents

    Not Really Ordinary Organizations. A Critique of Stefan Kühl's Reinterpretation of Simulated Brutalities

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    Der Beitrag setzt sich mit Stefan Kühls organisationssoziologischer Interpretation simulierter Brutalitäten auseinander. Kühl vertritt die These, dass in so berühmten sozialpsychologischen Experimenten wie Stanley Milgrams Untersuchungen zur Gehorsamsbereitschaft oder Philipp Zimbardos Standord Prison Experiment ungewollt und unbewusst ganz normale Organisationen simuliert worden seien und dass die in den Experimenten zu beobachtenden brutalen Verhaltensweisen auf die Wirkung dieses Typs von Sozialsystem zurückzuführen sind. In dem Artikel wird die Auffassung vertreten, dass Kühls These falsch ist und dass seine organisationssoziologische Neuinterpretation den vorliegenden sozialpsychologischen Erklärungen kein neues Wissen hinzufügt. Der wesentliche Grund für Kühls Fehlinterpretation ist ein verkürztes Verständnis organisationssoziologischer Begriffe in Verbindung mit einer aufwärtsreduktionistischen Erklärungsstrategie.This article discusses Stefan Kühl's organizational interpretation of simulated brutalities. Kühl claims that in famous social psychological experiments like Stanley Milgram's obedience studies or Philipp Zimbardo's Stanford prison experiment the researchers unintentionally set up organizational systems, and he asserts that this fact explains the brutal behavior exhibited in the studies. Against Kühl it is argued that his interpretation is fundamentally misguided and that Kühl's approach adds no new insights to the already existing social psychological explications. The reason for Kühl's failure is an abridged understanding of basic organizational terms in connection with an upward reductionist explanatory strategy

    Why Are Some Countries So Much Richer than Others? On the Institutional Explanation of Developmental Differences

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    Die gegenwärtige Lage der Weltwirtschaft ist von enormen Einkommensunterschieden zwischen reichen und armen Ländern geprägt. Entwicklungsunterschiede dieser Art gibt es erst seit der Epoche des modernen wirtschaftlichen Wachstums (Kuznets). Daher steht die Frage zur Beantwortung an, warum einige Länder wirtschaftlich so viel erfolgreicher sind als andere. Im Aufsatz wird die Antwort des ökonomischen Neoinstitutionalismus auf diese Frage behandelt. Dieser Ansatz erblickt in "guten" Institutionen die letztlich entscheidende Ursache des wirtschaftlichen Erfolgs und versteht unter "guten" Institutionen im Wesentlichen gesicherte Eigentums- und Verfügungsrechte. Ohne die Relevanz "guter" Institutionen grundsätzlich in Zweifel zu ziehen, stellt der Autor kritische Fragen an die Reichweite dieses Ansatzes und plädiert dafür, der Rolle des technischen Fortschritts ein stärkeres Gewicht beizumessen. Entwicklungsunterschiede sind zu einem großen Teil technologisch bedingt. Zwar hängt der technische Fortschritt auch von gesicherten Eigentumsrechten an Erfindungen ab, aber ein auf Dauer gestellter technischer Fortschritt verlangt eine kulturelle Umgebung, die dazu ermutigt, die Grenzen vorhandenen Wissens zu überschreiten. Wenn man die Grundannahme der neoklassischen Wachstumstheorie aufgibt, daß der technische Fortschritt autonom und homogen ist, bleiben zwei Wege offen, technologische Heterogenität zu modellieren: Der technische Fortschritt ist entweder ein privates Gut, dessen Erzeugungsrate von länderspezifischen Forschungsanstrengungen abhängt, oder er ist prinzipiell für alle Länder gleich zugänglich, aber politische und kultureller Barrieren stehen seiner Ausschöpfung im Wege. Aus soziologischer Sicht favorisiert der Aufsatz den letzteren Ansatz und schließt mit einem Blick auf die sich aus ihm ergebenden Folgerungen für die Wissenschafts- und Bildungspolitik.Huge income differences across countries are a striking feature of the world economy today. Such developmental differences did not exist before the "epoch of modern economic growth" (Kuznets). Therefore the question arises why some countries are economically much more successful than others. This paper discusses how neo-institutionalist economics answers this question. This school of thought views "good" institutions as the fundamental cause of differences in economic development, defining good institutions as those that secure property rights. While it does not question the relevance of good institutions altogether, the paper proposes putting more emphasis on the role of technological progress. Developmental differences are largely determined by technology. It is true that technological progress depends on secure property rights in inventions, but continuous advances in science require a cultural environment that motivates people to transcend the limits of existing knowledge. If one dismisses the basic assumption of neo-classical growth economics that technological progress is autonomous and homogenous, two ways of conceptualizing a heterogeneous technology remain. Either technological progress is a private good, whose rate of production is dependent on country-specific investments in research and development, or it is equally open to all countries, but cannot fulfill its potential because of political and cultural barriers. From the sociological point of view the paper sympathizes with the latter assumption and concludes with a discussion of its political consequences

    Crime and Social Capital in Residential Neighborhoods. A Multilevel Analysis of Individual and Contextual Predictors of Victimization

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    Auf der Grundlage einer postalischen Bevölkerungsbefragung (N = 3612) in 49 Hamburger Stadtteilen wird eine um verschiedene Individualvariablen erweiterte Version der ökologischen Theorie sozialer Desorganisation im Rahmen eines Mehrebenenmodells überprüft. Es werden verschiedene Hypothesen zu den Effekten von Individualvariablen (perzipierte physische und soziale Incivilities, interpersonelles Vertrauen, Nachbarschaftskontakte, collective efficacy, allgemeines Sozialkapital) und Kontextvariablen des Stadtteils (offizielle Kriminalitätsbelastung, Sozialstruktur, Wohnfluktuation, Bevölkerungsdichte) auf persönliche und indirekte Viktimisierungen im Stadtteil mit Hilfe einer hierarchischen Poisson-Regression überprüft. Dabei zeigt sich, dass Incivilities, Nachbarschaftskontakte und allgemeines Sozialkapital positive Effekte und Vertrauen sowie die collective efficacy negative Effekte auf Viktimisierungen ausüben. Bei den Kontextvariablen hat die problematische Sozialstruktur einen positiven Effekt auf indirekte Viktimisierungen und die Bevölkerungsdichte hat einen positiven Effekt auf persönliche Viktimisierungen.An extended version of the ecological theory of social disorganization, "updated" by individual-level predictors is tested with survey data (N = 3612) in 49 districts of the city of Hamburg by means of a hierarchical nonlinear model predicting personal and indirect victimization in residential neighborhoods. Using multilevel analysis different hypotheses about the effects of individual predictors (perceived social and physical incivilities, interpersonal trust of neighbors, contacts to neighbors, collective efficacy, general social capital) and contextual predictors (official crime rates, neighborhood disadvantage, population density, residential instability) on personal and indirect victimization were tested by means of hierarchical Poisson regression. The results of the multilevel analysis show that incivilities, contacts to neighbors and general social capital have positive effects on victimization and that interpersonal trust of neighbors, and collective efficacy have negative effects on victimization. Regarding the contextual predictors neighborhood disadvantage has a positive effect on indirect victimization, and population density has a positive effect on personal victimization

    Mood States - A Determinant of Respondent Behavior

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    Die Artefaktforschung zentriert sich bei der Suche und Prüfung von Artefaktquellen vor allem auf Methoden- und Situationsaspekte. Selten geht sie dem Einfluss von Befindlichkeit auf das Antwortverhalten nach. Die vorliegende Analyse prüft, ob und in welchem Ausmaß die aktuelle Befindlichkeit des Befragten auf die Antwort (Urteilsvergabe) einen Einfluss haben kann. Dabei wird nicht von einem grundsätzlichen Effekt ausgegangen, vielmehr wird das mögliche Antwortverhalten in Abhängigkeit von Zentralität und den Fragetypen analysiert. Die Prüfung erfolgt anhand einer Sekundäranalyse von drei Befragungen in welchem die Befindlichkeit als Variable erfasst worden ist. Die Ergebnisse zeigen deutliche Effekte auf das Antwortverhalten und zwar in Abhängigkeit von der Zentralität (Ich-Zentralität) der Frageformulierung.In the investigation and verification of sources of artifacts, artifact research focuses mainly on methodical and situational aspects. Usually research does not focus on the respondent and his or her mood states. This paper investigates the question if and to what extent actual mood states influence answers (judgments) in surveys. In doing so, we do not assume a general effect, but rather we analyse respondent behavior as dependent on the centrality and type of questions. The inquiry is based on a secondary analysis of three surveys in which data on mood states were collected. The results show considerable effects of centrality (ego-centrality) on the question of response behavior

    "Just Normal": The Representation of Children's Development Norms in Somatograms. A Praxis-Analytical Exploration of Pediatric Prevention Instruments

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    Der Artikel entstammt einem ethnografischen Forschungsprojekt, das an der Schnittstelle von Kindheits-, Körper- und Medizinsoziologie angesiedelt ist. Er geht der praxisanalytischen Frage nach, wie Modelle kindlicher Entwicklungsverläufe die Praxis von Kindervorsorgeuntersuchungen strukturieren und in diesem Zuge dazu beitragen, kindliche Entwicklungsprozesse wissensbasiert zu konfigurieren und zu konstituieren. Der Beitrag analysiert die Konstruktionslogik und den Gebrauch von kinderärztlichen Vorsorgeinstrumenten am Beispiel von sogenannten Somatogrammen - das sind grafische Darstellungen der körperlichen Größen- und Gewichtsentwicklung von Kindern - unter der theoretischen Perspektive der Normalisierung der Kindheit. In der Analyse der Kurven-Grafiken sowie von Beobachtungsprotokollen und Elterninterviews arbeitet der Beitrag unterschiedliche praktische Bestimmungen des Instruments heraus: Neben der Dokumentation und Evaluation des Entwicklungsverlaufs für die medizinische Diagnose werden die situierten Effekte im Zuge der Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen beschrieben, die diese als Feld der Normalisierung und als pädagogischen Kontext erkennen lassen. Die Somatogramme vermitteln, so die abschließende These, zwischen dem professionellen Wissen und dem Alltagswissen der Eltern und helfen auf diese Weise, die Unverständlichkeit anderer Untersuchungsschritte in situ sozial zu kompensieren.The article results from an ethnographic reasearch project at the interface of the sociology of childhood, the sociology of the body, and medical sociology. It asks how models of the course of children's development structure the practices of prevention programs and thus contribute to configuring and constituting children's developmental processes. The article analyzes the constructional logic and the practical application of pediatric prevention instruments in using so called somatograms -graphic representations of height and weight development - as an example. The theoretical perspective focuses on the normalization of childhood. By analyzing graphs as well as fieldnotes and interviews with parents, the article elaborates different practical purposes of the instrument. Besides documentation and evaluation of individual developmental processes as a diagnostic measure, the situated effects of the conduct of preventive check-ups are described. Thus it is shown, how medical check-ups in children contribute to the normalization of childhood and constitute an educational context. The final thesis is that somatograms mediate between professional and everyday knowledge of parents and thus help to compensate socially for the incomprehensibility of other parts of the examination

    The Political Context of Max Weber's Contribution on the German Economy in the Encyclopedia Americana

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    Für die Encyclopedia Americana verfasste MaxWeber 1905 einen Beitrag über die deutsche Wirtschaft, der bis vor kurzem unbekannt war. Hugo Münsterberg, der Herausgeber der dreiundzwanzig Beiträge über Deutschland, rekrutierte als zweiten Ökonomen Ernst von Halle, Admiral Tirpitz' Propagandachef für den kaiserlichen Schlachtflottenbau. Damit hatte er zwei hervorragende Verfechter einer imperialistischen Weltpolitik ausgewählt. Neben seinem Beitrag zum Gelehrtenkongreß in St. Louis 1904 gab dies Weber eine breitere Gelegenheit, der Rhetorik seiner Weltmachtpolitik nüchterne wirtschaftspolitische Argumente hinzuzufügen: Der rasch wachsende deutsche Industriestaat müsse in die Weltwirtschaft integriert werden, und zwar durch gemäßigte Zölle und Handelsverträge. Dies in Opposition zur konservativen Hochzollpolitik und ihrem Streben nach Autarkie, aber auch zu Joseph Chamberlains großer Kampagne, das britische Empire mit Schutzzöllen 'einzuhegen'. Mit Hilfe ausführlicher statistischer Materialien ermöglicht Weber dem Leser, die agrarischen und industriellen Entwicklungen Deutschlands und der USA, aber auch Englands und Frankreichs zu vergleichen. Er hält die deutschen und amerikanischen Zollschranken für überwindbar, warnt aber vor zunehmenden deutsch-englischen Spannungen. Seine Argumentation paßte zu Hugo Münsterbergs kulturpolitischer Agenda, die ein Rapprochement zwischen Deutschland und den USA durch die Förderung des Deutschtums und die Minderung der "angelsächsischen Hegemonie" beabsichtigte. Die geschichtliche Entwicklung ließ am Ende sowohl Münsterbergs Kulturpolitik als auch Webers Weltpolitik scheitern.In 1905 Weber wrote two articles, until recently unknown, on the German economy for the Encyclopedia Americana. Hugo Münsterberg, editor of the twenty-three articles on Germany, chose as second economist Ernst von Halle, Admiral Tirpitz's propaganda chief for Imperial Germany's naval expansion program. Thus he chose two outstanding advocates of an imperialist Weltmachtpolitik. The request gave Weber a larger opportunity than at St. Louis in 1904 to juxtapose his realistic economic policies to his aggressive rhetoric. He advocates the integration of Germany's rapidly expanding economy into the world economy by means of moderate tariffs and trade treaties. Presenting a great amount of statistical information, Weber compares the agrarian and industrial development of Germany and America, and, to a lesser extent, England and France. He considers American and German tariff barriers surmountable, but warns of exacerbating Anglo-German tensions. His reasoning fitted Münsterberg's cultural agenda, which aimed at a German-American rapprochement through promoting Deutschtum und weakening "Anglo-Saxon hegemony.

    Social Science and Policy-making. The Seventh Family Report

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