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50 Jahre Slowaksitik an der Humboldt-Universität zu Berlin (1973-2023)
Der vorliegende Sammelband mit Beiträgen entstand als Ergebnis der internationalen Tagung ''Inhalt und Methode in der Empirie des Unterrichts am Beispiel des Slowakischen als Fremdsprache'', die am 25. Oktober 2023 am Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin stattfand. Mit dieser wissenschaftlichen und insbesondere didaktisch-methodisch ausgerichteten Veranstaltung wurde das bedeutsame 50-jährige Jubiläum der Slowakistik an der Humboldt-Universität zu Berlin begangen. Der Sammelband verschafft einen Überblick über aktuelle Fragen der Didaktik des Slowakischen als Fremdsprache. Die Autorinnen, allesamt erfahrene Slowakisch-Lektorinnen, behandeln so vielfältige Themen wie Anforderungen an die Ausbildung von Lehrkräften für Slowakisch als Fremdsprache, die Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen in das Slowakische, kooperative Lernformen, Peer Feedback und den Einsatz slowakischer literarischer Texte im Unterricht, wobei sie in ihren Beiträgen aus ihrer reichen beruflichen Praxis schöpfen. Sämtliche Beiträge sind theoretisch fundiert und stützen sich auf die aktuelle Fachliteratur, zugleich werden zahlreiche Beispiele für konkrete im Unterricht verwendete Aufgaben angeführt. Der Sammelband hat somit über das Slowakische hinaus grundsätzliche Relevanz für die Entwicklung der Fremdsprachendidaktik. Eine breitere Leserschaft kann sich die durchweg in slowakischer Sprache verfassten Beiträge inhaltlich über die deutsch- bzw. englischsprachigen Resümees erschließen. In ihrem Beitrag „Linguodidaktische Kompetenz als Voraussetzung für eine erfolgreiche Leh-re“ (S. 9–25) formuliert Jana Pekarovičová die Anforderungen an Lektorinnen und Lektoren für Slowakisch als Fremdsprache und stellt die vom SAS erarbeiteten Weiterbildungspro-gramme und Unterrichtsmaterialien vor, u. a. das mehrteilige Slowakischlehrbuch für Ausländer Krížom-kražom, das sich inzwischen als Standardlehrwerk etabliert hat. Der Beitrag vermittelt eine gute Übersicht über die Expertise, die Studia Academica Slovaca im Laufe seiner nunmehr 60jährige Geschichte auf dem Gebiet der Vermittlung von Slowakisch als Fremdsprache entwickelt hat. Im Beitrag „Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Unterricht des Slowakischen als Fremdsprache am Beispiel der Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen vom Deutschen ins Slowakische“ (S. 26–44) von Renáta Pavlová werden Möglichkeiten des Einsatzes künstlicher Intelligenz im Fremdsprachenunterricht behandelt. Die Autorin führt vor, auf welche Weise Programme wie DeepL, eTranslation und Translaedict, mit deren Erscheinen traditionelle Lernformen des Fremdsprachenerwerbs, wie Übersetzungen und Essays, erschüttert werden, sinnvoll in den Unterricht integriert werden können. Die Autorin stellt insbesondere das Verfahren des sog. Post Editing (Slowakisch: posteditácia), d. h. der Nachbearbeitung maschineller Übersetzungen durch Slowakischlernende in den Mittelpunkt. Der mit zahlreichen Beispielen illustrierte Beitrag zeigt, dass künstliche Intelligenz keine Bedrohung für den Fremdsprachenunterricht sein muss, sondern dort sogar sinnvoll eingesetzt werden kann. Jana Orieščiková zeigt, wie sie die „Unterstützung kooperativer Aktivitäten im Sprachunterricht“ (S. 45–62) für das Lernziel der Verbesserung der Schreibkompetenz nutzt. Dazu grenzt die Autorin im Rahmen einleitender theoretischer Erwägungen zunächst den Begriff des kooperativen Lernens von den traditionellen sozialen Unterrichtsformen des Paar- und Gruppenarbeitens ab. Anschließend führt sie die Nutzung des kooperativen Lernens in Gruppen mit unterschiedlichem Sprachniveau am konkreten Beispiel der gemeinsamen Arbeit an slowakischen Texten zu Themen wie Gesundheit, Reisen, Vorlieben etc. vor. Dabei kommentiert sie die verschiedenen, bei der Arbeit an dem gemeinsamen Produkt involvierten Schritte. Michaela Mošaťová beschäftigt sich mit dem „Peer-Feedback als Werkzeug zum Erlernen des wissenschaftlichen Schreibens“ (S. 63–77). Das Peer-Feedback gilt in der Fachliteratur dabei als eine nicht unumstrittene Lernform. Die Autorin präsentiert die Ergebnisse eines Feldversuchs, bei dem Studierende des Slowakischen als Fremdsprache die Nützlichkeit des von Mitstudierenden gegebenen Peer-Feedbacks zu ihren in slowakischer Sprache verfassten wissenschaftlichen Texten kommentieren sollten. Ferner wurde überprüft, ob sich die Qualität der Texte tat-sächlich durch das Peer-Feedback verbessert hat. Die Ergebnisse zeigen, so die Autorin, zwar einerseits eine Verbesserung der Qualität der Texte, andererseits würden einige Studierende gegenüber dem Peer-Feedback eine Rückmeldung der Lehrenden den Vorzug geben. Damit bestätigt der Beitrag die in der Fachliteratur manifeste ambivalente Haltung zu dieser Lernform. Im Mittelpunkt des Beitrages von Eleonóra Zvalená steht „Kreatives Schreiben im Unterricht des Slowakischen als Muttersprache und Fremdsprache im akademischen Umfeld“ (S. 78–90). Die Autorin berichtet von eigenen Erfahrungen mit dem Einsatz unkonventioneller Formen kreativen Schreibens, wie Akrostichon, Haiku, Inserat etc. Anders als in den übrigen Beiträgen wird hier auch die Perspektive des muttersprachlichen Slowakischunterrichts, im Einzelnen an den Universitäten in Prešov (Slowakei) und Novi Sad (Serbien), einbezogen. Während das kreative Schreiben im Unterricht des Slowakischen als Muttersprache der Kultivierung des sprachlichen Ausdrucks und der stilistischen Vervollkommnung diene, lassen sich, so die Autorin, im fremdsprachlichen Unterricht mit diesem konkrete grammatische Erscheinungen sowie Wortschatz trainieren. Viktoria Kissová widmet sich in ihrem Beitrag (S. 91–108) der „Verwendung literarischer Texte beim Unterrichten des Slowakischen als Fremdsprache“. Nach einer Übersicht über traditionelle Methoden des Fremdsprachenunterrichts, namentlich die Grammatik-Übersetzungsmethode, die audiolinguale Methode und den kommunikativen Ansatz, stellt die Autorin auf Grundlage von Erfahrungen mit dem Einsatz englischsprachiger Literatur im Fremdsprachenunterricht ein eigenes originelles Modell zur Verwendung slowakischer literarischer Texte vor, das sie bereits an ungarischen Studierenden getestet hat.Internationale Tagung "Inhalt und Methode in der Empirie des Unterrichts am Beispiel des Slowakischen als Fremdsprache", Berlin, 25.10.2023, Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berli
Perception-driven modeling and synthesis of collective behavior
Lebende Systeme von Mikroben bis zu menschlichen Gesellschaften koordinieren komplexes Gruppenverhalten durch lokale Wahrnehmung, begrenzte Kognition und verkörpertes Handeln. Viele Modelle des Kollektivverhaltens und technische Schwärme beruhen jedoch auf idealisierten Annahmen zu Sensorik, Entscheidung und Bewegung und erschweren damit das Verständnis und die Synthese robuster Gruppendynamiken. Diese Dissertation vertritt die These, dass die Verankerung von Kollektivverhalten in biologisch plausiblen Prinzipien der sensorischen Ökologie mit Wahrnehmungs-, Kognitions- und Embodiment-Beschränkungen zu einem tieferen Verständnis natürlicher Kollektive und zu widerstandsfähigeren technischen Schwärmen führt. Zunächst bespreche ich die Vorteile kollektiven Verhaltens und zeige, wie emergente Muster aus lokalen Sinneseindrücken entstehen, die durch einfache physikalische Gesetze begrenzt sind. Anschließend stelle ich wahrnehmungsgetriebene agentenbasierte Modelle vor, insbesondere ein visuelles Framework zur kollektiven Nahrungssuche, und zeige, dass rohe visuelle Eingaben und begrenzte neuronale Prozesse reichhaltige Dynamiken reproduzieren und Vorhersagen überidealisierter Modelle qualitativ umkehren können. Danach implementiere ich einen vollständig dezentralen terrestrischen Roboterschwarm, der nur lokale Sicht, Onboard-Rechenleistung und motorische Beschränkungen nutzt, um geordnete, robuste Schwarmbildung ohne globale Positionsbestimmung oder explizite Kommunikation zu erreichen. Abschließend präsentiere ich CoBe XR, eine räumlich augmentierte Realitätsplattform, in der natürliche, virtuelle und synthetische Kollektive koexistieren und interagieren. Eine Fallstudie zur Mensch-Schwarm-Interaktion zeigt echtzeitnahe Wechselwirkungen zwischen Teilnehmenden und einem virtuellen Schwarm. Diese vier Studien etablieren einen Rahmen, in dem bioplausible Beschränkungen theoretische Modelle und Schwarmdesigns leiten und skalierbare Schwarm-Systeme ermöglichen.Living systems across scales, from microbes to human societies, coordinate complex group behavior through local perception, limited cognition, and embodied action. Yet many models of collective behavior and engineered swarms rely on idealized assumptions about sensing, decision-making, and motion, which hinders both understanding and synthesizing robust group dynamics. This thesis argues that grounding collective behavior in biologically plausible first principles of sensory ecology, including perceptual, cognitive, and embodiment constraints, yields deeper insight into natural collectives and more resilient engineered swarms. I first review the benefits of collective behavior and show how emergent patterns arise from local sensory inputs constrained by simple physical laws. I then introduce perception-driven agent-based models, particularly a vision-based collective foraging framework, and demonstrate that incorporating raw visual input and limited neural processes reproduces rich emergent dynamics and can qualitatively reverse predictions of overidealistic models, especially for cognitively complex species such as humans. Next, I extend these principles to embodied systems by implementing a fully decentralized terrestrial robot swarm that uses only local vision, onboard computation, and realistic motor constraints to achieve ordered and robust flocking without global positioning or explicit communication. Finally, I present CoBe XR, a spatial augmented reality platform that creates a hybrid space in which natural, virtual, and synthetic collectives can coexist and interact. A human-swarm interaction case study illustrates how this system enables fine-grained, real-time interactions between human participants and a virtual swarm. These four studies establish a framework in which bio-plausible constraints inform theoretical models and engineered swarm designs, enabling a deeper understanding of natural collectives and truly scalable swarm systems
an der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin
Raum und Geographie in der neueren Wirtschaftsgeschichte
In this survey, I discuss the literature on historical economic geography that followed from both new economic geography (NEG) and the gravity model, with a focus on applications in economic history since 1991, especially in Europe and Germany. This discussion is organized around four themes: the starting point is the measurement of market potential and its components over the long-run. This includes attempts to estimate regional GDP, as well as changes in the accessibility of markets due to changing transportation costs, tariffs or political borders. Next, I discuss various attempts to measure the effect of market potential (or its components) on economic outcomes, that can be seen as direct empirical tests of NEG models. I also discuss several papers that try to identify the underlying microeconomic mechanism behind market potential , notably localized externalities, spillover effects, and the interplay between changes in transport infrastructure and structural change. Finally, I consider a literature which has examined the non-ergodicity implied by NEG theory, namely path dependence and multiple equilibria. I conclude with some suggestions for further research.Peer Reviewe
Using Multimodal Data & Machine Learning Techniques
Weitere Referenz (Has Part): https://www.scopus.com/record/display.uri?eid=2-s2.0-85162281407&origin=inwardLärm ist eine Form von Schall, dessen Wahrnehmung aufgrund von Lautstärke oder Frequenz als unangenehm empfunden wird. Er trägt nachweislich zur Entstehung von Gesundheitsbeeinträchtigungen bei. Die Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG) verpflichtet die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dementsprechend dazu, Lärmkarten zu erstellen und die Bevölkerung über die Lärmbelastung zu informieren und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Allerdings sind die auf diesem Weg entstandenen Lärmkarten aus Gründen der Kosteneffizienz auf hochexponierte Regionen beschränkt. Ohne flächendeckende Datengrundlage, ist die genaue Anzahl der in Deutschland exponierten Personen ist dementsprechend ungenau. Für beispielsweise Umweltgerechtigkeitsstudien fehlen großflächige und konsistente Lärmkarten auf nationaler Ebene.
Die Ausbreitung von Lärm, wie er in Europa besonders allgegenwärtig durch den Straßenverkehr verursacht wird, ist abhängig von einer Vielzahl physikalischer Faktoren. Einmal emittiert, breitet sich der Schalldruck in verschiedene Richtungen aus. Dabei interagiert er mit Aufbauten und der umgebenden Erdoberfläche. Für die Gesamtfläche Deutschlands (357.700 km²) wurde ein Ansatz entwickelt, der Satellitenbilder mit öffentlichen und öffentlichen Geodaten kombiniert, um ebenjene Parameter großflächig, konsistent und kosteneffizient zu kartieren. Durch gezieltes Feature Engineering konnten die Kontraste im Merkmalsraum geschärft und bis zu 82 akustisch relevante Parameter für Experimente mit drei verschiedenen maschinellen Lernverfahren aufbereitet werden. Die drei eingesetzten Modellarchitekturen — lineare Regression, Random Forest und semantische Segmentierung — decken exemplarisch das breite Spektrum der heute verfügbaren Modelle ab. Als Referenz für den geostatistischen Ansatz dienten der europäischen Umgebungslärmrichtlinie entsprechende Datensätze aus dem Jahr 2017. Wiederholte Kreuzvalidierungen wurden angepasst, um die räumliche Übertragbarkeit zu untersuchen. Nachdem in mehreren Kapiteln die einzelnen Grundsteine für eine großflächige und konsistente Modellierung basierend auf Satellitenbildern und Geodaten gelegt wurden, konnte schließlich ein deutschlandweites Lärmmodell erstellt werden. Die respektive Anwendung schätzt, dass insgesamt 13,1 Millionen Menschen in Deutschland Straßenlärm über dem kritischen Schwellenwert von 55 dB(A) ausgesetzt sind.
Neben dem eigentlichen Fokus auf Straßenverkehrslärm und die gängigen Schalldruckmetrik Lden ¬— einem langjährigen Mittelwert, der mit der subjektiven Belästigung korreliert und üblicherweise in Expositionsbewertungen verwendet wird — wurde der flächendeckende Ansatz zur Kartierung von Lärm aus dem All, durch eine in situ Soundscape Analyse komplementiert. Hierbei wird der gemessene Schall durch einen Mikrocontroller KI-gestützt in eine Komposition aus unterschiedlichen Geräuschquellen transformiert, die die lokale, urbane Umwelt beschreibt.
Die Resultate der vorliegenden Arbeit sind sowohl methodischer als auch inhaltlicher Natur. Die methodische Entwicklung zu den großflächig skalierbaren Kartierungen von Lärm ist nicht nur für Deutschland, sondern potentiell auch für Europa und darüber hinaus von Relevanz. Die Adaption der bereits veröffentlichten Ansätze aus Fernerkundung und Geoinformatik in der nachgelagerten Literatur bekräftigt die Rolle der Geographie als Bindeglied in der interdisziplinären Forschung zwischen Physik und Gesundheitswissenschaften. Gleichzeitig tragen die Ergebnisse dieser Arbeit aber auch inhaltlich zur Deskription unserer Umwelt bei. Die Soundscape-Analyse liefert ihrerseits wichtige Erkenntnisse für eine differenzierte Bewertung der akustischen Umweltqualität, während die entstandenen Lärmkarten andererseits teilweise schon in nationale Kohortenstudien eingeflossen sind.Noise is defined as a form of sound that is perceived as unpleasant due to its volume or frequency. And, it is scientifically proven that it contributes to health impairments. Accordingly, the European Union's Environmental Noise Directive (2002/49/EC) obliges the member states of the European Union to draw up noise maps and to inform the population about noise pollution and, if necessary, to take protective measures. However, due to considerations of cost-efficiency, the noise maps produced by this method are primarily focused on highly exposed regions. Consequently, actual exposure information is not available for everyone and the total number of individuals exposed in Germany remains uncertain. However, for environmental justice studies, for example, large-scale and consistent noise maps are needed at the national level.
The propagation of noise, which in Europe is caused particularly ubiquitously by road traffic, depends on a variety of physical factors. Once emitted, the sound pressure propagates in different directions, interacting with features such as built-up structures and the surrounding earth's surface. To produce the needed exposure information, a comprehensive approach was developed for the entire area of Germany (357,700 km²), combining satellite images with public geodata in order to map these predictors over a large area in a consistent and cost-efficient manner. Through targeted feature engineering, up to 82 parameters relevant for noise mapping were prepared for experiments with different machine learning methods. The three model architectures used -- linear regression, random forest and semantic segmentation — to probe the broad range of models currently available. As reference for the geostatistical noise mapping approach the European Environmental Noise Directive data sets from 2017 were used and repeated cross-validations were adapted to investigate spatial transferability. After establishing the fundamental components for large-scale and consistent modelling based on satellite images and geodata in individual chapters first, a comprehensive noise model for Germany was successfully developed. The respective application estimates that a total of 13.1 million people in Germany are exposed to road noise above the critical threshold value of 55 dB(A).
In addition to the actual focus on road traffic noise and the common noise indicator Lden — a long-term mean value that correlates with subjective annoyance and is commonly used in exposure assessments — the area-wide approach to mapping noise from space was complemented by an in situ soundscape analysis. Where on a local scale, the composition of different sound sources in an urban environment is distinguished using a smart microcontroller in real time.
This thesis yields results of a methodological and environmental nature. The methodological development of large-scale scalable noise mapping is relevant not only for Germany, but opens up possibilities for future research to test applicability in other European countries and beyond.
The adaptation of already published approaches from remote sensing and geoinformatics in the subsequent literature confirms the role of geography as a link in interdisciplinary research between physics and health sciences. At the same time, the results of this work also contribute to the description of our environment. The soundscape analysis provides a differentiated assessment of the acoustic quality of an urban setting, while the resulting noise maps have in part already been used to enrich national cohort studies with environmental indicators
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung für das lehramtsbezogene Masterstudium im Fach Mathematik (Ein-Fach) (für das Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien)
Design and Evaluation of a Sound-Driven Robot Quiz System with Fair First-Responder Detection and Gamified Multimodal Feedback
The article processing charge was funded by the Open Access Publication Fund of Humboldt-Universität zu Berlin.This paper presents the design and evaluation of a sound-driven robot quiz system that enhances fairness and engagement in educational human–robot interaction (HRI). The system integrates a real-time sound-based first-responder detection mechanism with gamified multimodal feedback, including verbal cues, music, gestures, points, and badges. Motivational design followed the Octalysis framework, and the system was evaluated using validated scales from the Technology Acceptance Model (TAM), the Intrinsic Motivation Inventory (IMI), and the Godspeed Questionnaire. An experimental study was conducted with 32 university students comparing the proposed multimodal system combined with sound-driven first quiz responder detection to a sequential turn-taking quiz response with a verbal-only feedback system as a baseline. Results revealed significantly higher scores for the experimental group across perceived usefulness (M = 4.32 vs. 3.05, d = 2.14), perceived ease of use (M = 4.03 vs. 3.17, d = 1.43), behavioral intention (M = 4.24 vs. 3.28, d = 1.62), and motivation (M = 4.48 vs. 3.39, d = 3.11). The sound-based first-responder detection system achieved 97.5% accuracy and was perceived as fair and intuitive. These findings highlight the impact of fairness, motivational feedback, and multimodal interaction on learner engagement. The proposed system offers a scalable model for designing inclusive and engaging educational robots that promote active participation through meaningful and enjoyable interactions.Peer Reviewe
Intersectional perspectives on gendered adaptation and social hierarchies in agricultural communities of the Indian Himalaya
The Indian Himalayan states are among the most vulnerable regions to climate change experiencing declines in agricultural production, food security, and livelihood options. However, the importance of socio-economic factors on adaptation within agricultural communities remains largely underexplored. This study examines the effect of gender, social groups and other socio-economic factors influencing adaptation choices using multivariate probit modelling. Using intersectional perspective, the study explores how diverse socio-economic factors interact and affect the adoption of adaptation strategies in response to climate change impacts. Hierarchical clustering was used to create four social groups based on various socio-economic characteristics, such as income, reservation category (based on caste), family size, education, and income level. Using a stratified random sampling technique, primary data was gathered from 298 sample households in the district Almora of Uttarakhand state in the Indian Himalaya. The findings reveal disparities such as female-headed households rely more on social and ecosystem-based strategies to maintain productivity and ensure food security whereas male-headed households are more predominant in technological and institutional strategies. Regardless, lower social groups of male and female-headed households rely more heavily on ecosystem-based approaches to address climate risks, due to their limited access to the technologies and financial resources that are more prevalent in higher social groups. The results highlight how gender and other socio-economic factors interacts and influence the choice of different strategies. The study claims that an intersectional approach can go beyond binary male and female categories and further investigates at the inter-categorical and intra-categorical level of gender intersectionality. The study contributes to effective adaptation planning and polices by understanding how various socio-economic factors intersects to shape differential vulnerabilities and adaptation strategies.Open Access funding enabled and organized by Projekt DEAL.Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. (3493)Peer Reviewe
Navigating disparate demands: An empirical study of land use conflicts in urban-rural fringe regions in northeast Germany
Weltweit ist die Nutzung von Land häufig umstritten. Ob Bergbau, Nationalparks, Forstwirtschaft oder neue Wohngebiete: Landnutzungskonflikte sind allgegenwärtig, können äußerst schädlich sein und werden in Zukunft noch bedeutender werden. Die Dissertation hebt daher Landnutzungskonflikte als eines der Schlüsselthemen sowohl der aktuellen als auch der zukünftigen Landnutzungspraxis hervor. Die Entwicklung geeigneter Strategien zum Umgang mit diesen Konflikten, basierend auf einem fundierten Verständnis ihrer Eigenschaften, zählt zu den dringlichsten Aufgaben für Politik, Planung und Landmanagement. In der aktuellen Forschungsliteratur gibt es jedoch drei wesentliche Herausforderungen, die die Entwicklung adäquater Ansätze zum Umgang mit Landnutzungskonflikten behindern: Erstens der Stand des Forschungsfeldes, das zwar umfangreich, aber fragmentiert und daher schwer zu überblicken ist; zweitens der fehlende Überblick über die in der Praxis auftretenden Landnutzungskonflikte; und drittens die bislang unzureichende Forschung zu Konfliktverläufen. Um diese Lücken zu schließen, wurde eine Literaturanalyse mit einer empirischen Studie in zwei Regionen Nordostdeutschlands kombiniert: den Stadt-Umland-Räumen von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern und Cottbus in Brandenburg. Mithilfe eines induktiven Ansatzes, der eine Literaturrecherche, eine Situationsanalyse und eine Analyse der Konfliktverläufe umfasst, liefert die Dissertation neue Einblicke in die Eigenschaften und Verläufe von Landnutzungskonflikten, die Akteuren aus Politik, Planung und Landnutzungspraxis helfen können, die Konflikte zu identifizieren, die angegangen werden müssen, und kollaborative Konfliktverläufe zu fördern. Sie präsentiert somit neue Strategien zur Schaffung agonistischer Arenen für die Aushandlung unterschiedlicher Landnutzungsinteressen. Die Dissertation schließt mit einer Diskussion der Grenzen der vorliegenden Ergebnisse sowie vielversprechender Ansätze für die weitere Forschung.Across the globe, land use is frequently contested. From mining to national parks, from forestry to new housing estates: Land use conflicts are ubiquitous, they can be highly detrimental, and they are likely to become even more significant in the future. The dissertation therefore highlights land use conflicts as one of the key issues in both current and future land use practice, and the development of appropriate strategies to address land use conflicts, based on a thorough understanding of their nature, as one of the most pressing challenges in land use policy, planning, and management. However, there are three key challenges in the current literature that hinder the development of adequate approaches to dealing with land use conflicts: First, the state of the research field, which is vast but fragmented and thus difficult to gain an overview of, second, the lack of overview of the land use conflicts that occur in land use practice, and third, insufficient research on land use conflicts’ dynamics, which makes it difficult to adequately handle ongoing conflicts. To address these gaps, the dissertation combines literature analysis and an empirical study of land use conflicts in two urban-rural fringe regions in north-east Germany: the urban-rural fringes of Schwerin in Mecklenburg-Western Pomerania and Cottbus in Brandenburg. Employing an inductive approach that includes a literature review, a situation analysis, and an analysis of conflict dynamics, the dissertation provides new insights into the nature and dynamics of land use conflicts that can help policy-makers, planners, and land users to identify those (types of) land use conflicts that need to be addressed, and to foster collaborative conflict dynamics. It thus presents novel strategies to create agonistic arenas for the negotiation of divergent land use interests. The dissertation closes by discussing the limits of the present results as well as promising trajectories for future research
Sampling Third Wave Feminism – Widerspruch oder Chance? Eine Analyse des feministischen Potenzials von Sampling am Beispiel Ibeyis „No Man Is Big Enough For My Arms“
Im Jahr 2017 brachte das kubanisch-französische Duo Ibeyi mit „No Man Is Big Enough For My Arms“ einen Song heraus, dessen Besonderheit die Verwendung von Samples aus Reden der von 2008–2016 amtierenden First Lady Michelle Obama ist. Dass hier vor allem feministische Phrasen gesamplet wurden, und damit das Kernthema der Objektifizierung von Frauen(stimmen) noch mehr herausgestellt wird, lässt sich zu Theorien zum Sampling und dessen sozio-kulturellen Eigenschaften in Bezug setzen. Ausgehend von bereits in den 1990er und 2000er Jahren durchgeführten Fallstudien zum Thema Sampling und (Hetero)Sexualität, beziehungsweise Gender, wird in diesem Text mit „No Man Is Big Enough For My Arms“ ein aktuelles Musikbeispiel in einen Zusammenhang mit third wave und schwarzem Feminismus gesetzt. Hierzu wird die Entwicklung des Samplings und des third wave Feminismus im digitalen Zeitalter insbesondere in Bezug auf die neuen sozialen Medien dargelegt. Innerhalb der Fallstudie wird deutlich gemacht, wie das Sampling politischer Reden zu einer subjektiveren und feministischeren Auslegung eines Songs beitragen kann. Als Schlussbemerkung werden in diesem Text die neuen Möglichkeiten des Samplings im vergangenen Jahrzehnt aus einer feministischen Perspektive exemplarisch aufgezeigt.In 2017, the Cuban-French duo Ibeyi released “No Man Is Big Enough For My Arms,” a song whose distinctive feature is the use of samples from speeches by First Lady Michelle Obama. The fact that mainly feminist phrases were sampled here, and thus the main theme of the objectification of women is emphasized even more, it can be related to theories of sampling and its socio-cultural characteristics. Based on case studies already conducted in the 1990s and 2000s on the subject of sampling, (hetero)sexuality, and/or gender, this text places “No Man Is Big Enough for My Arms” in a context of third wave and Black feminism. The article outlines the development of sampling and third wave feminism in the digital age, particularly concerning the new social media. The case study then shows how the sampling of political speeches can contribute to a more subjective and feminist interpretation of a song. Finally, the text explores the new possibilities of sampling in the past decade from a feminist perspective