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Max Beckmann: Les Artistes mit Gemüse 1942-1943. Eine Analyse im Hinblick auf die zeitgeschichtlichen Ereignisse
Am 25. Dezember 1944 vermerkte Max Beckmann in seiner Agenda: Choux des Bruxelles entworfen. Seine Frau Mathilde Quappi Beckmann bemerkte, dass es sich hier um den späteren Titel des Gemäldes „Les Artistes mit Gemüse“ handelte. Dieser Titel wird für das Bild nicht verwendet und man glaubt auch nicht, dass er es 1944 nochmal überarbeitet hat. Warum hat Quappi aber diese Bemerkung gemacht? Dieser Frage wird in dem folgenden Artikel nachgegangen
Initiative Möbel des Mittelalters – Mitteilungen I, 1. Halbjahr 2020 - Bibliographie
Die Bibliographie der Initiative Möbel des Mittelalters stellt die erste Publikation der halbjährlich erscheinenden Mitteilungen der Forschungsinitiative dar. Sie soll als eine Art Werkzeugkasten verstanden werden, der bei der Beschäftigung mit dem Thema mittelalterlicher Möbel, die bis 1550 datieren, helfen kann und Orientierung bietet
Max Beckmann: Contadini che portano legna (Ritorno a casa) 1941. Un'analisi degli eventi storici contemporanei.
Adolf Meetkercke: Gedicht des Adolf Meetkercke aus Brügge, wodurch das Frontispiz dieses Werkes des Goltzius erklärt wird und Louis Carrion: Louis Carrion aus Brügge zu demselben Frontispiz des Goltzius, Bürgers von Rom, aus: Hubertus Goltzius, Caesar Augustus, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae (Brugis Flandrorum 1574) und Eine Bildanalyse des Frontispizes zu Hubertus Goltzius, Caesar Augustus, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae (Brugis Flandrorum 1574) (FONTES 88)
Hubertus Goltzius (1526-1583), Maler, erfindungsreicher Kupferstecher, Numismatiker und Altertumswissenschaftler, veröffentlichte 1563, 1566 and 1574 drei beachtliche, numismatische und epigraphische Werke.
1. Hubertus Goltzius, C. Iulius Caesar, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae, Liber primus. Accessit C. Iulii Caesaris Vita et res gestae. Huberto Goltz Herbipolita Venloniano, auctore et scultore, Brugis Flandrorum: Apud Hubertum Goltzium Herbolitam Venlonianum, 1563. (Fontes 86)
2. Hubertus Goltzius, Fastos magistratuum et triumphorum Romanorum ab urbe condita ad Augusti obitum, ex antiquis tam numismatum quam marmorum monumentis restitutos. S.P.Q.R. Hubertus Goltzius Herbipolita Venlonianus dedicavit, Brugis Flandrorum: Excudebat Hubertus Goltzius, 1566. (Fontes 87)
3. Hubertus Goltzius, Caesar Augustus, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae, Liber secundus. Accessit Caesaris Augusti Vita et res gestae. Huberto Goltzio Herbipolita Venloniano Cive Romano auctore et sculptore, Brugis Flandrorum: Excudebat Hubertus Goltzius, 1574. (Fontes 88)
Den drei vortrefflichen Titelblättern, die Goltzius für die Werke entworfen und gestochen hat, werden im Buch selbst Beschreibungen und kenntnisreiche, humanistische Deutungen gewidmet, die Gelehrte aus seinem engsten Kreis verfasst haben: Gulielmus Pantin, Adolf Meetkercke, Luis Carrion und Franziskus Nansius. Die begleitenden Gedichte werden von Gregor Maurach ins Deutsch übersetzt, kommentiert und mit einer Würdigung versehen; das griechische Gedicht von Franziskus Nansius wurde von Maurach in deutscher Sprache zusammengefasst und erläutert. Die entsprechenden Titelblätter der drei Werke wurden von Claudia Echinger-Maurach hinsichtlich der künstlerischen Vorbilder gründlich analysiert. Eine Einleitung (in englischer Sprache) von Margaret Daly Davis zum ersten Werk (Fontes 86) unternimmt es, Licht auf die vielfältigen Inhalte der Bücher zu werfen sowie auf die Zielsetzungen und Methoden des Künstlers/Autors Hubertus Goltzius in seiner Funktion als zugleich Antiquar, Numismatiker und Historiker. Fontes 87 behandelt Fastos magistratuum et triumphorum Romanorum; Fontes 88 Caesar Augustus
The greenest playground. Planting Los Angeles, 1930
1930 veröffentlichte die Handelskammer von Los Angeles ihre Studie Parks, Playgrounds and Beaches for the Los Angeles Region, die von den Landschaftsarchitekten Olmsted Brothers Inc. und Harland Bartholomew erstellt worden war. In der Studie wird die Begrünung der Westküstenmetropole durch die Implementierung eines Parknetzwerks vorgeschlagen. Die nichtweiße Bevölkerung und ihre Stadtteile wurden dabei außer Acht gelassen, obwohl allgemeine Zugänglichkeit beworben wurde. Der Essay argumentiert, dass die Planung mit der Einbeziehung von Hollywoodakteuren in das Gründungskomitee darauf abzielte, szenische Ansichten zu schaffen, die filmische Fantasien evozierten, aber auf der Grundlage von Unterdrückung und Ausbeutung gebaut wurden. Die Orte dieser sogenannten Zivilisation wurden zudem als touristische Ziele in die Planung miteinbezogen
Der Junge im Walde - Anonym. Gustave Courbet vormals zugeschrieben. Eine Nachforschung für ein Bild
Der hier vorgestellte Text ist die digitalisierte Ausgabe einer 2001 erschienenen Broschüre, die sich mit der Provenienz des anonymen Gemäldes "Der Junge im Walde" beschäftigt. Ziel der Recherche war es, herauszufinden, warum das 1878 in Paris auf einer öffentlichen Versteigerung an einen Sammler verkaufte Gemälde ohne Vorbehalt als "Courbet" präsentiert wurde. Was veranlasste den Maler, ein Porträt des Jungen mit seinem blauen Schulkittel und Strohhut, der ihn vor den durch den Wald einfallenden Sonnenstrahlen schützte, anzufertigen? Dokumentiert ist eine Begegnung zwischen Courbet und einem jungen Eseltreiber: un bambin à l'ane, im 19. Jahrhundert, zu einer Zeit, als Kinderarbeit als Anführer der Esel, die als Lasttiere vermietet wurden, erlaubt war. Courbet machte davon Gebrauch, und seine wohlhabenden Gönner bezahlten die Rechnung, als er mit seinen Malutensilien von der Staffelei bis zum großen Sonnenschirm durch die französischen Wälder streifte, um nach Motiven zu suchen. Wahrscheinlich fand er eines mit dem hübschen Jungen, der seinen Arbeitskittel gegen den Schulkittel getauscht und stolz sein linkes Bein geschickt in Position gebracht hatte, um eine gute Figur zu machen. Selbst der leicht nach rechts gedrehte Kopf wirkt wie eine sorgfältig einstudierte Pose. Dies war eines der Argumente für die Autorin im Jahr 2001, um die Antwort zu finden. Das Ergebnis überzeugte die Experten der Kunsthalle Bremen, die seit 1910 Eigentümerin des Gemäldes ist, nicht
Des Circkels vnnd Richtscheyts/ auch der Perspectiua / vnd Proportion der Menschen vnd Rosse / kurtze / doch gründtliche vnderweisung /deß rechten gebrauchs […], Frankfurt a.M. 1564 (FONTES 84)
Heinrich Lautensacks Lehrtraktat (Frankfurt a. Main 1564) zählt zur deutschen Publikationsgattung „Kunstbüchlein“ (Schlosser), die Dürers anspruchsvolles Proportionsbuch (1528) in leicht verständliche und verkäufliche Lehrfibeln für angehende Künstler ummünzte. Die vorliegende Edition besteht aus zwei Teilen: Dem kompletten Text, der aus dem oft missverständlichen Frühneuhochdeutsch Lautensacks in heutiges Deutsch übertragen ist, sowie dem Kommentar, der den gesamten Diskurs begleitet. Das Fazit ergibt im Wesentlichen konventionelle Lektionen in Geometrie, Perspektive, menschlicher Proportion (weitgehend nach Dürer) sowie in Gestaltung des Pferdes. Es fällt ein ausgeprägter didaktischer Impetus auf, der das kleine Werk von den übrigen Angeboten unterscheidet, ferner sind insbesondere die Illustrationen (Holzschnitte) zum Thema bewegter Figuren (und Pferde) bemerkenswert. Es sind vom Autor als „Blindrisse“ bezeichnete Diagramme, besser noch: Dynamogramme, mit denen die biomechanische Bewegtheit der Figuren so musterhaft auf den Punkt gebracht ist, dass sie bis heute in populären Zeichenbüchern und zwar bis hin in die zeichnerische Anbahnung animierter Cartoons und in der Welt der Piktogramme zu erkennen ist