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Il valore delle glosse redatte da Scamozzi ai libri in suo possesso. L’esemplare Dei Libri del Serlio al Zentralinstitut für Kunstgeschichte a Monaco
Von der Pariser Bourgeoisie ins Berliner Vergnügungsgewerbe. Victor Marguerittes Skandalroman La Garçonne (1922) und Jeanne Mammens Dirne auf grüner Coach (um 1928)
Das Museum Kurhaus Kleve / Ewald Mataré-Sammlung
Der Text erläutert die Geschichte des niederrheinischen Museums, dessen Umbau in den 1990er Jahren und die Sammlungen. Die Ursprünge des heutigen Museums Kurhaus Kleve und des barocken Tiergartenparks zu Füßen der Minerva von Artus Quellinius aus dem Jahre 1660 reichen über 350 Jahre zurück. In den Jahren 1650-1655 errichtete der niederländische Barockarchitekt Jacob van Campen für Johann Moritz von Nassau die weit über die Grenzen des Rheinlandes hinaus bekannte Kunstlandschaft.
Um 1740 hatte die Anlage viel von der Perfektion und Innovation aus der Zeit des Johann Moritz von Nassau verloren. Doch der Ort strahlte noch immer glanzvoll genug, um zahlreiche Besucher anzulocken. Nachdem 1741 der Klever Arzt Johannes Blanckenhorn am Fuße des Amphitheaters eine Heilquelle entdeckt hatte, begann die Geschichte des von Dr. Johann Heinrich Schütte gegründeten Kurbetriebes. Der "Königliche Tiergarten" wurde zum Kurpark mit Heilquelle.
1799 versiegte die Quelle und die Gasthöfe mußten geschlossen werden. Zwischen 1815 und 1859 ließen die preußischen Könige Friedrich Wilhelm III. und IV. die Gartenanlagen instand setzen und erweitern. Während dieser Periode nahmen die Gartenanlagen zunehmend die weicheren Züge eines englischen Landschaftsgartens an. Wieder übernahm ein Klever Arzt, Dr. Wilhelm Arntz, die Rolle des Initiators für die Pläne zum Neubau eines Bäderhauses und einer Trinkhalle. Das 1846 vollendete Friedrich-Wilhelm-Bad lockte bereits im ersten Jahr über 3000 Kurgäste an. Die zweite und letzte Blütezeit des Kurortes begann und endete mit jährlich bis zu 16000 Kurgästen vor Beginn des Ersten Weltkriegs.
Bis 1943 blieb der Komplex nahezu unverändert. Soldaten, die den Park von Minen und Munitionsresten befreien sollten, lebten in der Wandelhalle, bis diese 1946 zu einer Fabrikhalle umgebaut und 10 Jahre in diesem Sinne genutzt wurde. Von 1957-1963 nutzte Joseph Beuys das Erdgeschoß des Friedrich-Wilhelm-Bades als Atelier. 1963 erwarb der Klever Stadtarchivar und damaliger Leiter des 1960 gegründeten Museums Haus Koekkoek Dr. Friedrich Gorissen das Friedrich-Wilhelm-Bad und Beuys gab sein Atelier auf. Gorissen kannte die Geschichte von Bad Cleve, schätzte die klassizistische Architektur und nutzte den Ort für seine beständig wachsende Kunstsammlung.
1975 begann die Restaurierung der seit dem Ersten Weltkrieg der Natur überlassenen Parkanlage. 1985 stellte Stadt Kleve 1985 das Architekturensemble unter Denkmalschutz. 1987 entschied der Stadtrat, statt einer Erweiterung des Museums Koekkoek durch einen Anbau die Wandelhalle zu nutzen. Dieser Beschluss gilt als Geburtsstunde des heutigen Museums Kurhaus Kleve.
Von großer Bedeutung für das heutige Museum Kurhaus Kleve war die Übergabe des künstlerischen Nachlasses von Ewald Mataré. Für die architektonische Zukunft wurde ein Kolloquium zu Restaurierung und Umbau mit den Architektenbüros Johann aus Kiel und Max Dudler sowie dem Typographen und Entwerfer Walter Nikkels durchgeführt.
Anfang 1991 wurden die von der Stadt favorisierten Pläne Walter Nikkels der Öffentlichkeit präsentiert, im Januar 1992 der Grundstein gelegt. Nach dem Tod von Dr. Gorissen im September 1993 beschloß der Stadtrat eine Änderung des Bauvorhabens, welche das vorher von Gorissen bewohnte Friedrich-Wilhelm-Bad in das Museumsprojekt integrierte. Auch die einst von Beuys genutzten Atelierräume im Erdgeschoß sollten mittelfristig wieder zugänglich sein. Im selben Jahr wurde die wiederhergestellte Kunstlandschaft als europäisches Gartendenkmal ausgezeichnet. 1997, fast zehn Jahre nach Beginn der Planungen, konnte das Museum Kurhaus Kleve eröffnet werden.
Die Renovierung des architektonischen Ensembles durch Nikkels ist von den klaren Linien und Sichtachsen des Barockgartens geprägt. Die räumliche Klarheit ist für die Präsentation von moderner und zeitgenössischer Kunst besonders geeignet. Die mit Hilfe privater Mäzene, des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V., der Kunststiftung NRW und dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW geschaffene Sammlung zeitgenössischer Kunst setzt bei den Schülern Ewald Matarés ein. Die Kunst der 1960er und 1970er Jahre ist in exemplarischen Arbeiten u.a. von Gerhard Richter, Günther Uecker, Yves Klein, Christo, Arman und Cy Twombly vertreten. Eine Reihe international renommierter Künstler hat Werke eigens für das Museum geschaffen. Breiten Raum nimmt auch die Photographie-Sammlung ein. Jüngere Positionen in Malerei und Skulptur sind durch Werke von Stephan Balkenhol, Martin Creed, Katharina Fritsch, Paloma Varga Weisz und Thomas Schütte, von Günther Förg, Michael van Ofen und Dirk Skreber vertreten.
Das Museum Kurhaus Kleve wurde 2004 durch die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA als "Museum des Jahres 2004" und 2011 für die Ausstellung von Carl Andre als "Die Besondere Ausstellung 2011" ausgezeichnet
Das kaum noch Sichtbare sichtbar machen. Zum Faraglioni-Gemälde von Carl Blechen im Nationalmuseum Posen
Präambel oder Bilanz? Kunst- und zeithistorische Forschungen zu Provenienzfragen und Institutionsgeschichte
Neue Identitäten – neue Genealogien: Jacques-Louis Davids künstlerische Selbstdarstellung nach dem 9. Thermidor 1794
"Datenvisualisierung in den Geisteswissenschaften" : ein Laborbericht als Tagungsprolog
Im Rahmen der Organisation eines internationalen interdisziplinären Kolloquiums zum Thema der Datenvisualisierung in den Geisteswissenschaften im Dezember 2015 durch das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität Frankfurt/Main, wurde ein Kurzprojekt durchgeführt, dessen Ergebnisse in diesem Papier festgehalten sind.
Das Vorhaben hatte sich zur Aufgabe gemacht, anhand der vom Bilddatenbanksystem ConedaKOR verwalteten kunstgeschichtlichen Daten des Kunstgeschichtlichen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt frei verfügbare digitale Visualisierungswerkzeuge auszuprobieren und damit mögliche Forschungsszenarien zu entwickeln.
Neben traditionellen Diagrammen und geographischen Visualisierungen wurden insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen von Netzwerkvisualisierungen und Visualisierungen mittels Lev Manovichs Cultural Analytics-Tool, ImagePlot, genauer untersucht