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Die Sammlung von Sofie und Emanuel Fohn in der Pinakothek der Moderne. Zwischen Profit und Rettung liegt ein schmaler Grat
Livorno, lapis lazuli, geology and the treasures of the sea in 1604 = Livorno, Lapislázuli, geología y los tresoros del mar en 1604
The female contribution : Grand Duchess Christine of Lorraine, the Cappella dei Principi and the new high altar for San Lorenzo (1592–1628)
L’antico si restaura, non si rifà. Santa Maria dell’Ammiraglio und deren Restaurierung im 19. Jahrhundert
Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo ist eine Stiftung aus der Zeit des normannischen Herrschers Roger II. (reg. 1130–1154). Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche zahlreiche Veränderungen, darunter auch eine Barockisierung im 17. Jahrhundert. Ihr heutiger Zustand ist jedoch die Konsequenz der Restaurierungen des Architekten Giuseppe Patricolo in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Er war es, der mit – aus heutiger Sicht – fragwürdigen Methoden eine Vergangenheit rekonstruierte, die so nie bestand. Rekonstruktion geriet so zur De-Konstruktion, die barocke Vergangenheit des Baues sollte zugunsten eines idealisierten, normannischen Mittelalters zurücktreten. Die Kontinuität einer età dell’oro wurde – vor dem Hintergrund der Konstitution des italienischen Nationalstaates – künstlich generiert.
Patricolos Arbeitsweise erweckte Widerstand, wovon ein äußerst aufschlussreicher Briefwechsel erhalten ist, der Einblick gibt in das unterschiedliche Verständnis vom Umgang mit den Vermächtnissen der Vergangenheit. Zusammen mit den Schriften Patricolos lässt sich hieraus auch ein gesellschaftlicher Diskurs über die Neubewertung solcher ÜberReste im 19. Jahrhundert rekonstruieren