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    Schmerzhafte Sichtbarkeit. Zu den Arbeiten von Anna Huxel

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    Autopoiesis

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    Vom Stamme des Baum-Menschen des Hieronymus Bosch

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    In einer einzigartigen Landschafts-Zeichnung im Dresdner Kupferstich-Kabinett ist ein Felsen-Mensch versteckt, der sich umwendet wie der Baum-Mensch von Hieronymus Bosch, und im Kopf des Felsen-Menschen sind drei Gesichter verborgen. Es sind also "verstecktes Gesicht" und Dreigesicht in der Tradition eines Vultus trifons in einer Zeichnung vereint. Sie wurde in einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Thomas Ketelsen mit weiteren Zeichnungen dem Meister der Dresdner Wilhelm von Maleval-Zeichnung zugeordnet und zwischen 1480 und 1520 datiert. Schon bevor die Gesichter gesehen wurden und die Analogie zum Baum-Menschen bemerkt worden war, hatte die Forschungsgruppe die Zeichnung in die Nähe Boschs gerückt und gefragt, ob der Zeichner ein Zeitgenosse oder sogar ein Weggefährte Boschs gewesen sein könne. Es liegt also nahe, die Verbindung zwischen dem Felsen-Menschen und dem Baum-Menschen zu prüfen. Der Aufsatz kritisiert nicht die Maleval-Zeichnungs-Gruppe insgesamt, sondern erörtert lediglich den Felsen-Menschen und die ihm naheste zweite Zeichnung der Gruppe. Mit Bezug zu Reindert Falkenburg wird die Systematik der "hidden devils" und der "double imagery" bei Jheronimus Bosch skizziert. Anhand der zweiten Maleval-Zeichnung werden Verbindungen zu den Gemälden der Bosch-Gruppe aufgezeigt, zum Beispiel auf eine als Ruine noch sichtbare untergründige Teufelsfigur im Eremitentriptychon hingewiesen. Eine Verbindung zwischen dem Felsen-Menschen und der Bosch-Gruppe besteht auch mikrostilistisch. Der Aufsatz vergleicht die Art und Weise, wie charakteristische Strichbündel im gezeichneten Baum-Menschen, in einer Berliner Monster-Zeichnung aus der Bosch-Gruppe und beim Felsen-Menschen verwendet sind. Der Clou der Zeichnung ist zweifellos die Artistik eines verspielten Dreigesichts im Sinne einer nachäffenden Anti-Trinität. Diese Praxis geht über die aus der Bosch-Gruppe bekannte "Teufelspraxis" hinaus. Es wird vorgeschlagen, den Zeichner des Felsen-Menschen als einen jüngeren zu verstehen, der gleichwohl Kontakt zur Bosch-Werkstatt oder – mit Fritz Koreny – zur Werkstatt des Prado-Heuwagen-Malers hatte: eine individuell fassbare Person am Rande der Bosch-Gruppe

    Erschaffen? Erneuern? Zerstören? – Übersetzungsstrategien in der altenglischen Froferboc

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    Manchmal kann eine Übersetzung weitaus mehr über den Übersetzer und dessen Zeit erzählen, als es auf den ersten Blick scheint. In Zentrum dieses Beitrags steht die Untersuchung der altenglischen Wiedergabe eines der berühmtesten Werke der Spätantike, nämlich Boethius' "De Consolatione Philosophiae". Der 'altenglische Boethius' bzw. die 'Froferboc' wird König Alfred von Wessex zugeschrieben. Anhand ausgewählter Beispiele werden in diesem Beitrag durch einen Vergleich zwischen Original und Übersetzung einige durch den Übersetzer getätigte Veränderungen aufgedeckt. Deren Untersuchung gibt Auskunft über den Umgang des Übersetzers mit Schwierigkeiten sprachlicher, aber auch kultureller Art und verdeutlicht, wie viel dieses Werk über die Zeit König Alfreds zu erzählen vermag

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