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    Max Beckmann : Bibliografie 2008-2018 und Nachträge

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    Max Beckmann: Bildnis eines Teppichhändlers, 1946 und das Selbstbildnis mit Horn, 1938. Eine Analyse im Hinblick auf die zeitgeschichtlichen Ereignisse.

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    Max Beckmann wählte häufig das ganzfigürliche Format für seine Portraits, die lebensgroß ausfielen. Es handelte sich in jedem dieser Fälle entweder von Gemälden von ihm selbst, auch mit seiner Frau Quappi oder berühmten Kunsthändlern, Sammlern und Museumsdirektoren, die seine Kunst förderten. Nur eines davon, seltsamerweise das Größte in dieser Serie blieb bis heute anonym: Das Bildnis eines Teppichhändlers, denn laut Auskunft von Beckmanns Frau Mathildes Quappi Beckmann, hat der Dargestellte zu dem Bildnis nicht Modell gesessen. Wir versuchen mit diesem Beitrag ihn zu identifizieren

    Des Arztes Gulielmus Pantin aus Brügge Erklärung des Frontispizwerks zu Hubertus Goltzius aus Würzburg, Altertumsdarsteller und ein Griechisch geschriebenes Lobgedicht von Franziskus Nansius: Zusammenfassung aus: Hubertus Goltzius, C. Iulius Caesar sive Historiae imperatorum caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae (Brugis Flandrorum 1563) und Eine Bildanalyse des Frontispizes zu Hubertus Goltzius, C. Iulius Caesar... (Brugis Flandrorum 1563) mit einer Einleitung von Margaret Daly Davis: Hubertus Goltzius, historian, antiquarian, numismatist (in englischer Sprache) (FONTES 86)

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    Hubertus Goltzius, Nachkomme einer aus Würzburg stammenden Familie, wurde am 30. Oktober 1526 in der niederländischen Stadt Venlo (Prov. Limburg) geboren. Später bekannt als Maler, erfindungsreicher Kupferstecher und Verleger, hochgeachtet als Numismatiker, Altertumswissenschaftler und Historiker, hatte Goltzius seine früheste künstlerische Ausbildung bei seinem Vater, dem Maler Rutger Goltzius, in Venlo begonnen. Die Jahre zwischen 1544 und1546 verbrachte er in Lüttich in der Lehre bei dem Maler, Antikensammler und Numismatiker Lambert Lombard, wie Dominicus Lampsonius, Biograph von Lombard berichtet. Die Zeit bei Lombard war für den künstlerischen wie auch den numismatischen Werdegang von Goltzius ausschlaggebend, schrieb Lampsonius. Neben seinem Bericht, haben wir auch die Aussagen von Goltzius selbst über seine antiquarischen Studien in seiner ersten numismatischen Veröffentlichung Vivae omnium fere imperatorum Imagines (Antwerpen 1557). In den folgenden Jahren (1563, 1566 und 1574) veröffentlichte Goltzius drei beachtliche Werke, welche die römische Numismatik, Epigraphie und Geschichte zusammen behandeln: 1. Hubertus Goltzius, C. Iulius Caesar, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae, Liber primus. Accessit C. Iulii Caesaris Vita et res gestae. Huberto Goltz Herbipolita Venloniano, auctore et scultore, Brugis Flandrorum: Apud Hubertum Goltzium Herbolitam Venlonianum, 1563 (Fontes 86). 2. Hubertus Goltzius, Fastos magistratuum et triumphorum Romanorum ab urbe condita ad Augusti obitum, ex antiquis tam numismatum quam marmorum monumentis restitutos. S.P.Q.R. Hubertus Goltzius Herbipolita Venlonianus dedicavit, Brugis Flandrorum: Excudebat Hubertus Goltzius, 1566 (Fontes 87). 3. Hubertus Goltzius, Caesar Augustus, sive Historiae Imperatorum Caesarumque Romanorum ex antiquis numismatibus restitutae, Liber secundus. Accessit Caesaris Augusti Vita et res gestae. Huberto Goltzio Herbipolita Venloniano Cive Romano auctore et sculptore, Brugis Flandrorum: Excudebat Hubertus Goltzius, 1574 (Fontes 88). Den drei vortrefflichen Titelblättern, die Goltzius für die Werke entworfen und gestochen hat, werden jeweils im Buch Beschreibungen und kenntnisreiche, humanistische Deutungen gewidmet, die Gelehrte aus seinem engsten Kreis verfasst haben. Diese Erläuterungen – sie scheinen bislang von der buchgeschichtlichen Forschung als Gattung übersehen worden und der Aufmerksamkeit der Literaturgeschichte gänzlich entgangen zu sein – verbinden die gestochenen Szenen, Personen und Objekte der Frontispizen sowie die zahlreichen numismatischen Tafeln innerhalb der Werke mit den historischen Narrativen, d.h., mit den Vitae et res gestae der Kaiser, die Goltzius auf Grundlage der antiken Schriften abgefasst hatte. Er hatte sich große Mühe gegeben, die Geschichte so wahrhaftig wie die Münzen darzulegen, wie vor allem die Register des ersten und dritten Bandes bezeugen. Denn, wie er selbst in seiner kurzen Erklärung an den Leser („Auctor Lectori“) des ersten Bandes schreibt, seien die beiden Wissenschaften Numismatik und Geschichte engstens miteinander verbunden, da sie einander ergänzen und sich so gegenseitig erhellen: “Ita fiet, ut numismatibus et historia inter se collatis, dum alterum alteri plurimùm et lucis et intellectus conferet, primùm nummi ipsi fructuosius à te spectentur, quorum argumenta, alioquin obscura, ex historia adiuncta facilius à te intelligentur. (…).” Die begleitenden lateinischen Gedichte von Gulielmus Pantin, Adolf Meetkercke, Louis Carrion und von Goltzius selbst wurden von Gregor Maurach ins Deutsch übersetzt, kommentiert und mit einer Würdigung versehen; das griechische Gedicht von Franziskus Nansius wurde von ihm in deutscher Sprache zusammengefasst und erläutert. Die entsprechenden Titelblätter der drei Werke wurden von Claudia Echinger-Maurach gründlich hinsichtlich der künstlerischen Vorbilder analysiert. Eine Einleitung (in englischer Sprache) von Margaret Daly Davis zum ersten Werk unternimmt es, Licht auf die vielfältigen Inhalte der Bücher zu werfen sowie auf die Zielsetzungen und Methoden des Künstlers/Autors Hubertus Goltzius in seiner Funktion als zugleich Antiquar, Numismatiker und Historiker

    Das Warenhaus in der Bundesrepublik Deutschland von 1960 bis 1980 : auf der Suche nach einer Integration in den urbanen Kontext

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    Die Betrachtung deutscher Warenhäuser in der Bunderepublik Deutschland von 1960 bis 1980 basiert auf einer Auswahl der in den bedeutendsten Fachzeitschriften jener zwanzig Jahre publizierten Bauten. Ausgehend vom höchst umstrittenen Abriss von Erich Mendelsohns Warenhaus Schocken in Stuttgart, der auch auf symbolischer Ebene eine Zäsur mit der Architektengeneration der Vorkriegszeit einleitete, wird die veränderte Beziehung zwischen Stadt und dem Typus Warenhaus untersucht. Die in diesem Zusammenhang öffentlich debattierten Themen werden auf der Grundlage der wichtigsten Veröffentlichungen hervorgehoben, insbesondere wird ihre Einflussnahme auf die Weiterentwicklung der Bauten in den Fokus gerückt. Um die Bedeutung der Wahrnehmung des Typus Warenhaus auf gesellschaftlicher Ebene sowie als wichtiger Faktor für seine Entwicklung zu unterstreichen, wird ein kulturhistorischer Rückblick auf die Epoche seiner Entstehung grob skizziert. Eine nähere Analyse der publizierten Bauten von 1960 bis 1980 gibt einen Überblick unter typologischen Gesichtspunkten. Der Kern der Arbeit besteht in der Betrachtung der wichtigsten Akteure – wie Egon Eiermann, Heinz Mohl und Alexander von Branca – und ihren meistbeleuchteten Bauten sowie weiteren realisierten oder auch nur in ihrem Entwurfsstadium publizierten Warenhäusern, die auf eine allgemeinere Tendenz in der gesamten Architekturproduktion hinweisen sollen. Des Weiteren wird ihre Rolle in Bezug zu wichtigen Aspekten der Architekturtheorie beleuchtet, die es erlauben, eine Interpretation ihrer Stellung innerhalb des gewachsenen Stadtraumes zu formulieren. Die äußerlich betrachtet konträren Positionen innerhalb der zwanzig bearbeiteten Jahre werden schließlich bewertet und ihr Zusammenhang mit der heutigen Entwicklung bezüglich der Handelsarchitektur hervorgehoben

    Max Beckmann (1884–1950): Akrobaten (Triptychon), 1937-1939 und Junge Männer am Meer, 1943. Eine Analyse im Hinblick auf die zeitgeschichtlichen Ereignisse.

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    Als Max Beckmann zwischen 1937 und 1939 die „Akrobaten“ malte, balancierten die Artisten im Circus nicht mehr auf dem Seil. Sie lebten darauf und die trinkend musizierenden Clowns, die ihre Sektflaschen umarmen, konnten das Publikum nicht mehr zum Lachen bringen, denn sie hatten das Zelt bereits leergespielt während der jungen Verkäuferin mit den Süßigkeiten nichts anderes übrig blieb als sich ratlos hinzusetzen angesichts der Ursache des ganzen Uebels: ein Krieger der bedrohlich mit einer Lanze im Raum stand. Und als Beckmann 1942 die bekannte Idylle mit den „vier jungen Männern am Meer“ malte, wurden die von den Nationalsozialisten besetzten Europäischen Küsten in Festungen gegen die Landung der Alliierten verwandelt, während die Briten und die Exilregierungen von London aus mit dem Widerstand im Untergrund deren Landung vorbereiteten. Max Beckmann selbst gab uns aber zu seinen Bildern nur viele oft zitierte verschlüsselte Kommentare, so sei hier nur einer davon festgehalten: „Ich suche aus der gegebenen Gegenwart die Brücke zum Unsichtbaren“. Das „Unsichtbare“ aus der gegebenen „Gegenwart“ musste er immer wieder von Neuem erfinden und hat uns das mit einer faszinierenden intellektuellen sowie künstlerischen Leistung hinterlassen, aber nur aus der erfassbar „gegebenen Gegenwart“ konnte seine Malerei und kann Malerei überhaupt entstehen. Und diese „Gegenwart“ war das Europa während und unmittelbar vor dem Krieg, als sich das Unheil anbahnte und das Überleben für einen entarteten Künstler, der offiziell bereits am Pranger stand wie Max Beckmann und Deutschland verlassen musste, zur akrobatischen Leistung werden sollte. In dem Aufsatz wird versucht, Beckmanns Brücke aus dem „Unsichtbaren“ wieder zurück in „seine Gegenwart jener Zeit“ zu finden

    Unterwegs zur Zeichnung – Über die Installation DAS (to Inger Christensen) von Silvia Bächli

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    Das Werk das (to Inger Christensen) von Silvia Bächli ist von einer besonderen Prozessualität geprägt. Dieser soll ausgehend von der Beobachtung, dass die Installation die subjektive Handzeichnung in den Vordergrund rückt, einem autorzentrierten Werk aber entgegensteht, nachgespürt werden. So hält Bächli am ‚Objekt‘ Bild fest, um dieses gleichzeitig für einen antiobjektivistischen Werkbegriff nutzbar zu machen. Sie beharrt auf der individuellen Geste, um ihre Arbeit zugleich in den Raum und zu den Betrachtenden hin zu öffnen. Die Überlegungen knüpfen an die Frage an, wie mit zeitgenössischen Praktiken umzugehen ist, die sich der zeichnerischen Spur verschreiben, ohne diese im Sinne einer Rückbesinnung auf ein reaktionäres Modell von Ausdruckshaftigkeit zu verorten

    Die Porträtsammlung Grohte im Historischen Museum Frankfurt. Eine Sammlung druckgrafischer Gelehrten- und Autorenbildnisse im Kontext zeitgenössischer Sammelpraxis

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    Es ist keineswegs ein neues Phänomen, dass Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen Abbilder von sich selbst oder anderen nutzen, um ihren ideellen und materiellen Lebensstil zu präsentieren. Gerade seit dem Beginn einer zunehmenden Bildung des breiteren Bürgertums in der Frühen Neuzeit dienten Porträts und ganze Porträtsammlungen als Medium der eigenen Einordnung in die Gesellschaft. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Ausstellung Die Welt im BILDnis. Porträts, Sammler und Sammlungen in Frankfurt zwischen Renaissance und Aufklärung im Museum Giersch der Goethe-Universität wurde die bisher kaum beachtete, etwa 700 Gelehrtenporträts umfassende Sammlung Grohte aus dem 18. Jahrhundert näher untersucht. Sie befindet sich in der Grafischen Sammlung des Historischen Museums Frankfurt und gibt umfängliche und teilweise überraschende Auskünfte über die Kontexte des Porträtsammelns in dieser Zeit

    The Garden of Earthly Delights by Hieronymus Bosch as a dream to be deciphered

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    The text presented here is an English version of my essay ‚Der Garten der Lüste als Traum – der zu entschlüsseln ist‘, Art-Dok Heidelberg 2017, with references also to later publications and with further additions. It is an extended version of the relevant chapter of the author’s study: ‘Hieronymus Bosch’s The Garden of Earthly Delights. The Senses and the Soul in Dream and Awakening’ (2018). The proposition is that Jheronimus or Hieronymus Bosch painted the Garden of Earthly Delights as a sensual dream of a concrete figure which is shown in the picture itself. The dream also contains a vision and, with that, an appeal to the dreamer herself. The foreground figure in the cave is understood to be the woman who has had the dream. Using a slightly varied topos from illuminations in medieval manuscripts both, the dreamer and the content of the dream, appear simultaneously in the same picture. Subsequently, further details are discussed of significance to the relationship between dream and dreamer. It is shown how the depicted dream modifies the convention of the representations of dreams, emphasising its originality – the telling of the dream in the moment of awakening. It is assumed that the dreamer experienced a ‘mixed dream’, combining fantastic and seductive details with ‘a code for moral conduct’. Another factor is that the nature of this ‘recognition dream’ is metaphorical and requires interpretation. The Garden of Earthly Delight’s mystery then becomes accessible. It is suggested that a passage from William of St. Thierry’s Golden Epistle could serve to reveal an understanding of the Garden of Earthly Delights. The last part of the essay outlines how the awakening from the dream draws the painting together rhetorically as well as allegorically

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