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„Keine schwerwiegenden Vorfälle“ : Deutungen von Antisemitismus durch pädagogische Teams an Gedenkstätten zu ehemaligen Konzentrationslagern
An Gedenkstätten zu ehemaligen Konzentrationslagern konkretisiert sich die Geschichte des Nationalsozialismus, die gesellschaftlich, institutionell und familienbiografisch weiterwirkt. In diesem Artikel werden ausgewählte Befunde aus einer qualitativen Studie zu Antisemitismus vorgestellt, die auf Gruppendiskussionen mit pädagogischen Teams an vier Gedenkstätten zu ehemaligen Konzentrationslagern basieren. Neben der Schilderung von antisemitischen Situationen und pädagogischen Ansätzen unternehmen die Studienteilnehmer:innen den Versuch einer Einordnung ihres Arbeitsfeldes in Bezug auf Antisemitismus. Beschrieben wird ein „Fantasiefeld“, das in der gesellschaftlichen Rezeption von Gedenkstätten entstehe. Die Orte und die damit verbundenen historischen Ereignisse würden nicht als mehrheitsgesellschaftliches, sondern als primär jüdisches Thema assoziiert, das in der Gegenwart durch Juden:Jüdinnen vermittelt werde. Insgesamt verweist die Studie auf die Notwendigkeit eines strukturellen Antisemitismusverständnisses und einer umfassenden Reflexion über soziale Konstellationen in der Gedenkstättenpädagogik der postnationalsozialistischen Gesellschaft
General mechanisms of color lexicon acquisition : insights from comparison of German and Japanese speaking children
This research investigated how German-speaking children learn color words, both in terms of centroid mappings and boundary delineation, and how they construct the color lexicon as a connected system. The results were compared to those of Japanese children to draw insights on general mechanisms that underlie the acquisition of words in the color lexicon. For both languages, input frequency and category size contributed to the ease of learning. In contrast, in both language groups, naming (in)consistency in adults predicted the adult-like boundary delineation
Abgesicherte Fürsorge und fürsorgliche Absicherung in Gemeinschaft : Mehrgenerationenwohnprojekte als neue Formen der städtischen Reproduktion?
Mehrgenerationenwohnen gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bei gleichzeitiger Individualisierung und Transformation von Familien- und Fürsorgestrukturen an gesellschaftlicher Relevanz. Aus einer feministischen Perspektive schaut der Aufsatz entlang dreier Mehrgenerationenwohnen-Projekte auf die intersubjektiven Beziehungen und geht den Fragen nach, wie Fürsorge in den Gruppen verhandelt wird und inwiefern sich dort neue Formen kollektiver städtischer Reproduktion ausbilden. Im Ergebnis zeigt sich, dass Mehrgenerationenwohnen-Projekte als selbst gewählte fürsorgliche Nachbarschaften fungieren, die in ihrem Verhältnis zwischen Nähe und Distanz, in der alltäglichen Lebensführung ihrer Bewohner_innen und der Organisation ihres Projektalltags sowie in ihren Aushandlungs- und Entscheidungsstrukturen zwischen Fürsorge und Absicherung changieren. Ausgehend vom empirischen Material schlagen wir daher vor, einen weiten Begriff von Fürsorge durch die Kategorie Absicherung zu konkretisieren
Lehrbuch Gender, Queer und Diversity
Das Lehrbuch rückt eine gender/queer- und diversitygerechte Soziale Arbeit in den Blick. Im Fokus steht die Verbindung von Theorie und Praxis und die Vermittlung von Kenntnissen über und Kompetenzen zu Gender/Queer und Diversity. Intersektionale Verbindungen ermöglichen eine multiperspektivische Herangehensweise. Rechtliche Grundlagen untermauern, warum diese Themenbereiche in der Sozialen Arbeit relevant sind.
Das Buch lädt ein, sich sachlich und kritisch mit diesbezüglichen Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen und diese in der Praxis zu erproben. Über die Soziale Arbeit hinausgehend, bietet es Grundlagen auch für außeruniversitäre Bildungs- und Fortbildungsbereiche
Soziale Arbeit, Psychotherapie und das Geld- und Wirtschaftssystem
Beim Lesen dieser Überschrift entsteht womöglich die Frage, was denn die Soziale Arbeit und psychotherapeutische Ansätze mit dem Geld- und Wirtschaftssystem zu tun haben können? Inwiefern ist es möglich, diesbezüglich Einflüsse, Bezüge und Verbindungen herzustellen und zu beschreiben
The semantic pointer theory of emotion
Emotion theory needs to explain the relationship of language and emotions, and the embodiment of emotions, by specifying the computational mechanisms underlying emotion generation in the brain. We used Chris Eliasmith’s Semantic Pointer Architecture to develop POEM, a computational model that explains numerous important phenomena concerning emotions, including how some stimuli generate immediate emotional reactions, how some emotional reactions depend on cognitive evaluations, how bodily states influence the generation of emotions, how some emotions depend on interactions between physiological inputs and cognitive appraisals, and how some emotional reactions concern syntactically complex representations. We contrast our theory with current alternatives, and discuss some possible applications to individual and social emotions