Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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Partizipation von Hochschullehrenden an der strategischen thematischen Ausrichtung der digitalen Lehre einer Hochschule
Der vorliegende Artikel beleuchtet ein Praxisprojekt, welches die strategische thematische und die strukturelle Ausrichtung der digitalen Lehre an der Fachhochschule Potsdam vorantreibt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine breite Beteiligung der Hochschulmitglieder - vor allem der Hochschullehrenden - an der thematischen Bedarfsermittlung der digitalen Lehre gelegt. Darüber hinaus wird die historisch gewachsene Struktur von Mitarbeiter*innen im Bereich der digitalen Lehre, die organisatorisch teils dezentral und teils zentral verortet waren, bei der Optimierung einer Aufbau- und Ablauforganisation und der Entwicklung eines Organisationsstruktur-Konzepts berücksichtigt. Das zweijährige Projekt wurde mit einer positiven Bilanz abgeschlossen
Making sense of social interaction : emotional coherence drives semantic integration as assessed by event-related potentials
We compared event-related potentials during sentence reading, using impression formation equations of a model of affective coherence, to investigate the role of affective content processing during meaning making. The model of Affect Control Theory (ACT; Heise, 1979, 2007) predicts and quantifies the degree to which social interactions deflect from prevailing social norms and values - based on the affective meanings of involved concepts. We tested whether this model can predict the amplitude of brain waves traditionally associated with semantic processing. To this end, we visually presented sentences describing basic subject-verb-object social interactions and measured event-related potentials for final words of sentences from three different conditions of affective deflection (low, medium, high) as computed by a variant of the ACT model (Schröder, 2011). Sentence stimuli were closely controlled across conditions for alternate semantic dimensions such as contextual constraints, cloze probabilities, co-occurrences of subject-object and verb-object relations. Personality characteristics (schizotypy, Big Five) were assessed to account for individual differences, assumed to influence emotion-language interactions in information processing. Affective deflection provoked increased negativity of ERP waves during the P2/N2 and N400 components. Our data suggest that affective incoherence is perceived as conflicting information interfering with early semantic processing and that increased respective processing demands – in particular in the case of medium violations of social norms - linger on until the N400 time window classically associated with the integration of concepts into embedding context. We conclude from these results that affective meanings influence basic stages of meaning making
Fahren und kontrollieren : automatisierte Mobilität als programmatischer Kreislauf
Jan Distelmeyer widmet sich in diesem Beitrag der Frage, was für eine Art von Autonomie beim autonomen Fahren angestrebt und realisiert wird. Am Beispiel der Marke Tesla zeigt er, dass Vorstellungen einer Selbständigkeit und Unabhängigkeit von menschlicher Aktivität in die Irre führen. Stattdessen ist die Beziehung zwischen Mensch und Technik hier durch eine besondere, zunächst verdoppelte und letztlich zirkuläre Form von Kontrolle und Evaluation geprägt: durch eine (Wunsch-)Konstellation spezieller Feedback-Schleifen, die Kontrolle durch menschliche Akteure und Kontrolle durch computerisierte Technik anhaltend verknüpft. Dieses Verhältnis lässt sich als programmatischer Kreislauf von Kontrolle beschreiben. Er wird durch das Ineinandergreifen diverser Ebenen von Interfaces möglich, von denen das zentrale Dashboard-Display des Wagens nur die offensichtlichste und - als Touchscreen - betont brauchbare Interface-Schicht darstellt
Teilnehmer:innen der Fernweiterbildung Bibliothekswissenschaft kamen aus allen Bundesländern
Bei der vorliegenden Publikation handelt es sich um die eingereichte Autorinnenfassung
"Und ich wusste nicht, dass es das gibt": zur Bedeutung von Kollektivbiografie und Antisemitismusverständnissen von Lehrer/-innen für den Umgang mit Antisemitismus an Schulen
Meine Familie, Corona und ich : familiäre Resilienz auf dem Prüfstand - was ist und werden kann. Brandenburgs Familien im Blickpunkt
In Kooperation zwischen der Fachhochschule Potsdam und der LAGF wurde eine Elternbefragung im Land Brandenburg durchgeführt, um das subjektive Erleben der pandemiebedingten Einschränkungen von Familien zu erfassen, vorhandene bzw. potentielle gesellschaftliche Ressourcen für den Umgang mit der Corona–Pandemie zu analysieren und bedeutsame Schutzfaktoren für familiäre Bewältigungsleistungen im Umgang mit der Corona–Pandemie herauszustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es überwiegend die Kompetenzen der Familien selbst waren, die in der herausfordernden Situation der Corona-Pandemie zum Schutzfaktor wurden. Dieser Umstand sollte aber keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor ein großer Handlungsbedarf besteht, Familien nachhaltig zu entlasten und so zu unterstützen, dass sie Kraft schöpfen und ihre Reserven wieder auffüllen können
Partizipatives Peer-Research mit Jugendlichen : Methodeninnovationen und Entwicklungsimpulse
Ausgehend von zentralen Kennzeichen des qualitativen Forschungsprozesses – Offenheit, gesellschaftliche Relevanz und Problemorientierung, Gegenstandsangemessenheit sowie explorative Theorieentwicklung – wird aufgezeigt, wie das partizipative Peer-Research einen substanziellen Beitrag zur Fortentwicklung leisten kann. Partizipative Forschung lässt sich als ein zweiseitiger Erkenntnisprozess qualifizieren, der sowohl auf kontext- und lebensweltsensitive Einsichten aufseiten der wissenschaftlichen Theoriebildung gerichtet ist als auch auf eine Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten der jugendlichen Co-Researcher durch Erweiterung ihres Wissens
Restorative Justice : Theorie und Methode für die Soziale Arbeit
Auf Untaten erfolgen Urteile, auf Grenzverletzungen Sanktionen, auf Fehlverhalten Strafen. Unser Strafrechtssystem ist ein rationaler Apparat, der in seiner eigenen Logik betrachtet ähnlich alternativlos erscheint wie die Strafsysteme vergangener Jahrhunderte. In diesem Lehrbuch werden Modelle des alternativen Umgangs mit verletzenden Verhalten diskutiert. Wiedergutmachung, Verständigung, Heilung und Gemeinschaft stehen dabei im Vordergrund - weniger die Strafe. Restorative Justice und indigenisierte Sozialarbeit sind neue Fachdiskurse im deutschen Sprachraum. Theoretische Darstellungen und praktische Beispiele schaffen einen Überblick zu den Methoden, die anwendungsbezogen aufbereitet wurden und dazu anregen, über Bestehendes und Mögliches nachzudenken
Framework Informationskompetenz
Der Beitrag stellt Ergebnisse der Fachgruppe Informationskompetenz der KIBA vor, in der alle Lehrenden im Bereich der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz an bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengängen in Deutschland zusammenarbeiten. Ausgangspunkt ist das „Framework Informationskompetenz“, ein Anforderungsrahmen, der gemeinsame Standards in der Qualifikation von Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft für das Aufgabenfeld der Förderung von Informationskompetenz sichern soll. Es wird aufgezeigt, wie die in diesem Rahmenmodell formulierten Qualifikationsstandards in den verschiedenen Studiengängen umgesetzt werden und wo es bedarfsbezogene Ausprägung und Gewichtung in den Qualifikationszielen gibt