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Familie als informelles Lern- und Bildungsfeld
Im Beitrag wird die Familie als informelles Lern- und Bildungsfeld für Heranwachsende thematisiert. Dafür wird zum einen Bezug genommen auf die, vor allem bildungspolitisch diskutierten Anforderungen und Erwartungen an Eltern heute, die sich gleichsam im Konzept der ‚Bildungsarrangeure‘ bündeln lassen. Unter der Perspektive der in der Familie potenziell angesiedelten Lern- und Bildungsprozesse werden zunächst die Grundlinien des aktuellen pädagogischen Diskurses nachgezeichnet. Diskutiert werden dafür die Entwürfe spezifischer Kompetenzprofile sowie die sozialen und kulturellen ‚Vererbungsprozesse‘ in der Familie im Kontext familialer Habitusformation. In Erweiterung der so skizzierten Perspektiven auf das Lern- und Bildungsfeld Familie wird schließlich in das kindheitswissenschaftliche Akteurskonzept (agency) eingeführt, um am Beispiel der sog. young carers zu diskutieren, inwiefern die agency von Kindern, verstanden als Ergebnis einer reflexiven Selbstverständigung und spezifischen Positionierung zu ihren je konkreten Lebensrealitäten, auch Bildungspotenziale birgt, die möglicherweise im gegenwärtigen bildungstheoretischen Diskurs noch vernachlässigt werden
Psychoanalyse der Angststörungen
Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Ein Großteil der Betroffenen leidet zudem an weiteren psychischen Störungen. Der Band stellt die aktuellen Klassifikationen der Angsterkrankungen und psychoanalytische Konzeptualisierungen vor. Für unterschiedliche Entwicklungsniveaus der psychischen Struktur beschreiben die Autoren charakteristische Umgangsweisen mit Angst und die mit ihnen verbundenen Angststörungen und Konflikte. Auf diesen Konzepten bauen Behandlungsmodelle für die verschiedenen Angststörungen auf. Strukturelle Einschränkungen, intrapsychische und interpersonelle Konflikte werden mit Fallbeispielen illustriert, Verbindungen zu nicht-psychoanalytischen Therapieansätzen betont. Die Autoren stellen psychoanalytische Behandlungskonzepte ausführlich dar und geben Hinweise zur Indikationsstellung für Kurz- und Langzeittherapien