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Prävention : wissenschaftliche und politische Desiderate
Prävention hat Konjunktur in Sozialpolitik und Sozial- und Gesundheitswissenschaften und ist dabei, traditionelle Interventionskonzepte des Sozialstaates abzulösen. Eine Analyse der gängigen Präventionskonzepte, ihrer Praxis und ihrer Resultate verweist auf zwei zentrale Defizite: einen Mangel an gesellschaftstheoretischer Fundierung und ein Fehlen demokratischer Legitimation. (DIPF/Orig.
Mutterfamilien zwischen gesellschaftlichem Trend und individueller Sinngebung
Mutter-Familien sind in der bundesrepublikanischen Gesellschaft des beginnenden 21. Jahrhunderts die verbreitetste aller sogenannten alternativen Familienformen. Waren bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts Mutter-Familien, wie überhaupt Ein-Elter-Familien, noch weitgehend Folge von Verwitwung (Kriegswitwen), so lässt sich damit die hohe Zahl von Mutter-Familien heute nicht mehr erklären. Mutter-Familien entstehen im wesentlichen in Folge von Trennung und Scheidung und sind nur zu einem geringen Teil (14 %) die autonome Entscheidung selbstbewusster junger Frauen (vgl. Schneider u. a. 2001, S. 32 ff.). Dennoch kann wohl davon gesprochen werden, dass viele der alleinerziehenden Mütter diese Familienform für sich und ihre Kinder wählen. Sie heiraten nach einer Scheidung nicht wieder, eine neue Partnerschaft spielt für sie eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu der Beziehung zu ihrem Kind, sie richten ihren Alltag auf ihr Kind aus. Mit dieser Entscheidung liegen sie zum einen quasi im gesellschaftlichen Trend, zum anderen versuchen sie damit aber auch, je individuell ihrem Leben Orientierung und Sinn zu geben
Das Archiv als „House of Stories“
Eine Möglichkeit der Nutzung und Vermittlung des Archivbestands ist das Konzept eines „House of Stories“, das zurzeit in den Bibliothekswissenschaften behandelt, diskutiert und bereits angewandt wird. Das „House of Stories“ baut auf dem „four-space“ Modell für dänische Bibliotheken auf. Auch einzelne Museen arbeiten bereits in Ansätzen nach diesem Modell. Manche Archive wenden, bewusst oder unbewusst, das Modell in Ansätzen ebenfalls schon an. Es scheint damit für sie mindestens genauso interessant zu sein wie für andere Kultureinrichtungen auch. Doch ist dieses Modell für Archive wirklich geeignet und umsetzbar?
Ziel der Arbeit soll eine Analyse und Prüfung des Modells zur Anwendung auf Archive sein. Es ist zu prüfen, welche Elemente tatsächlich übertragbar sind. Die Untersuchung erfolgt anhand einer Reihe archivischer Spezifika. Da das Modell ursprünglich für Bibliotheken entwickelt wurde, werden zudem die archivischen Spezifika, wo es erforderlich und sinnvoll ist, den Spezifika der Bibliotheken und teilweise auch der Museen gegenübergestellt
Open Access, Open Data und Open Science als wesentliche Pfeiler einer (nachhaltig) erfolgreichen digitalen Transformation der Kulturerbeeinrichtungen und des Kulturbetriebes
Der Kulturbereich ist in gleicher Weise wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche vom digitalen Wandel betroffen und muss sich neu organisieren, um auf die rasanten Entwicklungen digitaler Technologien und deren Vernetzung reagieren zu können. Das Besondere im Hinblick auf den Kulturbereich besteht darin, dass das Zielpublikum sehr heterogen ist, wohingegen digitale Angebote aufgrund ihrer Spezifik die Bedürfnisse nur weniger Nutzer erfüllen. Wollen Kulturerbeeinrichtungen nicht den Bezug zu dem allgemeinen Publikum verlieren, den sie dem kulturpolitischen Anspruch nach sicherzustellen haben, müssen die den digitalen Angeboten zugrunde liegenden Daten und Infrastrukturen so ausgestaltet sein, dass sie jederzeit sowohl die eine als auch die andere Publikumsschicht adressieren, mit anderen Worten: Sie müssen heterogene Bedürfnisse erfüllen können. Wenn es den Kulturerbeeinrichtungen nicht gelingt, die ihrem gesellschaftlichen Auftrag widersprechenden Exklusionseffekte im digitalen Raum zu vermeiden, dann wird das Potenzial für die Ermöglichung kultureller Teilhabe in großen Teilen unerschlossen bleiben, auch wenn sie im ständigen Wettlauf um immer neuere und attraktivere digitale Angebote vielleicht bestehen können (cutting edge). Voraussetzung für die nachhaltige digitale Öffnung des Kulturbereichs ist, dass dieser, ohne sich neu erfinden zu müssen, anfängt, digital zu denken, und die Prinzipien von Open Access, Open Data und Open Science in den Kulturbetrieb integriert
Oberflächenqualität und Oberflächenbearbeitung von Eisengusserzeugnissen der Preußischen Eisengießereien
Der Bibliotheks-Bachelor. Oder was ist wirklich neu am neuen Berufsbild des Bibliothekars?
Sozialwissenschaften auf CD-ROM
Das Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ) stellt vor allem auf der Basis seiner Datenbanken SOLIS und FORIS sozialwissenschaftliche Informationen für den deutschsprachigen Bereich zur Verfügung. Die Informationsdienstleistungen des IZ werden in vielfältiger Form angeboten. Eines der dabei zur Anwendung kommenden Medien ist CD-ROM. Seit 1991 wird die Literaturdatenbank SOLIS auf der CD-ROM WISO zusammen mit den beiden wirtschaftswissenschaftlichen Datenbanken BLISS und HWWA angeboten. Die Analyse der Nutzung der IZ-Datenbanken auf CD-ROM ist ein Teil der allgemeinen Nutzerforschung im IZ und dient wie diese der marktgerechten Gestaltung und Plazierung der IZ-Dienstleistungen. Es soll hiermit festgestellt werden, von welchen Gruppen und in welchem Umfang die Datenbanken auf diesem Medium genutzt werden. Zunächst sollen die gewählte Vorgehensweise und Probleme einer solchen Nutzeranalyse kritisch reflektiert werden. Es folgen danach Angaben zur Abonnentenstruktur, zum Rücklauf der Umfrage und schließlich einige empirische Ergebnisse, vornehmlich aus dem universitären Nutzerkreis