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    Die Dinge und ihre Verwandten

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    Erst in den letzten Jahren ist der Bereich wissenschaftlicher Sammlungen stärker in den Fokus gerückt worden. Vor allem die „Empfehlungen zu wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen“, die der Wissenschaftsrat im Januar 2011 veröffentlichte, haben einen Schub an Aufmerksamkeit verursacht. Dieser Band der Hamburger Universitätsreden dokumentiert den Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen 2016 sowie den Vortrag des Direktors des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff. In seinem Text „Die Dinge und ihre Verwandten“ demonstriert er, wie ein Gegenstand ohne Kontext sogleich seine Bedeutung verliert. Seine eindrücklichen Reflexionen über die Dinge und ihre Sammlung beendet Ulrich Raulff mit einem Appell an die Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Sammlungen, selbst Forschung zu betreiben, und zwar in den eigenen Beständen. Archive, Museen und Sammlungen dürften nicht darauf warten, dass die Forschung zu ihnen komme, sie sollten sich auch nicht auf die klassische „Forschung in der Erschließung“ beschränken, sondern selbst Forschungsvorhaben initiieren und durchführen, denn nur durch eigenes Verständnis der Forschung lasse sich auch eine sinnvolle Sammlungspolitik entwickeln, die Gegenwart und Zukunft wirklich erreiche. Dem Abdruck des Redetextes folgen 30 Farbaufnahmen besonderer Objekte, die Ulrich Raulff während seines Vortrags im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg präsentiert hat.In the last few years scientific collections has gained significance. In particular, the "Recommendations on Scientific Collections as Research Infrastructures" published by the German Wissenschaftrat (Science Council) in January 2011 have caused a surge in attention. This volume of the series Hamburg\u27s University Speeches (Hamburger Universitätsreden) documents the frame of the Annual Conference of the Society for University Collections (Gesellschafts für Universitätssammlungen) in 2016 and the lecture given by Ulrich Raulff, Director of the German Literary Archives in Marbach. In his text "The Things and their Relatives" he shows how an object without context immediately loses its meaning. Raulff ends his reflections on things and their collection with an appeal to the representatives of the scientific collections to conduct their own research, namely in their own collections. Archives, museums and collections should not wait for being researched. They should not limit themselves to the classical "research in indexing", but should initiate and carry out research projects themselves. Only through their own understanding of research a meaningful collection policy can be developed, which will really reach the present and the future. The text of the speech is followed by 30 colour photographs of special objects presented by Ulrich Raulff during his lecture in the atrium of the Hamburg State and University Library

    Rednerinnen und Redner

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    Erst in den letzten Jahren ist der Bereich wissenschaftlicher Sammlungen stärker in den Fokus gerückt worden. Vor allem die „Empfehlungen zu wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen“, die der Wissenschaftsrat im Januar 2011 veröffentlichte, haben einen Schub an Aufmerksamkeit verursacht. Dieser Band der Hamburger Universitätsreden dokumentiert den Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen 2016 sowie den Vortrag des Direktors des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff. In seinem Text „Die Dinge und ihre Verwandten“ demonstriert er, wie ein Gegenstand ohne Kontext sogleich seine Bedeutung verliert. Seine eindrücklichen Reflexionen über die Dinge und ihre Sammlung beendet Ulrich Raulff mit einem Appell an die Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Sammlungen, selbst Forschung zu betreiben, und zwar in den eigenen Beständen. Archive, Museen und Sammlungen dürften nicht darauf warten, dass die Forschung zu ihnen komme, sie sollten sich auch nicht auf die klassische „Forschung in der Erschließung“ beschränken, sondern selbst Forschungsvorhaben initiieren und durchführen, denn nur durch eigenes Verständnis der Forschung lasse sich auch eine sinnvolle Sammlungspolitik entwickeln, die Gegenwart und Zukunft wirklich erreiche. Dem Abdruck des Redetextes folgen 30 Farbaufnahmen besonderer Objekte, die Ulrich Raulff während seines Vortrags im Lichthof der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg präsentiert hat.In the last few years scientific collections has gained significance. In particular, the "Recommendations on Scientific Collections as Research Infrastructures" published by the German Wissenschaftrat (Science Council) in January 2011 have caused a surge in attention. This volume of the series Hamburg\u27s University Speeches (Hamburger Universitätsreden) documents the frame of the Annual Conference of the Society for University Collections (Gesellschafts für Universitätssammlungen) in 2016 and the lecture given by Ulrich Raulff, Director of the German Literary Archives in Marbach. In his text "The Things and their Relatives" he shows how an object without context immediately loses its meaning. Raulff ends his reflections on things and their collection with an appeal to the representatives of the scientific collections to conduct their own research, namely in their own collections. Archives, museums and collections should not wait for being researched. They should not limit themselves to the classical "research in indexing", but should initiate and carry out research projects themselves. Only through their own understanding of research a meaningful collection policy can be developed, which will really reach the present and the future. The text of the speech is followed by 30 colour photographs of special objects presented by Ulrich Raulff during his lecture in the atrium of the Hamburg State and University Library

    Findbuch des Bestandes Abt. 49

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    In den Herzogtümern bildeten unterhalb der zentralen Verwaltungsinstanzen in Kopenhagen seit 1648 bzw. 1713 die Regierungskanzlei in Glückstadt für Holstein und das Obergericht auf Gottorf für Schleswig die höchsten landesherrlichen Behörden. 1834 erfolgte die Trennung von Justiz und Verwaltung auf mittlerer Ebene und es wurde eine neue und nun für beide Herzogtümer gemeinschaftliche Verwaltungsbehörde unter dem Namen Schleswig-Holsteinische Regierung (auch als Provinzialregierung bezeichnet) ins Leben gerufen. Bei ihrer Errichtung übernahm die Schleswig-Holsteinische Regierung sowohl Teile des Archivs der Statthalterschaft als auch das Gros der Verwaltungsakten des Gottorfer Obergerichts und der Glückstädter Regierungskanzlei. Den Großteil dieses Schriftguts ließ die Regierung unberührt, nur einen kleineren Teil führte sie fort. Um die Benutzung der bedeutenden und thematisch reichhaltigen Abt. 49 zu erleichtern, wurde der Bestand im Zeitraum 2012/2013 komplett durchgesehen und in die archivische Datenbank AIDA aufgenommen. Hierbei wurden die Angaben der alten Findmittel zu Titeln und Laufzeiten sämtlicher Archivalien am Bestand überprüft.Since 1648 and 1713, the government chancellery in Glückstadt for Holstein and the higher court in Gottorf for Schleswig formed the highest sovereign authorities in the duchies below the central administrative bodies in Copenhagen. In 1834 the separation of the justicial and the administrative authority took place at the middle level. A new administrative authority was established under the name "Schleswig-Holstein Government" (also known as Provincial government). When it was set up, the Schleswig-Holstein government took over parts of the Governorship\u27s archives, as well as the majority of the administrative acts of the Gottorf Higher Court and the government chancellery in Glückstadt. The government left most of this writing untouched; only a small part of it was being continued. In order to facilitate the use of the important and thematically rich Dept. (Abt.) 49, the collection was completely reviewed in 2012/2013 and included in the archive database "AIDA". In this process, the information on the old means of finding the titles and terms of all archival material in the stock was checked

    Vorwort

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    Adolf Brenneke (1875–1946), Archivar und norddeutscher Landeshistoriker, ist vor allem ein Klassiker der Archivwissenschaft. Nach jahrzehntelanger archivarischer Praxis lehrte er seit 1931 an der preußischen Archivschule in Berlin-Dahlem. In Verbindung mit seiner Vorlesung befasste er sich historisch-typologisch mit „Gestalten des Archivs“ und entwarf, basierend auf dem Provenienzprinzip, eine archivische Ordnungslehre. Dabei griff er auf gedankliche Motive des Historismus zurück. So setzte er sich mit der Historik Johann Gustav Droysens, der Geschichtsauffassung Friedrich Meineckes und der geisteswissenschaftlichen Psychologie des Dilthey-Schülers Eduard Spranger auseinander. Bedingt durch die Zeitumstände des „Dritten Reiches“ konnte Brenneke seine archivwissenschaftlichen Studien bis zu seinem Tod wenige Monate nach Kriegsende nicht abschließen. Sein Schüler Wolfgang Leesch veröffentlichte Brennekes „Archivkunde“ jedoch 1953 in bearbeiteter Form. Mit der vorliegenden Edition werden nun auch die originalen Manuskripte zugänglich gemacht. Im Mittelpunkt stehen die im Nachlass aufgefundenen „Archivartikel“ für ein nicht zustande gekommenes Sachwörterbuch für die Deutsche Geschichte. Der Archivwissenschaftler und -theoretiker Dietmar Schenk beleuchtet zudem in einem ausführlichen Nachwort die ideen- und wissenschaftsgeschichtlichen Kontexte.Adolf Brenneke (1875-1946), archivist and Northern German regional historian, is above all a classic of archival science. After decades of archival practice, he began teaching at the Prussian School of Archives in Berlin-Dahlem in 1931. In connection with his lecture, he dealt historically-typologically with "Gestalten des Archivs" ("Shapes of the Archive") and, based on the principle of provenance, designed an archive doctrine of order. In doing so, he drew on the intellectual motifs of historicism. Thus he dealt with the history of Johann Gustav Droysen, Friedrich Meinecke\u27s conception of history and the psychology of the humanities of the Dilthey student Eduard Spranger. Due to the circumstances of the Third Reich, Brenneke was unable to complete his archival studies until his death a few months after the end of the war. His pupil Wolfgang Leesch, however, published Brenneke\u27s "Archival Studies" in 1953 in edited form. With this edition, the original manuscripts are now also made accessible. The focus is on the "archive articles" found in the estate for a non-fiction dictionary of German history that did not come into being. The archive scientist and theorist Dietmar Schenk also illuminates the contexts of the history of ideas and science in a detailed epilogue

    Archivwissenschaft im Zeichen des Historismus – ein Nachwort

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    Adolf Brenneke (1875–1946), Archivar und norddeutscher Landeshistoriker, ist vor allem ein Klassiker der Archivwissenschaft. Nach jahrzehntelanger archivarischer Praxis lehrte er seit 1931 an der preußischen Archivschule in Berlin-Dahlem. In Verbindung mit seiner Vorlesung befasste er sich historisch-typologisch mit „Gestalten des Archivs“ und entwarf, basierend auf dem Provenienzprinzip, eine archivische Ordnungslehre. Dabei griff er auf gedankliche Motive des Historismus zurück. So setzte er sich mit der Historik Johann Gustav Droysens, der Geschichtsauffassung Friedrich Meineckes und der geisteswissenschaftlichen Psychologie des Dilthey-Schülers Eduard Spranger auseinander. Bedingt durch die Zeitumstände des „Dritten Reiches“ konnte Brenneke seine archivwissenschaftlichen Studien bis zu seinem Tod wenige Monate nach Kriegsende nicht abschließen. Sein Schüler Wolfgang Leesch veröffentlichte Brennekes „Archivkunde“ jedoch 1953 in bearbeiteter Form. Mit der vorliegenden Edition werden nun auch die originalen Manuskripte zugänglich gemacht. Im Mittelpunkt stehen die im Nachlass aufgefundenen „Archivartikel“ für ein nicht zustande gekommenes Sachwörterbuch für die Deutsche Geschichte. Der Archivwissenschaftler und -theoretiker Dietmar Schenk beleuchtet zudem in einem ausführlichen Nachwort die ideen- und wissenschaftsgeschichtlichen Kontexte.Adolf Brenneke (1875-1946), archivist and Northern German regional historian, is above all a classic of archival science. After decades of archival practice, he began teaching at the Prussian School of Archives in Berlin-Dahlem in 1931. In connection with his lecture, he dealt historically-typologically with "Gestalten des Archivs" ("Shapes of the Archive") and, based on the principle of provenance, designed an archive doctrine of order. In doing so, he drew on the intellectual motifs of historicism. Thus he dealt with the history of Johann Gustav Droysen, Friedrich Meinecke\u27s conception of history and the psychology of the humanities of the Dilthey student Eduard Spranger. Due to the circumstances of the Third Reich, Brenneke was unable to complete his archival studies until his death a few months after the end of the war. His pupil Wolfgang Leesch, however, published Brenneke\u27s "Archival Studies" in 1953 in edited form. With this edition, the original manuscripts are now also made accessible. The focus is on the "archive articles" found in the estate for a non-fiction dictionary of German history that did not come into being. The archive scientist and theorist Dietmar Schenk also illuminates the contexts of the history of ideas and science in a detailed epilogue

    Anhang

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    Adolf Brenneke (1875–1946), Archivar und norddeutscher Landeshistoriker, ist vor allem ein Klassiker der Archivwissenschaft. Nach jahrzehntelanger archivarischer Praxis lehrte er seit 1931 an der preußischen Archivschule in Berlin-Dahlem. In Verbindung mit seiner Vorlesung befasste er sich historisch-typologisch mit „Gestalten des Archivs“ und entwarf, basierend auf dem Provenienzprinzip, eine archivische Ordnungslehre. Dabei griff er auf gedankliche Motive des Historismus zurück. So setzte er sich mit der Historik Johann Gustav Droysens, der Geschichtsauffassung Friedrich Meineckes und der geisteswissenschaftlichen Psychologie des Dilthey-Schülers Eduard Spranger auseinander. Bedingt durch die Zeitumstände des „Dritten Reiches“ konnte Brenneke seine archivwissenschaftlichen Studien bis zu seinem Tod wenige Monate nach Kriegsende nicht abschließen. Sein Schüler Wolfgang Leesch veröffentlichte Brennekes „Archivkunde“ jedoch 1953 in bearbeiteter Form. Mit der vorliegenden Edition werden nun auch die originalen Manuskripte zugänglich gemacht. Im Mittelpunkt stehen die im Nachlass aufgefundenen „Archivartikel“ für ein nicht zustande gekommenes Sachwörterbuch für die Deutsche Geschichte. Der Archivwissenschaftler und -theoretiker Dietmar Schenk beleuchtet zudem in einem ausführlichen Nachwort die ideen- und wissenschaftsgeschichtlichen Kontexte.Adolf Brenneke (1875-1946), archivist and Northern German regional historian, is above all a classic of archival science. After decades of archival practice, he began teaching at the Prussian School of Archives in Berlin-Dahlem in 1931. In connection with his lecture, he dealt historically-typologically with "Gestalten des Archivs" ("Shapes of the Archive") and, based on the principle of provenance, designed an archive doctrine of order. In doing so, he drew on the intellectual motifs of historicism. Thus he dealt with the history of Johann Gustav Droysen, Friedrich Meinecke\u27s conception of history and the psychology of the humanities of the Dilthey student Eduard Spranger. Due to the circumstances of the Third Reich, Brenneke was unable to complete his archival studies until his death a few months after the end of the war. His pupil Wolfgang Leesch, however, published Brenneke\u27s "Archival Studies" in 1953 in edited form. With this edition, the original manuscripts are now also made accessible. The focus is on the "archive articles" found in the estate for a non-fiction dictionary of German history that did not come into being. The archive scientist and theorist Dietmar Schenk also illuminates the contexts of the history of ideas and science in a detailed epilogue

    Gottfried Gesius: lut

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    Im 17. und 18. Jahrhundert war Hamburg eine Hamburgs der Hochburgen europäischer Hebraistik. Das 1613 gegründete Akademische Gymnasium schuf Professuren für Hebraistik oder – umfassender noch – für Orientalistik. Ein Name wie Hermann Samuel Reimarus ist mit diesen verbunden. Der eine oder andere dieser Lehrenden wurde darüber hinaus Hauptpastor. Der promovierte Alttestamentler und Hauptpastor i. R. von St. Nikolai Ferdinand Ahuis hat die Nachlässe von neun seiner Vorgänger aus vier Jahrhunderten hinsichtlich deren Haltung gegenüber dem Judentum untersucht. Im vorliegenden Werk stellt er diese Persönlichkeiten vor, deren theologische Auslegungen des Alten Testaments die christliche Sicht auf das Judentum mitgeprägt haben. Das Werk schließt mit einem virtuellen Dialog zwischen Hauptpastor und Bibelwissenschaftler Heinz Beckmann und Rabbiner und Bibelwissenschaftler Benno Jacob.In the 17th and 18th centuries, Hamburg was one of the strongholds of European Hebrew studies in Hamburg. The Academic Gymnasium, founded in 1613, created professorships for Hebraic studies or - more comprehensively - for Oriental studies. Names like Hermann Samuel Reimarus are associated with them. Some of these teachers also became the main pastors. Graduated exegete of Old Testament and retired main pastor of the all curch St. Nikolai of Hamburg Ferdinand Ahuis has investigated the legacies of nine of his predecessors from four centuries with regard to their attitude towards Judaism. In this work, he presents their theological interpretations of the Old Testament which have influenced the Christian view of Judaism. The work concludes with a virtual dialogue between the main pastor and biblical scholar Heinz Beckmann and the rabbi and biblical scholar Benno Jacob

    Mit gutem Recht erinnern

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    Das Recht, insbesondere das Urheberrecht, hat große Auswirkungen darauf, was von dem großen Reichtum unseres kulturellen Erbes im kollektiven Gedächtnis verbleibt. In der digitalen Welt, in der alles Kopie und damit – im urheberrechtlichen Sinne – Vervielfältigung ist, ist auch jede Nutzung des kulturellen Erbes urheberrechtlich relevant. Auf der anderen Seite leben wir in Zeiten einer rasanten Medienentwicklung und eines Überflusses an Informationen, Bildern, Filmen und Texten. Umso größer ist die Herausforderung, die Erinnerung an unser kulturelles Erbe wachzuhalten. Es ist also eine Frage der kulturellen Selbstbehauptung, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit unserem kulturellen Erbe gesetzt werden. Was nicht online gefunden werden kann, wird zunehmend verschwinden. Insofern können die Auswirkungen eines unausgewogenen Urheberrechts, das das kulturelle Erbe nicht ausreichend berücksichtigt, dramatisch sein. Dieses Buch versammelt verschiedene Vorschläge und Überlegungen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden können, um eine stärkere Präsenz auch des urheberrechtlich geschützten kulturellen Erbes im Netz zu ermöglichen. Verfasst sind diese Vorschläge von Experten aus den Gedächtnisinstitutionen sowie aus der Rechtswissenschaft und Politik, mithin von Autoren, die mit den internationalen Rahmenbedingungen und dem urheberrechtlichen Diskurs in Deutschland gut vertraut sind.The law, in particular copyright, has a major impact on what remains in collective memory of the great wealth of our cultural heritage. In the digital world where everything is copy and therefore - in the sense of copyright - reproduction, every use of the cultural heritage is also relevant under copyright law. On the other hand, we live in times of rapid media development and an abundance of information, images, films and texts. This is why the challenge of keeping the memory of our cultural heritage alive is all the greater. It is therefore a question of cultural self-assertion how the legal framework conditions for dealing with our cultural heritage are set. What cannot be found online will increasingly disappear. In this respect, the effects of an unbalanced copyright law that does not take sufficient account of cultural heritage can be dramatic. This book brings together various proposals and reflections on how to change the legal framework in order to increase the presence of copyrighted cultural heritage on the Internet. These proposals are written by experts from memory institutions, law and politics, and thus by authors who are well acquainted with the international framework conditions and copyright discourse in Germany

    Museen: digitaler Erhalt und digitale Sichtbarkeit

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    Das Recht, insbesondere das Urheberrecht, hat große Auswirkungen darauf, was von dem großen Reichtum unseres kulturellen Erbes im kollektiven Gedächtnis verbleibt. In der digitalen Welt, in der alles Kopie und damit – im urheberrechtlichen Sinne – Vervielfältigung ist, ist auch jede Nutzung des kulturellen Erbes urheberrechtlich relevant. Auf der anderen Seite leben wir in Zeiten einer rasanten Medienentwicklung und eines Überflusses an Informationen, Bildern, Filmen und Texten. Umso größer ist die Herausforderung, die Erinnerung an unser kulturelles Erbe wachzuhalten. Es ist also eine Frage der kulturellen Selbstbehauptung, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit unserem kulturellen Erbe gesetzt werden. Was nicht online gefunden werden kann, wird zunehmend verschwinden. Insofern können die Auswirkungen eines unausgewogenen Urheberrechts, das das kulturelle Erbe nicht ausreichend berücksichtigt, dramatisch sein. Dieses Buch versammelt verschiedene Vorschläge und Überlegungen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden können, um eine stärkere Präsenz auch des urheberrechtlich geschützten kulturellen Erbes im Netz zu ermöglichen. Verfasst sind diese Vorschläge von Experten aus den Gedächtnisinstitutionen sowie aus der Rechtswissenschaft und Politik, mithin von Autoren, die mit den internationalen Rahmenbedingungen und dem urheberrechtlichen Diskurs in Deutschland gut vertraut sind.The law, in particular copyright, has a major impact on what remains in collective memory of the great wealth of our cultural heritage. In the digital world where everything is copy and therefore - in the sense of copyright - reproduction, every use of the cultural heritage is also relevant under copyright law. On the other hand, we live in times of rapid media development and an abundance of information, images, films and texts. This is why the challenge of keeping the memory of our cultural heritage alive is all the greater. It is therefore a question of cultural self-assertion how the legal framework conditions for dealing with our cultural heritage are set. What cannot be found online will increasingly disappear. In this respect, the effects of an unbalanced copyright law that does not take sufficient account of cultural heritage can be dramatic. This book brings together various proposals and reflections on how to change the legal framework in order to increase the presence of copyrighted cultural heritage on the Internet. These proposals are written by experts from memory institutions, law and politics, and thus by authors who are well acquainted with the international framework conditions and copyright discourse in Germany

    Grußwort

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    Martin Luthers Reformation hat die Welt verändert, nicht nur Theologie und Kirche. In einem vielfältigen Prozess haben Luthers Ideen und ihre Wirkungen Kirche und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft transformiert und Wege in die Neuzeit gebahnt. Die Beiträge im zweiten Band der „Hamburger Akademievorträge“ beschäftigen sich mit diesen Entwicklungen, die für das gegenwärtige Leben elementar sind.Martin Luther\u27s Reformation has changed not only theology and church, but the world itself. In a multifaceted process, Luther\u27s ideas and their effects have transformed church and culture, economy and society and paved the way for the modern age. The contributions in the second volume of the "Hamburger Akademievorträge" deal with these developments which are elementary for contemporary life

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