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Die Lateralisation des Ovars und ihr Einfluss auf die Embryonen- und Eizellqualität : eine prospektive Kohortenstudie
Hintergrund: Der Begriff Lateralisation bezeichnet die Aufteilung von Prozessen auf eine rechte und linke Seite, dazu werden auch funktionale Aufgabenteilung und Spezialisierung zweier Hälften eines Organs gezählt. Der landläufig wohl bekannteste Lateralisationsprozess betrifft die Händigkeit des Menschen. Durch vorangegangene Studien konnte aber gezeigt werden, dass auch die Ovarien einer Lateralisation unterliegen dürften. Weiters scheint es, als stünden manche Lateralisationsprozesse miteinander in Zusammenhang. Ein Beispiel dafür wäre die Interaktion der Händigkeit mit der Lateralisation der Sprachproduktion im Gehirn.
Ziele: Mit dieser Studie sollte ein möglicher Zusammenhang zwischen der Händigkeit und der Lateralisation der Ovarien aufgedeckt, sowie ein potenzieller Einfluss dieser auf die Qualität von Eizellen und Embryonen dargestellt werden.
Material und Methoden: In diese prospektive Kohortenstudie wurden 693 Patientinnen eingeschlossen (541 Rechtshänderinnen und 152 Linkshänderinnen), die im Zeitraum der Studie eine Kinderwunschbehandlung (IVF/ICSI) durchführen ließen, mit einem GnRH Agonisten stimuliert wurden und eine eindeutige Dominanz einer Hand gegenüber der anderen angeben konnten. Die Auswertung der Daten und die Erstellung von Grafiken erfolgte unter Zuhilfenahme von SPSS V26.
Ergebnisse: Die mittlere Differenz der Eizellen (Nre-Nli) unterschied sich signifikant zwischen den beiden Kohorten (X=1,1564 bei Rechtshänderinnen, X=-1,9408 bei Linkshänderinnen; p=0,000, 95% Konfidenzintervall (2,67099;3,52344)). Selbiges zeigte sich bei der mittleren Differenz der Top Embryonen (X=0,4307 bei Rechtshänderinnen, X=-0,4539 bei Linkshänderinnen; p=0,000, 95% Konfidenzintervall (0,69807;1,07120)).
Schlussfolgerungen: Bei Rechtshänderinnen stammten tendenziell mehr Eizellen vom rechten Ovar, bei Linkshänderinnen wiederum mehr vom linken. Die Händigkeit dürfte mit der Lateralisation der Ovarien in Zusammenhang stehen. Auch die Differenz der Top Embryonen zeigt einen sinifikanten Unterschied, somit scheint es auch eine Verbindung von Händigkeit und Qualität der Embryonen zu geben. Das zeigte sich sowohl für die Gesamtstichprobe, als auch für primär gesunde Frauen mit der Diagnose „Male Factor“.Background: The term lateralization refers to the splitting of processes and functions into a right and a left side, which includes functional task division and specialization of two halves of an organ. The most commonly known process of lateralization would be human handedness. But previous studies have shown that the human ovaries may also be subject to lateralization. Furthermore, some lateralization processes seem to be connected, for example the correlation of handedness and the lateralization of speech production in the human brain.
Aim: With this study a possible connection between handedness and the lateralization of human ovaries should be uncovered as well as a potential influence on the quality of oocytes and embryos.
Material and Methods: 693 females who were undergoing IVF/ICSI were included in this prospective cohort study. They were stimulated with GnRH agonists and could also clearly name their preferred hand. The data was analyzed using SPSS V26.
Results: The mean difference of oocytes (Nri-Nle) differed significantly between the two cohorts (X=1,1564 in right-handed women, X=-1,9408 in left-handed women; p=0,000, 95% confidence level (2,67099;3,52344)). This also applies to the mean difference of top embryos (X=0,4307 in right-handed women, X=-0,4539 in left-handed women; p=0,000, 95% confidence level (,69807;1,07120)).
Conclusion: Right-handed women produced more oocytes on their right ovary, left-handed women on their left. This also applies to the number of top embryos (blastocysts). Human handedness seems to be connected to lateralization of the ovaries. This was shown not only regarding the whole sample of patients, but also those women with the diagnosis „male factor“, who are primarily healthy and fertile females.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)485770
Routine Herzmuskelbiopsien versus ‚on purpose Herzmuskelbiopsien : Eine retrospektive Datenanalyse
Die Endomyokardbiopsie (EMB) gilt laut aktuellen Leitlinien als Goldstandard in der Diagnostik von Abstoßungsreaktionen bei Patientinnen und Patienten nach Herztransplantation (HTx). Diagnostische Endomyokardbiopsien werden bei herztransplantierten Patientinnen und Patienten meist routinemäßig durchgeführt, da Abstoßungsreaktionen meist asymptomatisch verlaufen. Das aktuelle Routine Endomyokardbiopsie-Protokoll des Wiener Transplantationszentrums am AKH Wien schreibt insgesamt sieben routinemäßig durchgeführte Endomyokardbiopsien vor, die alle innerhalb des ersten Jahres nach Herztransplantation durchgeführt werden. Und zwar wird jeweils 2, 3 und 4 Wochen post HTx und 2, 3, 6 und 12 Monate post HTx biopsiert. Bei einer entsprechenden klinischen Indikation werden darüberhinaus noch zusätzliche sogenannte ‚on purpose Biopsien durchgeführt. Die empfohlene Anzahl und Frequenz von Routine Endomyokardbiopsien variiert von Transplantationszentrum zu Transplantationszentrum. Die beiden laut den Erkenntnissen dieser Arbeit relevantesten Biopsiezeitpunkte sind 3 Wochen post HTx sowie 1 Jahr post HTx. Das heißt zu diesen Zeitpunkten wurden am häufigsten Abstoßungsreaktionen ungeachtet des Gradings diagnostiziert. Besonders der Zeitpunkt der 3. Routinebiopsie (4 Wochen nach Herztransplantation) sowie die 5. Routinebiopsie (3 Monate nach Herztransplantation) lieferten im hierorts betrachteten Patientinnen- und Patientenkollektiv diagnostisch signifikante Ergebnisse im Sinne von therapiewürdigen Abstoßungsreaktionen (Grad >1). Die Anzahl der Routineendomyokardbiopsien ist mit 7 Biopsien innerhalb des ersten Jahres nach Transplantation für die Detektion von Abstoßungsreaktionen ausreichend und sollte im Hinblick auf die Risiken, die derartige Eingriffe naturgemäß mit sich bringen, nicht angehoben werden.Endomyocardial biopsy is considered the method of first choice when it comes to the diagnosis of cardiac rejection in patients following cardiac transplantation. In recipients of cardiac allotransplants routine endomyocardial biopsies are performed because usually rejections happen without the manifestation of clinical symptoms. The Wiener Transplantationszentrum at the Vienna General Hospital currently uses a standardized procedure consisting of seven routine endomyocardial biopsies within the first year following cardiac transplantation. After heart transplantation routine follow-ups are performed after 2, 3 and 4 weeks, as well as after 2, 3, 6 and 12 months. In case of potential clinical indications further on purpose endomyocardial biopsies might be necessary. The recommended number and frequency of routine endomyocardial biopsies varies between different transplantation centers. According to this study the most relevant biopsies are the ones that are performed 3 weeks and 1 year after cardiac transplantation. This means that those biopsies detected the most rejections regardless the grading. When it comes to treatment-requiring rejections (grade >1) the third routine endomyocardial biopsy (4 weeks after cardiac transplantation) as well as the fifth routine endomyocardial biopsy (3 months after cardiac transplantation) are considered the ones of the highest significance. The total number of 7 routine endomyocardial biopsies within the first year following cardiac transplantation is considered adequate and should not be excelled in the face of potential periinterventional risks.Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)486660
Die demographische und klinische Charakterisierung von Patienten/Innen mit seronegativer Myasthenia gravis - eine retrospektive Datenanalyse
Einleitung: Myasthenia gravis (MG) ist eine Autoimmunerkrankung der neuromuskulären Endplatte, welche sich durch eine schnell auftretende Muskelermüdung und -schwäche präsentiert. In 80% der MG Fällen finden sich Autoantikörper gegen den Acetylcholin-Rezeptor (AChR). Diese binden polyklonal an unterschiedliche Epitope des Rezeptors. Andere Antikörper binden nur an AChR, wenn diese an der Muskelzelloberfläche aggregiert vorkommen. Andere wiederum binden an die Muskel-spezifische Kinase (MuSK), ans low density lipoprotein receptor-related protein 4 (LRP4) oder an andere noch nicht identifizierte Antigene. Diese Serogruppe wird als seronegative MG bezeichnet. Möglicherweise sind die Antikörper bei der seronegativen MG in zu geringer Konzentration vorhanden, sodass sie durch Routineverfahren nicht detektiert werden können.
Methodik: Die Patient/Innen Daten von allen MG Patient/Innen, die von 2008-2017 auf der Neurologie in der Universitätsklinik in Wien (AKH) vorstellig waren, wurden durch die Datenbanken AKIM und RDA extrahiert und retrospektiv analysiert.
Ziele: Spezielle phänotypische Eigenschaften wurden in den unterschiedlichen serologischen MG Gruppen in vorherigen Studien beschrieben, jedoch gibt es noch kaum Daten zu den seronegativen Patient/Innen. In dieser Studie versuchen wir bestimmte Eigenschaften dieser Serogruppe hinsichtlich demographischer und klinischer Charakteristika im Vergleich zur AChR-Antikörper positiven Serogruppe herauszuarbeiten.
Ergebnisse: Die Analyse der seronegativen MG Patient/Innen ergab, dass diese im Vergleich zu den AChR-Antikörper positiven MG Patient/Innen beim Einsetzen der Erkrankung jünger waren (SNMG= 33,3 10,4 Jahre; AChR-MG= 50,5 21,5 Jahre) (p<0,001). Es konnte auch erstmals gezeigt werden, dass SNMG Patient/Innen seltener Immunsuppressiva und Steroide als die AChR-MG Patient/Innen erhalten und folglich niedrigere Remissionsraten haben.Introduction: Myasthenia gravis (MG) is an autoimmune disorder of the neuromuscular junction clinically characterized by increased fatigability and muscle weakness. Autoantibodies (Abs) directed against the acetylcholine receptor (AChR) can be detected in about 80% of MG patients. They are found to be polyclonal IgG binding to different extracellular epitopes of the receptor. Other antibodies bind only to AChRs that are clustered on a cell surface, or to MuSK, LRP4 or yet unidentified antigens (i.e. seronegative MG, SNMG). There might also exist antibodies in SNMG, the concentration of which might be too low to be detected by routine assays.
Methods: The patients data of all the MG patients attending the neurology of the university hospital in Vienna (AKH) from 2008-2017 were extracted from the data base AKIM and RDA and analyzed retrospectively.
Objective: Distinct phenotypic characteristics have been ascribed to the various serological MG subgroups in previous studies, but consisting data is still missing as to seronegative MG (i.e. seronegative for AChR, MuSK and LRP4 antibodies). In the present study, our aim is to characterize the SNMG subgroup regarding demographic and clinical features using a single-center MG cohort, and to compare the findings between the seronegative serogroup and the AChR-antibody group.
Results: The analysis of the SNMG group showed that the seronegative patients were younger at the onset of disease than the AChR-Ab-positive patients (= 33,3 10,4 Jahre; AChR-MG= 50,5 21,5 Jahre) (p<0,001). Moreover, the SNMG group received less immunosuppression and steroids compared to the AChR-MG group which might have led to a weaker remission rate in the SNMG group.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)486987
Die Veränderungen der Knochendichte und Fettverteilung bei Mann-zu-Frau Transsexuellen unter gegengeschlechtlicher Hormontherapie - eine retrospektive Kohortenstudie
Die Hormontherapie ist oft der erste irreversible Schritt zur Anpassung des Körpers ans gewünschte Geschlecht. Der momentane Behandlungsstandard für Transfrauen ist die Kombination eines Testosteronsenkers oder GnRH-Agonisten mit einem transdermalen Östrogen. Im Rahmen des Risikoscreenings vor der Hormontherapie wird eine Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) Analyse empfohlen.
Ziele
Das Ziel dieser Studie ist es, die Entwicklung der Knochendichte und des Körperfettanteils anhand von DXA-Messungen bei Transfrauen unter gegengeschlechtlicher Hormontherapie nach mindestens zweijähriger Behandlung zu beurteilen.
Methodik
Es wurde eine retrospektive, monozentrische klinische Kohortenstudie durchgeführt. Inkludiert wurden alle Patientinnen, welche sich an der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Medizinischen Universität Wien in den Jahren 2000-2019 einer gegengeschlechtlichen Hormontherapie unterzogen haben und sich einer basale DXA-Analyse und eine Kontrolluntersuchung nach mindestens 24 Monaten Hormontherapie unterzogen hatten. Dazu wurden die Patientencharakteristika Nikotinkonsum, body mass index (BMI,) Alter und Therapiedauer erhoben.
Ergebnisse
Es konnten insgesamt 35 Patientinnen in die Studie inkludiert werden, wovon 57,1% anamnestisch einen regelmäßigen Nikotinkonsum angaben. Das Durchschnittsalter in unserer Studie lag bei 38,6 Jahren. Der BMI lag bei den basalen Messungen bei 22,2 kg/m (IQR 20,1 kg/m - 24,9 kg/m). Es konnte ein Einfluss des BMIs auf den T-Score beobachtet werden. Mit höherem BMI stiegt der T-Score um 0,138 Standardabweichungen pro 1kg/m. 11 Patientinnen hatten zwei DXA-Analysen, welche miteinander verglichen werden konnten. Dabei fand sich eine Zunahme des Körperfettanteils um durchschnittlich 6,51%. Der Mittelwert für den Körperfettanteil betrug bei der basalen Messung 20,545% 4,63 und stieg bei der Kontrolle auf 27,055% 4,38.
Schlussfolgerungen
Unter gegengeschlechtliche Hormontherapie glich sich der Körperfettanteil an die altersentsprechenden Normwerte des weiblichen Geschlechts an.Transsexuality evolves into a growing issue in our society. Hormone therapy is usually the first irreversible treatment to adapt the body to the desired gender and to reduce the psychological strain of patients. The general treatment includes estrogen in combination with either a suppression of testosterone or a GnRH-agonist. In the course of the risk screening before treatment initiation, a Dual-energy X-ray absorptiometry (DXA) analysis is recommended.
Aims
The aim of this study was to evaluate the development of bone mineral density and body fat percentage by means of DXA-analysis in transwomen before and after a minimum of two years of hormone replacement therapy. Gaining further knowledge can help to predict the outcome of the treatment.
Methods
In a retrospective monocentric clinical cohort study, 35 transwomen were included who underwent hormone therapy at the department of gynecologic endocrinology and reproductive medicine at the medical university of Vienna between the years of 2000 and 2019. All patients who had undergone one basal DXA-analysis and one DXA-analysis after a minimum of 24-months of therapy were eligible. Additionally, we analyzed the impact of nicotine consume, body mass index (BMI), age and duration of treatment on our patients.
Results
Patients had a mean age of 38.6 years, and 57.1% were classified as smokers. The mean BMI was 22.2 kg/m (IQR 20.1 - 24.9 kg/m). Increases in BMI were associated with increasing t-scores of about 0,138 standard deviations per 1kg/m2. Only 11 patients had two comparable DXA-analysis. Analyzing this, we found an increase of body fat percentage of about 6.5%. The mean value in the basal analysis was 20.5% 4.63 and raised to 27.1 4.4 in the final analysis.
Conclusion
Hormone replacement therapy had an influence on the body fat percentage. The body fat adapted to the reference values for women at the same age.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)510158
Assessing ketamine binding of the serotonin transporter using bolus plus infusion [C]DASB positron emission tomography
HINTERGRUND: Innerhalb der letzten 2 Jahrzehnte gewann das Anästhetikum Ketamin im Feld der Psychiatrie auf Grund seiner schnellwirkenden antidepressiven Effekte zunehmend an Bedeutung. Die Erforschung des molekularen Bindungsprofils von Ketamin ist von Nutzen, um sichere Standards für den klinischen Einsatz zu entwickeln, es effektiv im klinischen Kontext einzusetzen, und ein Hintergrundverständnis über die schnellwirkenden antidepressiven Effekte von Ketamin zu erlangen, das für die Entwicklung neuer Medikamente von Vorteil sein könnte. Es konnte gezeigt werden, dass Ketamin den SERT sowohl in-vitro als auch in-vivo in Primaten bindet. Ziel der vorliegenden Studie, die auf Daten der vorherigen Pilotstudie aufbaut, war es, die Bindung von Ketamin an den SERT im menschlichen Gehirn in-vivo zu erforschen.
METHODIK: An dieser Studie nahmen 10 gesunde, männliche Probanden im Alter von 20-33 Jahren teil, die jeweils zwei PET-Messungen mit dem Radiotracer [C]DASB absolvierten. Die erste PET diente als Baseline, um die Verteilung des SERT in den ROIs (Striatum, Thalamus, Mittelhirn und Amygdala) zu eruieren. Die zweite PET wurde unter dem Einfluss von Ketamin durchgeführt um eine potentielle Okkupanz des SERT durch Ketamin zu untersuchen. Zusätzlich wurden ein MRT durchgeführt, um die PET-Daten in anatomische Daten zu integrieren. Für die Tracer-Verabreichung wurde ein Bolus-plus-Infusions-Modell verwendet. Ketamin wurde mit 0.8 mg/kg KG im subanästhetischen Bereich dosiert. Das Bindungspotential (Non-displaceable binding potential, BPND) wurde mittels eines Referenzregion-Modells berechnet. Die SERT-Okkupanz wurde aus den BPND-Werten unter Zuhilfenahme der Formel 3.1 berechnet.
Formel 3.1
Occupancy (%)=1-BPND PET2 (treatment)/BPND PET1 (baseline) )100
Die statistische Auswertung der Signifikanz dieser Änderungen im SERT-Bindungspotential zwischen PET1 und PET2, d.h., ob Ketamin den SERT bindet, wurden mit Hilfe der Software SPSS und Excel im Paardifferenzen -t-Test berechnet.
ERGEBNISSE: Die Werte für die SERT-Okkupanz in dieser Studie lagen in jeder ROI unter 10 %, mit der niedrigsten Okkupanz im Striatum bei -4.66 33.50 und der höchsten im Thalamus bei 2.42 14.34. Daher befand sich die SERT-Okkupanz innerhalb der zuvor etablierten [C]DASB-test-retest-Variabilität von 10 %.
DISKUSSION: Trotz Verabreichung einer höheren Ketamindosierung als in der Vorstudie und der Anwendung eines optimierten PET-Bolus-Infusionsprotokolls lag die SERT-Okkupanz unter 10 % und in der statistischen Auswertung zeigte sich kein signifikanter Unterschied im Bindungsverhalten von [C]DASB nach Ketaminverabreichung. Trotz der Studien-Limitationen, darunter insbesondere die Auswahl einer gesunden Studienpopulation, könnte man daher den Schluss ziehen, dass es unwahrscheinlich ist, dass die antidepressiven Effekte von Ketamin durch SERT-Binding hervorgerufen werden. Mehr Studien werden benötigt, sowohl um die pharmakodynamischen Effekte von Ketamin im Menschen in-vivo zu ergründen, als auch um potenzielle Benefits und Sicherheitsaspekte einer Kombination von Ketamin mit oft verschriebenen Medikamenten wie den SSRIs zu ergründen.BACKGROUND: Within the last two decades, the anesthetic agent ketamine has increasingly gained importance in the field of psychiatry due to its rapid-acting antidepressant (RAAD) effects. Elucidation of the molecular binding profile of ketamine is beneficial for development of safe standards for clinical implementation, to effectively administer it in clinical practice, and to understand its RAAD properties which may be helpful for the development of new drugs.
Ketamine is known to modulate the glutamatergic and gamma-aminobutyric-acid (GABA) systems and these effects are thought to mediate antidepressant response, in part through activation of neuroplastic pathways. Recent research has suggested a role for monoaminergic systems, including serotonin (5-HT). Among other serotonergic effects, ketamine was shown to bind the serotonin transporter (SERT) both in-vitro and in-vivo in primates. A previous human in-vivo PET study by our group showed no significant binding of ketamine to the SERT using [C]DASB positron emission tomography (PET), however, results suggested that ketamine may occupy the SERT when the drug is administered at higher doses. The study at hand builds up upon this previous study by assessing a higher dose of ketamine in an optimized PET setting
METHODS: This project included 10 healthy, male subjects aged 20-33, who underwent 2 PET scans using the [11C]-labeled tracer 3-amino-4-(2-dimethylaminomethylphenylsulfanyl)-benzonitrile ([C]DASB). The first PET scan (PET1) served as the baseline to evaluate baseline [C]DASB binding in the regions of interest (striatum, thalamus, midbrain, and amygdala). The second PET scan (PET2) was performed after ketamine administration to assess potential occupancy of the SERT by ketamine. A bolus-plus-infusion model was employed for tracer administration. At 0.8 mg/kg bodyweight (BW), ketamine was dosed in the subanesthetic range. Additionally, a magnetic resonance imaging (MRI) scan was performed prior to the second PET scan in order to integrate PET findings with anatomical data. Non-displaceable binding potential BPND was calculated using a reference region based model. SERT occupancy (%) was subsequently derived from the BPND values using the formula in 3.1.
Equation 3.1
Occupancy (%)=1-BPND PET2 (treatment)/BPND PET1 (baseline) )100
Statistical analysis of the significance of changes in SERT binding between PET1 and PET2, i.e. if ketamine significantly bound the SERT, were quantified by calculating a paired-t-test using SPSS and Excel.
RESULTS: The SERT occupancy values obtained in this study were below 10 % in each region-of-interest (ROI), the lowest being -4.66 33.50 (striatum) and the highest being 2.42 14.34 (thalamus). Therefore, SERT occupancy was within the established [C]DASB test-retest variability of 10 %.
CONCLUSIONS: Even when administered at a higher dose than in our previous study and tested in an optimized bolus-infusion PET design, ketamines occupancy of the SERT was below 10% and statistical testing revealed no significant difference in [C]DASB binding after administration of ketamine. Despite limitations, in particular that this is a healthy sample, this could be interpreted to mean that ketamine is unlikely to exert its antidepressant effects via SERT binding. Further trials are needed both to elucidate ketamines pharmacodynamics in humans in-vivo and to assess the potential benefits and safety of combining ketamine with frequently prescribed drugs such as selective serotonin reuptake inhibitors (SSRIs).Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)511039
Bildgebende Verfahren bei Keratokonus: Ein Vergleich zwischen Oculus Pentacam, Tomey Casia2 AS-OCT und Heidelberg Anterion AS-OCT
Hintergrund und Ziel: Der Keratokonus ist eine degenerative Erkrankung der Cornea, welche durch eine kegelförmige Protrusion der Hornhautmitte sowie Hornhautverdünnung gekennzeichnet ist. Die korrekte Vermessung der Cornea ist wichtig, um eine Progression frühzeitig zu erkennen und eine irreversible Sehverschlechterung aufgrund einer verspäteten Therapie mittels cornealem Collagen Crosslinking (CXL) zu verhindern. Ziel dieser Studie war es, die Reproduzierbarkeit dreier Messgeräte bei Keratokonus-Augen zu vergleichen. Zusätzlich wurden mehrere repetitive Bilder innerhalb einer imaging session mit jedem Gerät aufgenommen, um die Reproduzierbarkeit innerhalb des jeweiligen Messgeräts zu erfassen.
Patienten und Methoden: 25 Keratokonus-Augen wurden mittels Oculus Pentacam, Tomey Casia2-anterior segment (AS)-OCT und Heidelberg Anterion-AS-OCT untersucht. Bei allen StudienteilnehmerInnen wurde die Hornhaut 3 Mal nacheinander mit demselben Gerät vermessen. Dieser Prozess wurde mit jedem der Geräte wiederholt. Primäre Zielgrößen waren die Vergleichbarkeit und die Reproduzierbarkeit von (1) Ksteep, (2) Kflat, (3) mean K, (4) Kmax und der (5) Hornhautdicke an der dünnsten Stelle.
Resultate: Die höchste interne Reliabilität hatte Heidelberg Anterion-AS-OCT mit einer Re-Test-Reliabilität von zumindest .996 und einem mittleren Intraklassen-Korrelations-koeffizienten (ICC) von .999. Die Oculus Pentacam zeigte mit einem mittleren ICC der primären Zielgrößen von .980 eine deutlichere Unsicherheit als die anderen Messgeräte. Die meisten signifikanten Unterschiede konnten zwischen Oculus Pentacam und Tomey Casia2-AS-OCT beobachtet werden (Kflat, mean K, Kmax und Pachymetrie; p 0.001), während ein signifikanter Unterschied zwischen Oculus Pentacam und Heidelberg Anterion-AS-OCT (Kmax; p < 0.001) zu registrieren war. Kmax wies einen Koeffizienten der Reproduzierbarkeit (CR) von 3.24 zwischen Oculus Pentacam und Heidelberg Anterion-AS-OCT sowie einen CR von 5.32 zwischen Oculus Pentacam und Tomey Casia2-AS-OCT auf.
Schlussfolgerung: Aufgrund der sehr guten internen Reliabilität sind die einzelnen Geräte für den klinischen Alltag geeignet. Jedoch bestehen Abweichungen der Messwerte zwischen unterschiedlichen Geräte-Typen. So sollte für die Betrachtung einer Progression immer dasselbe Messgerät verwendet werden, da die Messwerte unterschiedlicher Geräte nicht gegeneinander austauschbar sind. Bezieht man sich auf den Grenzwert von 1 D zur Feststellung einer Keratokonus-Progression, so kann dieser im Falle der Oculus Pentacam um bis zu 1 D angehoben werden.Background and objectives: Keratoconus is a degenerative disease of the cornea, which is characterized by a cone-shaped protrusion of the central cornea and corneal thinning. Correct measurement of the cornea is important in order to recognize progression early and to prevent irreversible deterioration in vision due to delayed treatment with corneal collagen crosslinking (CXL). Therefore, knowledge of the current measurement methods is necessary. The aim of this study was to compare the reproducibility of three measuring devices in keratoconus eyes. In addition, several repetitive images were recorded with each device within an imaging session in order to test the reproducibility within the respective measuring device.
Patients and methods: 25 keratoconus eyes were examined using Oculus Pentacam, Tomey Casia2-anterior segment (AS)-OCT and Heidelberg Anterion-AS-OCT. The cornea of all subjects was measured 3 times in succession using the same device. This process was repeated with each of the devices. The primary objectives were the comparability and reproducibility of (1) ksteep, (2) kflat, (3) mean k, (4) kmax and (5) corneal thickness at the thinnest point.
Results: Heidelberg Anterion-AS-OCT had the highest internal reliability with a re-test reliability of at least .996 and a mean Intraclass Correlation Coefficient (ICC) of .999. With a mean ICC of .980, the Oculus Pentacam showed greater uncertainty than the other measuring devices. Most significant differences were observed between Oculus Pentacam and Tomey Casia2-AS-OCT (kflat, mean k, kmax and pachymetry; p 0.001), while there was only one significant difference between Oculus Pentacam and Heidelberg Anterion-AS-OCT (kmax; p < 0.001). Kmax had a reproducibility coefficient (CR) of 3.24 between Oculus Pentacam and Heidelberg Anterion-AS-OCT and a CR of 5.32 between Oculus Pentacam and Tomey Casia2-AS-OCT.
Conclusion: Due to the very good internal reliability, the individual devices are suitable for everyday clinical use. However, there are deviations in the measured values between different device types. Therefore, the same measuring device should always be used when considering a progression, since the measured values of different devices are not interchangeable. If one refers to the limit value of 1 D to determine a keratoconus progression, this can be increased by up to 1 D in the case of the Oculus Pentacam.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)512119
Contrast Agent-Induced Acute Kidney Injury after Implantation of Systems for Cardiac Resynchronization Therapy - a Retrospective Study at the Medical University of Vienna
Hintergrund: Die kardiale Resynchronisationstherapie (Cardiac Resynchronization Therapy, CRT) ist heutzutage eine der etablierten Standardmethoden zur Behandlung von Herzinsuffizienz, Linksschenkelblock und QRS Komplex Verbreiterung. Es werden CRT-P Geräte mit einer Pacemakerfunktion und CRT-D Modelle mit einer zusätzlichen Defibrillationsfunktion verwendet. Während der Implantation von Geräten zur CRT Behandlung wird Kontrastmittel eingesetzt um das Positionieren der Elektroden zu erleichtern. An der Universitätsklinik für Herzchirurgie an der Medizinischen Universität Wien wird hierfür Jopamiro ®, ein nichtionisches jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Die Verabreichung von Kontrastmittel kann zu kontrastmittel-assoziiertem akuten Nierenversagen (contrast-induced acute kidney injury, CI-AKI) führen und stellt eine der Komplikationen nach CRT Implantation dar. Kontrastmittel-assoziiertes akutes Nierenversagen erhöht die Mortalität und kann zu einem chronischen Nierenversagen führen.
Methoden: Es wurden retrospektiv alle PatientInnen, welche im Zeitraum von 2014 bis 2017 an der Universitätsklinik für Herzchirurgie, eine CRT Implantation mit Kontrastmittel hatten und den Einschlusskriterien entsprechen, in die Studie eingeschlossen. Kontrastmittel-assoziiertes akutes Nierenversagen wurde definiert als einen Anstieg des Serumkreatinins um 25% innerhalb von 72h. Auf Grund der zu erwartenden limitierten Anzahl an validen Datensätzen, wurden weitere Definitionen vorgenommen und miteinander verglichen. Ein Anstieg des Serumkreatinins um 50% innerhalb von 48h, und jeweils der Anstieg um 25% und 50% innerhalb von 7 Tagen werden zusätzlich analysiert.
Resultate: Die Studie umfasste 255 PatientInnen, davon 185 Männer und 70 Frauen. Die Inzidenz von CI-AKI war 5.5% (n=14). Es konnte ein signifikanter Unterschied im Langzeit-Überleben von PatientInnen mit CI-AKI gezeigt werden (HR 3.372, 95% CI 1.551-7.330, p=0.002). Die logistische Regression konnte keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Kontrastmittelvolumen und der Inzidenz von CI-AKI ermitteln (OR= 1.006, 95% CI 0.998-1.014, p=0.140). Das mittlere intraoperative verwendete Kontrastmittel war bei Patienten mit CI-AKI (70.2ml) nicht signifikant höher als bei Patienten ohne CI-AKI (53.0ml, p=0.237).
Konklusion: Die Inzidenz von kontrastmittel-assoziierten akuten Nierenversagen betrug 5.5% und erhöhte die Langzeit-Mortalität nach CRT Implantationen.Background: The implantation of Cardiac Resynchronization Therapy (CRT) devices is indicated for patients suffering from heart failure with impaired left ventricular function and wide QRS complex to regain the coordinated contraction of the left and right ventricle.[1,2] During the surgical implantation procedure, contrast media (CM) is used to facilitate the exact positioning of the left-ventricular electrode in the coronary sinus. Contrast induced acute kidney injury (CI-AKI) is a common complication after intravenous application of CM and a potential iatrogenic cause of acute kidney injury (AKI). Studies have shown that CI-AKI is associated with a higher risk of long-term adverse events, unclear of its exact pathophysiological background.
Objectives: The aim of this retrospective study was to analyze associations between intra-operatively administered CM and the incidence of AKI. The mortality after CRT implantation was observed as well.
Methods: Patients undergoing a CRT implantation with CM application at the Medical University of Vienna, between 2014 and 2017 are included in this study. The primary outcome is the post-operative rate of CI-AKI, defined as an increase of serum creatinine (SCr) by 50% from the baseline value within the first 48h. Due to a limited expected number of events in this study, an additional sensitivity analysis was performed, defining CI-AKI as an increase of SCr by 25% within the first 72h after exposure to CM. The secondary outcome is overall mortality during the follow-up period after CRT implantation.
Results: The study included 255 patients, 185 male and 70 female. The incidence of CI-AKI was 5.5% (n=14). The study showed a significant difference in long-term survival of patients, who developed CI-AKI (HR 3.372, 95% CI 1.551-7.330, p=0.002). Logistic regression could not demonstrate a significant relation between CM volume and CI-AKI (OR= 1.006, 95% CI 0.998-1.014, p=0.140). The median used CM volume was not statistically significantly higher in CI-AKI patients (70.2ml) than in patients with no CI-AKI (53.0ml, p=0.237).
Conclusion: The incidence of CI-AKI in CRT patients was 5.5% and lower than previously observed. Contrast-induced acute kidney injury is a rare complication after CRT implantations, however it is associated with an increased long-term mortality.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)512318
Effektivität des High Flow Nasal Oxygen beim Hypoxischen Lungenversagen. Eine Bizentrische Retrospektive Analyse
Hintergrund
High Flow Nasal Oxygen (HFNO) nimmt bei der respiratorischen Insuffizienz einen zentralen Stellenwert in der intensivmedizinischen Behandlung ein. Klare Richtlinien bezüglich ihrer Erfolgsevaluierung, ähnlich wie bei der Therapie mit nichtinvasiver Ventilation (NIV), wurden bis jetzt allerdings nicht definiert.
Ziel
Ziel der vorliegenden Arbeit war die retrospektive Ausarbeitung aller im angegebenen Zeitraum mittels HFNO therapierten PatientInnen aus zwei Intensivbehandlungsstationen österreichischer Krankenhäuser (Herzintensivstation der Inneren Medizin I des St. Josef Krankenhaues in Braunau und Intensivstation 13i2 der Universitätsklinik für Innere Medizin I in Wien). Vital- und Blutgaswerte zu Beginn und im Verlauf der Therapie wurden analysiert und Gründe für Ansprechen oder Versagen eruiert.
Methoden
PatientInnen, die HFNO post extubationem als Reintubationsprophylaxe erhielten (Gruppe A), wurden retrospektiv von solchen mit HFNO aufgrund anderer Indikationen (Gruppe B) unterschieden. Als Responder galten in beiden Gruppen jene, die nach HFNO entweder auf O2-Insufflation mittels Maske oder Nasensonde oder direkt auf Raumluftatmung wechselten. Maschinelle Beatmung oder NIV-Anwendung nach HFNO bzw. Tod unter laufender HFNO wurde als Non-Responding gewertet. Es wurden Vital- und Laborwerte inkl. arterieller Blutgasanalysen in Gruppe A 2h nach und 6h nach Therapiebeginn, in Gruppe B unmittelbar vor, 2h nach und 6h nach Therapiebeginn registriert und verglichen.
Resultate
Im Studienzeitraum (2014-2017) wurden 127 PatientInnen eingeschlossen. In Gruppe A (n=48) fanden sich zwischen Respondern und Non-Respondern keine signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Messzeitpunkten. In Gruppe B (n= 79) zeigten Non-Responder keine signifikanten Unterschiede zwischen den einzelnen Messzeitpunkten während Responder 2h nach Beginn der HFNO signifikant (p<0.05) höhere SpO2 (Median [IQR]: 94% [90-96] vs. 91% [87-93]), PaO2 (68mmHg [62-79] vs. 60mmHg [55-69]) und pH-Werte (7.4 [7.36-7.44] vs. 7.39 [7.32-7.43]) sowie eine Reduktion von Atemfrequenz (21 1/Min [17-27] vs. 24 l/Min [20-28]), Herzfrequenz (84/Min [72-92] vs. 87/Min [78-97]) und PaCO2 (41mmHg [35-53] vs. 46mmHg [37-58]) als vor Therapiebeginn aufwiesen.
Conclusio
Fehlende Verbesserung von Gasaustausch und Atemarbeit innerhalb von 2h nach Therapiebeginn kann als möglicher Hinweis für HFNO-Non-Responding in Betracht gezogen werden.Background
High flow nasal oxygen (HFNO) is a central component in intensive care treatment of patients with respiratory insufficency. Clear guidelines regarding the early evaluation of success, similar to the therapy with non-invasive ventilation (NIV), have not been defined yet.
Aim
The aim of this present thesis is the retrospective analysis of patients treated with HFNO during the time period of 2014-2017 in two Austrian intensive care units (Medical ICU, St. Josephs Hospital, Braunau and ICU 13i2, General Hospital Vienna / Medical University of Vienna). Vital signs and laboratory results including blood gas analyses were collected during HFNO therapy and analysed for possible predictors of HFNO failure or responding.
Methods
Patients receiving HFNO post extubationem were seperately analysed (group A). Patients receiving HFNO due to all other reasons were assigned to group B. Patients ultimately changed from HFNO to room air or O2 application via Venturi mask and standard nasal cannula, respectively, were considered responders. Escalation to intubation and mechanical ventilation or NIV as well as death was regarded as non-responding. Vital signs and laboratory values were collected before (baseline), 2h after and 6h after HFNO initiation.
Results
During the time period (2014-2017) 127 patients treated with HFNO were registred. In group A (n=48) we found no significant differences between the respecitve points in time after therapy initiation. In group B (n= 79) non-responder showed no significant changes during the observation period. Group B responder showed significantly (p<0.05) increased SpO2 (median [IQR]: 94% [90-96] vs. 91% [87-93]), PaO2 (68mmHg [62-79] vs. 60mmHg [55-69]) and pH (7.4 [7.36-7.44] vs. 7.39 [7.32-7.43]) as well as a reduction of respiratory rate (21 l/ Min [17-27] vs. 24 l/Min [20-28]), heart rate (84/Min [72-92] vs. 87/Min [78-97]) and PaCO2 (41mmHg [35-53] vs. 46mmHg [37-58]) 2h after HFNO therapy initiation in comparison to baseline.
Conclusio
No improvement of gas exchange or respiratory drive within 2h after HFNO initiation could be considered as a possible hint for HFNO non responding.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)520242
Association of severity of symptoms with functional and morphological parameters in Raynauds phenomenon : A pilot study
Hintergrund: Obwohl es zahlreiche Untersuchungen zum Raynaud Phänomen gibt, existieren wenige Daten über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem subjektiven Schweregrad der Symptome und Kapillar- sowie Temperaturveränderungen der Haut. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob ein Zusammenhang, zwischen dem Schweregrad der von den Patienten subjektiv wahrgenommenen Beschwerden und objektivierbaren Veränderungen in der Kapillarmikroskopie und in der Infrarotthermographie, besteht.
Methoden: Insgesamt wurden 22 Patienten mit Raynaud Phänomen in die Studie eingeschlossen. Jeder Patient führte für 2 Wochen ein Anfallstagebuch, in welchem die Häufigkeit, Dauer und die Intensität der Attacken festgehalten wurde. Zusätzlich erhielt jeder Patient eine Kapillarmikroskopie, um mikrovaskuläre Veränderungen in der Architektur der Kapillaren zu erheben sowie eine Thermographie, um die Hauttemperatur der Finger zu beurteilen. Eine Korrelationsanalyse zwischen der Anzahl der Kapillarabnormalitäten sowie den Parametern der Thermographie und der Häufigkeit, Dauer sowie der Schwere der Attacken wurde berechnet.
Ergebnisse: Es konnte keine signifikante Korrelation zwischen der Anzahl der Kapillarabnormalitäten und der Häufigkeit (Pearson Korrelation r = -0.072, p = 0.756), Dauer (Pearson r = 0.239, p = 0.391) sowie Schwere der Attacken (Pearson r = -0.201, p = 0.456) festgestellt werden. Im Gegensatz dazu zeigte eine weitere Korrelationsanalyse einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen den Werten der Ausgangstemperatur der Thermographie und der Häufigkeit (rechte Hand: Pearson r = 0.447, p = 0.042, linke Hand: Pearson r = 0.438, p = 0.047), jedoch nicht für die Dauer und Schwere der Attacken. Weiters ergab die Korrelationsanalyse zwischen Temperaturwerten nach Kälteprovokation und der Häufigkeit (rechte Hand: Pearson r = 0.797, p = 0.006, linke Hand: r = 0.822, p = 0.004), im Gegensatz zu Dauer und Schwere der Attacken, eine positive Korrelation. Ebenfalls konnte kein Zusammenhang zwischen Temperaturen nach Erwärmung und Raynaud Symptomen gefunden werden.
Konklusion: Es konnte kein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kapillarabnormalitäten sowie der Häufigkeit, Dauer und der Schwere der Attacken festgestellt werden. Gegensätzlich dazu wurde ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Attacken und den Ausgangswerten sowie der Hauttemperaturen nach Kälteprovokation beobachtet.Background: Although Raynauds phenomenon is a constantly explored disease, data on the association between the severity of attacks and quantifiable changes in capillary patterns or skin temperatures are scarce. The aim of this investigation was to assess associations between the subjective severity of Raynaud attacks and nailfold capillary patterns as well as infrared thermography findings.
Methods: 22 patients with Raynauds phenomenon were included in this study. Each patient kept a diary for two weeks noting the frequency, duration and severity of attacks. Additionally, patients underwent nailfold capillaroscopy to evaluate the microvascular architecture and infrared thermography to measure the skin temperature of patients fingers. Compiled data were analysed regarding demographics. An association between number of capillary aberrations together with parameters of infrared thermography and the frequency, duration as well as severity of attacks was calculated.
Results: No significant correlation was found between the number of capillary aberrations and the frequency (Pearson correlation r = -0.072, p = 0.756), duration (Pearson r = 0.239, p = 0.391) or severity of attacks (Pearson r = -0.201, p = 0.456). Correlation analysis showed a significant positive linear correlation between baseline skin temperature and frequency of attacks (Pearson right hand: r = 0.447, p = 0.042, left hand: r = 0.438, p = 0.047) but not for duration or severity. Further, a significant positive correlation was found between skin temperature after cold provocation and frequency (not duration or severity) of attacks for patients right hand (Pearson r = 0.797, p = 0.006) as well as for the left hand (r = 0.822, p = 0.004). No significant correlation was found between skin temperature after rewarming period and frequency, as well as duration or severity of attacks.
Conclusion: As main findings we did not observe any significant correlations between the number of capillary aberrations and frequency, duration as well as severity of attacks. On the contrary, a positive correlation between the frequency of attacks and both baseline skin temperature and skin temperature after cold provocation could be stated.Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersArbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)509087
Einfluss von Migration auf die Entwicklung von Gestationsdiabetes mit besonderem Fokus auf die Unterschiede zwischen der MENA-Region und Europa
Aktueller Wissensstand: Gestationsdiabetes ist eine bekannte Stoffwechselkomplikation in der Schwangerschaft. Definiert wird diese Erkrankung als eine Glukosestoffwechselstörung, die erstmals in der Schwangerschaft mittels oraler Glukosetoleranztestung diagnostiziert wird, wobei ein präkonzeptionell bestehender Diabetes mellitus ausgeschlossen werden muss. Abhängig von der untersuchten Population und den Diagnosekriterien betrifft die Erkrankung 1-14% aller Schwangerschaften und ist für über 90% der diabetischen Komplikationen in der Schwangerschaft ursächlich. Das Ziel dieser Studie war die Einschätzung des Einflusses von Migration auf die Entwicklung von Gestationsdiabetes und die Darstellung der Unterschiede zwischen schwangeren Patientinnen aus der MENA Region und Europa. Die MENA Region umfasst die Länder des Nahen Ostens und Nord Afrikas inklusive der Türkei.
Methodik: Die Studie war eine prospektive Kohortenstudie mit 937 Patientinnen. Schwangere Frauen (vor 16.SSW) wurden fortlaufend unter den Frauen in der Schwangerenambulanz im AKH Wien rekrutiert. Nach der Zusammenfassung der Daten wurden diese deskriptiv ausgewertet und anschließend statistisch hinsichtlich der Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit zwischen Migrantinnen und Einheimischen und zwischen der MENA und Europa Gruppe ausgewertet.
Ergebnisse: Die Prävalenz von Gestationsdiabetes in dieser Studie betrug 21,2%. Es wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen Gestationsdiabetes und Migration festgestellt (Migrantinnen vs. Österreicherinnen 25% vs. 15%; p<0,001). Die Datenanalyse ergab bei Migrantinnen trotz Adjustierung des Alters und des BMIs eine um 79,1% höhere Chance an Gestationsdiabetes zu erkranken. Zusätzlich hatten erkrankte Migrantinnen einen signifikant höheren Bedarf an medikamentöser Therapie. Aus dem Vergleich zwischen MENA und Europa resultierte ein signifikanter Zusammenhang zwischen MENA und Gestationsdiabetes (MENA vs. Europa 28% vs. 18%; p<0,001). Der Bedarf an medikamentöser Behandlung der Erkrankung war in der MENA Gruppe ebenfalls signifikant höher. Nach Adjustierung des Alters und des BMIs hatten Schwangere aus der MENA Gruppe eine um 74,3% höhere Chance an Gestationsdiabetes zu erkranken als Schwangere aus Europa.Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2020(VLID)511375