GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Wie Ingenieur_innen ihren Alltag gestalten

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    In einer qualitativen Studie werden, basierend auf 21 problemzentrierten Interviews und im Rückgriff auf ungleichheits- und intersektionalitätstheoretische Ansätze der Sozialwissenschaften, die Auswirkungen gesellschaftlicher Prekarisierungsprozesse auf die Berufsgruppe der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland untersucht. Anhand von empirisch herausgearbeiteten Interessentypen wird analysiert, wie sich prekäre Privilegien im Alltag von Ingenieur_innen auswirken und wie sich die Ingenieur_innen in Spannungsfeldern zwischen eigenen Wünschen und gesellschaftlichen Bedingungen positionieren. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Arbeits- und Geschlechterforschung bewertet

    „There is an ‚I’ in LGBT*QI*” : Inter* als kritischer Spiegel für Queer Theory

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    The LGBT*QI*-acronym is used especially in queer theory and practice with all good intentions. In this article, I argue that subsuming Inter* under umbrella terms referring to queer identities necessarily falls short. While the abbreviation LGBT*Q addresses different sexualities and gender identities, the Inter* movement rather negotiates problematic medical treatment of bodies which were identified as intersexed. Surgical and hormonal interventions seek to disambiguate the intersexed body by assigning a person’s identity as either male or female. The emerging self is by no means male or female, though neither is their body. Instead, Inter* biographies contain narratives about the alienated, aching, and traumatized body as a mediator in the process of subjectivation and self-perception. I try to do justice to the inter*-phenomenon by doing a grounded queer theory. I conclude that connecting Butler’s queer theory and Fausto-Sterling’s concept of embodiment allows for a reflection on the role of empirical material in queer research – and to develop an approach that can be termed fleshier queer studies

    Eine anerkennungstheoretische Perspektive auf die Matrix Erwerbsarbeit, Care-Verhältnisse und Geschlechternormen

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    Berufsorientierung, Geschlechterverhältnisse, Erwerbsarbeit und Care-Verhältnisse beschreiben eine Matrix, innerhalb derer gesellschaftliche Hierarchien ausgehandelt werden. Individuen sind gefordert, innerhalb dieser Hierarchien Selbstentwürfe zu gestalten. Der vorliegende Beitrag schlägt vor, diese Selbstbildungsprozesse annerkennungstheoretisch zu analysieren und legt dabei den Fokus auf Anerkennungspraktiken. Dazu wird das Konzept von Anerkennungspraktiken theoretisch entwickelt und empirisch angewendet. In biographischen Erzählungen von Chirurg_innen und Friseur_innen, die in vergeschlechtlichten und hierarchisch weit auseinander liegenden Berufen tätig sind, werden Anerkennungspraktiken rekonstruiert. Diese haben unterschiedliche und hierarchisierte Subjektpositionen zur Folge, die für die Individuen jeweils Handlungsbeschränkungen darstellen, aber auch Chancen zur Selbstermächtigung bieten. Hierin wird deutlich, wie Hierarchien in konkrete Praktiken des Selbst einfließen.Mother, bad mother, rebel, surgeon – critical positioning between subjection and empowerment The matrix of work, care and gender norms with a theoretical perspective of recognition Abstract: Occupational orientation, gender, work and care build up a matrix of social hier- archies. Individuals are forced to create a perspective of their Self within those intersected social hierarchies. This article focusses on selfbuilding processes in this field with a theo- retical framework of recognition and, more specifically, recognition understood as a form of social practice. On the empirical base of biographical narratives of male and female surgeons and hairdressers, social practices of recognition are being reconstructed by analyzing which different hierarchical social positions are gathered. The theoretical and empirical analysis shows that different hierarchical positions are being constructed and both of them imply moments of constraints as well as moments of empowerment. This results underline that social hierarchies need to be seen as relevant parts of selfbuilding processes

    Vorschlag zur Reform der Minijobs

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    Schwerpunkt der Expertise ist, Probleme der geringfügigen Beschäftigung, die für eine Änderung der Regelungen sprechen, herauszuarbeiten und mögliche Reformoptionen aufzuzeigen. Die Expertise gliedert sich wie folgt: Zunächst wird die Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung in den letzten Jahren beschrieben und die Struktur der Minijobber/innen sowie ihre Tätigkeitsschwerpunkte und Branchenzugehörigkeit untersucht (Abschnitt 2). Anschließend stehen die zahlreichen Probleme dieser Beschäftigungsform im Mittelpunkt, die sich aus rechtlichen und faktischen Fehlanreizen ergeben (Abschnitt 3). Anschließend werden die Argumente der „bunten Allianz“, die sich in der jüngeren Vergangenheit für eine Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung ausgesprochen hat, beschrieben (Abschnitt 4). In Abschnitt 5 stehen unsere Vorschläge zur Reform der geringfügigen Beschäftigung im Mittelpunkt. Wir gehen dabei auch auf die Besonderheiten einzelner Zielgruppen ein. Abschließend fassen wir unsere Ergebnisse und Reformüberlegungen zusammen (Abschnitt 6)

    MGTOW (Men Going Their Own Way)

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    Der Kampf um Macht: Historische Frauenbewegungen in Russland und Großbritannien im Vergleich

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    Der als vergleichende Studie angelegte Beitrag fokussiert die historische russische und britische Frauenbewegung mit dem beginnenden 20. Jahrhundert bis zum ersten Weltkrieg. Zu den Hauptthemen der beiden Frauenbewegungen gehörten der gleichberechtigte Zugang zu Bildung und Erwerbsarbeit, die Erlangung allgemeiner ziviler Rechte und der Kampf um politische Partizipation. Die jeweiligen nationalen Kontexte unterschieden sich deutlich in ihren politischen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen, was zu spezifischen Ausprägungen im Feld der sozialen Bewegungen führte. Nichtsdestotrotz lassen sich auch Gemeinsamkeiten bezüglich der Forderungen, Protestformen und Mobilisierung aufzeigen. Auf der Basis einer „most-different-case selection“ wird in dieser Studie systematisch diesen Unterschieden und Gemeinsamkeiten auf den Grund gegangen, um weiterführend Prozessen von Machtgenerierung und Ermächtigung nachzuspüren

    Engel der Geschichte. Ein Rückblick auf die Zukunft feministischer Politikwissenschaft

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    Festrede anlässlich des Symposiums „Kritischem Denken Raum geben. 20 Jahre Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft“ am 30. Juni 2017 im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschun

    The values of being in design: Towards a feminist design ontology

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    This article critiques the way in which contemporary western design ontology is constructed, why this affects conceptions of female creative practice and how this impacts on women’s lives. Starting with a personal account of educating female designers, the article aims to unpack the different ways in which ontologically invisible patriarchal and capitalist value systems act on us as designers, aided by processes of embodiment which are essential to design practice. It calls for the “dedesigning” of our ontology as designers through feminist epistemologies and practices which keep questions about transformations, futured by design, in a state of critical plasticity by attending to sociopolitical, socio-economical and ecological ethics whilst keeping issues of gender exclusion at its core

    Die „gute Geburt“ – Ergebnis richtiger Entscheidungen? Zur Kritik des gegenwärtigen Selbstbestimmungsdiskurses vor dem Hintergrund der Ökonomisierung des Geburtshilfesystems

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    Selbstbestimmung, informed choice und informed consent sind zu Schlüsselbegriffen in der Geburtshilfe avanciert. Dabei fällt die Popularität des gegenwärtigen Selbstbestimmungsdiskurses in eine Zeit, in der die Geburtshilfe im Zeichen der neoliberalen Ökonomisierung einem tiefgreifenden Wandel unterliegt, der sich u. a. in einer deutlichen Verschlechterung der strukturellen Rahmenbedingungen der Versorgungsqualität von schwangeren und gebärenden Frauen und in einer Abwertung von somatisch-beziehungsorientierten Momenten von Geburtsbegleitung zeigt. Der Beitrag untersucht, welche Bedeutungsverschiebungen das Verständnis von Selbstbestimmung durchlaufen und welche Effekte dies aktuell für schwangere und gebärende Frauen in der Geburtshilfe hat. Gezeigt wird, dass und wie der derzeitige Selbstbestimmungsdiskurs in der Geburtshilfe dazu beiträgt, die Verantwortung für das Gelingen einer ‚guten‘ Geburt auf die Frauen zu verschieben und gleichzeitig den Verlust jener somatisch-beziehungsorientierten Bedingungen, auf die es für eine gute Geburtshilfe ankommt, zu legitimieren. Im Beitrag wird dafür plädiert, Selbstbestimmung nicht länger als Frage der Information, der Vorbereitung und der Entscheidung zu verstehen, sondern als Frage der Befähigung zu Urteilskraft, die Momente der Angewiesenheit, Achtsamkeit, Fürsorge, Schmerz, Angst, aber auch Kraft, Lust und Freude einschließen kann

    Rainbows of Resistance : LGBTQ Pride Parades Contesting Space in Post-Conflict Belfast

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    The article seeks to demonstrate how marchers in the annual LGBTQ Pride Parade strategically contest and reclaim heteronormative public spaces in Belfast, Northern Ireland. There is an exploration of participants adapting transnational symbolic representations and discourses to the distinct national-local cultural milieu in which they are scripted and performed. The discursive frames, symbols, and performances of Belfast Pride are compared to those of sectarian parades in the city. The subaltern spatial performances and symbolic representations of Belfast Pride are depicted as confronting a universalized set of heteronormative discourses involving sexuality and gender identity, while at the same time contesting a particularized set of dominant local-national discourses related to both ethnonational sectarianism and religious fundamentalism in Northern Ireland

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