GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Wie defamilisierend ist der Kita-Ausbau? Zum Verhältnis zwischen impliziten Theorien lokaler AkteurInnen und der lokalen Varianz der Kinderbetreuungsquote

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    Einen wesentlichen Wandel hat die Familienpolitik in den vergangenen Jahren durch das sogenannte Kinderförderungsgesetz (KiföG) vollzogen. Dieses Bundesgesetz sieht einen bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige vor. Die Umsetzung fällt den Kommunen zu, die unterschiedlich mit dieser Herausforderung umgehen. In dem Beitrag wird die lokale Varianz in der Kinderbetreuungsquote als Ausdruck unterschiedlicher Vorstellungen zur Kinderbetreuung analysiert. Der Beitrag zeigt auf, wie implizite Theorien lokaler AkteurInnen Deutungsmacht über die lokale Kinderbetreuungspolitik entfalten. Hierbei wurde die Bildung eines Konsenses der lokalen AkteurInnen über die impliziten Theorien festgestellt. Entlang dieser impliziten Theorien entwickeln die untersuchten vier Kommunen eigenständige kinderbetreuungspolitische Profile, die entlang der von Leitner weiterentwickelten Familialismus-Typologie von Esping-Andersen verortet werden. Der Beitrag verdeutlicht, dass lokalspezifische Übersetzungen von einheitlichen übergeordneten Vorgaben unterschiedliche (de)familialistische Profile auf kommunaler Ebene hervorbringen

    Gleichberechtigung und partnerschaftliche Weiterbildung

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    Die Expertise befragt aktuelle Studien und Förderungsinstrumente dahingehend, ob eine gleichberechtigte und partnerschaftliche Teilhabe an beruflicher und betrieblicher Weiterbildung für Frauen und Männern gleichermaßen ermöglicht wird und kommt zu dem Ergebnis, dass dies weiterhin nicht der Fall ist. Insbesondere hinsichtlich der Teilnahme von Frauen an betrieblicher Weiterbildung klafft nach wie vor zu Ungunsten von Frauen eine Lücke zwischen den Teilnahmequoten und Teilnahmemöglichkeiten von Männern und Frauen. Es lassen sich verallgemeinert drei Erklärungsansätze ausmachen, die dieses ungleiche Verhältnis zu erklären versuchen und eine systematische Benachteiligung identifizieren: Betriebliche Benachteiligung, familiäre/gesellschaftliche Benachteiligung und individuelle Begründungsmuster für eine Nichtteilnahme. Im Rahmen der Expertise werden zwei Szenarien zum Umgang mit der explizierten, systematischen Benachteiligung entwickelt, die sich entlang von vier Determinanten differenzieren lassen: lang- und kurzfristige Maßnahmen sowie Maßnahmen, die explizit als Aufgabe der Weiterbildung identifiziert werden können (z.B. in Form von zielgruppenorientierter, innovativ ausgestalteter Angebotsentwicklung, Professionalisierung des Personals, etc.) und Aufgaben, die außerhalb der Möglichkeiten von Weiterbildung und damit stärker in den Händen politischer Akteure liegen, wie zum Beispiel Aufwertungen von Branchen, Anreizsysteme für Betriebe, Kopplung und Vernetzung von Förderungsstrukturen

    Gender Budgeting in deutschen Bundesländern

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    Arbeiten im sozialinvestiven Sozialstaat: Die Inwertsetzung der Arbeit in Kitas und in der Kindertagespflege

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    Der Beitrag untersucht die Auswirkungen jüngster sozialinvestiver Politiken in Kitas und Kindertagespflege in Deutschland. Im Zuge des Ausbaus der Betreuungsplätze lässt sich eine ambivalente Inwertsetzung dieser Tätigkeitsbereiche feststellen, in der austeritätspolitische Maßnahmen Qualitätsverbesserungen zuwiderlaufen. Die Beschäftigten profitieren hiervon materiell nur bedingt. Die Inwertsetzung dieser vergeschlechtlichten Care-Sektoren vollzieht sich in Auseinandersetzung mit der ihr historisch vorgelagerten Entwertung von Care

    Wie subsidiär ist (der) ‚Care‘(-Diskurs)?

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    Der Beitrag skizziert die Breite, aber auch die Funktionalität der Verwendung von ‚Care‘ im deutschsprachigen Raum, um diese diskurskritisch zu analysieren. Wir stellen die Frage, wie subsidiär der ‚Care'-Diskurs selbst ist, um darauf aufmerksam zu machen, dass zum einen eines der impliziten, hegemonialen Denkmuster des Care-Diskurses u.a. darin besteht, ‚Care‘ trotz seiner vielfältigen Erscheinungsformen auf (tauschökonomische) Reziprozität zu reduzieren. Zum anderen werden analoge Verschiebungen in Bezug auf das Prädikat ‚sozialinvestiv‘ und die Funktion von ‚Care‘ im sozialphilosophischen Zusammenhang gezeigt, wo ‚Care‘ eine komplementäre, aber untergeordnete Funktion in Gerechtigkeitskonzeptionen zugeschrieben wird. Abschließend plädieren wir dafür, ‚Care‘ begrifflich so zu erweitern, dass seine Bedeutung über das tauschökonomische Paradigma hinausweisen kann

    Grenzziehungsprozesse von Migrantinnen beim Zugang zum Sport in interkulturellen Vereinen

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    Im europäischen Raum wird ein hoher Anteil an Migrantinnen insbesondere aus den Herkunftsregionen Südosteuropa, Afrika, Südamerika sowie Asien konstatiert, die sportlich inaktiv und in Sportvereinen deutlich unterrepräsentiert sind. Sowohl in der Migrationsforschung als auch in der sportbezogenen Integrationsforschung wird bislang weitgehend vernachlässigt, dass Migrantinnen auch durch interkulturelle Vereine mit Bewegungsangeboten in den Sport integriert werden. Dieser Artikel untersucht ethnische und geschlechtsbezogene Grenzziehungsprozesse hinsichtlich der Sportpartizipation von Migrantinnen. Die Resultate einer Fallstudie in einem interkulturellen Verein in der Schweiz indizieren vielfältige veränderliche, durchlässige und miteinander verwobene Grenzziehungsprozesse. Diese können jedoch durch bedarfsgerechte Angebotsstrukturen und eine integrationsförderliche Kultur im Verein reduziert werden. Abschließend werden Empfehlungen für die Forschung und die Sportpraxis im Bereich sportbezogener Integration vorgelegt

    Egalitäre Geschlechterverhältnisse in Familien und mütterliche Erwerbstätigkeit : Potenziale einer in der Paarbeziehung geteilten Elternschaft Erfahrungen von Müttern, Vätern, Töchtern und Söhnen

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    Auf der Basis einer qualitativ-empirischen Studie zu Familien, in denen sich die Eltern von Anbeginn an die Verantwortung und Zuständigkeit für die anfallenden Arbeiten – Betreuung und Versorgung der Kinder sowie Hausarbeiten – geteilt haben, werden die Potenziale dargestellt, die eine solche Lebensform für Teilhabe- und Entwicklungschancen beider Geschlechter sowie für die Veränderung tradierter elterlicher Rollen- und Geschlechterkonstruktionen haben kann

    Method(olog)ische und forschungspraktische Überlegungen

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    Paarinterviews erlauben die Erfassung von Interaktionen, Aushandlungen,Performances und Präsentationen des Paares und als Paar in situ. Sie liefern Einblicke in diekonkrete Paarpraxis und in die Darstellung der Praxis im Interview als doing couple, aber auch alsdoing gender, doing family, doing recognition oder doing inequality. Mit dem Blick auf Individuen inPaarbeziehungen mittels Paarinterviews können Macht- und Ungleichheitsverhältnisse im Paarsowie die Prozesshaftigkeit und Dynamik des Sozialen ausschnitthaft beobachtet werden.Paarinterviews werden in der nichtstandardisierten Sozialforschung zunehmend, jedoch weitausseltener als Einzelinterviews verwendet. Bisher gibt es im deutschsprachigen Raum kaumsystematische methodische und methodologische Überlegungen zum gemeinsamen Paarinterview.Basierend auf der Fassung von Paarbeziehungen als Realität sui generis und als eigenständigemAnalysegegenstand zeigen wir - verortet im interpretativen Paradigma - Erkenntnisinteressen,Anwendungsbereiche und Stärken von Paarinterviews für die soziologische Paarforschung auf.Zudem präsentieren wir neben ausgewählten soziologischen Paarforschungen methodischeAspekte der Durchführung und Anwendung, method(olog)ische Grenzen von und offenemethod(olog)ische Fragen zum Paarinterview (nicht nur) in der soziologischen Paarforschung

    The Performative Force of Cultural Products : Subject Positions and Desires Emerging From Engagement with the Manga <em>Boys’ Love</em> and <em>Yaoi</em>.

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    This article deals with questions about the performative power of cultural products that travel the world. The Japanese manga genre Boys’ Love and Yaoi has gained a broad readership outside of Japan during recent decades. This has cultivated an image of Japan as sexually radical and ‘as more than Japan’, something which has produced alternative subject positions and practises regarding gender and sexuality among Swedish Boys’ Love/Yaoi followers. With the help of the concept hyperreality and elaborations on materiality within feminist theories, this article discusses: Which images of Japan and Sweden are produced as manga Boys’ Love/Yaoi – as cultural products – travel from Japan to Sweden? Which subject positions and forms of desires emerge? In order to understand how cultural products create new subjectivities, images and desires, we also ask: What can a sharper focus on materiality and the agency of matter add to the understanding of the concept of hyperreality and the construction of new realities? We argue that embodied experiences of certain subject positions and desires challenge the idea of the hyperreal as a surface phenomenon. Further, the article shows how the image of “Japan” is often coloured by the desires that West cultivates about the ‘other’

    (Neue) LiebesOrdnungen : Queer-Feministische Perspektiven in der Hochschullehre ; Französische und Italienische Literaturwissenschaft in der Lehramtsausbildung

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    Gender Mainstreaming and Diversity Management have long been discussed in university politics. However, the implementation of gender equality and diversity concepts are still based on gender binary and non-holistic approaches and are often restrained to improve human resources. This article aims at showing how Gender Mainstreaming and Diversity Management can firstly benefit from a queer-feminist input and secondly, how these perspectives can be integrated not only into the administration of students and employees, but foremost at the content level of curricula and research, especially with teaching students. Focussing on (Romance) literary and cultural studies, the paper didacticizes and reflects on the role of literature classes for promoting gender-reflective and discrimination-critical teaching. The presentation and analysis of a seminar on “(New) Orders of Love in French and Italian Literature” will serve as an example

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