GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Blockierter Kulturwandel: Geschlechterpolitik im Finanzmarktkapitalismus

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    Der Beitrag fragt auf der Basis einer empirischen Fallstudie in der Landesbank Berlin nach Ansatzpunkten und Barrieren für die Durchsetzung von mehr Geschlechtergerechtigkeit im Bankensektor. In einer integralen Perspektive auf Erwerbsarbeit und Leben werden sowohl strukturelle Bedingungen betrieblicher Gleichstellungspolitik und Organisationsentwicklung als auch Geschlechterarrangements und subjektive Handlungsorientierungen der von uns befragten Führungskräfte rekonstruiert. Unsere These lautet, dass insbesondere weibliche, zunehmend aber auch jüngere männliche Führungskräfte eine „reflexive Karriereorientierung“ ausbilden, innerhalb derer ein stärker egalitäres Geschlechterverhältnis sowie persönliche Gestaltungsspielräume in- und außerhalb der Erwerbsarbeit eingefordert werden. Daraus könnten neue Interessenkoalitionen für eine bessere betriebliche Anerkennung von Reproduktionsbedürfnissen erwachsen. Allerdings bleiben diese geschlechterpolitischen Potenziale angesichts des hohen Rendite- und Kostendrucks im chronisch krisenhaften Finanzmarktkapitalismus bisher blockiert

    Was hat Überwachung mit Sex und Gender zu tun?

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    mit einem Exkurs zu Frauenerwerbstätigkeit und Digitalisierung

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    Die Anzeichen mehren sich, dass Beschäftigung und Arbeitsmärkte von frühindustrialisierten Gesellschaften wie Deutschland in den nächsten Jahrzehnten zunehmend von Arbeiten geprägt sein werden, die traditionell mehrheitlich als weibliche Beschäftigungsdomänen konnotiert sind. Zugrunde liegen dieser Entwicklung langfristig wirkende und miteinander verknüpfte Veränderungsprozesse des sektoralen Strukturwandels in Wirtschaft und Beschäftigung, der gesellschaftlichen Lebens- und Haushaltsformen sowie der Bildungsexpansion. Der langfristige Entwicklungszusammenhang von sektoralem Strukturwandel, Veränderung der Berufsprofile in Richtung auf erhöhte kognitive und kommunikative Kompetenzen und Anstieg des durchschnittlichen Wissens- und Qualifikationsniveaus von Schulabsolventinnen und -absolventen hat bereits jetzt die Position weiblicher Erwerbspersonen im Beschäftigungssystem gestärkt und wird dies in Zukunft noch mehr tun – ohne dass sich damit allerdings die vielfältigen in der Vergangenheit aufgebauten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten im Beschäftigungssystem zu Ungunsten der Frauen automatisch auflösten. Politisches Handeln zur Herstellung von gleichen Bedingungen und Entwicklungschancen in der Erwerbstätigkeit für Frauen bleibt also aktuell. Es könnte aus einem doppelten Grund Rückenwind erhalten: zum einen aus den benannten und weiter laufenden Tendenzen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels. Zum anderen weil es sich angesichts der demografischen Entwicklung und der bereits sichtbaren Fachkräfteengpässe immer mehr verbietet, das weibliche Arbeitskräftepotential nicht voll zur Entfaltung kommen zu lassen. Die widersprüchliche Dynamik von struktureller Begünstigung und institutioneller Benachteiligung weiblicher Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarktteilhabe wird in der Expertise anhand einerseits von quantitativen Daten zur bisherigen Entwicklung der Erwerbsarbeit nach Geschlechterdifferenzen, Beschäftigungsformen, berufs- und qualifikationsstrukturellen Merkmalen sowie Projektionen zur Entwicklung des Beschäftigungssystems bis 2030 erörtert (Kapitel 2) und auf die fortbestehenden Ungleichheiten in den Beschäftigungsverhältnissen von Frauen hin analysiert (Kapitel 3). Andererseits werden zur genaueren Bestimmung der Mikrostruktur der Tätigkeiten, Berufsprofile und Arbeitssituationen in den quantitativ stärksten weiblichen Beschäftigungsfeldern qualitative Studien herangezogen (Kapitel 4). Der Schwerpunkt liegt dabei auf den personenbezogenen Dienstleistungstätigkeiten, die das Hauptfeld qualifizierter weiblicher Erwerbsarbeit bilden. Für die Analyse der Bedeutung der Digitalisierung für die (zumeist von Frauen ausgeübten) personenbezogenen Dienstleistungstätigkeiten werden in einem Exkurs zwei Beschäftigungsfelder, in denen weibliche Arbeitskräfte dominieren – Einzelhandel und Pflegedienste – in monografischer Form herangezogen (Kapitel 5), da eine flächendeckende Analyse der Digitalisierung weiblicher Beschäftigung den Rahmen einer zeitlich eng begrenzten Expertise gesprengt hätte. Hier bleibt viel Forschungsarbeit. Für die quantitative Analyse werden – je nach Fragestellung – unterschiedliche Datenquelle herangezogen, deren Begrifflichkeiten nicht unmittelbar miteinander kompatibel sind. Aus dem Argumentationskontext wird ihr spezifischer Bedeutungsgehalt einsichtig und lassen sich auch mögliche Diskrepanzen in Daten an ihrem Aussagewert einschätzen

    Eating Disordered Thinking in Jenny Saville’s Plan and Propped

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    Jenny Saville’s early paintings of fat, female nudes, as exemplified by Plan (1993) and Propped (1992) achieved an almost instant notoriety, in part due to the openly feminist intentions Saville claimed for her otherwise traditional subject matter. Critics tend to either laud the works as celebrations of fatness or provide feminist readings of the nudes as troubling societal body standards. However, none of these authors question that the women depicted are fat. I argue that critics conflate size and scale in these paintings, demonstrating their absorption of society’s increasingly stringent beauty norms. The paintings also reveal Saville’s own ambivalent attitude toward fatness, as well as contemporary anxiety about the fat body

    Negotiating identities through the ‘cultural practice’ of labia elongation among urban Shona women and men in contemporary Zimbabwe

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    Dominant Eurocentric discourses on African traditional cultural practices linked to sexuality construct these practices as retrogressive for women in these localities. These discourses take the form of women and sexual rights promoted by some women activists and scholars, whose work mainly focuses on the so-called traditional rural women as victims of these gendered sexual practices. In many ways, such approaches manufacture and exaggerate differences between Western and African women, while reproducing colonial discourses that construct Africans as backward. This article interrogates the modern-traditional binary which underpin conventional representations of some sexual practices as cultural. Following African feminist scholars who argue for research which explores the significance and meanings such sexual practices hold for those women who engage in them, this article draws on a study I conducted with Shona speaking women and men in Zimbabwe who participated and/or were interested in the practice of labia elongation. The targeted women and men, in their 20s -30s, live in relatively affluent houses in Harare, and are identified as urban, modern and middle-class. The study sought to explore why such women (as well as men) who identify as modern were so interested and invested in a sexual practice that has often been constructed as traditional and cultural. By exploring how women and men invoke notions of culture and tradition, the article demonstrates the creative and complex ways in which the young adults position themselves in relation to this practice in particular, and in relation to gender and sexuality more generally

    Colouring in Fat Bodies

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    Fat bodies have long been used for the purposes of entertainment. But unlike their negative presentations in circuses and seaside attractions, members of the fat activist community are embracing ways to show positive representations of fatness and fat bodies; One of these ways is coloring books. Fat positive coloring books are exploring the ways in which fat activists use the medium to queer fatness and provide alternative visual representations of fat bodies. Works included Fat ladies in spaaaaaaaace by Theo Nicole Lorenz (2011), FATSPO coloring book by Brian Stuart (2013), Big-bellied Merbabes: A body positive coloring by Rachelle Bellar (2013), Body love: A fact activist coloring book by Allison Tunis (2016), Fat bodies coloring by Sarah Burns (2016),  The big fat little coloring zine by Natalie Perkins (2016), and Superfat crop top girl gang coloring book Zine by Rachele Cateyes (2016). Fat positive coloring books embrace subversive themes, queer fatness, and display positive representations of fat bodies and fatness

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