GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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Decolonising the Rainbow Flag
The aim of the article is to explore the location and the meaning given to the rainbow flag in places outside the hegemonic center. Through three case studies in the global North and South, held together by a multi-ethnographic approach, as well as a certain theoretical tension between the rainbow flag as a boundary object and/or a floating signifier, we seek to study where the flag belongs, to whom it belongs, with particular focus on how. The three case studies, which are situated in a city in the Global South (Buenos Aires), in a conflict war zone in the Middle East (the West Bank) and in a racialised neighbourhood in the Global North (Sweden), share despite their diversity a peripheral location to hegemonic forms of knowledge production regimes. Central to our analysis is how the rainbow flag is given a multitude of original and radical different meanings that may challenge the colonial/Eurocentric notions which up to a certain extent are embedded in the rainbow flag
Mütter nach Behandlung ihrer Alkoholabhängigkeit
Welchen Herausforderungen sehen sich Mütter nach der Behandlung einer Alkoholabhängigkeit gegenüber? Im Fokus der Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Kooperation mit der Forel Klinik stehen Mütter, die eine stationäre oder tagesklinische Behandlung hinter sich haben. Die Ergebnisse der qualitativen Studie geben einen Einblick in das Leben dieser Mütter bei der Rückkehr in ihren Alltag.
Für die Bewältigung des Alltags nach dem Klinikaufenthalt haben sich verschiedene Herausforderungen als relevant erwiesen: die Positionierung als Frau und Mutter im sozialen Umfeld, die Beziehung zu den Kindern sowie eigene Entwicklungen und Veränderungen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Patientinnen sich am ehesten der Herausforderung der persönlichen Entwicklungen und Veränderungen stellen können. Die Bewältigung von Herausforderungen, die in Zusammenhang mit dem nahen sozialen Netz stehen, bereitet mehr Mühe. Ausgehend von diesen Erkenntnissen wird deutlich, dass bei der Behandlung und Nachsorge nicht nur das Befinden der Mütter, sondern auch der Einbezug des sozialen Netzes – insbesondere der Kinder – thematisiert werden sollte
Vielfalt und Chancengerechtigkeit an Hochschulen : Wie gelingt ein wirksames Diversity Management?
Institutions of higher education need to fulfil the legal mandate to provide equal opportunities and equity: The diversity of their students and employees should be considered, all university members should have equal access to full participation in research and teaching, and existing disadvantages are to be eliminated through Diversity Management. However, discrepancy prevails between these requirements and the universities’ efforts on the one hand and perpetuated structural inequalities on the other. The paper examines the diversity-relevant paragraphs of two recently amended university laws (North Rhine-Westphalia and Schleswig-Holstein) as well as the argumentative resistance generated against the introduction of diversity commissioners. On the premise that institutions of higher education are structured by power formations, three approaches of effective Diversity Management are presented with particular regard to their being capable of altering anchored power relations. In a last step, the paper elaborates a participation-oriented Diversity Management
Employable Youth – Employable Bodies? Körpererzählungen im Aktivierungsdiskurs
Junge Erwachsene in gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaften sind gerade in der Phase des Überganges von der Schule in den Beruf mit der Anforderung an Beschäftigungsfähigkeit konfrontiert, die sie über die bestmögliche Verwertung aller ihrer Ressourcen herzustellen haben. Dabei tritt ebenso die Bedeutung des Körpers hervor, denn auch dieser wird gesellschaftlich mehr und mehr unter der Idee von Verwertbarkeit verhandelt. Körper sind zugleich Orte intersektionaler Verschränkungen, denn über sie werden sozial konstruierte Differenzen markiert. In diesem Artikel wird anhand eines biografischen Interviews mit einem jungen Erwachsenen aus intersektionaler Perspektive rekonstruiert, inwiefern der Körper in der Situation des beruflichen Überganges als Dimension aufscheint, um der eigenen Biografie Sinn zu verleihen. Sichtbar wird dabei unter anderem, wie dem Aktivierungsimperativ durch Körperpraktiken begegnet wird
Die Umsetzung des Schutzauftrages in der verbandlichen Jugendarbeit
Im vorliegenden Buch stehen der Kinderschutz und die Prävention von sexualisierter Gewalt in der verbandlichen Jugendarbeit im Fokus. Miriam Günderoth vermittelt Basiswissen für all diejenigen, die in der Jugendarbeit tätig sind oder mit diesem Tätigkeitsfeld im regen Austausch stehen. Die Autorin geht auf die Spezifika der verbandlichen Jugendarbeit ein und erklärt die gesetzlichen Bestimmungen für diesen Arbeitsbereich. Sie gibt Anregungen für die Auseinandersetzung mit und für die Entwicklung von verbandsspezifischen Regelungen und Schulungskonzepten und macht deutlich, wie ein angemessener Umgang mit Kindern und Jugendlichen gestaltet werden kann und wie Mitarbeiter und Ehrenamtliche für das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt sensibilisiert werden können
Sexueller Exzeptionalismus als Kulturalisierung von Geschlecht und Sexualität
Unter Sexuellem Exzeptionalismus wird ein deutsch/europäisches Überlegenheitsnarrativ verstanden, das sich an einer behauptet repressiven muslimischen Geschlechterordnung entfaltet. Dabei findet eine Kulturalisierung von orientalisiertem Geschlecht statt. Diese ist diskursiv mit uneingestandenen Emanzipationsdefiziten des Westens verflochten: mit ambivalenten Nachwirkungen der Sexuellen Revolution, unvollendeten Frauen- und Homosexuellenbewegungen, der schleichenden Auflösung der heteronormativen Kernfamilie und der neoliberalen Anrufung, ‚sexuelle Unternehmer_in‘ ihrer/seiner selbst sein zu sollen. Nach einer Genealogie problematischer Kulturbegriffe konfrontiert ein zweiter Teil des Aufsatzes okzidentalistische Überlegenheitsnarrative mit migrantischen Gegenreden aus der Populärkultur. Zuletzt werden die entwickelten Thesen in den Kontext soziologischer Untersuchungen über die abendländische Liebes- und Sexualordnung gestellt und versucht, Rückkopplungsaspekte von Fremd- und Eigenwahrnehmung zu erfassen