GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Wohnzeitschriften und ihr medialer und gesellschaftspolitischer Display

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    Living magazines are a medium that has developed into an independent genre since the 19th century and assumed a key role in the creation of living and perceptions on living. They are ideals narrating which sides of living are good, correct and beautiful for a permanently improvable and finally happy life. In their educational intent they present themselves in an individualising fashion that is entertaining, integrative and animating and therefore aims for an imaginative and real reaction of their readership. The magazine is a specific display, a sorted and serialised collection of images and texts, image and text types. Living magazines are no media arrangement aligned to linear reception - the combination of columns, reports, photo galleries, advertisements etc. allows non-linear reading. Power and dominance are inherent to the interdependence of the discourse-hegemonial space of living magazines with self-technical processes of the modern subject, though the need for action and agency is always included

    Geschlechtergetrenntes Wohnen in kolonialzeitlichen Städten Südostasiens

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    Baupläne des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zeigen in den britischen Kolonialstadtgründungen Penang (Malaysia) und Singapur, dass genderdifferenzierte Raumkonzepte das Wohnen geprägt haben. In diesem Artikel werden die Formen des Wohnens sowie der Wandel der Raum- und Stadtstrukturen im kolonialstädtischen Südostasien beschrieben, die zur Herausbildung dieser binären Raumstrukturen geführt haben. Neben den sozioökonomischen Veränderungsprozessen verdienen Aspekte wie Geschlechterbeziehungen, Familien- und Haushaltsformen sowie vorbildprägende Wohnformen der Oberschichten besondere Aufmerksamkeit. Der Wandel der Wohnformen und -verhältnisse wird am Beispiel des innerstädtischen Shophouses konkretisiert. Das Shophouse hatte sich von einem teilgewerblich genutzten Stadthaus, das nach dem chinesischen Hofhaus angelegt war, zu einem Wohnreihenhaus nach Vorbildern viktorianischer Vorstadthäuser in Großbritannien entwickelt und diente schließlich als suburbanes Wohnhaus

    (Un)modelling Gender: Models zwischen Mode und Gesellschaft

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    Als Technology of Gender im Sinne von Teresa de Lauretis (1988) steht Modeln im Zeichen des kulturell konstruierten und gesellschaftlich ausgetragenen Weiblichen. Gerade im Kontext dieses geschlechtlich so deutlich markierten Handlungsraums werden gegenwärtig Genderstereotype dekonstruiert und Identitäten infrage gestellt. Dieser Beitrag fokussiert aus modetheoretischer Perspektive auf die kulturelle Rolle des Models. Er setzt sich mit der These auseinander, dass es zu einer prägenden „Sozialfigur der Gegenwart“ im Sinne von Stephan Moebius und Markus Schroer (2010) geworden ist. Als solche adressiert das Model durch seine breit aufgefächerte, intertextuelle bzw. intermediale Präsenz grundlegende Fragen bezüglich der gegenwärtigen Relation zwischen Mode und Identitätskonstruktionen

    Victorian Inventors, Women Cyclists, and Convertible Cycle Wear

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    While middle- and upper-class Victorians were quick to embrace the bicycle, cycling proved materially and ideologically challenging for women. Conventional women’s fashions were vastly inappropriate for cycling: materials caught in wheels and tangled in pedals. Yet, looking too much like a cyclist in some contexts challenged established gender norms about how and in what ways women should move in and through public, to the point where cycling women suffered verbal and sometimes even physical abuse. This essay explores how some Victorians responded to challenges to women’s freedom of movement by patenting “convertible” cycle wear. These material interventions enabled women to resist social and physical limitations on their mobile bodies and identities. Drawing on feminist science and technology studies, archival research, and patents, this essay critically explores these unique garments as heterogeneous human and non-human devices and discusses how they operated as creative socio-technical mobile devices of resistance

    Das Subjekt materialistischer Gesellschaftstheorie

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    Die Debatten des new materialism werfen erkenntnistheoretische und ethische Fragen auf. Von der Annahme ausgehend, dass diese neomaterialistische Kritik anthropozentrischer Prämissen eine wichtige Irritation gesellschaftstheoretischer Wissensproduktion ist, geht der Text der Frage nach, inwiefern Karen Barads Arbeiten Ansatzpunkte bieten, an denen gesellschaftstheoretische und kritische Wissensproduktion produktiv hinterfragt werden kann. Es geht dabei nicht darum diese damit zu verwerfen, sondern sie umzuarbeiten, um an ihrem (rekonfigurierten) emanzipatorischen Potenzial festhalten zu können. Insbesondere die spezifische historische Figur des autonomen Subjekts und die mit ihr einhergehende Subjekt-Objekt-Dichotomie werden dabei als Teil des Problems und nicht Ausgangspunkt erhoffter Lösungen erkennbar. Die Schwierigkeit, dass die Kritik des Anthropozentrismus letztlich als Praxis eines ganz spezifischen menschlichen Subjekts und somit in gewisser Weise eine Paradoxie ist, soll mit Gayatri Spivaks Begriff des double bind aufgegriffen und als praktische Erfahrung im Erkenntnisprozess verfügbar gemacht werden

    Die Agenda 2030 und das Ziel der Geschlechtergleichstellung. Europäische Ansätze im Vergleich

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    Die Verantwortung für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele liegt auf der nationalen Ebene. Die Staaten stehen daher vor der Aufgabe, die Ziele in konkrete Maßnahmen umzuwandeln. Ziel 5 der Agenda 2030 adressiert die Geschlechtergleichstellung. In ihrer Arbeit vergleicht die Beobachtungsstelle die Ansätze zur Umsetzung dieses Ziels in Deutschland, Estland und Schweden.Diese Publikation ist eine Veröffentlichung der „Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa“. Die Beobachtungsstelle ist ein Projekt, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird

    Eine phänomenologisch orientierte Studie über die Bedeutung von Wissbegierde und Neu(be-)gierde für das Lernen

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    Begehren nach Wissen, die Hingabe und Leidenschaft für eine Sache oder ein Thema sind zentrale Voraussetzungen für das Lernen. Schulischem Lernen mangelt es oft an diesem Pathos; Lehrende verfallen nicht selten „unter dem Druck der Zeit und der Forderung nach Effizienz in die Attitüde ‚des Informierens‘“ (Meyer-Drawe 2012, 32), und auf der Seite der Lernenden stehen das Erledigen von Aufgaben und das Bestehen von Prüfungen im Vordergrund. Diese Dissertation geht deshalb der Frage nach, wie und als was sich das Begehren nach Wissen, die Wissbegierde und Neugierde in den Erfahrungen und erzählten Erinnerungen von Schülerinnen und Schülern zeigen, was dazu beiträgt, dieses Begehren zu wecken und was es verstummen lässt. Die Arbeit verortet sich in methodologischer Hinsicht im Bereich der empirischen qualitativen Erziehungswissenschaft, und zwar den Teilgebieten der Schulpädagogik und pädagogischen Lernforschung, und in theoretischer Hinsicht, aber auch hinsichtlich der methodologischen Begründung, in leibphänomenologischen Ansätzen im Anschluss an Merleau-Ponty, Waldenfels und Meyer-Drawe. Grundgelegt ist ein pädagogischer Lernbegriff, Lernen wird als „bildende Erfahrung“ verstanden (Meyer-Drawe 2008; 2010; Dewey 1916). Die aus einer theoretischen Spurensuche nach dem Begehren gewonnenen Erkenntnisse werden im zweiten Teil der Arbeit hinsichtlich ihrer Bedeutung für Schule und Lernen dargestellt, wobei der Frage nach dem Verständnis und der Bedeutung von Wissen angemessen Platz eingeräumt wird. Vignetten und Anekdoten, innovative Forschungsinstrumente, die von der Forschungsgruppe um die Innsbrucker Vignettenforschung (IVR) (Schratz et al. 2012; Schratz et al. 2013, 2014) entwickelt wurden, ermöglichen neue Einsichten in schulische Lernerfahrungen. Im dritten Teil der Dissertation werden in Vignetten und Anekdoten gefasste Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern unter dem Blickwinkel des Begehrens nach Wissen gelesen. Dabei werden sowohl Hindernisse auf dem Weg zur Weckung und Kultivierung des Begehrens nach Wissen im schulischen Lehren und Lernen deutlich, als auch beeindruckende Spuren der Wissbegierde sichtbar. Abschließend werden Eckpfeiler und Wegweiser für begehrendes Lernen und Lehren sowie offene Fragen vorgestellt, die weitere Untersuchungen lohnenswert erscheinen lassen

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