GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Digitalisierung (mit)gestalten – was wir vom Cyberfeminismus lernen können. Strategien und Ansätze einer aktivierenden Perspektive auf Informations- und Kommunikationstechnologien im 21. Jahrhundert

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    Dieser Beitrag erörtert, ob die machtkritischen feministischen Ansätze und Strategien des Cyberfeminismus für aktuelle, von Digitalisierung und Heterogenität geprägte Debatten im Bildungsbereich fruchtbar gemacht werden können. Cyberfeminismus wird zunächst als historische Bewegung verortet, die in ihrer Mannigfaltigkeit in die Kontexte poststrukturalistischer und künstlerischer Auseinandersetzungen mit Körper und Geschlecht gestellt wird. Theorien und Perspektiven des Cyberfeminismus werden anhand zentraler Texte vorgestellt und durch Beispiele unterfüttert. Ausgehend von aktuellen Projekten, die die technisch-medialen Fähigkeiten von Frauen im Sinne der Selbstermächtigung stärken wollen, wird eine Brücke geschlagen zu institutionellen Angeboten der MINT-Frauenförderung, die die Berufschancen von Frauen verbessern sollen. Schließlich wird der dekonstruktivistische Charakter des Cyberfeminismus betont und dazu angeregt, Digitalisierung als heterogenes gesellschaftliches Feld zu fassen, das offen für neue Praktiken und Diskursformationen ist

    Narrative vom Wohnen in/mit der Natur im 20. Jahrhundert

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    In the early 20th century, the private garden as a garden of residence is set down in the German term Wohngarten – an opening of the privilege to inhabit gardens to the wider public. The journal Gartenschönheit, published by some of the most famous garden authors of the time, appropriately calls upon lay people as well as professionals, discussing a range of garden(ing) topics. There is a strong focus on actual work with plants and in the garden, but questions of residence are implicated in many contributions, including the use and layout of gardens as spaces of threshold between the private and the public as well as nature and culture, thereby negotiating aspects of health (hygiene) and ethics. The cultural subject is examined in the dichotomous situation of cultivating nature and being educated by nature in the garden – thereby developing narratives of healthy living in the outdoors. The essay at hand discusses these topics by means of several examples: The development of front page illustrations throughout the first publishing period of the journal (1920 to 1941), the way that work in the garden is omitted whilst being implicated and an analysis of the text-image-arrangements of an exemplary article, showing how the explicit discourse of living in harmony with nature always includes implicit moments of dominating nature

    Conservative Counter-Movements? Overcoming Culturalising Interpretations of Right-Wing Mobilizations Against ‘Gender Ideology’

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    This paper seeks to contribute to the debate on the reasons behind the rise of movements mobilizing against ‘gender ideology’ in Europe. As previously argued by Weronika Grzebalska, Andrea Pető and myself, attacks on ‘gender ideology’ should be seen as part of a broader political shift, characterized by the growing popularity of the populist right all over Europe and beyond, and we need an approach that seeks to understand the root causes of this trend. The paper applies Chantal Mouffe’s critique of the established hegemony of consensus in politics in the last decades (instead of providing spaces for agonistic struggles) and her argument that it is one of the main reasons behind the rise of the populist right in Western Europe. Using her approach, complemented with East-Central European insights, I will base my argument upon one of my earlier papers and analyze two consensuses I identified in relation to gender issues and which are promoted by the so-called progressive (including feminist and LGBT) movements and parties: the neoliberal consensus and the human rights consensus – and the way these claimed and desired consensuses contributed to the rise of movements against ‘gender ideology.’ Based on this theoretical framework and the empirical findings, I will show that the culturalist interpretation of these movements (e.g. framing them as counter-movements/opposition against equality) is insufficient and cooperates to the reproduction of the very same false dichotomy proposed by the movements in question. The paper proposes that presenting this conflict as a value-based dichotomy is itself the result of specific socio-economic processes and obscures power relations occurring at the European and global level, of which feminist and LGBT struggles are a part of

    Das Thema Gender im Rechtspopulismus – empirische Befunde zur Anschlussfähigkeit bei Frauen und Männern

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    Die Gleichstellung von Frauen und homosexuellen Personen ist ein guter Seismograph für die generelle Gleichwertigkeit und akzeptierte Vielfältigkeit einer Gesellschaft, eng verknüpft mit anderen Erscheinungsformen von Ungleichwertigkeit wie ethnischem Rassismus, Antisemitismus und der Abwertung von Muslimen. Es ist kein Zufall, dass sich derzeit gerade am Thema Gender die Gemüter erhitzen wie sonst an kaum einem anderen mit Ausnahme vielleicht des Themas Islam. Rechtspopulistische Akteur_innen wissen und nutzen dies zur Emotionalisierung von Debatten und zwar in beide Richtungen: Während einerseits Anstrengungen zur Gleichstellung verhöhnt und diskreditiert werden, wird andererseits der Verweis auf mangelnde Gleichwertigkeit von Frauen und homosexuellen Personen (und übrigens auch der Antisemitismus-Vorwurf) allein unter Muslim_innen genutzt, um Emotionen gegen Muslime weiter zu schüren, die als Feindbild derzeit besonders im Fokus stehen. Der Beitrag berichtet über Befunde aus der repräsentativen Mitte-Studie 2016 der Friedrich-Ebert-Stiftung zu rechtspopulistischen Einstellungen in der Bevölkerung mit einem besonderen Blick auf Frauen. Deutlich wird: Während offene Formen der Abwertung in den vergangenen Jahren kontinuierlich rückläufig sind, sind subtilere Formen nach wie vor virulent und es zeigt sich eine deutliche Polarisierung der Einstellungen. Wer rechtspopulistischen Einstellungen zustimmt, neigt auch eher zu traditionell sexistischen, homophoben, rassistischen und klassisch antisemitischen Einstellungen. Hierfür spielen vor allem Gefühle relativer Deprivation und kollektiver Bedrohung eine Rolle, die gezielt von rechtspopulistischen Akteur_innen angeheizt werden. Die Karte der Gleichwertigkeit wird, so die These, dann gespielt, wenn es nützlich erscheint, während gleichzeitig ein reaktionär-konservativer Backlash vorangetrieben wird und zwar keineswegs nur von Männern, sondern auch von Frauen. Dahinter steht der Versuch, ‚hinter sich die Tür zu schließen‘, also die eigene Akzeptanz über die Abwertung anderer zu erhöhen. Den ‚wütenden weißen Männern‘ und ihren Ehefrauen (und vielen anderen) scheint es dabei keineswegs um die Gleichwertigkeit aller zu gehen, sondern um die Absicherung des eigenen, gruppenbasierten Status

    Von Kohle gezeichnet – Frauen im Bergbau

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    „Minderjährig“, „männlich“ – „stark“? Bedeutungsaushandlungen der Selbst- und Fremdzuschreibung junger Geflüchteter in Malta. Eine intersektionelle Leseweise ethnografischer Forschungsausschnitte // „Minderjährig“, „männlich“ – „stark“? Bedeutungsaushandlungen der Selbst- und Fremdzuschreibung junger Geflüchteter in Malta. Eine intersektionelle Leseweise ethnografischer Forschungsausschnitte

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    Der Beitrag zeigt, inwiefern männliche* junge Geflüchtete in Malta entlang sozial konstruierter Kategorien eingeteilt, markiert und repräsentiert werden. Dafür wird eine intersektionelle Leseweise, orientiert an den Critical Diversity Studies, für ethnografische Forschungsausschnitte erarbeitet. Deutlich wird, wie gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen in Interaktionen zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Akteur*innen wirkmächtig bzw. (re)produziert werden. Herausgestellt werden demgegenüber Uneindeutigkeiten und Praktiken der Differenzproduktion, die aus normativen/kategorialen Rahmensetzungen herausfallen

    Die Frauenfrage und der dünne Firnis der Demokratie in Polen nach 1989

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    In dem Beitrag werden Zusammenhänge zwischen dem Zustand der Demokratie und dem Status von Frauen in Polen dargestellt. Die Hauptthese ist, dass die Unterstützung der Geschlechterdemokratie seitens der EU beim EU-Beitrittsverfahren trotz Forderungen der Polinnen ausblieb. Sich selbst überlassen, wurden die Frauen im Demokratisierungsprozess immer mehr zu den ‚Anderen‘, die in politischen Aktivitäten der Parteien und in der Sozialpolitik instrumentalisiert werden. Die dominante antifeministische Einstellung zu frauenpolitischen Forderungen führte in Polen, insbesondere unter der PiS-Regierung, zur offenen antidemokratischen Politik mit einem anti-genderistischen Charakter

    Die Kleidung von Künstlerinnen und ihre Bedeutung für die Mode

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    Der Beitrag zeigt, dass der Habitus von KünstlerInnen impliziert, Individualität als künstlerische Selbstbekräftigung zu inszenieren, wobei Kleidung eine wichtige Rolle spielt. Eine These lautet, dass sich dies bei Künstlerinnen zunächst anders ausnimmt als bei Künstlern, weil die Tradition schöpferischer Hervorbringung männlich dominiert ist. An Beispielen wird verdeutlicht, dass von Künstlerinnenkleidern wichtige Impulse für die Mode ausgehen können. Gegenstand der Recherche und Analyse sind Selbstzeugnisse und Werke von Künstlerinnen, Fotografien, Modekollektionen und Sekundärliteratur. Aussagekräftige Einzelfälle werden beleuchtet, wobei der systematische Aspekt gegenüber dem historischen im Vordergrund steht. Es stellt sich heraus, dass die vestimentären Inszenierungen von KünstlerInnen der professionellen Selbstermächtigung dienen. Da diese Selbstermächtigung den Künstlerinnen lange Zeit verwehrt war, wurden spezielle Formen der Appropriation entwickelt. In der Gegenwart lassen sich allerdings vielfältige Nachwirkungen von KünstlerInnenkleidern auf die Mode erkennen

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