GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Feministische Solidarität als Kosmopolitik

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    In meinem Beitrag diskutiere ich, inwiefern die Anerkennung von Differenz als Basis für feministische Solidarität dienen kann. Ich verbinde die Debatten innerhalb postkolonial-feministischer Theorie über die Un/Möglichkeiten von feministischer Solidarität mit der Perspektive der Politischen Ontologie, um Kosmopolitik als die Verhandlungen zwischen miteinander in ungleicher Beziehung verbundener heterogener Welten zu greifen. Dafür untersuche ich zwei Bewegungstreffen in Peru, die Fünften Dialogen zwischen Bewegungen und Wissen sowie das 13. Feministische Lateinamerikanische und Karibische Treffen. Um zu analysieren, wie Differenz auf den beiden Treffen konstruiert wird und welche Effekte dies auf die Möglichkeit hat, Solidarität zu praktizieren, schlage ich zwei Konstellationen von Solidarität und Kosmopolitik vor: Kosmopolitische Solidarität bezeichnet eine Haltung gegenüber als different betrachteten Gruppen und Individuen, die Differenz als Stärke emanzipatorischer Kämpfe sieht. Statt exklusive Grenzen zu betonen, wird die Intersektionalität verschiedener Kämpfe anerkannt, das geteilte politische Bewusstsein wird als erst im gemeinsamen Kampf geschaffen gesehen, und die Praxis der Imagination wird eingesetzt, um potenzielle Inkommensurabilitäten zu überbrücken. Kosmopolitik der Solidarität meint hingegen die Praxen der Solidarität, die heterogene und potenziell nicht ineinander aufgehende Kämpfe verschränken und auf wechselseitiger Kritik aufbauen. Erst die gemeinsame Betrachtung beider Konstellationen, so mein Argument, kann die machtvollen Aushandlungsprozesse fassen, die feministische Solidarität als dekolonisierende Praxis ermöglichen

    Homonormative und nationalistische Politiken des Fortschritts in Debatten um nicht-hegemoniale Familien und Verwandtschaft

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    Dieser Beitrag untersucht, wie der Wandel familialer und verwandtschaftlicher Nähe- und Fürsorgeverhältnisse durch die Forderungen von Familien mit schwul, lesbisch, bisexuell, trans* und/oder genderqueer lebenden Eltern nach rechtlicher Anerkennung politisch diskutiert wird. Anhand einer diskurstheoretischen Analyse der Debatten im Schweizer Bundesparlament sowie ethnografischen Datenmaterials wird der Frage nachgegangen, welche Zeitlichkeiten in der polarisierten Auseinandersetzung um die Bedeutung des Phänomens ‚Regenbogenfamilien‘ und deren politischen Forderungen aufgerufen werden. Der Beitrag zeigt, wie die Erweiterung der rechtlichen Anerkennung von Familie durch homonormative und nationalistische Grenzen abgesichert wird und wie sich ambivalente Normalisierungsprozesse konstitutiv für Fortschrittspolitiken herausstellen

    Feministisch Streiken. Ein Bericht über den Frauen*streik 2019

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    Wider die Automatismen: Arbeit im digitalen Wandel

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    30 Jahre Frauenbeauftragte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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    Die Chronik dokumentiert 30 Jahre Gleichstellungsarbeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in ihrer facettenreichen Entwicklung. Nach einer Einführung in die Geschichte der Wissenschaftlerinnen an den deutschen Universitäten und an der Friedrich-Alexander-Universität bis zum Einsetzen der offiziellen Frauenförderung im Jahre 1989 werden die wichtigsten Maßnahmen und Initiativen, die in den dann folgenden drei Dekaden durch die Arbeit der Frauenbeauftragten in Gang gesetzt wurden, geschildert und danach in einer detaillierten und reich bebilderten chronologischen Übersicht dargestellt. Im Anschluss daran folgen ausführlichere Berichte über die wichtigsten Felder der Gleichstellungsarbeit, Auflistungen der mit Preisen ausgezeichneten Projekte sowie ein kurzer Überblick über die Frauen- und Genderforschung in Deutschland und an der Friedrich-Alexander-Universität. Die Chronik endet mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und einem Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben und Desiderate des Amtes. Der Chronik, der ein umfangreiches Literaturstudium zugrunde liegt, basiert auf zahlreichen Archivdokumenten, die teilweise in einem elektronischen Anhang verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund wird erstmals das über 30 Jahre gezeigte Engagement zahlreicher Akteurinnen und Akteure an der Friedrich-Alexander-Universität deutlich, das hiermit entsprechend gewürdigt werden soll. Zugleich wirft die Chronik Schlaglichter auf den gesellschaftspolitischen Rahmen, in dem sich dieses Engagement entwickelt hat, auf die Erfolge, die es zu verzeichnen hat, aber auch auf die Defizite, die noch zu beklagen sind

    Mutterschutz, Papa-Monat und heteronormative Familienorganisation

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    Dieser Beitrag versucht, den Begriff der Heteronormativität für eine Analyse von arbeitsrechtlichen Elternschutzrechten fruchtbar zu machen. Das Recht stellt die Weichen für die innerfamiliäre Aufgabenteilung, in dem es für (Geburts-)Mütter eine obligatorische Erwerbsarbeitsunterbrechung, für Väter und zweite Elternteile hingegen nur freiwillige Zeiten vorsieht. Diese unterschiedliche Behandlung rechtfertigt sich aus den körperlichen Umständen von Geburt, Schwangerschaft und Stillzeit, wirkt sich aber auch auf das Verhältnis der Eltern aus, indem sie geschlechtsspezifisch unterschiedliche Handlungsoptionen bereithält und die Arbeitsteilung mitstrukturiert. Darüber hinaus limitieren außerrechtliche heteronormative Geschlechternormen die Inanspruchnahme freiwilliger Möglichkeiten wie die Elternkarenz durch Väter und legen bestimmte Arrangements – etwa mit dem Verweis auf die Fähigkeit von Frauen zu stillen – näher als andere

    Wider dem Tod der feministischen Utopie – Zum utopischen Potential feministischer Ansätze in Zeiten des autoritären Backlash im Kontext des Neoliberalismus

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    Der autoritär gesonnene Antifeminismus hat in der neoliberalen Postdemokratie Konjunktur und führt zu einer antiutopisch ausgerichteten Passivierung politischer Subjektivität, jener Subjektivität, die gerade in der Vielzahl feministischer Auseinandersetzungen hart erkämpft wurde und wird. Doch warum ist der Rechtspopulismus mit dieser Strategie – die einem Frontalangriff auf demokratische Geschlechterverhältnisse und damit auf die Demokratie insgesamt gleicht – so erfolgreich? Die Beantwortung der Frage soll zunächst im Rekurs auf psychoanalytische Überlegungen beantwortet werden. Dabei wird in ideologiekritischer Absicht insbesondere die Rolle des gesellschaftlichen Unbewussten und der symbolischen Kastration hervorgehoben. Die These ist, dass wir es in der neoliberalen Postdemokratie mit ideologischen Anrufungen zu tun haben, die auf phantasmatische Weise Anerkennung suggerieren, zugleich aber feministische Anerkennungskämpfe mit konkret-utopischer Ausrichtung desavouieren. Vor dem Hintergrund dieser These sollen theoretische Überlegungen angestellt werden, unter welchen Voraussetzungen das Unbewusste und die Utopie als Kategorien der feministischen Ideologiekritik verstanden werden können, die gleichsam zur Erneuerung der in die autoritäre Krise geratenen, neoliberalen Postdemokratie beitragen könnte

    Stuck between destinations : Reflections on Pejk Malinovski´s virtual reality project This Room

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    The article approaches the topic of the current ‘refugee crisis’ by discussing and analysing a specific case, namely a virtual reality installation produced in 2018 by the poet and sound artist Pejk Malinovski. This project, which is entitled This Room, is about refugees who arrived in Denmark in 2015 and their subsequent fates in refugee camps. It explores and exposes the harsh, stressful and often traumatizing living conditions of refugees. Besides, as a critical and political gesture, the project attempts to extend visibility and audibility to those who are currently consigned to life in camps. The article starts by presenting and reflecting on Malinovski’s project focusing specifically on the critical potential of its blurring of the boundaries between the documentary and the fictional. Subsequently, it analyses some of the effects it has produced, not least in its capacity as a site-specific version at Copenhagen Central Station, where it was mediated by refugees and volunteers from refugee organizations. The article argues that the project appears particularly relevant within its given contexts, such as in Copenhagen, because it is created by means of a participatory methodological approach. This Roomactually seeks to facilitate conflictual encounters, and does so at a series of different sites. Drawing on conflict theory and radical democracy theory, the article argues that artistic forms of critique necessitate the creation of agonistic contact zones in which negotiations can take place and counter-hegemonic publics can be created. It concludes by arguing that critical approach involves being partisan, i.e. taking a position which is dissensual, convincing and politically positioned. Thematically, This Room highlights the fact that mobility is often characterized by conflicts, negotiations, and the playing out of asymmetrical power relations

    EL EMPODERAMIENTO DE LA MUJER EN JORDANIA A TRAVÉS DE MICROCRÉDITOS PARA SU EMPRENDIMIENTO LABORAL

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    El objetivo del presente artículo es mostrar una propuesta de cooperación entre una Organización Internacional y el Ministerio de Asuntos Sociales de Jordania para fomentar el empoderamiento de la mujer jordana a través de microempresas familiares tales como confección, artesanía, educación, cuidado de niños de otras mujeres trabajadoras y cooperativas de pan y dulces tradicionales. Para conseguir este objetivo, el artículo se ha dividido en dos partes: una primera donde se analiza brevemente la situación laboral de la mujer árabe, y más concretamente de la mujer en Jordania, y una segunda parte que es la descripción de la propuesta de cooperación. Englisch: The purpose of the following article is a proposal of cooperation between an International Organization and the Ministry of Social Development of Jordan for boosting the empowerment of Jordanian women through familiar microenterprises (dressmaking, crafts, education: after school learning centre, kids caring, and cooperative for bread and traditional sweets). The article contains two parts: the first one analyses briefly the situation of Arabic women, particularly in Jordan, as a labour force, and the second part is the proposal of cooperation per se

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