GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Na Klasse! Gefängnispolitik und Covid-19

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    Das Unbehagen mit den Gender Studies : Ein Gespräch zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik

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    Der Beitrag ist ein Gespräch zweiter Sozialwissenschaftlerinnen im Feld der Gender Studies. Es kreist um den Vermittlungszusammenhang zwischen Wissenschaft und (politischer oder aktivistischer) Praxis am Beispiel der Geschlechterforschung. Wie politisch kann, darf Forschung (nicht) sein? Wie, wenn überhaupt, lassen sich Kritik, Normativität, Forschung, politische Praxis und Ethik einerseits trennen, andererseits produktiv aufeinander beziehen? Er plädiert für die Anerkennung der Eigenlogiken von Wissenschaft und Politik und für deren Vermittlung im Sinne reflexiver Übersetzungen sowie gegen einen positionalen Fundamentalismus, der soziale Position(-ierung) mit inhaltlichen Positionen gleichsetzt. Schließlich artikuliert der Beitrag eine reflexive Ethik des Zuhörens, die sich im Forschungsprozess als Anerkennung von systematisch bedingten blinden Flecken sowie in den Mühen um deren Überwindung realisieren sollte

    Das Projekt SOLANGE von Katharina Cibulka

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    Gender-Specific Risk Factors and Comorbidities of Bothersome Tinnitus

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    Objective This study aims to identify gender-specific risk factors associated with the presence of bothersome tinnitus (compared with non-bothersome tinnitus), including sociodemographic and lifestyle factors, tinnitus-associated phenomena (hearing loss, traumatic experiences, sleep disturbances), and physical as well as mental comorbidities. Methods We conducted a cross-sectional study using survey data from the Swedish LifeGene cohort containing information on self-reported tinnitus (N = 7615). We (1) analyzed risk factor and comorbidity frequencies, (2) computed multivariate logistic regression models to identify predictors of bothersome tinnitus within both genders, and (3) moderated logistic regression models to compare effects between genders. Results (1) The majority of factors that differed in frequencies between bothersome and non-bothersome tinnitus were equal for both genders. Women with bothersome tinnitus specifically reported higher rates of cardiovascular disease, thyroid disease, epilepsy, fibromyalgia, and burnout, and men with bothersome tinnitus reported higher rates of alcohol consumption, Ménière's disease, anxiety syndrome, and panic (compared with non-bothersome tinnitus, respectively). (2) Across both genders, multivariate logistic regression analyses revealed significant associations between bothersome tinnitus and age, reduced hearing ability, hearing-related difficulties in social situations, and reduced sleep quality. In women, bothersome tinnitus was specifically associated with cardiovascular disease and epilepsy; in men, with lower education levels and anxiety syndrome. (3) Moderated logistic regression analyses revealed that the effects of low education and anxiety syndrome were present in men, but not in women, whereas the effects of age, reduced hearing ability and related difficulties, cardiovascular disease, epilepsy, and burnout were not gender specific. Conclusion Irrespective of gender, bothersome tinnitus is associated with higher age, reduced hearing ability, hearing-related difficulties, cardiovascular disease, epilepsy, and burnout. Gender-specific effects comprise low levels of education and the presence of anxiety syndrome for men. These findings need to be interpreted with caution, yet they suggest the presence of gender-specific biopsychosocial influences in the emergence or maintenance of bothersome tinnitus. Future studies ought to investigate the underlying mechanisms of the observed relationships

    Die Wahl von Bürgermeister_innen in Deutschland – Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen

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    Das Bürgermeister_innenamt ist die höchste kommunalpolitische Position in Deutschland. Hier herrscht eine extreme Unterrepräsentanz von Frauen. Für die ca. 80 Großstädte (über 100.000 Einwohner_innen) liegt der Frauenanteil 2017 bei 8 %. Der Beitrag geht unter Einbezug von deskriptiven und bivariaten Analysen der Frage nach, welche Einflussfaktoren für dieses Ergebnis verantwortlich sind. Der Analyse liegt eine Vollerhebung aller Kandidaturen (N = 2.113) und Parteien von Kommunen über 20.000 Einwohner_innen (N = 665) zum Stichtag 31.10.2018 zugrunde. Der relative Wahlerfolg von Frauen und Männern hat sowohl mit dem Nominierungsverfahren der Parteien als auch mit weiteren in der Analyse berücksichtigten Faktoren zu tun. Die Annahmen und Ergebnisse werden im Spiegel aktueller Forschungsergebnisse diskutiert

    Geschlechterordnung als Raumordnung. Vergeschlechtlichte Raumordnungen und Mobilitätspraktiken in der südosttürkischen Provinz Hatay

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    Der folgende Beitrag befasst sich mit dem Zusammenhang von Geschlechter- und Raumordnungen. Auf der Grundlage einer ethnografischen Studie in der südosttürkischen Provinz Hatay wird aufgezeigt, wie vergeschlechtlichte Raumordnungen die Raumund Mobilitätspraktiken von Frauen und Mädchen prägen und regulieren. Eine zentrale Annahme der Studie ist, dass Zugängen zu Bildungseinrichtungen eine besondere Rolle zukommt, da durch neue Sichtbarkeiten und räumliche Mobilitätspraktiken junger Frauen und Mädchen die vorherrschende vergeschlechtlichte Raumordnung und die strikte Trennung des Raumes in öffentlich und privat irritiert werden

    Zum Beispiel Pflege – Fragen an den arbeitssoziologischen Topos der Subjektivierung von Arbeit

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    Pflegeberufe in stationären Einrichtungen lassen sich aufgrund ihrer formalen Verfasstheit mit Erwerbsverhältnissen außerhalb von Care-Arbeit vergleichen, gleichzeitig wohnt ihnen die Spezifik von Care-Tätigkeiten inne. Beides – Erwerbsarbeit und Care-Arbeit – unterlag in den letzten Jahrzehnten erheblichen Veränderungen. Wir fragen danach: Wie lassen sich die Veränderungen in der verberuflichten Pflege mit dem arbeitssoziologisch etablierten Diskurs der Subjektivierung von Arbeit zusammendenken? Relevant wird aus unserer Sicht dabei das Verhältnis der beiden Prozesse Subjektivierung von Arbeit und Ökonomisierung. Diese Frage diskutieren wir auf der Basis von multiperspektivischen qualitativen Betriebsfallstudien, die mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet wurden. Als zentrales Ergebnis sehen wir eine kollektive Subjektiviertheit von Sorgetätigkeiten, die in den letzten Jahren Marktlogiken unterworfen wird. Die Unterscheidung in kollektive Subjektiviertheit im Care-Sektor und individualisierte Subjektivierung im Produktionsbereich scheint uns für die Analyse des Wandels von Erwerbsarbeit relevant. Sie hat auch Auswirkungen auf Verantwortung und Ertrag von Subjektivierung

    „Sofern besonderer Bedarf identifiziert wurde“ – Eine Analyse der Gewaltschutzkonzepte der Bundesländer im Hinblick auf den besonderen Schutzbedarf von LSBTI*-Geflüchteten

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    Gemäß EU-Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU ist Deutschland zur rechtlichen Verankerung geeigneter Maßnahmen bei der Unterbringung Geflüchteter sowie zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe verpflichtet. Lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI*) Geflüchtete werden in der Richtlinie nicht als besonders schutzbedürftige Gruppen benannt. Zwar hat die Bundesregierung 2017 bei der Ergänzung der bundesweiten Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften dem LSBTI*-Schutzbedarf durch einen Katalog spezifischer Schutzmaßnahmen Rechnung getragen, jedoch liegt die Kompetenz bezüglich der Unterbringung und des Gewaltschutzes bei den Bundesländern. Der Artikel analysiert daher die vorliegenden Gewaltschutzkonzepte der Bundesländer im Hinblick auf die Verankerung dieses besonderen Schutzbedarfs. LSBTI*-relevante Schutzmaßnahmen werden in Form von Clustern detailliert vorgestellt und so spezifische Bedarfe herausgearbeitet. Insgesamt verfügten im Beobachtungszeitraum (01.01.-10.03.2019) nur 9 von 16 Bundesländern über ein Gewaltschutzkonzept – diese verankerten im Schnitt weniger als ein Drittel der in den Mindeststandards beschriebenen LSBTI*-spezifischen Schutzmaßnahmen

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