GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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Politiken der Generativität und Reproduktive Rechte
1995 wurde das im Rahmen der Internationalen Konferenz zu Bevölkerung und Entwicklung ein Jahr zuvor verabschiedete Konzept der Sexuellen und Reproduktiven Gesundheit und Rechte, kurz: Reproduktive Rechte, in die Aktionsplattform der vierten Weltfrauenkonferenz integriert und völkerrechtlich als Bestandteil der Menschenrechte anerkannt. Die Übersetzung dieses Konzepts in nationale Politiken wird seither von einem regen Diskurs und politischen Aktivitäten verschiedener Akteur*innen begleitet. Der Artikel beleuchtet zunächst das komplexe Verhältnis von Staat, Politik und Bevölkerung. Im darauffolgenden Schritt stehen einige feministische Perspektiven auf ‚Generativität‘ als Fundament der Bevölkerungsentwicklung im Fokus. Danach wird das Konzept der Reproduktiven Rechte näher erörtert und anhand von zentralen Indikatoren im weltweiten Vergleich veranschaulicht. Schließlich werden Konfliktlinien im anhaltenden Streit über die Umsetzung dieses Menschenrechts umrissen. Mit einem Überblick über die Beiträge zum Schwerpunkt schließt die Einleitung
Die Universität als Spiegelbild des politischen Zeitgeists – Stimmen türkischer Politikwissenschaftlerinnen
Selbstbestimmung kontrovers?! Patient*innenautonomie in der Geburtshilfe
Selbstbestimmung und Autonomie während der Geburt sind seit den 1970er-Jahren zentrale Forderungen der Frauengesundheits- und Patient*innenbewegungen. Im Fokus steht dabei eine Emanzipation von der bio-medizinischen Geburtsmedizin mit ihren starken Interventionen und Kontrollpraktiken. Bei Selbstbestimmung im herkömmlichen Sinn wird ein autonomes, unabhängiges Subjekt vorausgesetzt und adressiert. Aber passt diese Beschreibung überhaupt zu einem Ereignis wie der Geburt? Oder treten angesichts der Spannungslage zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge Grenzen der Selbstbestimmung für Gebärende zutage? Diesen Fragen geht der Artikel nach, indem er zuerst einen medizinischen Paradigmenwechsel zum Themenbereich der Patient*innenautonomie nachzeichnet und danach fragt, inwiefern das Selbstbestimmungsparadigma für professionelle Geburtshelfer*innen und Gebärende praktisch relevant ist. Dazu wurden gebärende Frauen kurz vor und nach der Geburt befragt. Weiterführende Überlegungen zu Widerstand und Empowerment in einer sehr machtvollen Institution wie dem Krankenhaus, in dem ein Großteil der Geburten stattfindet, bilden den Abschluss des Artikels
Gender and side effects of group cognitive behavior psychotherapy
Males and females are different in their interactional behavior, their way of suffering, and
their way of expressing themselves. It is therefore supposed that they react differently in group
settings. This includes the degree to which they experience burdens and side effects of group
psychotherapy. The objective of the study was to explore side effects of group psychotherapy
in relation to gender. Seventy one patients in cognitive behavioral group psychotherapy were
assessed with the UE G scale (unwanted events in groups). Burdens or side effects were
reported by 98.6% of patients, severe and extremely severe burdens by 43.7% of patients. The
highest average scores were found for “I was afraid not to know how to proceed in the future
(1,34)”, “I realized how complicated everything is (1,32)”, “I have experienced the ongoing group
therapy as burdensome (1,29)”, and “I have learned that group therapy is not my thing (1,01)”.
Males score higher in their global judgement that group therapy was burdensome. There were no
further signifi cant differences in any of the specifi c items. The data suggest that side effects are
a regular companion of group psychotherapy. A major negative effect of group psychotherapy
is demoralization because of the observation of other patients, their problems and problem
explanations. This is the same for both sexes. Research is needed on how to minimize burdens
for patients
Afrikanische Im/Mobilisierungen im Umgang mit Covid-19: intersektionale Politiken der Sorge an der Schnittstelle von Geschlecht, Klasse und Postkolonialität
Gewalt gegen Frauen. Zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Österreich
oai:genderopen.de:25595/201