GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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Die Interdependenz von Gender in der transnationalen Schule. Chancen sozialer Mobilität im Spannungsfeld von Teilhabe und Ausschluss
Der Beitrag untersucht die Bedeutung von Gender als interdependenter Kategorie in der transnationalen Schule hinsichtlich der Ermöglichung sozialer Mobilität. Die These lautet, dass die schulisch repräsentierten Wissensbestände zu Geschlechterordnungen im transnationalen Gefüge von Internationalisierung und Migration Hinweise auf soziale Mobilitätschancen enthalten, die mithilfe der Schulkulturanalyse rekonstruiert werden können. Anhand von zwei Fallbeispielen wird herausgearbeitet, wie sich Zuschreibungen aufgrund von Gender mit Konzepten von Ethnizität/Race verbinden und so Möglichkeitsräume sozialer Mobilität entstehen, die über Teilhabe und Ausschluss prozessiert werden
Intersektionalität und Postkolonialität – Kritische feministische Perspektiven auf Politik und Macht
Zwischen Restefestmahl und Ein-Liter-Eimern Schokopudding: Essenspraktiken im inklusiven Schulsetting
Der Beitrag analysiert aus ethnografischer, intersektionaler Perspektive Essenspraktiken von Schüler_innen und Fachkräften an einer inklusiven Ganztagsschule. Die kontrastierende Analyse zweier Szenen des Mittagessens einer 5. und 9. Klasse verweist auf schulklassenspezifische Gemeinsamkeiten wie Unterschiede von Essenspraktiken und setzt diese in Verbindung zum situativen Kontext. Die schulstrukturelle Rahmung des obligatorischen Mittagessens für Schüler_innen der Klasse 5 ermöglicht ebenso wie das ungeregelte Mittagessen im Klassenraum der Klasse 9 die situative Aushandlung verschiedener Formen von ex- wie inkludierenden Praktiken. Methodologisch reflektiert, ermöglicht die intersektionale Analyseperspektive das Aufzeigen der Verbindungen von Ungleichheitsdimensionen, die in vergeschlechtlichten Essenspraktiken von Schüler_innen und Fachkräften anhand von Performances und Doing Gendered Authority aufgerufen und bearbeitet werden
Gender-/Diversitätsreflexivität in der digitalen Lehre – Notizen aus dem Netzwerk Gender & Diversity in der Lehre
„Gender- und Diversity-Kompetenz in Zeiten der Corona-Krise“. Erprobung eines kollaborativen digitalen Lehrformats für die Gender- und Diversity-Kompetenz. Erfahrungsbericht und Reflexion
Intersektionalität und Postkolonialität in der deutschsprachigen politikwissenschaftlichen Forschung
Queer_feministische Soziale Arbeit als Arbeit an der Sichtbarkeitsfalle
Die Sozialarbeitenden können dann handeln, wenn soziale Probleme sichtbar sind. Dabei stellt sich die Frage, wie queer_feministische Soziale Arbeit konzeptualisiert werden kann, dass sie die Macht der Heteronormativität entlarvt und neue Imaginationen der Zugehörigkeit möglich/denkbar macht und dass ihre eigenen Verstrickungen in die Normalisierungs- und Ausschlussprozesse zum Vorschein kommen. In meinem Beitrag skizziere ich einen theoretisch begründeten Ansatz queer_feministischer Sozialer Arbeit, die ich als Arbeit an der Sichtbarkeitsfalle konzeptualisiere. Diese Sichtbarkeitsfalle umschreibe ich mit der Interdependenz von drei Momenten: die Provinzialisierung der Heterosexualität als Norm, die Adressierung einer bestimmten sozialen Verletzlichkeit und die Verortung des Problems in den Subjektivierungsweisen. Der Fokus auf die Sichtbarkeit veranschaulicht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher/rechtlich-politischer Ordnung von Geschlecht und Sexualität, Subjektivierungsweisen der Adressat*innen der Sozialen Arbeit sowie dem professionellen sozialarbeiterischen Handeln