GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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Lessons Learned!? Praktische Empfehlungen für diskriminierungssensible digitale (Gender-)Lehre
Political Representation of Women in Turkey. Institutional Opportunities versus Cultural Constraints
This paper analyzes both the descriptive and the substantive sides of women’s representation in Turkey and argues that although the proportion of women politicians in the Turkish Parliament increased from only 4 % in 1999 to 17.6 % in the 2018 general elections, this has not been reflected in an increase in women MPs’ effectiveness. This article mainly argues that as electoral competition increases, women candidates’ chances of being elected decrease. On the other hand, more equal distributions of seats between parties positively influence women’s representation. During the late 1990s and early 2000s, women’s movements and grassroots demands for women’s rights in Turkey, which coincided with the highly welcomed EU accession process, complemented these institutional opportunities to foster women’s representation and break traditional patron-client relations. Overall, however, cultural constraints, such as high polarization between parties and the clash of Islamist and European values inhibit women MPs from cooperating on policies concerning women, and strict party discipline reduces the parliamentary effectiveness of Turkish women politicians
Zum Zusammenhang von männlicher Sexualität und Misogynie innerhalb der INCEL-Community
Spätestens seit dem Anschlag von Stephan B. am 09. Oktober 2019 auf eine Synagoge in Halle findet auch im deutschsprachigen Raum eine Auseinandersetzung mit der Thematik INCELs statt. Dabei mangelt es bisher an sozialwissenschaftlichen Analysen, die sich mit dem Weltbild der INCEL-Community und dessen Prämissen auseinandersetzen. Der Beitrag gibt zunächst einen grundlegenden Überblick über die INCEL-Community und ihre Verortung in der misogynen digitalen Subkultur der Mannosphäre. Anschließend werden Ergebnisse einer an der Methodologie der Grounded Theory orientierten Untersuchung des Forums incels.co dargestellt. Die Untersuchung soll einen Einblick in das Weltbild der INCEL-Community gewähren und legt einen Fokus auf die Herausarbeitung des Zusammenhangs eines innerhalb der Community grassierenden misogynen Weltbildes und der (männlichen) Sexualität ihrer Mitglieder
Digitale Gender-Diversity-Bildungsangebote an der TU Ilmenau: Eine Zwischenbilanz nach zehn Jahren
Das Digitale ist politisch: Häusliche Gewalt 2.0 und die fehlende öffentliche Sichtbarkeit
Postkoloniale ökologische Bewegungen, Geschlechterverhältnisse und die Sicherung von Existenzgrundlagen
Visual Imagery and Mediation of ‘India’s New Daughters’ in the Framework of Muscular Patriotism
Especially the physically trained bodies of young women are imagined and visually represented as enabling them to ‘defend’ themselves - but also the ‘body’ of the national territory - against the violent attacks of an imagined Other, within as well as outside India. It is particularly striking that the ‘new daughters of the nation’ seem to be paradigmatically embodied and visually mediated through emerging symbolic figures such as the female athlete, police officer or Indian Air Force pilot. These visual mediations of India’s ‘empowered daughters’ are increasingly circulated across different media platforms and networks, ranging from global streaming services, such as Netflix or the Hindi film industry, to local print and online media. While some viewers may immediately associate these visualizations with a variety of globally circulating images of female air force pilots, others may also be reminded of earlier iconic examples of ‘women in command’ in South and Southeast Asia
Die Situationsanalyse und ihr Potenzial für feministisch-kritische Politikfeldanalysen
Die Situationsanalyse (SiA) ist eine postmodern-feministische Weiterentwicklung der Grounded Theory, die seit den frühen 2000er-Jahren maßgeblich von der US-Soziologin Adele E. Clarke entworfen, in der Politikwissenschaft aber bislang kaum beachtet wurde. Dabei ist ihr Potenzial für politikwissenschaftliche Forschung im Allgemeinen sowie für feministisch-kritische Politikfeldanalysen im Besonderen nicht zu unterschätzen. Mit der SiA kann der gouvernementale Politikbegriff überwunden und eine umfängliche politikfeldspezifische feministische Machtanalyse realisiert werden. Die SiA steht im Einklang mit intersektionalen, postkolonial-feministischen und anderen konstruktivistischen Repräsentationstheorien und ermöglicht es, die feministische Idee einer Vielzahl von konfliktorisch angelegten Öffentlichkeiten in die Politikfeldanalyse zu integrieren. Hilfreich sind v.a. drei Strategien: (1) die Konzeptionalisierung des Politikfeldes als ‚Arena‘, in der verschiedene ‚soziale Welten‘ existieren und interagieren; (2) die Suche nach ‚implizierten Akteur*innen‘; (3) das Sichtbarmachen von epistemischer Diversität. Konkret bietet die SiA mit ihren Mapping-Strategien methodische Werkzeuge, mit deren Hilfe ein Politikfeld in seiner ganzen Heterogenität sichtbar gemacht werden kann. In diesem Beitrag gehe ich zunächst auf die lückenhafte politikwissenschaftliche Rezeption der SiA ein, um sodann aufzuzeigen, wie die SiA für die Politikwissenschaft und insbesondere für feministisch-kritische Politikfeldanalysen fruchtbar gemacht werden kann. Dies verdeutliche ich immer wieder skizzenhaft am Beispiel der deutschen Prostitutionspolitik