GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Queer History und historisches Lernen – ein praxisbezogener Kommentar

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    Der Kommentar reflektiert den von Martin Lücke für historisches Lernen vorgestellten Ansatz der Queer History vor dem Hintergrund seiner praktischen Umsetzbarkeit. Dafür werden Schlaglichter auf etwaige Rahmenbedingungen geworfen: Welches Lehrmaterial – insbesondere in Gestalt von Schulbüchern – steht zur Verfügung? Welche politischen Vorgaben gibt es zum Gegenstand? Was sind die Ausgangssituationen der Lehrer*innen und Schüler*innen? In Rückgriff auf den aktuellen Forschungsdiskurs wird dabei vor allem die Relevanz des Forschungszuschnittes betont

    Analyse einer radikalfeministischen Zeitschrift

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    Trouble and Strife (TaS) was an independent British radical feminist magazine (1983−2002) that explored topics and debates connected to the British Women’s Liberation Movement. Though TaS has been archived online and reprinted as a short collection in 2009, it has not been studied for its critique of ideological structures within feminist politics. This paper historicizes TaS by looking at the ways in which it envisioned feminist history by examining and rewriting history. Viewing the BWLM from TaS’ perspective allows the historicization of a movement on the cusp of a shift to an intersectional radical feminist politics. Trouble and Strife (TaS) war eine unabhängige britische radikal-feministische Zeitschrift (1983-2002), die sich mit Themen und Debatten im Zusammenhang mit der britischen Frauenbewegung befasste. Obwohl TaS 2009 online archiviert und in Auszügen als Reader nachgedruckt wurde, wurde die Zeitschrift nicht auf ihre Kritik an ideologischen Strukturen innerhalb der feministischen Politik untersucht. Der vorliegende Artikel historisiert TaS, indem untersucht wird, welche Vorstellungen über feministische Geschichte sich in ihren Betrachtungs- und Umschreibungsweisen von Geschichte zeigen. Die Betrachtung der britischen Frauenbewegung aus der Sicht der TaS ermöglicht die Historisierung einer Bewegung an der Schwelle zu einer intersektionellen radikalen feministischen Politik

    Männlichkeiten zwischen Neujustierung und Wandel? Persistenzen hegemonialer Männlichkeit

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    Zentrales Element hegemonialer Männlichkeit ist die enge Verwobenheit von Männlichkeiten und Erwerbsarbeit, die sich u. a. in der Figur des Ernährers der Familie manifestiert. Weltweit lassen sich Veränderungen feststellen, die Alternativen und neue Möglichkeitsräume erkennen lassen. Die konzeptionelle Einordnung dieser empirischen Phänomene steht allerdings noch am Anfang. Inwiefern es sich dabei um mehr als einen gesellschaftlichen Wandel handelt, sondern um ein grundlegend verändertes „In-der-Welt-Sein“, wollen wir anhand von in Gruppendiskussionen gewonnenen Daten für Deutschland diskutieren. Durch drei Fälle hindurch können wir zeigen, dass die Figur des Ernährers auf der einen Seite als klassisch, traditionell und auch veraltet verstanden und als solche zumindest in Teilen zurückgewiesen wird, auf der anderen Seite lassen sich in diesen Fällen auch Hinweise finden, dass sich der Ernährer nach wie vor zur Hegemonialisierung in der konkreten Praxis eignet. Instruktiv ist die Falldiskussion daher vor allem auch, da die Schilderungen der Diskussionsteilnehmer nachdrücklich verdeutlichen, wie hegemoniale Männlichkeit in der Praxis funktioniert: als Anrufung, der man sich nicht entziehen kann

    Christliche Verantwortung für das Volk übernehmen. Intersektionale Verschränkungen im politischen Selbstverständnis des Deutsch-Evangelischen Frauenbunds zwischen 1945–1965

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    Der Beitrag nutzt das Beispiel des Deutsch-Evangelischen Frauenbunds (DEF), um intersektionale Verschränkungen im Selbstverständnis konservativer Frauenvereine in der Anfangsphase der Bundesrepublik darzustellen. Nachdem der historische Hintergrund des Vereins skizziert wird, verwendet der Aufsatz das Beispiel der sog. Staatsbürgerlichen Lehrgänge, einem politischen Bildungsangebot des DEF für Frauen, um anhand der Lehrgangsinhalte die Überschneidung von Geschlechterbildern, Religiosität und Mechanismen der postkolonialen Differenzkonstruktion im politischen Selbstbild der Akteurinnen darzustellen

    Strukturen familienhäuslichen Essalltags: Genese und Dynamik

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    Anhand von Paarinterviews zur Struktur und Genese ihrer Haushalte werden die Ernährung und deren Herstellungsbedingungen im familienhäuslichen Alltag untersucht. Dabei werden die Bedeutung der Familienmahlzeiten, die Wertschätzung der dafür notwendigen Herstellungsleistungen und die dabei sichtbar werdende Verteilung der haushälterischen Aufgaben aufgezeigt. Dies wird als Widerspruch zwischen der romantischen Liebe als Gründungsmoment der Intimbeziehung und deren dauerhafter Bewährung im zweckhaft rollenspezifischen Familienhaushalt diskutiert. Anhand der Genese des Haushalts wird deutlich, wie sich diese Strukturen des Familienalltags als praktische Arrangements eher einstellten als von den Partner*innen ausgehandelt wurden

    The Normative Dilemmas of the Feminist Struggles Against (Trans-)Feminicide in Mexico

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    This paper explores women’s and feminists’ struggles against feminicide in Mexico. The author analyzes the dominant notions of gender and violence at the core of the Mexican case. First, the article adopts a historical approach, highlighting some critical moments of women’s struggles to criminalize feminicide. In this section, the author briefly reconstructs the genealogy of the concept in the Americas, presenting the legal definition of feminicide and violence against women in the existing legal framework in Mexico. Second, the approach addresses the challenges and problems that trans feminicide poses to the current legal framework. This part discusses the violence emanating from a binary notion of gender-based violence and the binary conception of cis and heterosexual gender identity in the law. Here follows an introduction of two central concepts for the analysis of gender: cissexism and heteronormativity. Finally, the article addresses the structural dilemma of the criminalization of feminicide and the juridical strategy of framing women’s rights against gender-based violence as special rights

    Warum studentische Lehrevaluationen auf den Prüfstand gehören

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    Frauen sind unter den Professor:innen nach wie vor unterrepräsentiert. Empirische Befunde deuten darauf hin, dass dies unter anderem auf die systematisch negativeren Bewertungen der Leistung von Frauen in der Wissenschaft zurückzuführen ist. Auch studentische Lehrevaluationen fallen schlechter aus, wenn die Lehrperson eine Frau ist. Während diese Ergebnisse Anlass zum Überdenken der Bewertungspraxis von Wissenschaftler:innen geben sollten, sind studentische Lehrevaluationen nach wie vor die wichtigste und oft einzige an Hochschulen praktizierte Form der Lehrbewertung und ihre Ergebnisse spielen eine wichtige Rolle für die wissenschaftliche Karriere. Der vorliegende Beitrag trägt empirische Befunde zu Gender Bias im Rahmen studentischer Lehrevaluationen zusammen, argumentiert, dass diese Bewertungspraxis ungerecht ist und in ihrer aktuellen Form nicht mehr praktiziert werden sollte und skizziert Vorschläge für alternative, fairere Evaluationsverfahren. Women are still underrepresented among the higher ranks of academia. Empirical evidence indicates that a central reason for this underrepresentation consists in the fact that women’s academic performance is evaluated much more harshly than men’s. One example for such evaluation biases are student teaching evaluations, which are systematically worse for female than for male teachers. Considered against the background of the low percentage of female professors, these results should be alarming, but in fact, student teaching evaluations continue to be the major if not the only form of teaching evaluation and their results are of pivotal importance for the academic career. This paper reviews studies on gender biases in student teaching evaluations, argues that they should no longer be used in their current form and sketches fairer alternatives

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