GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Selbstbestimmung unter Druck? Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Europa

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    Im Dossier wird vorgestellt, wie die Institutionen der Europäischen Union mit dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch umgehen. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle politische Initiativen, bei denen das Europäische Parlament insbesondere eine aktive Rolle spielt. Im Interview erzählen Regionaldirektorin Caroline Hickson vom International Planned Parenthood Federation European Network und Regionaldirektorin Leah Hoctor vom Center for Reproductive Rights, was sie zur Unterstützung bei ihrer zivilgesellschaftlichen Arbeit im Einsatz für ein europaweites Recht auf Schwangerschaftsabbruch von der Europäischen Union erwarten und brauchen. Dies auch vor dem Hintergrund von reaktionären Gegenkräften, die transnational miteinander vernetzt sind: Abbruchsgegner*innen wollen nicht nur Schwangerschaftsabbrüche verbieten, sie stellen europaweit die Gleichstellung der Geschlechter in Frage. So gefährden sie auch Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

    A Gendered Rewriting of Digital Imaginaries

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    Platforms have recently come under scrutiny, both in policy and in scholarship. Yet, there is little attention paid to the notion and materiali-ty of gendered practices. Although gender is present on these platforms, it is not necessarily endemic or critical to the analysis of these platformed practices. Platform Promises is a way by which we look at platformisation of gender, focusing on how gender politics are coded into the logic and infrastructure of these platforms. I propose that we stop thinking about platforms as technological engineering artefacts upon which conditions of gender are operationalised. This framing makes us believe that gen-dered and sexual violence online are a state of exception which can be fixed through better regulation and governance. I propose that we use gender as both a discursive and an analytic category by which to rewrite the discourse on platforms, to see the platform promises that are taken for granted and are not questioned in the dominant narratives

    Handlungserfordernisse und Lösungsansätze in Deutschland sowie Einblicke in andere europäische Staaten

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    Regenbogenfamilien haben in den vergangenen Jahren in Deutschland und Europa vielfältig an Anerkennung und Bedeutung gewonnen. Nichtsdestotrotz gibt es weiterhin politische und rechtliche Handlungs- und Regelungsbedarfe, um ihre Gleichstellung voranzubringen. Das Arbeitspapier zeigt Handlungserfordernisse und Lösungsansätze auf und gibt Einblicke in die Regelungen europäischer Staaten. Thematisch beschäftigt sich das Arbeitspapier unter anderem mit rechtlicher und sozialer Elternschaft, auch beispielsweise von mehreren Elternteilen, mit der Nutzung assistierter Reproduktion und ihren Folgen für Elternschaft, sowie mit der Notwendigkeit, vergangenes Unrecht, welches Elternschaft erschwerte, wenn nicht sogar verhinderte, aufzuarbeiten, wiedergutzumachen und zu entschädigen

    Vergewaltigungsmythen in der Berichterstattung über #metoo

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    Welche Vergewaltigungsmythen prägen die #metoo-Debatte um sexualisierte Gewalt und wie werden diese verhandelt? Jener Frage nachgehend untersucht dieser Beitrag die Darstellung von Betroffenen und Tätern sexualisierter Gewalt in der Berichterstattung über #metoo. Dafür werden mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) Zeitungsartikel der Tageszeitungen taz, die tageszeitung und DIE WELT analysiert. Es zeigt sich, dass in beiden Zeitungen vergeschlechtlichte und binär-strukturierte Vergewaltigungsmythen, wie etwa Victim Blaming, transportiert werden. Führend ist dabei die Porträtierung von Betroffenen als passive Opfer und Täter als mächtige Monster. Artikuliert werden diese Stereotype von den Journalist*innen überwiegend kritisch-reflektierend oder ironisch-überspitzend. Fraglich bleibt jedoch, ob dies zu einer Dekonstruktion von Vergewaltigungsmythen führt oder ob diese durch eine massenmediale Verbreitung vielmehr reifiziert werden. Which rape myths shape the #metoo-debate about sexualised violence and how are these negotiated? In pursuit of this question, this article examines the portrayal of those affected and the perpetrators of sexualised violence in German reporting on the #metoo-debate. For this purpose, newspaper articles from the daily newspapers taz, die tageszeitung and DIE WELT are analysed using qualitative content analysis according to Mayring (2015). The article shows that both newspapers transport gendered and binary-structured rape myths such as victim blaming. Particularly dominant is the portrayal of the affected as passive victims and the perpetrators as powerful monsters. Journalists articulate these stereotypes mainly in a critical, reflective or ironic and exaggerated way. However, it remains questionable whether this leads to deconstruction, or rather a reification of rape myths through mass medial distribution

    Rekonstruktion eines emanzipatorischen Potenzials

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    Kapitalistische Strukturlogiken in der neuen Mitleidsökonomie

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    Der Begriff der neuen Mitleidsökonomie beschreibt ein System, in dem unbezahlt Tätige von Armut betroffene Menschen mit Lebensmitteln, Kleidung oder anderen existenziellen Gütern versorgen. Gemeint sind Tafeln, Sozialkaufhäuser oder Wärmestuben für Wohnungslose und in einem erweiterten Verständnis auch foodsharing-Initativen, Nachbarschaftsküchen oder onlinebasierte Secondhand-Angebote. Das unbezahlte Engagement der freiwillig Helfenden oder Aktivist*innen wird zumeist als Arbeit aus Liebe, Fürsorge oder Mitleid verhandelt und die Notwendigkeit der Arbeit somit unsichtbar gemacht. Anlehnend an die feministisch-marxistische Kritik der 1970er- und 1980er-Jahre weist der Artikel erstens auf den reproduktiven Charakter dieser Tätigkeiten und deren gesellschaftliche Notwendigkeit hin. Die Ausbeutungsdimension der teilweise nur vermeintlich Freiwilligen wird herausgearbeitet sowie das System insgesamt in die aktuelle Sozialpolitik eingeordnet. Zweitens nimmt der Artikel weitere kapitalistische Strukturlogiken in den Blick und verdeutlicht die mögliche Konsequenz, nämlich die Entstehung eines parallelen, zweiten Versorgungsmarkts für Armutsbetroffene

    Einschließungen und Ausgrenzungen im Spannungsfeld der sozialen Kategorien Geschlecht, Ethnizität und Religion. Intersektionale Perspektiven auf die Bildungsbiografien junger Musliminnen in Malaysia

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    Der Beitrag nimmt eine intersektionalitätstheoretische Perspektive ein, um die spezifische Verflechtung der sozialen Kategorien Geschlecht, Ethnizität und Religion und deren Auswirkung auf die Handlungsspielräume junger muslimischer Studentinnen in Malaysia im Kontext ihrer Bildungsbiografien herauszuarbeiten. Dafür wurden zwölf narrative Interviews mit jungen Musliminnen in Malaysia geführt und in Anlehnung an die Methode des Szenischen Verstehens nach Lorenzer ausgewertet. Zwei der Interviews werden in Form von Einzelfällen vorgestellt. Sie zeigen auf, dass die soziale Kategorie Religion eine relevante Sinnressource sowie Legitimationsquelle für das soziale Handeln der jungen Frauen im Kontext ihrer Bildungsbiografien darstellt

    Feministisches Geschlechterwissen: neue Perspektiven zur Verhältnisbestimmung zwischen Geschlechterforschung und Feminist*innen

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    Der Beitrag nimmt eine Verhältnisbestimmung zwischen einem wissenschaftlichen und einem feministischen Geschlechterwissen vor und basiert auf empirischen Daten aus problemzentrierten, leitfadengestützten Interviews mit Feminist*innen zu deren widerständigen Praktiken sowie einer Diskursanalyse des Spezialdiskurses der Frauen- und Geschlechterforschung. Feministische Widerstandspraktiken werden als diskursive und nicht-diskursive Praktiken verstanden, die sich gegen die Hervorbringungen des Geschlechterdispositivs wenden. Ihnen liegt ein spezifisches Geschlechterwissen zugrunde, welches sich als Reflexionswissen darstellt, in einem Zusammenspiel aus (eigenen und fremden) Erfahrungen, dem Austausch sowie der eigenen Antwortensuche – z. B. in der Frauen- und Geschlechterforschung – entsteht und zu feministischen Praktiken führt, die u. a. durch Ambivalenzen geprägt sind

    Über die Radikalität des Fragilen

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    Martha C. Nussbaums 1986 erschienenes Werk The Fragility of Goodness, das sie selbst retrospektiv als „a book about disaster“ bezeichnet, bildet den Ausgangspunkt der Überlegungen, wie in Zeiten einer globalen Seuche über unsere anthropologischen Grundlagen (auch in der feministischen Theorie) neu nachgedacht werden muss. Fragilität strukturiert nicht nur die Verletzlichkeit der Verletzlichen; das Leben aller ist stets durch den Verlust des Guten durch Krankheit, Tod oder schlechte Politik gefährdet. Eine Philosophie des guten Lebens als Vierklang von Vulnerabilität, Sozialität, Fragilität und Materialität ist radikal, da sie dem neuzeitlichen Machbarkeitswahn des Guten – sei es in gegenwärtigen Diskursen oder klassischen Zukunftsvisionen – widerspricht. Wie verwundbar das menschliche Leben ist, illustriert eindrucksvoll das „Wuhan-Tagebuch“ Fang Fangs, das die chinesische Schriftstellerin während des Lockdowns von Januar bis März 2020 (zunächst als Blog) geschrieben hat. Fang Fangs und Nussbaums Arbeiten helfen, den geschichtlichen Einschnitt – „Corona-Krise“ genannt – zu verstehen, der zugleich die letzte Chance für die unumgängliche Transformation der gesellschaftlichen Naturverhältnisse darstellt – genannt „Klimakrise“

    Ungarn: Das Anti-LGBTIQ*-Gesetz und die Ablehnung der Istanbul-Konvention als Othering-Strategien im Rahmen einer radikalisiert-konservativen Familien- und Arbeitspolitik

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    In Ungarn kommt es seit 2010 zunehmend zu Angriffen auf Frauen*- und Geschlechterrechte: 2020 verkündete die Regierungskoalition zwischen Magyar Polgári Szövetség (FIDESZ) und Kereszténydemokrata Néppárt (KDNP), die 2014 unterzeichnete Istanbul-Konvention nicht zu ratifizieren. 2021 folgte ein Anti-LGBTIQ*-Gesetz nach russischem Vorbild, welchem in den Jahren zuvor queerfeindliche Gesetze, wie beispielsweise die Verbote der Geschlechtsangleichung für trans* Personen oder der gleichgeschlechtlichen Ehe, vorangegangen waren. Die Zusammenhänge dieser Angriffe auf LGBTIQ*-Rechte und formalisierten Gewaltschutz werden ersichtlich, wenn diese Phänomene in Geschlechterverhältnissen verortet sowie im Kontext eines – nach der Begrifflichkeit Natascha Strobls – radikalisierten Konservatismus der Volkspartei FIDESZ analysiert werden. Die ungarische Regierung nutzt die Strukturkategorien gender und race aktiv für Strategien des Othering, um ein strukturell gewaltvoll geprägtes Geschlechterverhältnis unter dem Deckmantel des Schutzes der heteronormativ geprägten Familie aufrechtzuerhalten

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