GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Einleitung in Forschungsfeld und Netzwerk

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    Heimatromantik und rechter Lifestyle. Die rechte Influencerin zwischen Self-Branding und ideologischem Traditionalismus

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    Die Populärkultur des 21. Jahrhunderts hat neue Protagonist*innen: Influencer*innen. Auch Akteur*innen der Neuen Rechten nutzen die medialen Praktiken des Influencer-Marketings mit dem Ziel, kulturelle Hegemonie zu erlangen, indem sie apokalyptische Zeitdiagnosen propagieren und sich gleichzeitig als hoffnungsvollen Gegenentwurf stilisieren. Der Beitrag gibt Einblick in die medialen Praktiken rechter Influencerinnen. Anhand des rechten Typus der Tradwife wird herausgearbeitet, wie die Integration des ideologischen Traditionalismus in die moderne Plattformkultur vonstattengeht. Die Analyse zeigt, dass ‚Sinn für Ästhetik‘ zentrales Element im Branding von ‚traditioneller‘ Weiblichkeit ist und gleichzeitig als Scharnier zwischen den Logiken der Sozialen Medien und (neu)rechter Ideologie dient

    Regelungen und Versorgungslagen des Schwangerschaftsabbruchs im Ländervergleich

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    Die Möglichkeit, eine Schwangerschaft abzubrechen, ist eine Grundvoraussetzung für reproduktive Selbstbestimmung und damit auch für Geschlechtergleichstellung. Das Arbeitspapier vergleicht Regelungen, Kostenübernahme und Versorgungslage sowie Daten zu Abbrüchen in Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Schweden und Spanien. Es bezieht dabei die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, die menschenrechtlichen Standards im Bereich reproduktiver und sexueller Rechte und das Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit mit schwangerer Personen effektiv gewährleistet werden

    Self-determination under pressure? The right to abortion in Europe

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    The Dossier introduces how European institutions deal with the right to abortion. It focuses on political initiatives that the European Parliament is actively involved in. In an interview, Caroline Hickson, Regional Director of the International Planned Parenthood Federation European Network (IPPF EN), and Leah Hoctor, Senior Regional Director for Europe at the Center for Reproductive Rights, talk about how their organisations campaign for the right to abortion in Europe and what type of support they need and demand from the European Union. This is even more important against the backdrop of reactionary counter forces who are transnationally connected: Opponents of a right to abortion do not just seek to ban pregnancy terminations, they also question gender equality across Europe. As a result, they threaten democracy, human rights, and the rule of law

    Talking Back, Publishing Back: Unokanma Okonjo und historische Kämpfe um Schwarze „Selbstveröffentlichung“

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    Welche Strategien verfolgten nichtkanonisierte Schwarze Autorinnen im Umfeld der Bürgerrechts- und Frauenbewegungen, um sich ins politische und kulturelle Archiv einzuschreiben? Der Beitrag fokussiert die Lebens- und Werkgeschichte von Unokanma Okonjo, einer bislang kaum erforschten, antirassistisch und antisexistisch engagierten, transnational positionierten Akteurin der 1960er- und 1970er-Jahre. Die panafrikanische Aktivistin und engagierte Sozialwissenschaftlerin veröffentlichte agitatorische, akademische und lyrische Texte. Der Beitrag analysiert in erster Linie diese Produktion von Texten und das Begehren der Autorin nach „Gelesenwerden“ und arbeitet dabei mit den Konzepten „ikonische Artikulation“ als Element performativen Handelns, Talking Back als Äußerungsform minorisierter Schwarzer Frauen* sowie „Publishing Back“ als Weiterführung von Praktiken der Auto_Biografie und der Selbstdokumentation. Die Bewegungen von Autorinnen wie Okonjo ins und aus dem Archiv Schwarzer postkolonialer feministischer Geschichte werden als unabgeschlossene Projekte einer „Selbstveröffentlichung“ diskutiert

    Vergessene Pionierinnen? Die Ausstellung Künstlerinnen international 1877–1977 als historiografische Intervention und Inspiration

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    Der Beitrag befragt die Ausstellung Künstlerinnen international 1877–1977 als historiografische Intervention. Die kontroverse Rezeption der Ausstellung um 1977 wird skizziert und mit ihrer zurückhaltenden Erinnerung in der Gegenwart kontrastiert. Agnotologie wird als produktives Instrumentarium für das Erforschen dieser erinnerungspolitischen Marginalisierung entfaltet. Die „Erinnerungsresistenz“ der Schau in ihrer Destabilisierung zentraler Ordnungskategorien verortend und diese als verbreitetes Spezifikum feministischer Agitationen ausweisend, wird abschließend eine anachronistisch verfahrende feministische Historiografie als Ausweg aus solch tradierter Traditionslosigkeit vorgestellt

    Technologische Lösungen gegen Mangelernährung? Für eine Re-Politisierung von Hunger, Nahrungssouveränität und Geschlechterverhältnissen

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    Angesichts zunehmend entpolitisierter Debatten um Hunger analysiert dieser Beitrag die Ernährungs- und Gesundheitssituation mehrfach benachteiligter Frauen* im globalen Süden. Aus einer biopolitischen Perspektive werden die materiellen Lebensbedingungen ländlicher Frauen* nach der Agrarliberalisierung untersucht und es wird beleuchtet, wie Nutrionismus auf Subjektivitäten und Körper(lichkeiten) von gebärfähigen, schwangeren und stillenden Frauen* in postkolonialen Ländern zugreift. Mit einer kritischen Haltung gegenüber technologischen Lösungen für Mangelernährung zeigt die empirische Studie der Bewegung Food Sovereignty Alliance India (FSA), dass die beteiligten Frauen*, Dalit- und Adivasigruppen über lokale nahrhafte Ernährungsgrundlagen verfügen und sozial gerechte Zugänge zu Gemeinschaftsressourcen sowie die Einbeziehung des Ernährungswissens von ländlichen Frauen* für Gesundheit und nachhaltige Landwirtschaft fordern. Abschließend wird diskutiert, wie feministisch-entwicklungspolitische Kritiken an Machtverhältnissen in Haushalt und Familie die Forschungen und politischen Ziele von FSA erweitern und zu einer umfassenden Demokratisierung von Nahrungspolitiken beitragen können

    Frauenbewegung in Bosnien und Herzegowina: Aktivistinnen erinnern sich

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    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Frauenbewegungen in Bosnien und Herzegowina (BuH), einer Gesellschaft, die aufgrund des Krieges von 1992 bis 1995 und der im Friedensabkommen von Dayton festgelegten institutionellen Vereinbarungen oft als ethnisch gespalten beschrieben wird. Ethnonationalistische Eliten treiben historischen Revisionismus und Patriarchalismus voran. Frauen werden als passive Opfer konzipiert und die Kontinuität ihres Aktivismus wird unterdrückt. Dies gilt auch für die Diskurse internationaler Geldgeber, von deren Unterstützung zahlreiche Frauenorganisationen abhängen. Die Autorin analysiert aufgrund ihrer qualitativen Forschung, wie sich die Aktivistinnen an Aktivismus und die Lage der Frauen in verschiedenen historischen Epochen erinnern und auf welche Weise Erinnerung in konkrete Aktivitäten übersetzt wird. Trotz der neuen Schwerpunkte von Aktivistinnen und ihren Organisationen zeigt die Analyse, wie sie einen Bezug zur Zeit des Sozialismus und zu ihrem Friedensengagement während des Krieges und nach dem Krieg aufbauen, um eine kontextualisiertere und autonomere Frauenbewegung in BuH zu schaffen und ihre Rolle als Akteurinnen zu bestätigen und zu stärken

    Probleme und Potenziale gendermedizinischer Operationalisierung von Geschlecht

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    Die Gendermedizin hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Kritik an androzentrischen Wissenspraktiken, vergeschlechtlichte Objekt-Subjekt-Relationen und der Gender Data Gap bildeten den Keim gendermedizinischer Forschung. Die Geschlechterperzeption kann als eine Schlüsselfrage der Gendermedizin verstanden werden, welche die Operationalisierung von Geschlecht intradisziplinär verhandelt. Bislang scheitert sie dabei an einer homogenen Definition und hält an Paradigmen quantitativer Wissenspraktiken fest. Die Komplexität der Kategorie Geschlecht verlangt jedoch nach vielschichtigen Betrachtungen, die über disziplinäre Grenzen hinausgehen. Insgesamt bieten die in den Wissenspraktiken, der Geschlechterperzeption und dem inter-/transdisziplinären Verständnis verorteten Forschungsfelder um die Operationalisierung von Geschlecht Räume, in denen sich die Gendermedizin, Feminist Science Studies, Gender Studies und weitere treffen können und müssen

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