GenderOpen - Repositorium für die Geschlechterforschung
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    Riskante Projekte? : Ökonomische Praktiken und Mobilität von Händlerinnen in der Kolonie New Netherland

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    This paper discusses economic practices of women in the Dutch colony New Netherland. As letters, court records and engravings show, women of the 17th century were involved in the colonial transatlantic and global trade of goods — predominantly fur — in many ways. Thus the dichotomous narratives of men as global players and women as locally bound are no longer justified. Instead, we need new perspectives that focus on the gender specificity of economic activities in Early Modern Times. Suggesting to analyze the history of global enterprises in the 17th century as a history of projects this paper focuses on the risks of failure and their impact on the economic behavior of men and women alike

    10. Tagung des Arbeitskreises AIM Gender vom 10. bis 12. Dezember 2015 in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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    Die Jubiläumstagung des Arbeitskreises für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung (AIM Gender) greift mit den Sektionen Sozialisation, Gewalt, Körper, Sexualität, Gesundheit, Künste, Erwerbs- und Fürsorgearbeit und Vaterschaft die wesentlichen Themen der Männlichkeitenforschung auf und bringt diese mit einer großen Vielfalt und Fülle an Zugängen in einen interdisziplinären Dialog. In der Podiumsdiskussion „Theorizing Masculinities“ dominieren die soziologischen Theorien Connells und Bourdieus, doch es bleibt offen, welche theoretischen Perspektiven sich für die Zukunft zeigen. Zentrale Perspektiven der gegenwärtigen Genderforschung wie die Hinterfragung von Geschlechterkategorien und kategorienübergreifende Reflexion tauchen hier selten auf. Und so wird am Rande der AIM-Gender- Tagung die Frage immer lauter, wie die Beschränkung auf die Kategorie Männlichkeit Bestand haben kann.The anniversary meeting of the Working Group for Interdisciplinary Men‘s and Gender Studies (AIM Gender) addressed the main issues of masculinity research in various sections: Socialization, Violence, Body, Sexuality, Health, Arts, Work, Care and, finally, Paternity. It got them to enter into an interdisciplinary dialogue with a wide variety of theoretical approaches. In the panel discussion on “Theorizing Masculinities” the sociological theories of Connell and Bourdieu dominated, but theoretical perspectives for the future research of masculinities remained open. Central perspectives of gender research, such as the questioning of gender categories and reflection across categories rarely appear. In discussions on the fringes of the AIM Gender meeting the question was thus raised of how we can continue to limit ourselves to the category of “masculinities”

    Leave and financial support for family caregivers in EU member states

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    This report shows which forms of long-term leave exist in several EU member states for family caregivers who care for a dependent relative at home. It also shows, whether there is some form of financial benefit available for the caregiver during the leave. The support arrangements of 14 member states of the European Union (EU) are presented in brief descriptions and overview tables

    Liebe, Schönheit und Selbstnarration in Twilight, Fifty Shades of Grey und Jane Eyre

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    Der Beitrag fokussiert auf die Protagonistinnen und zugleich Erzählerinnen von Stephenie Meyers Twilight-Saga und E. L. James’ Fifty-Shades-Trilogie und vergleicht sie mit ihrem Prototyp, Jane Eyre aus dem gleichnamigen Roman von Charlotte Brontë. Im Zentrum steht eine Analyse der Selbstbeschreibung von Bella, Ana und Jane als gewöhnlich, unscheinbar und wenig attraktiv. Indem diese Selbstbeschreibung in den Kontext des Gesamttextes – und damit der Liebesgeschichte und ihrer seit dem 19. Jahrhundert etablierten Begehrensökonomie – gestellt wird, kann herausgearbeitet werden, wie die Sichtweise der Erzählerinnen im Text gewichtet und punktuell infrage gestellt wird und wie sich die Protagonistinnen im Laufe der Erzählung in feminine und begehrenswerte Frauen verwandeln. Dadurch kann in den Blick genommen werden, welche spezifische Form weißer bürgerlicher heterosexueller Weiblichkeit in heteronormativen Liebesgeschichten entworfen und bekräftigt wird. / This article focuses on the heroines and firstperson narrators in Stephenie Meyer’s Twilight saga and E. L. James’s erotic retelling Fifty Shades of Grey. I undertake a comparison with what can be identified as the prototype for these heroines, namely Charlotte Brontë’s Jane Eyre in the eponymous novel. I use the fact that Bella, Ana and Jane describe themselves as ordinary, unremarkable and plain as my point of departure. By locating their selfnarration within the context of the love story, its long-established plot structure and its politics of desire, I aim to show how their view is weighted and questioned, and how the heroines’ transformation into feminine and desirable women is effected in the text. This reading enables me to analyse and criticise the specific form of white heterosexual bourgeois femininity that is produced and reinforced by heteronormative love stories

    „Making Art, Making Media, Making Change!?“ Prozesse des Queerings und des Empowerments in der Arbeit mit Jugendlichen

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    Wie können soziale und kulturelle Ordnungen, die eine Gesellschaft strukturieren, in der Arbeit mit Jugendlichen thematisiert werden? Wie lassen sich Machtverhältnisse und hegemoniale Deutungen infrage stellen? Das in diesem Beitrag vorgestellte Wissenschaftskommunikationsprojekt greift solche Fragestellungen auf und eröffnet in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen Möglichkeiten der Intervention in hegemoniale Deutungsmuster durch eigene kulturelle Produktionen. Den theoretischen Rahmen bildet eine Verbindung der Perspektive des Queerings mit Ansätzen der kritischen Kunst- und Kulturvermittlung. Anhand von durchgeführten Workshops mit Jugendlichen und den im Projekt entwickelten visuellen Materialien diskutieren wir, wie durch Bildkarten die Heteronormativität sowie Zweigeschlechtlichkeit infrage gestellt sowie dominante Blickregime und hegemoniale Bildpolitiken und Zuschreibungen kritisch reflektiert werden können. Ein Queering kann demnach Handlungsräume für Jugendliche eröffnen, in denen gemeinsam gesellschaftliche und soziale Normierungen dekonstruiert sowie (macht)kritische und ermächtigende Deutungen erarbeitet werden können

    ZUR BEDEUTUNG EINER GEMEINSAMEN DOKUMENTATIONSSPRACHE FÜR FORSCHUNG UND INFORMATIONSEINRICHTUNGEN

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    Angesichts aktueller und voraussichtlich in naher Zukunft startender Infrastrukturprojekte der Frauen/Gender-Informationseinrichtungen einerseits und der Gender Studies andererseits, soll im Folgenden auf den Sinn und die Notwendigkeit einer gemeinsamen gendersensiblen Dokumentationssprache hingewiesen werden. Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Masterstudiums der Bibliotheks- und Informationswissenschaften (MALIS) an der Technischen Hochschule Köln und verfolgt das Ziel, Vorschläge für die Erarbeitung eines Gender Thesaurus zu entwickeln

    Ambivalente Männlichkeitskonstruktionen von Vätern zwischen Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit

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    Gesellschaftliche Männlichkeitsentwürfe befinden sich derzeit im Umbruch. Damit gewinnen auch neue Vorstellungen von Vaterschaft an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag aus diskurstheoretischer Perspektive die Subjektposition des Vaters als Männlichkeitskonstruktion in Diskussionen rund um das Thema Väterkarenz. Dabei werden Ungleichzeitigkeiten und Widersprüchlichkeiten auf der Ebene des Diskursiven sichtbar, denen insbesondere mit Blick auf das Spannungsverhältnis von Erwerbsarbeit und väterlicher Fürsorgearbeit nachgegangen wird. Es wird vorgeschlagen, diese Disparitäten als Ambivalenz zu interpretieren und damit das Subjekt Vater als auf einer ambivalenten Männlichkeitskonstruktion basierend zu verstehen

    Das ‚Ereignis Köln‘

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    DIE FRAUENSPEZIFISCHE INFORMATION UND DOKUMENTATION AN DER ÖSTERREICHISCHEN NATIONALBIBLIOTHEK

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    1992 wurde Ariadne als Fraueninformations- und -dokumentationsstelle an der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) eingerichtet und arbeitet seitdem sowohl an der dokumentarischen Aufarbeitung des aktuellen frauen-, geschlechterrelevanten und feministischen Literaturbestandes als auch an der Sichtbarmachung des historischen Bestandes der ÖNB zu diesem Themenbereich. In diesem Beitrag geht es darum, die Position von Ariadne im Fraueninformations- und -dokumentationswesen, als Teil der ÖNB, an der Schnittstelle zur Frauenszene, Frauenbewegung, feministischen Szene und zur Frauen- und Geschlechterforschung einer Reflexion zu unterziehen. Nach einer mehr als 20-jährigen Tätigkeit soll ein Rückblick in die Geschichte zeigen, was Ariadne geleistet hat und wo Grenzen liegen, welche Ansprüche und Anliegen Ausgangspunkte für die Arbeit waren und wofür es heute noch frauenspezifische Informations- und Dokumentationseinrichtungen wie Ariadne braucht

    Liebe zum Schicksal? Symbolische Gewalt im Übergang von der Paarbeziehung zur Elternschaft

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    Die in den Strukturen der sozialen Ordnung angelegte Geschlechterungleichheit wird im Falle einer Familiengründung verstärkt wirksam, da der aufgeworfene Widerspruch zwischen familialer Lebensführung in der heutigen Erwerbsgesellschaft auf der einen Seite und der ökonomischen Existenzsicherung auf der anderen Seite von den Akteuren in ihrer alltäglichen Praxis aufgelöst werden muss. Liebe spielt dabei eine besondere Rolle, und zwar nicht nur als Liebe zwischen Menschen, sondern vor allem als Liebe zum Schicksal, als amor fati. Nach Bourdieu ist dies die „körperliche Neigung, eine Identität zu verwirklichen“ (Bourdieu 2005: 91). Bei dieser Inkorporierung des Sozialen handelt es sich gleichzeitig um Inkorporation von Herrschaft (im Sinne einer sozialen Ordnung, wie der Geschlechterordnung). Verkörperte Geschlechterkonstruktionen sind tief verankerte Überzeugungen der Akteurinnen und Akteure, die offen sind für die Wirkungen symbolischer Gewalt. Sie knüpfen an die noch immer durch Organisationsformen von Arbeit unterstützte und in den Strukturen gesellschaftlicher Institutionen enthaltene Geschlechterdichotomien an, auch wenn das Paar nach Gleichheit strebt

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