PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Erstellung einer Lernkiste zu einem Bilderbuch für DaZ-Kinder
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Erstellung einer Lernkiste für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mithilfe des Bilderbuchs «das kleine WIR in der Schule» von Daniela Kunkel. Ziel war es, niveaudifferenzierte Aufgaben in den Bereichen Wortschatz, Hörverständnis und Leseverständnis zu entwickeln, um den Zweitspracherwerb von DaZ-Kindern zu fördern. Dabei wurden unterschiedliche Methoden, wie die Differenzierung, Integration von digitalen Hilfsmitteln wie dem Bookii-Stift verwendet, um den verschiedenen Bedürfnissen der Schüler:innen gerecht zu werden. Das Konzept der BICS (Basic Interpersonal Communicative Skills) und CALP (Cognitive Academic Language Proficiency) wurde als Grundlage für die Erstellung der Aufgabenstellungen gewählt, um sowohl alltägliche Kommunikationsfähigkeiten als auch akademische Sprachkompetenzen zu fördern. Die Ergebnisse zeigen auf, dass durch die Nutzung von Bildern, digitalen Medien und differenzierten Aufgaben eine motivierende und unterstützende Lernumgebung geschaffen werden kann. Das fördert das sprachliche Verständnis, aber weckt auch das Interesse der Schüler:innen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Entwicklung von didaktischen Materialien für den DaZUnterricht und unterstreicht die Bedeutung einer an den individuellen lernstand angepassten Unterrichtsgestaltung
Denkwege und Vorgehensweisen im Umgang mit dem Stellenwertsystem zu Beginn der 5. und 6. Klasse erkunden
Die vorliegende Arbeit zeigt Kompetenzen und Schwierigkeiten von einzelnen Schüler:innen im Bereich des Stellenwertverständnisses zu Beginn der fünften und der sechsten Klasse auf. Ebenfalls wird auch ein Augenmerk auf die Denkwege und Vorgehensweisen von einzelnen Schüler:innen während der Bearbeitung der Aufgaben gelegt
Mathematik im Freien entdecken mit Quaki
Diese Arbeit thematisiert die frühe mathematische Bildung von Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren und wurde im Rahmen des Projektes «MATHEentdecken-Spaziergang» erstellt, welches im Kapitel «Outdoor Teaching» genauer beschrieben wird. Das Ziel dieser Arbeit war herauszufinden, wie mathematisches Lernen mit der Natur sowie einer Leitfigur als Begleitung, verbunden werden kann.
Wie müssen mathematische Aktivitäten für in und mit der Natur entwickelt werden, sodass mathematisches Tun ermöglicht werden kann? Wie kann eine Leitfigur so eingebunden werden, dass sie dem mathematischen Tun der Kinder beitragen kann? Aufgrund dieser sowie weiterer Fragen wurden mögliche Lösungswege und Methoden in Form von mathematischen Aktivitäten entwickelt. Diese wurden innerhalb des «MATHEentdecken-Spaziergang»-Anlasses durchgeführt und Kinder wurden dabei beobachtet. Begleitet wurden die Kinder durch eine Froschhandpuppe namens Quaki, welche hierbei die Leitfigur darstellt.
Mithilfe von Beobachtungsrastern konnten die Tätigkeiten der Kinder sowie der Begleitpersonen beobachtet und zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet sowie interpretiert werden. Die Ergebnisse sind so vielfältig wie die Aktivitäten selbst. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören, dass einerseits der Einsatz der Leitfigur gelungen und andererseits mathematisches Tun überall dort ersichtlich wurde, wo ein Kind beobachtet werden konnte. Dabei wurden teilweise zusätzliche unerwartete mathematische Tätigkeiten sichtbar bzw. erwartete blieben aus, was an den gegebenen mathematischen Impulsen der Aktivität liegen könnte. Spannend für künftige Untersuchungen ist daher, die nach der beobachteten Erprobung weiterentwickelten Aktivitäten ein erneutes Mal zu erforschen
Sprachsensible Ansätze für sprachliches und fachliches Lernen im Mathematikunterricht der 3. bis 6. Primarstufe
In der vorliegenden Literaturarbeit wird untersucht, welche sprachsensiblen Ansätze im Mathematikunterricht des Zyklus 2 (3. bis 6. Primarklasse) umgesetzt werden können, um das Lernen von Bildungssprache und Fachinhalten zu fördern. Sie zeigt, dass Sprache eng mit mathematischen Leistungen verknüpft ist. Ebenso verdeutlicht die Arbeit, dass Bildungssprache am effektivsten im Kontext des Mathematikunterrichts vermittelt werden kann. Es wird thematisiert, welche sprachlichen Hürden in Mathematik auftreten und wie diese mithilfe von Sprachvereinfachungen, gezielten Sprachhilfen sowie durch Ansätze zum Aufbau von Sprachbewältigungsstrategien überwunden werden können. Diese Ansätze werden aufgezeigt und anhand praxisnaher Beispiele mit Lehrplanbezug veranschaulicht, beispielsweise durch die sprachliche Vereinfachung von Mathematikaufgaben, die Entwicklung eines Planungsrahmens, durch Aufgaben zum Darstellungswechsel sowie durch Strategien zur schrittweisen Bearbeitung von Textaufgaben.Zusätzlich wird dargelegt, wie künstliche Intelligenz (KI) Lehrkräfte bei der Entwicklung und Umsetzung sprachsensibler Ansätze unterstützen kann. Die Arbeit verdeutlicht die Relevanz sprachsensibler Methoden für ein nachhaltiges Lernen von Bildungssprache sowie Fachinhalten im Mathematikunterricht und bietet Lehrkräften praxisorientierte Anregungen für die Gestaltung von sprachsensiblem Unterricht
Die Bedeutung von Musik für die Förderung von sozialer Kompetenzen und Gemeinschaftsbildung im schulischen Kontext
Diese Bachelorarbeit behandelt folgende Fragestellung: Welchen Einfluss hat Musik auf die Entwicklung der Sozialkompetenz von Kindern und der gesamten Klasse auf eine solide Gemeinschaftsbildung. Wie kann eine Lehrperson die Wirkung von musikalischen Interventionen zu nutzen machen? Dabei wird der Definition von Musik, Sozialkompetenz und Gemeinschaft auf den Grund gegangen. Die Arbeit untersucht die Wirkung von Musik im Klassenzimmer, insbesondere mit Blick auf die Förderung der Sozialkompetenz, des Klassenklimas und der gemeinschaftsbildenden Wirkung auf Schüler: innen. Anhand aktueller wissenschaftlicher Literatur und empirischer Studie wird dargelegt, das durch gemeinsames Musizieren, Hören, Bewegen oder Singen das Gemeinschaftsgefühl in Schulklassen gestärkt und Hemmungen im zwischenmenschlichen Umgang abgebaut werden. Des Weiteren werden methodische Ansätze erläutert, durchgeführt und analysiert. Dabei wird anhand von Interviews mit musikorientierten Lehrpersonen, der Vergleich von Theorie und Praxis verdeutlicht und verstärkt und die Ergebnisse aufgezeigt. Abschliessend wird die Leitfrage beantwortet. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Frage, inwiefern Musik als Mittel zur sozialen Förderung in Schulen effektiv genutzt werden kann. Sie wird im Rahmen des Fachbereichs Musik verfasst
Die Auswirkungen der erweiterten Lehr- und Lernform Wochenplan auf die Motivation von Schüler:innen aus der Primarstufe. Anhand einer Beobachtung von vier ausgewählten Schüler:innen aus zwei verschiedenen Klassen der Primarstufe
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der erweiterten Lehr- und Lernmethode der Wochenplanarbeit auf die Motivation von Schüler:innen der Primarstufe. Im Fokus der Analyse steht, wie diese Methode das Engagement, die Selbstständigkeit und die intrinsische Motivation der Lernenden beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wochenplanarbeit vor allem dann eine positive Wirkung entfaltet, wenn Schüler:innen über ein hohes Mass an Selbstständigkeit und intrinsischer Motivation verfügen. Die flexible Struktur des Wochenplans, die es den Schüler:innen ermöglicht, ihre Aufgaben selbst zu wählen und ihre Zeit eigenständig zu gestalten, fördert insbesondere das Engagement und die Eigenverantwortung. Schüler:innen, die bereits intrinsisch motiviert sind, konnten Aufgaben selbstständig bearbeiten und zeigten eine hohe Frustrationstoleranz. Ebenso trugen soziale Interaktionen, wie die Zusammenarbeit mit Mitschüler:innen, zur Steigerung der Motivation bei. Jedoch zeigt die Untersuchung auch, dass die Wochenplanarbeit nicht für alle Schüler:innen gleichermassen förderlich ist. Insbesondere Schüler:innen mit geringeren Fähigkeiten zur Selbstregulation oder einer niedrigeren intrinsischen Motivation zeigten weniger Engagement und häufiger eine passive Haltung. Die fehlende Struktur und die hohe Flexibilität der Methode führten in solchen Fällen zu Ablenkungen und einem Verlust des Engagements. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wochenplanarbeit an die individuellen Bedürfnisse der Schüler:innen angepasst werden muss, um eine positive Wirkung auf alle Lernenden zu entfalten
Die Auswirkungen einer Naturprojektwoche mit digitalen Medien und Realerfahrungen
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit möchte die Autorin aufzeigen, wie eine Naturprojektwoche mit Realerfahrungen, digitalen Medien und ausserschulischen Lernorten gezielt gestaltet werden kann, um Lernprozesse in der Grundschule zu bereichern. Dabei steht die folgende Fragestellung im Zentrum: Welche Kriterien, Merkmale und fachdidaktische Bezüge sollen Naturprojekttage berücksichtigen, damit ein möglichst grosser Lernzuwachs entstehen kann und die Motivation der Kinder angeregt wird. Die Arbeit kombiniert eine theoriegeleitete Literaturrecherche mit der praktischen Umsetzung einer Projektwoche, die auf naturnahe Erlebnisse, digitale Werkzeuge und direkte Umweltbeobachtungen setzt. Die Ergebnisse zeigen, dass Naturerfahrungen in Verbindung mit digitalen Medien die Lernfreude, das Umweltbewusstsein und die sozialen Fähigkeiten der Kinder stärken können. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass die Verknüpfung von Naturerfahrungen mit moderner Technologie das Lernen in einer motivierenden und ganzheitlichen Weise fördert und zu einer nachhaltigen Lernbereitschaft beiträgt
Introvertierte Kinder in der Schule
In der Schule begegnet man aktiven und zurückhaltenden Kindern. Es ist möglich, dass diese zurückhaltenden Kinder introvertiert sind. Genau um diese Eigenschaft der Persönlichkeit geht es in dieser Bachelorarbeit. Die Leitfrage lautet dazu: Wie soll sich eine Lehrperson gegenüber introvertierten Kindern im Alter von 4-10 Jahren verhalten? Die Introversion ist ein Persönlichkeitsmerkmal, dass nicht abgelegt werden kann. Es braucht Akzeptanz und Verständnis von der Seite der Lehrperson. Zu Beginn wird definiert, was Introversion ist und woher sie kommt. Es werden Abgrenzungen zu Schüchternheit und Hochsensibilität aufgezeigt. Die gegensätzliche Extraversion verdeutlicht nochmals die Introversion. Einige Unterrichtsmethoden und Strategien unterstützen das introvertierte Kind in der Schule. Dadurch kann es den Schulalltag besser bewältigen. Dazu gehören der Einsatz von Stillarbeiten, wenige strukturierte Gruppenarbeiten und Aktivitäten die Reflexion verlangen. Einzel kann die Lehrperson das Kind auch unterstützen, wenn sie Stärken und Interessen erkennt und fördert
Unterricht im Freien - Ein Hilfsmittel für Lehrpersonen zur Verlegung des Unterrichts von drinnen nach draussen
Kinder sollten so viel Zeit wie möglich in der Natur verbringen können. Das behauptet zumindest Helmut Schreier, welcher sich in seinem Werk «Krise der Kindheit» vertieft mit dem positiven Einfluss der Natur auf Kinder befasst hat (2012, S.5). Neben zahlreichen Entwicklungsforscher: innen ist auch die Autorin der Meinung, dass Kinder sich möglichst oft draussen aufhalten sollten, um Primärerfahrungen in der Natur zu sammeln und den Raum zu Bewegung zu haben.
Leider sieht man in den letzten Jahren immer weniger Kinder, welche draussen auf der Strasse oder im Quartier ihre Nachmittage verbringen und mit den ansteigend hohen Arbeitspensen der Erziehungsberechtigten und der voranschreitenden Digitalisierung wird sich daran wohl auch nicht so schnell etwas ändern.
Wo wäre also ein besserer Ansatzpunkt den Kindern mehr Zeit in der Natur zu ermöglichen als in der Schule, in welcher die Kinder sowieso mehr als die Hälfte ihrer Tageszeit verbringen? Die Autorin begann sich also mit der Frage auseinanderzusetzen, wieso der grösste Teil des Unterrichts in der Schweiz in den vier Wänden des Klassenzimmers stattfindet, und stiess dabei auf zwei Hauptgründe, welche Lehrpersonen davon abhalten, den Unterricht nach draussen zu verlegen. Einer dieser Gründe soll laut Tuuling, Oun & Ugaste die aufwendige und zeitintensive Planung sein, der zweite die unzureichende Ausstattung, welche für den Draussenunterricht benötigt wird (2019, S.364).
In der vorliegenden Arbeit wurde eine Lösung zu diesen zwei Bedenken erarbeitet, indem durch eine Zusammenstellung der wichtigsten organisatorischen Hinweise und Anleitungen zur Einrichtung des Klassenzimmers eine spontane Verlegung des Unterrichts von drinnen nach draussen möglich gemacht wird. Die Materialien werden in einer Broschüre mitsamt einer Checkliste verarbeitet, damit der Aufwand der Vorbereitung vor einer spontanen Verlegung, minimiert wird
Rituale in der Schule – ihr Funktionieren, ihre Funktion und ihre Grenzen
Bei genauer Betrachtung lassen sich im Alltag eines Kindes vielerorts Rituale entdecken, sei dies in der Familie zu Hause oder in der Schule. In der Ausbildung zur Lehrperson sind Rituale ein mehrfach wiederkehrendes Thema. Somit stellt sich die Frage, weshalb sie so wichtig sind im Schulunterricht. In der vorliegenden Bachelorarbeit steht die Fragestellung im Zentrum: ‘Weshalb sind Rituale wichtig im Schulalltag, wie funktionieren sie, was ist ihre Funktion für Kinder und welche Risiken können sie im Unterricht für die Kinder haben?’. Damit Rituale funktionieren, müssen sie einen gewissen Grad an Allgemeingültigkeit erreichen. Erst wenn sie von mehreren Personen ähnlich umgesetzt werden und ihnen eine Bedeutung zugeschrieben wird, kann ihr Sinn erreicht werden. Rituale stärken das Gefühl der Selbstwirksamkeit und darum auch die Leistung. Sie können die Reaktion des Gehirns auf Fehler regulieren, Ängste reduzieren und das Gefühl von Kontrolle geben. Da der Alltag durch Rituale vorhersehbar wird, geben sie den Schüler:innen ein Gefühl von Sicherheit. Zudem stärken Rituale das Gefühl von Zugehörigkeit. Sie finden in der Regel im Kollektiv statt und bringen die Gruppe stärker zusammen. Diese Eigenschaft hat auch Risiken. Rituale können zu Exklusion führen. Wer nicht am Ritual teilnimmt oder teilnehmen kann, wird aus der Gruppe ausgeschlossen. Zudem kann es bei Ritualen zu Sinnentleerung oder auch Machtmissbrauch kommen. Die Form des Rituals allein garantiert noch keinen vertretbaren Inhalt. Die in der Literaturrecherche gewonnenen Erkenntnisse werden durch die beiden regionalen Rituale Chalandamarz und Sächsilüüte veranschaulicht und helfen, sie zu verstehen