PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Denk- und Vorgehensweisen von Kindern beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern
Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, wie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf mathematische Herausforderungen im Bereich der Zahlenmauern bewältigen. Der Fokus liegt auf den besonderen Schwierigkeiten, die diese Kinder in solchen Kontexten erfahren, und der Notwendigkeit, ihre Denk- und Lösungsstrategien besser zu verstehen, um sie gezielt fördern zu können. Daher lautet die Forschungsfrage dieser Arbeit: «Welche Denkstrategien und Herangehensweisen zeigen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern?»
Basierend auf der klinischen Interviewmethode wurden acht Schüler:innen aus der zweiten bis vierten Kleinklassen untersucht, wobei zentrale mathematische Kompetenzen – wie Problemlösen, Kommunizieren, Argumentieren und Darstellen – im Mittelpunkt standen. Die Ergebnisse zeigen eine grosse Bandbreite an Herangehensweisen. Während einige Kinder grundlegende Strategien erfolgreich einsetzten, hatten andere Schwierigkeiten, diese eigenständig anzuwenden. Es wurde deutlich, dass eine gezielte Unterstützung durch Lehrpersonen erforderlich ist, um komplexe Aufgabenstellungen für diese Kinder zugänglicher zu machen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zum Verständnis der Vorgehensweisen von Kindern mit Förderbedarf und liefert Impulse für eine stärker differenzierte Gestaltung des Mathematikunterrichts.
Keywords: Zahlenmauern; sonderpädagogischer Förderbedarf; Denkstrategien; Lösungsstrategien; mathematische Kompetenzen; klinische Interviewmethode
Quelle:
Büchel, R. (2025). Denk- und Vorgehensweisen von Kindern beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern (Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule St. Gallen)
Fit für KI im Klassenzimmer: KI-Kompetenzen für den Deutschunterricht
Textgenerierende künstliche Intelligenz (KI) hat seit dem Launch von ChatGPT im Jahr 2022 den Bildungsbereich verändert und neue Herausforderungen für Lehrpersonen geschaffen. Um solche Systeme im Deutschunterricht einsetzen zu können, müssen Lehrpersonen KI-Kompetenzen entwickeln. Diese Arbeit untersucht, welche Kompetenzen notwendig sind, damit Lehrpersonen textgenerierende KI wie ChatGPT im Deutschunterricht einsetzen können. Dabei liegt der Fokus auf der Mittelstufe. Ergänzend werden Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes sowie mögliche Einsatzbereiche aufgezählt. Die zentrale Fragestellung lautet: Welche KI-Kompetenzen benötigen Lehrpersonen, um Programme mit textgenerierender KI im Deutschunterricht einzusetzen? Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird eine qualitative Studie durchgeführt. Diese basiert auf Experteninterviews mit Lehrpersonen unterschiedlicher Berufserfahrung und der Analyse von KI-Anwendungen der Plattform Fobizz. Die Studie identifiziert nicht nur die Chancen und Herausforderungen durch KI, sondern zeigt auch mögliche Anwendungsmöglichkeiten auf. In dieser Arbeit wird deutlich, wie bedeutend der Einbezug von KI in die Schule ist. Die Ergebnisse werden in einem neu entwickelten Modell dargestellt, das die zentralen KIKompetenzen für Lehrpersonen sowie deren Zusammenhänge aufzeigt. Dieses Modell soll Lehrpersonen dabei unterstützen, sich auf die Herausforderungen, die KI mit sich bringt, vorzubereiten
Medien- und Informatikbildung im frühen Schulalter: Ein vergleichender Blick auf die Ansätze des Kantons St.Gallen und der niederländischen Region Zwolle
Diese Bachelorarbeit untersucht die Integration des Medien- und Informatikunterrichts im Zyklus 1 in zwei unterschiedlichen Regionen: dem Kanton St.Gallen und der niederländischen Region Zwolle. Im Fokus stehen gesellschaftliche Vorgaben, pädagogische Ansätze und die praktische Umsetzung im Unterricht. Qualitative Interviews mit sechs Lehrpersonen und eine Analyse der Modullehrpläne bilden die Grundlage der Untersuchung.
Die Ergebnisse zeigen, dass in St.Gallen spezifische Lehrmittel zwar vorhanden sind, jedoch selten genutzt werden, während in Zwolle solche Lehrmittel vollständig fehlen. In Zwolle liegt der Fokus der Unterrichtsgestaltung stärker auf Anwendungskompetenzen, während in St.Gallen zusätzlich Medien- und Informatikkompetenzen gefördert werden.
Trotz umfassender Modullehrpläne bleibt die praktische Umsetzung in beiden Regionen begrenzt, was vor allem auf Zeitmangel, fehlende Ressourcen und Unsicherheiten der Lehrpersonen zurückzuführen ist. Die Arbeit zeigt, dass gezielte Massnahmen wie die Bereitstellung und Nutzung geeigneter Lehrmittel, feste Unterrichtszeiten und Weiterbildungen eine stärkere Integration von Medien- und Informatikbildung ermöglichen könnten
Grammatikunterricht in der Mittelstufe gemäss Lehrplan 21
Der Grammatikunterricht in der Schulzeit wird von vielen Erwachsenen als unangenehm empfunden. Der Unterricht ist gekennzeichnet von Regeln und Begriffen sowie dem Bestimmen von Wortarten und Satzgliedern. Die Lehrperson hat die Regeln zu vermitteln und die Schüler:innen haben die gelernten Regeln auf Aufgaben und Beispiele anzuwenden. Dieses Vorgehen wird als deduktiv beschrieben.
Dementsprechend wird Grammatikunterricht oft mit negativen Gefühlen in Verbindung gebracht. Dennoch ist Grammatikunterricht notwendig, um die Sprachkompetenzen zu fördern, Texte besser zu verstehen und klar zu kommunizieren.
In der vorliegenden Arbeit steht folgende Fragestellung im Zentrum: Welche Aspekte berücksichtigt die aktuelle Grammatikdidaktik, und wie sieht ein am Lehrplan 21 orientierter Grammatikunterricht in der Praxis aus?
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Geschichte und Theorie des aktuellen Grammatikunterrichts sowie mit der allgemeinen Didaktik. Sie zeigt auf, wie das genannte Thema im Lehrmittel «Deutsch» und «Die Sprachstarken» umgesetzt wird.
Durch die Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer Unterrichtsreihe zu den Zeitformen im Zyklus 2 (Mittelstufe) werden konkrete Ergebnisse erzielt. Es hat sich gezeigt, dass diese Arbeitsweise ein hohes Mass an Selbstständigkeit erfordert und dass die Schüler:innen geübt darin sein müssen, eigenständig Regelmässigkeiten und Zusammenhänge zu erkennen und Muster durch aktives Erkunden zu finden
Early Literacy Förderung und deren Einfluss auf die schulischen Leistungen in den Fachbereichen Deutsch und Mathematik
Schriftsprachliche Kompetenzen sind sowohl im sozialen Leben als auch in der heutigen Bildungs- und Arbeitswelt von grosser Bedeutung. Durch sogenannte Early Literacy Massnahmen können Vorläuferfähigkeiten, welche für spätere Schreib- und Leseprozesse benötigt werden, ausgebildet und gefördert werden. Ob und wie diese Massnahmen Einfluss auf schulische Leistungen nehmen, wird in der vorliegenden Arbeit analysiert. Aus diesem Grund steht die Fragestellung «Welche Zusammenhänge zwischen der Förderung der Early Literacy und den schulischen Leistungen von Mittelstufenschüler:innen in den Fachbereichen Mathematik und Deutsch lassen sich feststellen?» im Mittelpunkt dieser Arbeit. Dabei zeigte sich, dass ein Zusammenhang zwischen der Förderung von Kernkomponenten der Early Literacy (Mündlichkeit, alphabetischer Code, geschriebene Sprache) und späteren Kompetenzen im Bereich Deutsch festzustellen ist. Besonders im Bereich Lesen beziehungsweise Leseverstehen liessen sich deutliche Zusammenhänge ausmachen. Im Fachbereich Mathematik herrscht Einigkeit, dass Lese- und Schreibkompetenzen für die mathematische Ausgangskompetenz von Bedeutung sind und in einem Zusammenhang stehen. Es wird hier von einem indirekten Einfluss der frühen Sprachfähigkeiten auf die Mathematik gesprochen. Allerdings besteht eine inkohärente Studienlage auf die Entwicklung der mathematischen Kompetenz bezüglich des Langzeiteffekts
Entwicklung einer Forscherkiste zu erneuerbaren Energien für den Zyklus 2
Die vorliegende Bachelorarbeit ist produktorientiert. Sie geht der Fragestellung nach, welche Kriterien eine Forscherkiste erfüllen muss, um das Interesse und die Begeisterung für das Thema Energie sowohl bei Lehrpersonen als auch bei Schülerinnen und Schülern möglichst stark zu fördern. Im ersten Teil wird diese Frage theoretisch beantwortet. Im zweiten Teil wird der Entwicklungsprozess des Produktes aufgezeigt. Das Produkt ist eine Forscherkiste zum Thema erneuerbare Energien für den Zyklus 2, welche 12 Experimentieranleitungen, ein Forschungsheft für die Schülerinnen und Schüler sowie einen Lehrpersonenkommentar enthält
Untersuchung des Themenbereichs «Bedeutung und Funktion von Musik» im Lehrplan 21 anhand eines Filmmusik-Workshops
Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung des Potenzials von Filmmusik als kreatives und didaktisches Werkzeug im schulischen Kontext. Sie verfolgt die Frage, wie Filmmusik genutzt werden kann, um emotionale Wahrnehmung, narrative Fähigkeiten und kreative Ausdrucksformen von Schüler:innen verschiedener Altersstufen zu fördern. Filmmusik als Medium bietet eine einzigartige Möglichkeit, Emotionen zu transportieren, Geschichten zu untermalen und durch ihre Vielfalt sowohl analytische als auch kreative Kompetenzen anzusprechen.
Die Untersuchung basiert auf Workshops, die in unterschiedlichen Schulklassen durchgeführt wurden. In diesen Workshops analysierten die Schüler:innen zunächst Filmausschnitte und die dazugehörige Musik. Anschliessend wurden sie eingeladen, ihre individuellen Eindrücke und Assoziationen in kreativen Projekten wie zum Beispiel Zeichnungen, Collagen, Bastelarbeiten und Geschichten umzusetzen. Dabei wurde den Schüler:innen bewusst freie Wahl hinsichtlich der Medien und Themen gelassen, um ihre persönlichen Interpretationen zu fördern.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, wie Kinder und Jugendliche Filmmusik wahrnehmen, welche narrativen und emotionalen Strukturen sie darin erkennen und wie sie diese kreativ umsetzen. Die Ergebnisse sollen zugleich Impulse für zukünftige Lehrmittel und Ansätze zur Integration von Filmmusik in den schulischen Musikunterricht geben
Das optimale Klassenzimmer in der Unterstufe: Anregungen aus der Pädagogik, Psychologie und Architektur
Die Gestaltung von Klassenräumen zählt zu den zentralen Aufgaben jeder Lehrperson. Diese Arbeit untersucht daher, welche Aspekte bei der Klassenraumgestaltung in der Unterstufe berücksichtigt werden sollten, um sowohl die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen als auch deren Lernprozesse optimal zu unterstützen. Während bisherige Forschungen hauptsächlich die räumlichen Faktoren in den Blick nahmen, liegt der Fokus hier zusätzlich auf den altersspezifischen Bedürfnissen der Primarschulkinder und dem modernen Verständnis von Lernen. Die Grundlage dieser Arbeit bildet eine umfassende Analyse bestehender Theorien zur Raumgestaltung. Ergänzend wurden Interviews mit drei Lehrpersonen durchgeführt, um Einblicke in praktische Erfahrungen und Ansätze zu erhalten.
Die Ergebnisse der Gespräche wurden mit der Theorie verglichen und zeigen, dass viele der theoretisch erarbeiteten Aspekte bereits von Lehrpersonen in der Praxis umgesetzt werden. Dennoch besteht weiterhin Bedarf, Lehrpersonen verstärkt über die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder sowie die Auswirkung der Raumfaktoren auf die Lernleistung aufzuklären. Als besonders bedeutend erwiesen sich die Aspekte der Raumgliederung, Sitzordnung und Möblierung. Auch die kindlichen Bedürfnisse nach Bewegung, sozialer Interaktion sowie Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten wurden bereits in die Gestaltung einiger Klassenräume integriert. Weitere relevante Faktoren werden in dieser Arbeit detaillierter erläutert. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews sowie aus der Literatur liefern wertvolle Impulse für die Gestaltung des eigenen Klassenzimmers
Die Entwicklung von sozial-emotionalen Kompetenzen im Alter von drei bis sechs Jahren und deren Förderung
Sozial-emotionale Kompetenzen gehören zu den zentralen Fähigkeiten, die Kinder im Laufe ihrer Kindheit und Jugend entwickeln. Allerdings haben nicht alle Kinder aufgrund ihres Umfeldes die Möglichkeit, diese Kompetenzen angemessen zu erwerben, obwohl sie entscheidend für den späteren schulischen und beruflichen Erfolg sowie für soziale Beziehungen sind. Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Kompetenzen als sozial-emotional definiert werden können, wie deren Entwicklungsverlauf aussieht und welche Förderprogramme Lehrkräfte dabei unterstützen können, diese Kompetenzen gezielt im Unterricht zu fördern. Anhand einer systematischen Literaturrecherche zeigte sich, dass Bindung eine Schlüsselkompetenz darstellt, die wesentlich zur Entwicklung weiterer sozial-emotionaler Fähigkeiten beiträgt. In diesem Zusammenhang wird die Lehrperson als sekundäre Bezugsperson besonders hervorgehoben. Geeignete Förderprogramme für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren erwiesen sich als zunehmend wirksam. Es wird jedoch betont, dass deren Langzeitwirkung kritisch betrachtet werden sollte, da hierzu oft noch keine umfassenden Erkenntnisse vorliegen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Förderung von sozial-emotionalen Fähigkeiten im Unterricht und die Relevanz einer stabilen Erzieher-Kind-Beziehung
Wenn die Sonne nicht mehr scheint - Verständnis und Bewältigung von Depressionen bei Kindern
Depression ist eine häufige psychische Störung, die sich durch kognitive und somatischeSymptome äussert. Bereits im Kindesalter kann eine depressive Störung diagnostiziert werden,wobei die Diagnose nicht immer eindeutig ist. Damit eine Depression bei Kindern erkannt undinsbesondere im schulischen Kontext angemessen gehandelt werden kann, steht in dervorliegenden Arbeit folgende Fragestellung im Zentrum: Welche Rolle spielen familiäre,soziale und genetische Faktoren bei der Entwicklung von Depressionen bei Kindern im Altervon vier bis sieben Jahren, und wie können präventive Massnahmen in schulischer Umgebungdazu beitragen, die seelische Gesundheit von Kindern zu stärken? Depression ist einmultifaktorielles Geschehen und kann daher durch mehrere Faktoren ausgelöst werden.Betroffene erleben sich als antriebslos, freudlos und emotional belastet, können unterSchlafstörungen und körperlichen Schmerzen leiden und sogar ein gestörtes Essverhaltenaufweisen.Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Symptomatik und den möglichen Ursachen vonDepressionen, geht auf komorbide Störungen ein und analysiert Herausforderungen, die in derpädagogischen Arbeit mit betroffenen Kindern auftreten können. Das Ziel dieser Arbeit ist es,das Bewusstsein für depressive Störungen im Kindesalter zu stärken und Lehrpersonen durchunterschiedliche Methoden im Umgang mit betroffenen Kindern zu unterstützen