PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Auswirkung von Gamification auf Motivation und Leistung im Fach Physik
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der eingehenden Untersuchung der Auswirkungen von Gamification auf die Motivation und Leistung von Teilnehmenden anhand eines eigens entwickelten Basketballspiels für den Computer. Gamification hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Bildungsbereich und bei digitalen Anwendungen. Dies liegt daran, dass Gamification als potenzielles Instrument zur Steigerung der Motivation und Leistung betrachtet wird, indem sie spielerische Elemente in nicht-spielbezogene Aktivitäten integriert. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf der Analyse der Motivation der Teilnehmenden vor und nach der Interaktion mit dem Basketballspiel, wobei ein Vergleich zwischen der Version mit Gamification-Elementen und der Version ohne Gamification gezogen wird. Dabei soll ein tieferes Verständnis für die Effekte der Variable Gamification auf die Motivation und die Leistung der Spielenden erlangt werden. Die Forschungsmethodik umfasst die Durchführung von Experimenten, bei denen zwei Gruppen von Teilnehmenden jeweils das Basketballspiel einmal mit und einmal ohne Gamification spielen. Vor und nach jeder Spielsitzung wird die Motivation der Teilnehmenden mithilfe eines Fragebogens erfasst und analysiert. Die Ergebnisse der Motivationsanalyse deuten darauf hin, dass Gamification allein die Gesamtmotivation nicht signifikant beeinflusst hat. Es zeigte sich, dass die Gruppe, welche zuerst das Non-Gamificationspiel spielte, eine höhere Motivation aufwies. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Teilnehmenden dieser Gruppe eine erhöhte intrinsische Motivation und positivere Emotionen erlebten, möglicherweise aufgrund des Fehlens von negativem Feedback in Form von Punkten, als es bei der Gamification bei einigen Teilnehmenden der Fall gewesen sein könnte. Die motivationserhaltende Wirkung von Gamification wurde bestätigt, da die Gesamtmotivation weder signifikant gesteigert noch verringert wurde. Dies legt nahe, dass externe Anreize wie Gamification möglicherweise weniger Einfluss auf die Motivation haben, wenn die intrinsische Motivation bereits hoch ist. Es könnte sein, dass die verwendeten Belohnungen nicht attraktiv genug waren oder dass die Teilnehmenden andere extrinsische Motivatoren bevorzugten. Obwohl keine signifikanten Unterschiede in der Motivation zwischen den Nationalitäten festgestellt wurden, zeigte die ukrainische Gruppe tendenziell eine höhere Motivation. Dies könnte auf eine erhöhte intrinsische Motivation, Leistungsmotivation und positive emotionale Reaktionen zurückzuführen sein. Die Geschlechtsunterschiede in der Motivation waren ebenfalls nicht signifikant, obwohl männliche Teilnehmende nach dem Non-Gamificationspiel tendenziell motivierter waren. Dies könnte darauf hindeuten, dass männliche Teilnehmende generell bei der traditionellen Herangehensweise ohne gamifizierte Elemente motivierter sind als weibliche Teilnehmende. Die Analyse der Leistungsdaten ergab, dass die Reihenfolge, in welcher Gamification und Non-Gamification erlebt wurden, einen Einfluss auf die Leistung hatte. Teilnehmende, die zuerst die traditionelle Version des Spiels spielten schnitten in der gamifizierten Version im Durchschnitt besser ab als diejenigen, welche zuerst die gamifizierte Version spielten. Dies legt nahe, dass ein Verständnis der grundlegenden Spielmechaniken und Regeln den Teilnehmenden helfen kann, sich in der gamifizierten Version besser zurechtzufinden und erfolgreich zu sein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine schrittweise Einführung in die Spielmechaniken und Belohnungssysteme dazu beitragen kann, die Spielerfahrung zu verbessern und die Leistung zu steigern. Insgesamt zeigen die Ergebnisse komplexe Zusammenhänge zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation, Usability, Emotionen und Leistungsmotivation bei der Anwendung von Gamification in Spielen. Während Gamification die Gesamtmotivation in dieser Studie nicht wesentlich beeinflussen konnte, hat die Analyse gezeigt, dass sie dazu beitragen, kann die Arbeitsmotivation zu steigern und die Aufgaben für die Teilnehmenden interessanter und ansprechender zu gestalten
Motivation im Sportunterricht
Motivation im Sportunterricht Zusammenfassung Masterarbeit PHSG Seite I Vanessa Habegger Zusammenfassung Wie würde eine Welt ohne Bewegung aussehen? Sie käme unweigerlich zum Stillstand. Tief im Innern der Menschen ist ein Drang zur Bewegung verankert, der sie immer wieder antreibt, Neues zu entdecken und in Angriff zu nehmen. Es ist eine Motivation, die von Innen kommt, uns wieder Aufstehen lässt, wenn wir fallen und uns animiert, dranzubleiben. Doch dieser Bewegungsdrang ist nicht in allen Phasen des Lebens gleich stark ausgeprägt. Es gilt, ihn zu umsorgen und zu bewahren. Wie ein Feuer, welches fortlaufend neues Brennholz benötigt, brauchen auch wir Menschen eine Umgebung, welche uns immer wieder neu entfachen und begeistern lässt. Im Sportunterricht soll eine solche Umgebung durch den gezielten Einsatz einer optimalen Sportvermittlungsmethode erzielt werden. Doch wie soll diese aussehen? Und gibt es die ultimative und einzig richtige Vermittlungsmethode? Diese Masterarbeit vergleicht den traditionellen technikorientierten Ansatz der Übungsmethode mit der taktischen Methode des Teaching Games for Understanding (kurz TGfU) in Form einer vierwöchigen Interventionsstudie. Geprägt wurde die Studie durch die Hauptfragestellung: Inwiefern bestehen Unterschiede zwischen der Spielvermittlungsmethode TGfU und der Übungsmethode bezüglich der Motivation von Schülerinnen der Oberstufe Sek I im Spiel Basketball? Die Stichprobe, welche aus Schülerinnen der zweiten Oberstufe bestand, wurde dazu in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde vier Doppelstunden mit der TGfU-Methode unterrichtet, wobei die andere Gruppe mit der Übungsmethode als Kontrollgruppe diente. So hat sich gezeigt, dass das Interesse, welches als Teil der intrinsischen Motivation gilt, für die Sportart Basketball durch die TGfU-Methode zwischen den beiden Messzeitpunkten t1 und t2 signifikant erhöht werden konnte. Ausserdem haben sich höchst signifikante positive Korrelationen zwischen den drei Grundbedürfnissen der Kompetenzunterstützung, der sozialen Eingebundenheit sowie der Autonomieunterstützung und der intrinsischen Motivation ergeben
Erstellung eines Bilderbuches zur Förderung und Aufbau des Selbstwertgefühls in der Unterstufe inklusive eines didaktischen Begleitheftes
Ein hohes Selbstwertgefühl spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung von Herausforderungen im Leben. Schüler:innen mit einem positiven Selbstwertgefühl sind selbstbewusster, vertrauen in ihre Fähigkeiten, zeigen eine höhere Belastbarkeit in stressigen Situationen und weisen eine bessere physische Gesundheit auf. Angesichts dieser Aspekte liegt es in der Verantwortung der Schule, sich im Unterricht intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen.Im Fokus dieser produktorientierten Bachelorarbeit steht die Entwicklung eines Bilderbuchs für die Unterstufe, das gezielt den Aufbau und die Förderung des Selbstwertgefühls zum Ziel hat. Ein begleitendes didaktisches Heft für Lehrkräfte wird erstellt, das durch eingebaute Interaktionen unterstützt wird. Diese Interaktionen sind direkt im Buch durch kleine Verweise gekennzeichnet. Die Leitfrage, die diese Arbeit strukturiert, lautet:Wie kann ein Bilderbuch inhaltlich und formal gestaltet werden, welches für die Unterstufe die Thematik der Selbstwertförderung aufnimmt und Interaktionen zum Thema Selbstwert integriert?Anhand einer ausführlichen Literaturrecherche entsteht das Bilderbuch „So wie du bist, ist es wundervoll"". Es handelt von Charlie, einem freundlichen, witzigen Bären im Dschungel, der im Gegensatz zu den anderen Tieren keine feste Aufgabe hat. Charlie schlemmt täglich den Honig der Wildbienen, bringt Papageien zum Singen und beobachtet die Affen beim Bananenpflücken. Doch als der Jaguar Brutus ihm befiehlt, zu verschwinden, weil er eine Belastung ist, begibt sich Charlie auf eine Reise ins Gebirge. In einer Höhle trifft er eine Fledermaus, die ihm von der traurigen Stimmung im Dschungel berichtet. Charlie kehrt zurück und wird herzlich von allen Tieren im Dschungel empfangen, einschliesslich Brutus. Ein Mut- und Mitmachbuch für die Unterstufe
Förderung von selbstständigem Lernen in der Mittelstufe
Reformpädagoginnen und Reformpädagogen haben sich kritisch mit den traditionellen und autoritären Unterrichtsmethoden und Herangehensweisen auseinandergesetzt. Sie waren bestrebt, herkömmliche Rahmenbedingungen zu hinterfragen und innovative, kreative und alltagsnahe Lehrmethoden einzuführen. Diese Bewegung leistete einen wertvollen Beitrag zur Erweiterung des Verständnisses von Erziehung und Bildung und legte das Fundament für zeitgemässe und kooperative Konzepte in der Bildung und Erziehung. Die vorliegende Arbeit zielt der Untersuchung von Förderung der Selbstständigkeit in der Mittelstufe mithilfe reformpädagogischer Ansätze und wie selbstständiges Lernen ohne Über- oder Unterforderung funktioniert. Hierfür wurden drei Lehrpersonen, die in der Mittelstufe tätig sind, interviewt. Des Weiteren wurde ihr Unterricht während eines Morgens beobachtet. Im Anschluss wurden die Ergebnisse mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse bearbeitet, interpretiert und diskutiert. Keywords: Reformpädagogik, reformpädagogische Ansätze, selbstständiges Lernen, Selbstständigkeit, Lernautonomie, offener Unterricht, geschlossener Unterricht, Öffnung, Lehrmethode, Unterrichtsmethod
Programmmusik für Kinder
Wie klingt sommerliches Vogelgezwitscher? Wie laut raschelt Laub? Wie leise fallen Schneeflocken? Wie ist es möglich, Kindern eine Geschichte durch Musik zu erzählen? Dieser Frage ging die Autorin dieser BA nach und arrangierte für eine Jugendmusik ausgewählte Partiturausschnitte aus Vivaldis «Vier Jahreszeiten» (1725) zu einer Geschichte um. Gemeinsam mit einem Kinder-Projektchor erzählten die Autorin BA, in der Rolle als Chorleiterin und Geschichtenerzählerin, und die Musizierenden unter der musikalischen Orchesterleitung, die musikalische Geschichte «Die kleine Schwalbe und die vier Jahreszeiten» im Rahmen eines Kinderkonzertes. Das Ziel dieser BA-Arbeit ist es, die verschiedenen Akteur:innen eines einzelnen Musik-Projekts zu untersuchen und dadurch aufzuzeigen, welche Rolle die Lehrperson Primar (LP/P) dabei spielen kann, auch bezogen auf das Musikalische Lernen in der Volkschule. Des Weiteren werden stufengerechte Möglichkeiten der Kulturvermittlung, bzw. Musikvermittlung aufgezeigt und die Musikalische Bildung in der Volksschule im Spannungsfeld von Homogenität und Heterogenität thematisiert
Modernes Liederbuch für die Mittelstufe
Die offiziellen Liederbücher der Schweizer Volksschule, «Sing mit» und «Sing Ais», wurden seit mehreren Jahren nur minimal überarbeitet. Daher beinhalten diese Liederbücher keine aktuellen Poplieder. In dieser Arbeit wird beschrieben, wie ein zeitgemässes Liederbuch für die Mittelstufe entwickelt werden kann, das moderne Poplieder als sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Liederbüchern beinhaltet. Dabei steht die Berücksichtigung der Liederwünsche der Schüler und Schülerinnen im Mittelpunkt, um eine grössere Identifikation und die Freude am Singen zu fördern. Gleichzeitig werden die für den schulischen Musikunterricht relevanten Aspekte definiert, um sicherzustellen, dass das Liederbuch pädagogisch wertvoll ist. Im Verlaufe dieser Arbeit werden Kriterien entwickelt, die bei der Auswahl der Poplieder berücksichtigt werden sollten. Diese Kriterien dienen dazu, dass das Singen in der Mittelstufe sowohl für die Lehrperson als auch für die Schüler und Schülerinnen bereichernd und motivierend ist. Durch das Einbinden von aktueller Popmusik in den Musikunterricht können nicht nur verschiedene Kompetenzen gefördert werden, sondern auch das Interesse der Lehrperson und den Lernenden am Fach Musik gesteigert werden. Diese Arbeit liefert somit einen wertvollen Beitrag zur Modernisierung des Singens im Musikunterricht in der Mittelstufe der Schweizer Volksschule und bietet eine praxisorientierte Anleitung zur Gestaltung eines zeitgemässen Liederbuchs
ADHS im Klassenzimmer – Gestaltung einer unterstützenden Lernumgebung
Kinder mit ADHS benötigen eine unterstützende Lernumgebung mit optimaler Betreuung, um effektiv lernen zu können. In dieser Arbeit werden eine Lehrperson und Schüler:innen aus einer Sonderschule interviewt, um herauszufinden, wie gearbeitet wird, damit für Kinder mit ADHS eine gute Lernumgebung gestaltet werden kann. Vier Schüler:innen aus der 3.-6. Klasse und eine Sonderschullehrperson wurden mit einem halbstrukturierten Interview be-fragt. Das Interview wurde mit dem Einverständnis der Schulleitung aufgezeichnet und anonymisiert. Um die Qualität des Interviews zu erhöhen, wurde an zwei Vormittagen eine standardisierte Beobachtung durchgeführt. So konnte gezielt auf wesentliche Punkte ein-gegangen werden. Durch Literaturrecherchen und Fachliteratur zum Thema ADHS im schulischen Setting wurden theoretische Aussagen getroffen. Die wissenschaftlichen Er-kenntnisse und die Aussagen der Probanden sind kohärent. Beide weisen darauf hin, dass Reizüberflutung, Unterrichtsstörungen und Klassenführung Faktoren sind, auf die explizit geachtet werden muss, um eine unterstützende Lernumgebung zu schaffen. So hat sich gezeigt, dass eine reizarme Umgebung die Aufmerksamkeit der Schüler:innen für den Un-terricht erheblich fördert. Zudem ist die Organisation der Platzzuteilung relevant, um das Wohlbefinden der Schüler:innen zu gewährleisten. Eine Unterrichtsstruktur, welche einen klaren Ablauf über den Tag definiert, sorgt für das Wohlbefinden der Kinder. Trotz gleicher Diagnose soll jedes Kind individuell beurteilt und in seinen Fähigkeiten ernst genommen werden
Der gelungene Einstieg in den Lehrer:innenberuf
Der Start in den Lehrer:innenberuf bringt viel Neues und Unbekanntes mit sich und somit auch eine Vielzahl an Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um den Beruf möglichst lange und gesund ausüben zu können. Die vorliegende Arbeit beantwortet die Frage, wie Lehrpersonen ihre Resilienz stärken sowie ihre Ressourcen optimal nutzen können, um die Herausforderungen des Berufseinstiegs erfolgreich zu meistern und langfristig gesund zu bleiben. Der Umgang mit stressigen Situationen und Herausforderungen ist sehr individuell und unterscheidet sich deshalb von Person zu Person. Die eigene Widerstandsfähigkeit, also eine ausgeprägte Resilienz, hilft, diesen Anforderungen positiv zu begegnen. Durch die Nutzung von persönlichen, instrumentellen und sozialen Ressourcen kann die eigene Resilienz gestärkt werden. Wie in der Praxis mit stressigen Situationen umgegangen wird und welche Ressourcen genutzt werden können, hat die Autorin in Interviews mit sieben Lehrpersonen, die seit maximal zwei Jahren im Beruf tätig sind, versucht herauszufinden. Aus Theorie und Interviews werden schliesslich einfach umsetzbare Handlungsempfehlungen für Berufseinsteiger:innen abgeleitet
Entwicklung von Karteikarten mit situationsspezifischen Bewegungspausen für das Klassenzimmer.
Im gewöhnlichen Schulalltag befinden sich die Kinder in den unterschiedlichsten Situationen. Um ihnen dabei das bestmögliche Lernklima zu erschaffen, achtet die Lehrperson auf das Wohlbefinden der Kinder. Eine Variante ist die Durchführung von Bewegungspausen. Im Fokus der vorliegenden Arbeit steht daher die nachfolgende Fragestellung: «Gelingt es zu verschiedenen Situationen im Klassenzimmer entsprechende Bewegungspausen zu generieren, welche für Primarschulkinder sowohl auch für Lehrpersonen einen Mehrwert aufzeigen?». Die theoretischen Grundlagen der exekutiven Funktionen, welche nötig sind, um Bewegungspausen auszuführen und sie gleichzeitig zu fördern, wurden aufgearbeitet. Ausserdem wird Genaueres über Bewegungspausen und die vier denkbaren auftretenden spezifischen Situationen im Klassenzimmer, welche «müde, gestresst, abgelenkt und energieüberschüssig» sind, berichtet. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurden Karteikarten für Primarschulkinder im Alter zwischen fünf bis sieben Jahren sowie sieben bis zwölf Jahren anhand von selbstgewählten Durchführungsmerkmalen erstellt. Die Karteikarten wurden für Kinder ansprechend gestaltet. Sie beinhalten je eine bestimmte Farbe für die entsprechende Situation mit dem passenden Symbol und einem alphanumerischen Code. Des Weiteren enthalten sie eine selbstgezeichnete Illustration, eine Anleitung, die Dauer und die Sozialform der Bewegungspause. Die Arbeit zeigt subjektiv, dass diese Kategorisierung von Karteikarten einen Mehrwert für Erwachsene sowie auch für Kinder haben kann
Entwicklung eines Bilderbuches zur frühen Förderung im mathematischen Bereich Form und Raum
Die Verwendung von Bilderbüchern in der Mathematikdidaktik, mit oder ohne gezielte mathematische Intention, wurde bereits in mehreren Studien als positiv für die Auseinandersetzung von Kindern mit dem Thema der Mathematik gewertet (Vogtländer, 2019, S. 26). Dabei ist die Anzahl Bilderbücher mit gezielter Intention für die frühe Förderung im mathematischen Fachbereich Form und Raum, auch genannt Geometrie, noch begrenzt. Diese produktorientierte Arbeit hat daher das Ziel, einen Teil zur Schliessung dieser Lücke beizutragen. Zur Erreichung dieses Zieles wurde auf fachdidaktischer, gestalterischer und sprachlicher Theorie basierend ein Bilderbuch zur frühen Förderung in der Geometrie entwickelt. Dieses Bilderbuch erarbeitet adressatengerecht von der Dimension null bis zur Zweidimensionalität aufbauend den Begriffserwerb zu ebenen Formen. Um die Kinder erlebnisorientiert und fachdidaktisch altersgemäss abzuholen, wurden für den Vorleseprozess in der Schule zusätzlich Lernaktivitäten entlang der inhaltlichen Erzählung, sowie vertiefende Lernaktivitäten für das Freispiel entwickelt und gesammelt. Das mathematische Tun kann aber auch abseits des Schulunterrichts mit dem Bilderbuch gefördert werden, da es interaktive Elemente beinhaltet, welche spielerisch den Begriffserwerb fördern