PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Umgang mit Stressfaktoren und Krisen im Lehrberuf
Lehrpersonen werden von vielen Herausforderungen in ihrer beruflichen Laufbahn gegenüberstehen, darunter im Besonderen mit Stress und Krisen. Demnach liegt der Fokus dieser Bachelorarbeit auf dem Vergleich zwischen neuen und erfahrenen Pädagog:innen, wobei die Bedingungen beim Berufseinstieg und der Einfluss von individuellen Hintergründen beleuchtet werden. Das vorliegende Problem dabei ist, dass gerade Junglehrpersonen mit vielen Anforderungen, welche sich nicht im Studium aneignen lassen, zu kämpfen haben (Keller-Schneider, 2020, S. 219).Das Ziel dieser Arbeit ist, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Herausforderungen von Junglehrpersonen und berufserfahrenen Lehrpersonen zu gewinnen, um Möglichkeiten zur Unterstützung und Förderung in verschiedenen Berufsphasen zu identifizieren. Dazu wurde folgende Forschungsfrage formuliert: Unter welchen Stressfaktoren leiden Lehrpersonen im Berufsalltag und wie sieht die Entwicklung im Verlauf der Jahre aus?Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine qualitative Inhaltsanalyse mittels Interviews bei berufseinsteigenden sowie berufserfahrenen Lehrpersonen durchgeführt. Die Studie belegt, dass die wahrgenommenen Stressfaktoren sehr individuell sind. Anzumerken ist, dass bei den Neueinsteiger:innen die Stressfaktoren mehrheitlich auf den Unterricht bezogen sind, während bei den berufserfahrenen Lehrpersonen die Stressfaktoren durch externe Ereignisse und Arbeiten spürbar sind. Zudem spielt der Umgang mit den Belastungen eine entscheidende Rolle im Verlauf der Berufsjahre. Das Ergebnis zeigt, die Wichtigkeit einer persönlichen Strategie, welche das Privatleben vom Berufsleben trennt, und zur Entspannung dient. Hauptsächlich geht es dabei um die Einhaltung von festgelegten Zeitgrenzen bei der Arbeit und einer Freizeitaktivität, welche die Gedanken an den Berufsalltag lösen. Weiters ist eine positive Einstellung gegenüber Belastungen beizubehalten, indem sie als Herausforderungen angenommen werden. Darüber hinaus sollte kein Perfektionismus angestrebt werden, denn dieser wird im Lehrberuf zum Scheitern führen.Zukünftigen Untersuchungen im Bereich der Belastungsfaktoren im Lehrberuf könnten sich auf die Veränderungen durch Künstliche Intelligenz fokussieren
Präventives Unterrichten in der Unterstufe in Bezug auf ein gesundes Körperbild
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Problematik des Einflusses durch Social Media auf das Körperbild von Kindern. Sie besteht aus einem theoretischen Teil und einem Produkt, welches aus dem schriftlichen Teil hervorgeht. Im schriftlichen Teil der Arbeit wird folgende Fragestellung behandelt:Wie müssen Unterrichtsinhalte in der Unterstufe gestaltet sein, um bei Schüler:innen ein gesundes Körperbild zu fördern, das durch die Nutzung von Social Media beeinflusst wird?Die Fragestellung konnte Anhand der theoretischen und methodischen Bearbeitung umfassend beantwortet werden. So haben die theoretischen Inhalte zu den Themen Social Media und Körperbild gezeigt, dass der Konsum von Social Media durchaus schädlich auf die Bildung des Körperbildes sein kann. Durch den Konsum bestimmter Inhalte und dem Nutzungsverhalten können sich negative Auswirkungen auf das Körperbild von Kindern ergeben. Um es in den schulischen Kontext zu setzen, wurden die fünf Themenbereiche Medienkompetenz, Bewusstsein für das Thema Körperbild, Vielfalt und Vorbild, sich Sorge tragen und Körperbewusstsein erarbeitet, die sich aus der theoretischen Auseinandersetzung gezeigt haben. Mithilfe eines Fragebogens, der sich aus Leitsätzen der fünf Themenbereiche erschlossen hat, konnten bildungsrelevante Lehrmittel analysiert werden. Es wurde festgestellt, welche Herangehensweisen, didaktische Hintergründe und Inhalte in diesen für ein positives Körperbild zu erarbeiten sind. Durch die Ergebnisse aus der Theorie und der Auseinandersetzung der Lehrmittel, konnte die Fragenstellung eingehen beantwortet werden. Die Ergebnisse der Fragestellung resultieren in einem Themendossier, das beim Unterrichten dieser Thematik den Rahmen bildet. Aufgrund von Theorie und Praxis entstand ein fundiertes Produkt, welches Unterstufenschüler:innen beim Eintritt in die digitale Welt und die Auswirkungen auf ihr Körperbild unterstützen soll
Gestaltung eines Bilderbuchs zum Thema Glück
AbstractDie vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Konzept des Glücks und die Darstellung eines selbst erstellten Bilderbuchs über materielles und immaterielles Glück, welches sich auf den Zyklus 1 fokussiert. Das Thema Glück ist von zeitloser Relevanz und zieht die Aufmerksamkeit in verschiedenen Bereichen im Leben auf sich. In dieser Arbeit wird die Bedeutung von Glück aus einer interdisziplinären Perspektivebetrachtet.Dabei wird auf die folgende Fragestellung eingegangen: Welche Kriterien, Merkmale, Inhalte und fachdidaktischen Bezüge soll ein Bilderbuch enthalten, mit dem im Zyklus 1 das Thema materielles und immaterielles Glück bearbeitet werden kann?Der erste Teil konzentriert sich auf die theoretische Auseinandersetzung mit dem Themenbereich. Es werden verschiedene Begrifflichkeiten und Thematiken beschrieben. Zudem wird auch auf die ethische Perspektive eingegangen. Die Arbeit betrachtet ebenfalls die Einbettung von Glück in den Unterricht und erläutert dabei den Lehrplanbezug vom Kanton St. Gallen. Praxisorientierte Unterrichtsbeispiele werden ebenfalls beleuchtet.In der zweiten Hälfte der Arbeit liegt der Fokus auf dem Bilderbuch. Hierbei folgt nach einer Begriffserklärung der Kinderliteratur dessen pädagogische Bedeutung. Für die Gestaltung des eigenen Bilderbuchs wird das chronologische Vorgehen erklärt und Erkenntnisse aus der Theorie werden gezogen. Die Auswahl der Charaktere wirdebenfalls beschrieben. Im selbst entworfenen Bilderbuch ""Glück kostet nichts?"" liegt der Fokus, wie zuvor erläutert, auf materiellem und immateriellem Glück. Die Hauptfigur Nala, eine Maus, veranschaulicht zu Beginn der Erzählung, wie sich materielles Glück manifestieren kann. Nach Begegnungen mit den drei weiteren auftretenden Figuren – einem Schwein, einem Marienkäfer und einem Hasen in der Rolle eines Kaminfegers – erfährt sie die Bedeutung des immateriellen Glücks. Das Ende der Geschichte präsentiert eine offene Fragestellung, die zum Nachdenken anregt und die Vertiefung der behandelten Thematik ermöglicht
Schüchterne Kinder in der Primarschule - Erkennung, Begleitung und Unterstützung durch Lehrpersonen
Im heutigen Schulalltag trifft man auf unterschiedliche Schüler und Schülerinnen, dabei gehen vermehrt schüchterne Kinder im Unterrichtsalltag unter, da sie kein auf-fälliges Verhalten zeigen und den Unterricht meist nicht stören. Diese Arbeit unter-sucht, auf Grundlage von Literaturstudium, wie Lehrpersonen schüchterne Schüler und Schülerinnen im Unterrichtsgeschehen erkennen und diese im Alltag unterstützen können. Dabei wird vor ab der Begriff Schüchternheit erläutert und die Entstehung dieses Phänomens erläutert. Zusätzlich werden auslösende Situationen aufgelistet und die Symptomatik der Schüchternheit erläutert. Ebenfalls wird der Schulall-tag von schüchternen Kindern dargelegt und dabei der Umgang mit schüchternen Schülern und Schülerinnen aufgezeigt. Mithilfe von Interviews werden bewährte Methoden und Tipps im Umgang mit Schüchternheit in der Schule erläutert
Eigenkompositionen von Chansons und Raps für den Wortschatzerwerb im Französischunterricht in der 5./6. Klasse
Musik im Fremdsprachenunterricht ist ein nicht zu unterschätzendes Mittel für den Fremdsprachenerwerb. Chansons werden als festen Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts zur Lautschulung und Wortschatzübung eingesetzt. Dies war der Beweggrund für das Produkt der vorliegenden Bachelorarbeit. Folgende Fragestellung steht im Zentrum: Inwiefern unterstützen und erleichtern selbstkomponierte Chansons und Raps den Wortschatzerwerb im Französischunterricht in der 5./6. Klasse? Im Französischunterricht in der Primarschule im Kanton St. Gallen wird mit dem Lehrmittel «dis donc!» (5/6) gearbeitet, welches als Grundlage für die entstandenen Chansons/Raps diente. Dazu wurde der Wortschatz der Unités im Lehrmittel für die Liedtexte verwendet und entweder ein Chanson oder ein Rap geschrieben. Die Raps wurden aus bestehenden Songs ausgewählt. Der Raptext wurde aber angepasst. Es konnte festgestellt werden, dass die Musik einen positiven Effekt auf die kommunikativen Fertigkeiten haben. Die Musik erleichtert den Schüler:innen den Fremdsprachenerwerb und Französisch wird wieder zu einem motivierenden Fach in der Primarschule
Förderung der Lesekompetenz anhand einer Klassenlektüre in einer 3. Klasse
In dieser Arbeit wird der Fragestellung nachgegangen, wie eine Klassenlektüre in den Unterricht und in die Entwicklung der Unterrichtsmaterialien integriert werden kann, um die Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern in einer 3. Klasse gezielt zu fördern und die Lesefreude zu wecken. Das Ziel ist es, einzelne Bereiche der Leseförderung aufzugreifen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die im späteren Beruf als Lehrperson relevant sind. Zu Beginn wird im theoretischen Teil dieser Arbeit der Begriff «die Lesekompetenz» erläutert und das Mehrebenen-Modell der Lesekompetenz nach Rosebrock und Nix (2020) aufgezeigt. Die Dimensionen im didaktischen Modell der Lesekompetenz weisen auf Massnahmen der Leseförderung hin. Der produktorientierte Teil zielt darauf ab, die Lesefähigkeiten der Kinder zu stärken, indem niveaudifferenzierte Aufgaben zu einer Klassenlektüre entwickelt werden. Die Aufgaben orientieren sich an die unter-schiedlichen Niveaus von Schülerinnen und Schülern. Zudem werden unterschiedliche Lesestrategien beim Erstellen der Aufgaben berücksichtigt, indem eine Vielfalt von Aufgaben erstellt wird
Methode des Breakout EDUs zur Förderung von Computational Thinking Kompetenzen im frühen Primarschulalter
Es ist bereits bekannt, dass sich die Anforderungen an die Menschen in der Arbeitswelt stark verändert haben. Da die Schule die Kinder für ihr späteres Leben vorbereiten möchte, müssen auch Inhalte zum Aufbau neuer Kompetenzen vermittelt werden. Unter diesen Zukunftskompetenzen werden auch die Kompetenzen des Computational Thinkings verstanden. Nicht nur die Inhalte und Kompetenzen haben sich in den letzten Jahren verändert, sondern es sind auch neue Methodendazugekommen. Einer dieser Methoden ist die Lernmethode des Breakout EDUs, bei der Schüler:innen gemeinsam Rätsel lösen und nach Lösungen von Problemen suchen.In dieser Arbeit wurde daher vielfältige Literatur zu den Themen Computational Thinking, Breakout EDU und Kompetenzorientierung gesichtet, um auf dieser Grundlage ein Produkt in Form einer Breakout Box zu erstellen. So wurde der leitenden Forschungsfrage nachgegangen, wie sich Computational Thinking Kompetenzen bei Kindern im frühen Primarschulalter kompetenzorientiert mit einem Breakout EDU fördern lassen.Dies führte zur Erkenntnis, dass sich Computational Thinking Kompetenzen bei Kindern im frühem Primarschulalter kompetenzorientiert mit einem Breakout EDU fördern lassen, indem einige wichtige Aspekte dazu beachtet werden. Zu beachten ist jedoch, dass sich diese Erkenntnis auf die Literaturrecherche bezieht und nicht auf eine qualitative oder quantitative Untersuchung.Diese Arbeit zeigt, die Bedeutung von Computational Thinking Kompetenzen schon bei Kindern im frühen Primarschulalter auf und beleuchtet zudem das Potential der Methodik des Breakout EDUs und bietet so eine Grundlage für eine vertiefte Forschung
Vom Coaching zum Teamteaching - Aufbau der Singkompetenzen einer praktizierenden Lehrperson der Primarstufe im Kanton St. Gallen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie die Gesangskompetenzen von Lehrpersonen für den Musikunterricht verbessert werden können. Dabei wird die Hypothese aufgestellt, dass sich Coaching wie auch Teamteaching zur Kompetenzerweiterung eignen und dass ausgebildete Lehrpersonen trotz Ausbildung immer noch Probleme mit ihren Stimmkompetenzen aufweisen. Daher beschäftigt sich die Arbeit mit der Fragestellung: Wie kann eine Lehrperson der Primarschule mithilfe eines Coachings, welches später ins Teamteaching übergeht, durch eine musikaffine Lehrperson so begleitet werden, dass sie im Kompetenzbereich Singen selbstständig hochwertigen Musikunterricht anbieten kann. Für die Beantwortung dieser Frage wurden verschiedene Theorien zu Coaching und Teamteaching untersucht und es wird aufgezeigt, inwiefern diese beiden Arbeitsmethoden für die Kompetenzerweiterung eingesetzt werden können. Aus der Literatur wird abgeleitet, dass sich Coaching wie auch Teamteaching für die selbstbestimmte Erwachsenenbildung eignen. Weiter wurden verschieden Aspekte der Stimme untersucht und daraus verschiedene mögliche Problembereiche abgeleitet. Weiter wurden Prüfungen von Studierenden an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen im 5. Semester ausgewertet, um daraus die tatsächlichen Problembereiche im Gesang zu definieren. Die Auswertung der Prüfungen zeigt zudem auf, dass die Studierenden noch viele Problembereiche aufweisen, insbesondere im Bereich des Körpers und der Intonation. Diese Ergebnisse werden mit den vorgestellten Theorien zur Kompetenzerweiterung zusammengeführt. Daraus ergibt sich ein Modell, welches in der Praxis zur Singkompetenzerweiterung von wenig musikaffinen Lehrpersonen eingesetzt werden kann. Es wird ein Tandem gebildet wird, welches sich von einer Coachingbeziehung zum Teamteaching hin entwickelt. Das Modell bietet die Grundlage für weitergehende Forschung im Bereich der selbstbestimmten Kompetenzerweiterung von Lehrpersonen, welche schon im Beruf stehen
Digitales Lernen auf der Mittelstufe im Unterricht integrieren
Die Digitalisierung verändert viele Berufe schon seit einigen Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, der Lehrberuf ist immer mehr auch davon betroffen. Doch wie überall stösst eine Veränderung auf möglichen Gegenwind und zögert diesen Prozess hinaus. In der vorliegenden Bachelorarbeit geht es deshalb darum, wie es möglich ist, diese Digitalisierung mehr in den Unterricht einzubinden, um bestmöglich vom Fortschritt profitieren zu können. Deshalb steht im Zentrum dieser Arbeit die Frage «Welche digitalen Hilfsmittel kann man im Unterricht einsetzen, um das Lernen der Mittelstufenkinder in Mathematik, Englisch und Natur, Mensch und Gesellschaft1 zu unterstützen? Wie sollte man diese Medien einsetzen?».Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Varianten, mediengestütztes Lernen in den Unterricht zu integrieren. Einige brauchen mehr Steuerung durch die Lehrperson, andere weniger. Somit können nicht alle Möglichkeiten für jede geplante Lektion gleich eingesetzt werden. Daher wird auch geklärt, wie genau digitale Hilfsmittel im Unterricht eingesetzt werden können. Auch darauf, was Selbststeuerung ist und welchen Einfluss diesen auf das Lernen der Schüler:innen hat, wird eingegangen. Zudem wird das Thema Individualisierung und Motivation im Schulkontext genauer beleuchtet. Zuletzt wird der Blickwinkel noch gewechselt und auf die Kognition der Schüler:innen geschaut; Welchen Einfluss hat digitales Lernen auf die Kinder? Gibt es Nachteile, welche man berücksichtigen sollte?Die Ergebnisse der Literaturrecherche ergeben, dass digitaler Unterricht dem traditionellen Unterricht nicht unterlegen oder überlegen ist. Die Qualität des Unterrichts entscheidet sich insbesondere in den didaktischen Vorbereitungen der Lehrpersonen. Eine gute Begleitung und Hilfestellung der Lehrperson ist wichtig. Die Befürchtung, dass herkömmliches Lernen abgeschafft würde, besteht daher nicht. Vielmehr werden beide Unterrichtsformen miteinander verschmelzen und eine neue Lernform bilden
Religiöses Fasten und WAH-Unterricht
Die zunehmende religiöse und kulturelle Vielfalt in der Schweiz stellt das Bildungssystem und insbesondere Lehrpersonen vor neue Herausforderungen. Im Unterrichtsfach Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH) ist der Umgang mit fastenden Schülerinnen und Schülern ein besonders komplexes Thema, da religiöse Praktiken, wie das Fasten im islamischen und serbisch-orthodoxen Glauben, oft auf Missverständnisse stossen. Diese Masterarbeit untersucht daher, wie WAH-Lehrpersonen eine inklusive und respektvolle Lernumgebung schaffen können, die den Bedürfnissen fastender Schülerinnen und Schüler gerecht wird, ohne den Bildungsauftrag zu beeinträchtigen.
Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines theoriebasierten und empirisch fundierten Leitfadens, der Lehrpersonen konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit fastenden Jugendlichen bietet. Grundlage dafür sind qualitative Interviews mit ehemaligen Lernenden, die im Rahmen des Design-Based Research-Ansatzes durchgeführt werden. Die Interviews beleuchten die individuellen Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche der betroffenen Jugendlichen im WAH-Unterricht und zeigen, wie kulturelle und religiöse Praktiken in den Schulalltag integriert werden können.
Der entwickelte Leitfaden bietet Lehrpersonen detaillierte Einblicke in die spezifischen Fastenpraktiken des Islams (Ramadan) und der serbisch-orthodoxen Kirche (Grosse Fastenzeit) und gibt praxisnahe Empfehlungen für den Unterricht. Dazu gehören konkrete Anpassungen, sowie Alternativprogramme oder eine Checkliste, um die Bedürfnisse der Fastenden gezielt zu berücksichtigen, ohne den regulären Unterrichtsablauf zu stören. Zusätzlich wird die Bedeutung einer angemessenen Kommunikationsstrategie hervorgehoben, um das Thema Fasten im Klassenverband respektvoll und einfühlsam zu behandeln