PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Mehr als vier Wände: Wie Raumgestaltung den Schulalltag verändert
Die Raumgestaltung und Raumnutzung können das Lernen und Lehren, die Interaktion und das Wohlbefinden von Lernenden und Lehrpersonen beeinflussen und den Schulalltag verändern. Um den Raum lernförderlich zu gestalten, gibt es im Internet eine Vielzahl von pädagogischen Konzepten mit passenden Raumkonzepten, welche unterschiedliche Ansätze vertreten und nach verschiedenen Maximen handeln. Die Gestaltung des Lernraums allein reicht nicht aus, um den Schulalltag grundlegend zu verändern. Es benötigt ein passendes pädagogisches Konzept, wie beispielsweise das Churermodell oder die Reggio-Pädagogik nach dem unterrichtet wird. In der vorliegenden Bachelorarbeit steht folgende Fragestellung im Zentrum: Welche Merkmale und Ansätze liegen pädagogischen Raumkonzepten für die Einrichtung und Gestaltung von Klassenzimmern zugrunde, wie können diese die pädagogische Arbeit unterstützen und welche Unterschiede lassen sich zwischen den verschiedenen Konzepten identifizieren? Durch eine passende Raumeinrichtung mit geeignetem Mobiliar kann der Raum als eine Art «dritter Pädagoge» unterstützen und fördern. Es entsteht eine lernförderliche Atmosphäre im Klassenzimmer, in welcher der Raum auf das Arbeits-, Sozial- und Lernverhalten der Schüler:innen wirkt
Theoriebasierte Bewegungsübungen für Grundschulkinder und deren Wirkung auf ihre Konzentration im Lernprozess
In der Schule wird von den Kindern konzentriertes Arbeiten verlangt. Doch aus der Entwicklungsforschung wird ersichtlich, dass die Konzentrationsspanne beschränkt ist. Um die Konzentration wieder zu steigern, können körperliche Aktivitäten helfen. In der vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Fragestellung im Zentrum: Welche theoriebasierten Bewegungsübungen für Grundschulkinder haben eine positive Wirkung auf ihre Konzentration? Die Bewegungsübungen müssen aus theoretischer Sicht einige Qualitätskriterien erfüllen, damit sie die Konzentration steigern. Eine gute und wirksame körperliche Aktivität muss jedoch nicht nur die Qualitätskriterien erfüllen, sondern auch in der Praxis umsetzbar sein. Die Bewegungsübungen werden anhand ihrer Umsetzbarkeit in der Primarschule und ihrem Nutzen aufgrund der Theorie analysiert. Die Analyse zeigt, dass die meisten Bewegungsübungen, welche auf verschiedenen Internetseiten zu finden sind, die Qualitätskriterien unterschiedlich gut erfüllen
Rüebli oder Karotte? Eine korpuslinguistische Analyse von Helvetismen in Deutschlehrwerken
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Gebrauch von Helvetismen in denDeutschlehrmitteln «Die Buchstabenreise» (1. Klasse) und «Die Sprachstarken» (2. Klasse).Ziel der Arbeit ist es, den Umfang und die Kontexte dieser sprachlichen Besonderheiten zuanalysieren und ihre Verteilung in den Lehrmitteln zu bestimmen. Dabei wird auch der Fragenachgegangen, ob Helvetismen gezielt in bestimmten thematischen Bereichen eingesetztwerden.
Der theoretische Teil der Arbeit beleuchtet den plurizentrischen Charakter der deutschenSprache und erklärt die Bedeutung und Merkmale von Helvetismen. Im analytischen Teil wirdmithilfe einer Korpusanalyse untersucht, wie häufig und in welchen Kapiteln die LehrmittelHelvetismen verwenden. Die Ergebnisse zeigen, dass Helvetismen zwar vorkommen, jedochnur eine begrenzte Rolle spielen und primär in spezifischen Kontexten integriert sind.Die Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis der schweizerischen Sprachvariante imBildungskontext bei und regt dazu an, die sprachliche Vielfalt im Unterricht bewusst zuberücksichtigen
Auswirkungen von musikalischen Ritualen auf die Selbstregulation der Kinder im Kindergarten
Damit ein friedliches Leben in einer Gesellschaft gelingen kann, muss der Mensch die Fähigkeit zur Selbstregulation erlernen. Diese sozial-emotionalen Kompetenzen beinhalten unter anderem die eigene Verhaltens- und Emotionsregulation. Mit dem Eintritt in den Kindergarten wird das eigenständige Regulieren von Emotionen und Verhalten für die Kinder sehr wichtig, da sie das soziale Miteinander beeinflussen. Eine emotionale Wirkung auf die Kinder im Kindergarten können auch musikalische Rituale haben. Die vorliegende Arbeit basiert deshalb auf der Fragestellung: Welche Auswirkungen haben musikalische Rituale im Kindergarten auf die Selbstregulation der Kinder? Dazu wurden Kriterien anhand der Literatur zu einem Bewertungsraster zur Überprüfung von Ritualen, die für die Selbstregulation günstig sind, erarbeitet und begründet. Die Arbeit zeigt, dass musikalische Rituale besonders gut zur Förderung der Selbstregulation eingesetzt werden können, da sie durch die Musik gezielte Emotionen auslösen, welche von den Kindern reguliert werden müssen. Das erstellte Bewertungsraster kann zur Überprüfung und Auswahl musikalischer Rituale zur Selbstregulationsförderung genutzt werden
Lehrmittel
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, eine Sammlung von Aktivitäten für den Wald in Form einer praktischen Waldkiste zu konzipieren, um die Naturverbundenheit bei Kindern zu Beginn des Zyklus 2 zu fördern. Zur Beantwortung dieser Frage wurde ein Konzept entwickelt, das auf dem Modell der kindlichen Naturerfahrungsdimensionen nach Lude (2021) basiert. Die Aktivitäten wurden so erstellt, dass sie theoretische und didaktische Grundlagen aus der aktuellen Forschung und grundlegenden Theorien vereinbaren und mit dem Produkt verknüpfen. Aufgrund der Recherche wurde ein neues Modell erstellt, welches die Naturerfahrungsdimensionen auf eine kindgerechte und praktische Weise für die Arbeit mit der Waldkiste zusammenfasst. Es wurde begleitend dazu ein Lehrpersonenkommentar erstellt, in dem weitere Informationen für die Lehrperson bereitgestellt werden
Schriftliche Arbeit
Schulbibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Bildung und Chancengleichheit und können einen positiven Einfluss auf die Lesekompetenz und die allgemeine schulische Entwicklung haben. In vielen südafrikanischen Townshipschulen sind Bibliotheken jedoch entweder unzureichend ausgestattet oder fehlen ganz. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der folgenden Fragestellung:
Welche theoriegestützten und empirisch praxisrelevanten Elemente soll ein Konzept für den Aufbau und Betrieb einer Schulbibliothek enthalten, mit welchem eine nachhaltige Primarschulbibliothek in einem südafrikanischen Township realisiert werden kann? Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den sozioökonomischen Bedingungen und dem interkulturellen Dialog, um ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln, das den lokalen Gegebenheiten gerecht wird.
Die Arbeit zeigt auf, dass die Umsetzung einer nachhaltigen Schulbibliothek in einem südafrikanischen Township mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist, die von der Finanzierung über die Infrastruktur bis hin zur personellen Besetzung reichen. Als Ergebnis der Arbeit wurde ein praxisnahes Konzept in englischer Sprache erarbeitet, das als Grundlage für die mögliche Implementierung einer Schulbibliothek in einem südafrikanischen Township dienen kann
Ein Bilderbuch zur Einführung und Förderung des kleinen Einmaleins
Das kleine Einmaleins bildet eine grundlegende Kompetenz im Mathematikunterricht des Zyklus 1, stellt jedoch für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung dar. Um die Multiplikation für Kinder verständlich und ansprechend zu gestalten, wurde in dieser Arbeit einmathematisches Bilderbuch entwickelt, das narrative und visuelle Elemente kombiniert. Ziel des Bilderbuches ist es, die abstrakten Konzepte der Multiplikation kindgerecht zu vermittelnund gleichzeitig die Kompetenzen des Lehrplans 21 des Kantons St. Gallen zu berücksichtigen.Die Arbeit beleuchtet die didaktischen und gestalterischen Ansätze, die in die Konzeptioneingeflossen sind, und zeigt auf, wie das Bilderbuch die Motivation und das Verständnis derKinder fördern kann. Zudem werden die Ergebnisse von Rückmeldungen aus der Praxis reflektiert, um die Praxistauglichkeit und Effektivität des Bilderbuches zu evaluieren
Sprachförderung durch rhythmische Spracherfahrung - Unterrichtsbausteine für Kindergartenkinder
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, aufzuzeigen, wie eine ganzheitliche Förderung in den Bereichen Musik und Sprache im Kindergarten stattfinden kann. Dazu wird die folgende Fragestellung gestellt: «Wie ist kompetenzorientierte und wahrnehmungsbezogene Sprachförderung im Kindergarten anhand von Sprechversen möglich, wenn der Rhythmus als verbindendes Glied zwischen Sprache und Bewegung gezielt gestalterisch genutzt wird?». Um die Fragestellung zu beantworten, wurden die einzelnen Bereiche theoretisch aufgearbeitet und in dem Produkt praktisch umgesetzt. Sprechverse dienen als geeignetes Medium für eine rhythmische Umsetzung. Sie fördern zusätzlich die Sprache und den Wortschatzaufbau der Kinder. Im Kindergarten haben sie einen wichtigen Stellenwert und werden häufig eingesetzt. Rhythmus im Kindergarten kann vielseitig eingesetzt werden. Der Fokus liegt dabei auf den Fortbewegungsarten Gehen, Laufen, Hüpfen und Galoppieren. Durch das Zusammenspiel mit dem Körper und der Bewegung, kann Rhythmus den Kindern greifbar gemacht werden. Die Wahrnehmung ist wichtig für die musikalische Entwicklung der Kinder und spielt in allen Bereichen (Rhythmus, Musik, Sprache und Körper / Bewegung) eine bedeutende Rolle für das Lernen der Kinder. Mit der Sensomotorik ist das Zusammenspiel der sensorischen und motorischen Leistungen gemeint und ist ausschlaggebend für das musikalische Lernen. Keywords: Sprachförderung; Rhythmus; Verse und Reime; Körper und Bewegung; Wahrnehmung; Sensomotorik Quelle: Hutter, L. (2025). Sprachförderung durch rhythmische Spracherfahrung Unterrichtsbausteine für Kindergartenkinder (Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule St. Gallen
Praxishilfe
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit den Potenzialen und Ansätzen der Outdoor Education, insbesondere mit dem dänischen Ansatz Udeskole und deren Anwendung im Sportunterricht der Primarstufe in der Schweiz. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Übungssammlung, die auf dem Lehrplan 21 basiert und die positiven Aspekte von Outdoor Education, speziell den Ansatz aus Dänemark, integriert. Der Fokus liegt dabei auf der Einbindung der Natur als zentralen Lernraum sowie der Berücksichtigung von witterungs- und jahreszeitlichen Bedingungen. Die Konzeptentwicklung stützt sich auf theoretische Grundlagen, praktische Erfahrungen aus Dänemark sowie Interviews mit Expert:innen und Schüler:innen. Die Ergebnisse unterstreichen die Vielseitigkeit und Relevanz von Outdoor Education für die schulische Praxis. Die entwickelte Übungssammlung ermöglicht eine flexible Anwendung in verschiedenen naturnahen Umgebungen und setzt primär auf den Einsatz natürlicher Materialien
Lehrmittelkommentar
In der heutigen Zeit herrscht ein grosses Bewusstsein für den menschlichen Respekt zu einander. DieserRespekt gilt jedem und jeder – egal welcher Herkunft. Ethnische Minderheiten, namentlich Fahrende inder Schweiz, werden jedoch häufig durch die Fremdbezeichnung «Zigeuner:in» unwissenddiskriminiert. Diese Arbeit handelt davon, wie man bereits im Kindesalter für die fahrende Gesellschaftein Bewusstsein schaffen kann mit Hilfe eines Kinderbuches. Dazu werden die Kunst des Schreibeneines illustrierten Kinderbuches, sowie die verschiedenen didaktischen Prinzipien des Unterrichtensüber ethnische Minderheiten analysiert und in einem Kriterienraster synthetisiert. Die zentral leitendeFrage dieser Arbeit lautet: «Welche Kriterien muss ein Kinderbuch über Fahrende in der Schweizerfüllen, um als didaktisches Mittel im Regelunterricht der 4. – 6. Klasse verwendet werden kann?»