PHIQ - das Repository der Pädagogischen Hochschule St.Gallen
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Die Veränderung von Mathematikhausaufgaben durch die Digitalisierung
Diese Arbeit untersucht die Rolle traditioneller Mathematikhausaufgaben in einer zunehmend digitalisierten Bildungslandschaft sowie deren Anpassung an moderne Anforderungen durch den Einsatz digitaler Technologien. In der bisherigen Literatur wird die Bedeutung von Hausaufgaben für den Lernprozess und die Förderung von Selbstständigkeit betont, jedoch bleibt unklar, wie diese in Kombination mit digitalen Werkzeugen effektiv gestaltet werden können. Um diese Wissenslücke zu adressieren, wurden fünf Lehrpersonen der Unterstufe interviewt. Die Analyse der Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring zeigt, dass Mathematikhausaufgaben weiterhin eine zentrale Rolle spielen, jedoch durch den gezielten Einsatz digitaler Technologien individualisierter und motivierender gestaltet werden können. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass digitale Werkzeuge nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu traditionellen Aufgaben genutzt werden sollten, um den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler zu optimieren. Diese Erkenntnisse haben wichtige Konsequenzen für die Praxis, da sie Lehrpersonen darin unterstützen, ihre Aufgabenstellungen an die Bedürfnisse einer digitalisierten Bildungsumgebung anzupassen und dabei pädagogische Zielsetzungen konsequent zu verfolgen
Gut ist gut genug - Perfektionismus im Lehrer:innenberuf
Der Lehrer:innenberuf stellt hohe Anforderungen, die dazu führen, dass Lehrpersonen häufig dazu neigen in vielen Bereichen perfekt zu sein. Perfektionismus in einem gesunden Mass ist motivierend, wobei die Grenze zum ungesunden Perfektionismus nicht überschritten werden sollte. Im Fachbereich spricht man vom funktionalen (gesunden) und dysfunktionalen (ungesunden) Perfektionismus. Diese Bachelorarbeit untersucht den dysfunktionalen Perfektionismus im Lehrer:innenberuf und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit von Lehrpersonen. Im Zentrum steht folgende Fragestellung: Welche Massnahmen können ergriffen werden, um den Konsequenzen des dysfunktionalen Perfektionismus entgegenzuwirken? Menschen mit übermässigem Perfektionsstreben können unter Folgen wie De-pressionen, Angststörungen oder Burnout leiden. Um mit dem dysfunktionalen Perfektionismus umgehen zu können, braucht es Massnahmen. Basierend auf einer Literaturrecherche und einem Interview mit einer Psychotherapeutin wurden theoretische Ansätze mit praxisnahen Erkenntnissen verknüpft. Die Ergebnisse heben drei Hauptmassnahmen hervor, die sich sowohl in der Theorie als auch in der Praxis als wirksam erwiesen haben: Psychotherapeutische Begleitung in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), Achtsamkeitsprogramme wie Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), kombiniert mit individuellen Strategien zur Selbstakzeptanz
Handlungsmöglichkeiten für Lehrer:innen hinsichtlich geschlechterspezifischer Situationen im Sportunterricht
Im Rahmen des Sportunterrichts lassen sich regelmässig geschlechterspezifische Verhaltensmuster beobachten, insbesondere in der Mittelstufe. Diese stellen für Lehrer:innen eine besondere Herausforderung dar. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrer:innen geschlechterspezifische Situationen im Sportunterricht erkennen und gezielt handeln können, um eine inklusive Lernumgebung zu schaffen und Geschlechterstereotypen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wurden Literaturrecherche und Interviews mit Lehrer:innen durchgeführt, um praxisnahe Strategien zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten von Mittelstufenschüler:innen gerecht werden. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden pädagogische Ansätze gesucht, die als besonders wirksam erachtet werden, um eine ausgewogene Balance zwischen der Betonung und der Nicht-Betonung (Doing and Undoing Difference) von Geschlechterunterschieden zu finden. Es soll aufgezeigt werden, dass Lehrer:innen durch gezielte und bewusste Handlungen (präventiv, situativ und reflexiv) eine positivere und gerechtere Lernerfahrung für die gesamte Klasse im Sportunterricht schaffen können
Nonverbale Kommunikation - Die Auswirkung von Körpersprache, Haltung und Mimik auf die kognitive Aktivierung im Primarschulunterricht
Nonverbale Kommunikation spielt eine zentrale Rolle im Lehrberuf und beeinflusst sowohl die Gestaltung von Unterrichtsprozessen als auch die Interaktion zwischen Lehrpersonen und Lernenden. Sie wirkt auf bewussten und unbewussten Ebenen und ist ein wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Lernumfeld. Diese Arbeit untersucht, wie nonverbale Kommunikation im Zusammenhang mit der kognitiven Aktivierung und der Aufmerksamkeit der Lernenden steht. Ziel ist es, eine Brücke zwischen theoreti-schen Erkenntnissen und praktischen Handlungsmöglichkeiten zu schlagen.Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das bewusste und authentische Anwenden von Gestik, Mimik, Blickkontakt und Raumverhalten durch die Lehrperson entscheidend ist, um ein lernförderliches Klassenklima zu schaffen. Besonders wirksam ist nonver-bale Kommunikation, wenn sie mit weiteren didaktischen Instrumenten kombiniert wird
Chancengleichheit bei Kindern mit Migrationshintergrund im Unterricht fördern
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Lehrpersonen die Chancengleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund in ihrem Unterricht fördern können. Es werden Herausforderungen wie sozioökonomische Benachteiligung, Sprachkompetenz und institutionelle Diskriminierung beleuchtet. Basierend auf theoretischen Erkenntnissen werden praxisorientierte Handlungsvorschläge in den vier Bereichen Sprache, Differenzierung, Kooperation und Kultur erarbeitet und in einer Primarklasse erprobt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Massnahmen das Potenzial haben, den Lernerfolg der Kinder positiv zu beeinflussen und so die Chancengleichheit in herkunftsheterogenen Klassen zu fördern
Schriftliche Arbeit
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, aufzuzeigen, wie eine ganzheitliche Förderung in den Bereichen Musik und Sprache im Kindergarten stattfinden kann. Dazu wird die folgende Fragestellung gestellt: «Wie ist kompetenzorientierte und wahrnehmungsbezogene Sprachförderung im Kindergarten anhand von Sprechversen möglich, wenn der Rhythmus als verbindendes Glied zwischen Sprache und Bewegung gezielt gestalterisch genutzt wird?». Um die Fragestellung zu beantworten, wurden die einzelnen Bereiche theoretisch aufgearbeitet und in dem Produkt praktisch umgesetzt. Sprechverse dienen als geeignetes Medium für eine rhythmische Umsetzung. Sie fördern zusätzlich die Sprache und den Wortschatzaufbau der Kinder. Im Kindergarten haben sie einen wichtigen Stellenwert und werden häufig eingesetzt. Rhythmus im Kindergarten kann vielseitig eingesetzt werden. Der Fokus liegt dabei auf den Fortbewegungsarten Gehen, Laufen, Hüpfen und Galoppieren. Durch das Zusammenspiel mit dem Körper und der Bewegung, kann Rhythmus den Kindern greifbar gemacht werden. Die Wahrnehmung ist wichtig für die musikalische Entwicklung der Kinder und spielt in allen Bereichen (Rhythmus, Musik, Sprache und Körper / Bewegung) eine bedeutende Rolle für das Lernen der Kinder. Mit der Sensomotorik ist das Zusammenspiel der sensorischen und motorischen Leistungen gemeint und ist ausschlaggebend für das musikalische Lernen. Keywords: Sprachförderung; Rhythmus; Verse und Reime; Körper und Bewegung; Wahrnehmung; Sensomotorik Quelle: Hutter, L. (2025). Sprachförderung durch rhythmische Spracherfahrung Unterrichtsbausteine für Kindergartenkinder (Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule St. Gallen
Geschwisterpositionen, mit dem Schwerpunkt Zwillinge, und ihre Auswirkungen auf die schulische Leistung im Fach Deutsch
Geschwister spielen eine wichtige Rolle im Leben der Menschen, die das Glück besitzen, welche zu haben. Sie beeinflussen einen positiv wie auch negativ, unbewusst und bewusst. Es gibt verschiedene Geschwisterkonstellationen und somit unterschiedliche Geschwisterpositionen, in die man hineingeboren wird. In der vorliegenden Arbeit steht folgende Fragestellung im Zentrum: Inwiefern hat die Geschwisterposition einen Einfluss, spezifisch bei Zwillingen, auf das Fach Deutsch aus der Sicht der Eltern, der Kinder und der Lehrperson? Die Geschwisterposition, in die man hineingeboren wird, bringt unterschiedliche Faktoren mit sich. Das älteste Geschwister profitiert vom Tutor-Effekt, da es den jüngeren Geschwistern Lehrverhalten beibringt. Wiederum können jüngere Geschwister Verhaltensweisen von älteren abschauen und nachahmen. Zwillinge nehmen hier einen separaten Standpunkt ein. Bei ihnen kommt es wiederum darauf an, ob sie gemeinsam oder getrennt eingeschult werden, beides hat Vor- und Nachteile. Die Arbeit zeigt, dass die Geschwisterposition sehr wohl einen Einfluss auf die Entwicklung hat. Inwiefern sich das bei der schulischen Leistung zeigt, ist nicht klar ersichtlich. Für Zwillinge ist es von Vorteil, ältere Geschwister zu haben, da sie sich vor allem für die sprachliche Entwicklung an ihnen orientieren können
Förderung sozialer Kompetenzen in der Mittelstufe mit Hilfe eines Kartensets
In einer zunehmend komplexen und unvorhersehbaren Welt sind gut entwickelte soziale Kompetenzen für Schüler:innen entscheidend, um zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie soziale Kompetenzen bei Mittelstufenschüler:innen mithilfe eines Kartensets gezielt gefördert werden können. Folgende Fragestellung steht im Zentrum dieser Arbeit: Wie kann ein Kartenset entwickelt werden, damit es sich zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Mittelstufe eignet? Die theoretischen Grundlagen umfassen wissenschaftliche Erkenntnisse zu ausgewählten sozialen Kompetenzen und deren Bedeutung für die Entwicklung von Kindern. Aufbauend auf dieser Basis wurde ein Kartenset entwickelt, das aus 18 Spielen besteht, die auf drei soziale Kompetenzen ausgerichtet sind: Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit. Die Spiele wurden in ein Rahmenthema eingebettet. Die Ergebnisse zeigen, dass solche gezielten Lehrmittel zur Förderung der sozialen Kompetenzen von Schüler:innen eingesetzt werden können. Der regelmässige Einsatz kann die sozialen Kompetenzen der Lernenden nachhaltig fördern
Schriftliche Arbeit
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der besonderen Beziehung zwischen Kind und Tier im Schulunterricht. Dazu werden die Biophilie-Hypothese, die Du-Evidenz, die Bindungstheorie sowie das Oxytocin-System genauer erläutert. Ausserdem wird der Mehrwert aber auch die Grenzen eines Schulhundes aufgezeigt. Da diese Arbeit im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) geschrieben wird, wird auch auf die NMG Qualitätsmerkmale Bezug genommen. Für diese Arbeit wurde einerseits Literatur ausgewertet, andererseits wurden Lehrpersonen befragt, welche einen Schulhund einsetzen. Das Produkt dieser Bachelorarbeit ist ein Ideenheft. Dieses soll den Lehrpersonen Anregungen geben, wie der Schulhund im NMG-Unterricht konkret eingesetzt werden kann. Das Ideenheft richtet sich an die Mittelstufe und wurde an die häufig unterrichteten Themen Wetter, Schweiz, Sexualkunde und Elektrizität angelehnt
Lehrmittel
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Empathie und Kooperation im Kindergarten mithilfe einer selbst gestalteten Klappmaulpuppe als Führungsfigur gezielt gefördert werden können. Sie basiert auf theoretischen Modellen zur emotionalen Intelligenz (Goleman), dem sozial-emotionalen Lernen (SEL) und entwicklungspsychologischen Perspektiven. Diese Modelle liefern die Grundlage für die Auswahl der Kompetenzen und deren Bedeutung im frühkindlichen Bildungsbereich. Im praktischen Teil wird eine detaillierte Unterrichtsreihe mit dem Rahmenthema «Lola und der verwundene Regenbogen» vorgestellt. Die eigens hergestellte Klappmaulpuppe «Lola» fungiert dabei als emotionale Vermittlerin und Bezugsperson. Die Unterrichtsreihe ist so gestaltet, dass sie in eine typische Kindergartenwoche integriert werden kann und den Alltag mit Freispielphasen und anderen Aktivitäten berücksichtigt. Die Lerneinheiten fördern schrittweise die Wahrnehmung, Benennung und Regulation von Emotionen sowie die Zusammenarbeit in Gruppen. Gleichzeitig bietet die Unterrichtsreihe einen fantasievollen Rahmen, der die Kinder motiviert und in die Geschichte einbindet. Die Elemente der Reihe sollten über die Woche hinaus weitergeführt werden, um die Kompetenzen nachhaltig zu festigen