Jahrbuch Diakonie Schweiz
Not a member yet
    74 research outputs found

    Gemeinschaft gestalten: Wie leben wir 2025 zusammen und welchen Beitrag können diakonische Einrichtungen und Werke leisten?

    Full text link
    In seinem Beitrag «Gemeinschaft gestalten» nimmt Christoph Zingg Bezug auf die Konferenz der Arbeitsgemeinschaft europäischer Stadtmissionen von 2019, an der gefragt wurde: «Wie leben wir 2025 zusammen und welchen Beitrag können diakonische Einrichtungen und Werke leisten?». Zingg berichtet, wie die Stadtmissionen mit Sorge die wachsenden Segregationstendenzen in den europäischen Grossstädten beobachteten und nach ihrem Beitrag fragten, um dem entgegenzuwirken. Sie hielten fest, dass die christliche Diakonie lernen müsse, zukünftig vermehrt als religiöse Minderheit inmitten einer religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft ihre Position zu vertreten, und dass damit die Erfahrung von Anderssein zu einer Grundvoraussetzung ihres Wirkens in den Metropolen werde

    Bestattungspraxis – Figurationen im Wandel

    Full text link
    Corina Caduff stellt in ihrem Beitrag dar, inwiefern die allgemeingesellschaftliche Abkehr von der Kirche den gegenwärtigen Wandel im Bestattungswesen vorantreibt, und bespricht aktuelle Neuerungen und Experimente der Abschiedsrituale als Symptome der kirchlichen Ablösung. Im Weiteren zeigt der Beitrag auf, wie die digitalen Medien zu Veränderungen in der virtuellen und analogen Bestattungskultur beitragen, in- dem sie neue Gedenkkulturen und Trauerpraktiken ermöglichen. Aufgrund der zahlreichen Differenzen zwischen analogen und virtuellen Friedhöfen liegt es nahe, diese nicht als konkurrierende, sondern als einander ergänzende Orte zu sehen. Abschliessend werden branchen-spezifische Gründe für Innovationshemmung im Bestattungswesen diskutiert

    Kasualkirche in Bewegung: Lernerfahrungen eines lutherischen Pastors aus Deutschland bei einer Bestattung in der Schweiz

    Full text link
    Ausgehend von einer Seebestattung im privaten Umfeld beschreibt Traugott Roser in seinem Beitrag neue Entwicklungen im Bestattungswesen auf ihre Bedeutung für die Tradition christlicher Bestattungs- und Trauerkultur hin. In vier Thesen wird nach dem bleibenden theologischen Sinn kirchlichen Handelns in der sich ändernden Welt des Umgangs mit Toten, nach dem Entdeckungspotential neuer Orte, nach unerwarteten Anschlüssen an überkommene religiöse Traditionen wie Reliquienkult und nach ökomischen Herausforderungen einer neuen Kasualkultur gefragt. Zuletzt geht der Autor auf die Bedeutung der Emotionen in der Trauerarbeit ein, die für alle, auch kirchliche Begleiter*innen bestehen

    Herausforderungen der Corona-Pandemie für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

    Full text link
    Regula Schär berichtet in ihrem Beitrag «Herausforderungen der Corona-Pandemie für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen» von ihren Erfahrungen aus dem diakonischen Werk der «Heimgärten Aargau», in dem seit 1932 Frauen mit unterschiedlichen psychischen Beeinträchtigungen betreut und begleitet werden. Sie beschreibt darin die durch die behördlichen Schutzmassnahmen anspruchsvoll gewordene Situation sowohl für die Bewohnerinnen als auch für die Betreuenden: Die Bewohnerinnen waren aufgrund ihrer Beeinträchtigungnen zum Ersten auf eine möglichst geordnete und gleichbleibende Tagesstruktur und zum Zweiten auf den Austausch mit dem engeren sozialen Umfeld angewiesen – beide Faktoren wurden durch die notwendig gewordenen behördlichen Massnahmen deutlich erschwert

    Geschichte der Dozentur für Diakoniewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Bern

    Full text link
    Christoph Sigrist legt in seinem Beitrag über die «Geschichte der Dozentur für Diakoniewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Bern» dar, wie nach Vorarbeiten zwischen den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Theologischen Fakultät im Jahr 1999 ein Lehrstuhl für Diakoniewissenschaft eingerichtet wurde, der dank zusätzlich generierten Drittmitteln ab dem Jahr 2009 in eine Dozentur ausgebaut werden konnte. Der Auftrag der Dozentur bestand und besteht gemäss damaligem Konzept u.a. in der Förderung und Intensivierung der Forschungstätigkeit im Bereich der Diakoniewissenschaft sowie in der Förderung und Vernetzung mit anderen Disziplinen und Instituten

    Diakonie in Zeiten von Corona: Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum diakonischen Wirken in Kirchgemeinden in der Phase des Lockdowns

    No full text
    Simon Hofstetter berichtet im Beitrag «Diakonie in Zeiten von Corona» über die im Rahmen der Konferenz Diakonie Schweiz der EKS durchgeführte Erhebung bei Sozialdiakon*innen und Pfarrpersonen nach dem ersten Lockdown im Sommer 2020. Die dargestellten Ergebnisse tragen dazu bei, das kirchliche Wirken in der Diakonie unter Pandemiebedingungen differenziert zu verstehen. Der Beitrag beleuchtet nicht nur die erfolgten Verschiebungen in den Angebotsstrukturen innerhalb der Kirchgemeinden, sondern auch neue Entwicklungen bezüglich der Kooperation innerhalb der jeweiligen Kirchgemeinden sowie gegenüber kirchlichen Partnern, Behörden und Akteuren der Zivilgesellschaft

    Investieren statt spenden – neue Unterstützungsformen in der Diakonie

    Full text link
    Unter dem Titel «Investieren statt spenden» hinterfragt Marc Baumann in seinem Beitrag die herkömmliche Unterstützungsform des Spendens in sozialen Vollzügen. Er macht anstelle des Spendens, das stets von einer Asymmetrie zwischen Spender und Empfänger geprägt ist, die Form des Investierens beliebt, das viel weniger von einer Asymmetrie, sondern von unterschiedlich gelagerten, aber gemeinsamen Elementen der Verantwortung und der Kooperation geprägt ist. Er illustriert diese Form des sozialen Engagements anhand der Christlichen Ostmission in Rumänien und zeigt auf, wie dort nach der Wende soziale Investitionen bzw. sogenannte «Impact Investments» funktioniert haben. Schliesslich führt er aus, wie diese Idee der sozialen Investitionen im Rahmen einer Public-Private-Partnership auch im Kanton Bern als «Social Impact Bond» zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen umgesetzt wurden

    Heimat ist auf keiner Landkarte zu finden: Was von Ernst Bloch für den Umgang mit einem heimtückischen Begriff zu lernen ist

    Full text link
    Beat Dietschy beobachtet in seinem Beitrag «Heimat ist auf keiner Landkarte zu finden» einen überwunden geglaubten, «neuen Nationalismus», der sich u. a. in der Beteiligung von «rechtspopulistische[n] oder sogar rechtsextreme[n] Bewegungen» in mehreren europäischen Regierungen manifestiert. Diese Bewegungen bedienten sich nun vermehrt des Begriffs «Heimat» in dem Sinne, dass es um eine Heimat «gegen andere, eine, welche andere ausschliesst», geht. Darin vorausgesetzt ist jedoch ein «angeblich kulturell homogenes eigenes ‹Volk›» – eine Vorstellung, die jedoch «die längst bestehende kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaften leugnet». Dietschy referiert sodann Ernst Bloch, der seinerseits konstatierte, dass der Nationalsozialismus in seiner Propaganda mit ebendiesem Heimatbegriff sowie mit weiteren Symbolbegriffen wie «Boden» und «Nation» operierte und damit Massen begeistern konnte. Bloch setzte sich laut Dietschy daher zum Ziel, «solche Symbolbegriffe nicht kampflos dem Nationalsozialismus zu überlassen», sondern sie in einer eigenen Prägung dem Nationalsozialismus streitig zu machen und zwar derart, dass er eine Philosophie entwickelte, «in der Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte eine zentrale Rolle spielen». Heimat ist darin nicht mit Herkunft und Vergangenheit, sondern mit der Zukunft verbunden. In Aufnahme dieser Position entwickelt Dietschy einen dreifach neu besetzten Heimatbegriff, den er einer rechtspopulistischen Begriffsverwendung entgegenhält: Zum Ersten versteht er Heimat als «Resultat gesellschaftlicher Veränderungspraxis» und zwar dahingehend, dass mit Heimat stets ein «Transformieren und Überschreiten des Gegebenen» verbunden ist. Zweitens versteht er Heimat als «Antwort auf Entfremdung» in dem Sinne, dass Heimat «kein Ort und kein Land auf einer Landkarte» sei, sondern vielmehr durch «das Gestalten von Verhältnissen zwischen Menschen» überhaupt erst entstehe. Drittens postuliert er mit dem Heimatbegriff einen «Vorgriff auf andere Naturverhältnisse», in dem Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse gerade auch gegenüber der Erde und den irdischen Lebensbedingungen verschwinden würden

    Réseaux d\u27activités communautaires et solidaires des Eglises auprès des seniors: Mandat de la COCOMICO, Rapport de mandat

    Full text link
    Der Bericht von Liliane Rudaz mit dem Titel «Réseaux d\u27activités communautaires et solidaires des Églises auprès des seniors» basiert auf einemAuftrag, der im Jahr 2018 innerhalb der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Waadt an eine ökumenische Arbeitsgruppe ging und der zum Inhalt hatte, 1. eine Übersicht über die Lage der über 60-jährigen Personen zu erstellen sowie 2. bestehende und mögliche zukünftige Interaktionsformen der Kirchen mit dieser Zielgruppe zu identifizieren. Im Sinne einer Auftragsklärung konstatiert der Bericht, dass die zu untersuchende Gruppe der über 60-jährigen Personen bereits in begrifflicher Hinsicht schwer zu fassen ist (Unterscheidung «3. und 4. Lebensalter»; erwerbsarbeitsorientierter Begriff «Rentner/in», u.a.m.). Als heuristisches Instrument zur Zielgruppensegmentierung wird sodann eine gängige medizinisch-instrumentelle Kategorisierung verwendet, wonach die betreffenden Personen aufgrund ihres Gesundheitszustands eingeteilt werden in die Phasen der «indépendance» (weitgehende Unabhängigkeit), der «fragilité» (Fragilität mit funktionalen Einschränkungen) sowie der «dépendance» (funktionale Abhängigkeit). Der Bericht der Arbeitsgruppe von Liliane Rudaz stellt fest, dass kirchliche Angebote zu wesentlichen Teilen von Menschen im genannten Altersspektrum frequentiert werden, allerdings seien es – im Blick auf die vorgenommene Segmentierung – im Wesentlichen die Unabhängigen (oft als Freiwillige) sowie die in fragilen Situationen Befindlichen. Nur selten gelinge es den kirchlichen Angeboten, Menschen in Abhängigkeitssituationen zu erreichen. Aufgrund dieser Ausgangslage skizziert die Gruppe das Profil eines «aumônier de quartier» (Quartierbegleitung / -seelsorge), d.h. einer kirchlichen Beauftragung, die aufsuchend tätig ist, betroffene Menschen direkt besucht und Beziehungen stiftet zu lokalen Unterstützungsorganisationen sowie zu Kirchgemeinden. Mit einem solchen Profil der teilhabefördernden Begegnung und Beziehungsstiftung für betagte Menschen sieht sich die Arbeitsgruppe «au coeur de l\u27Évangile et donc de la mission de nos Églises»

    Einblicke in den europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia

    Full text link
    Roland Luzi pflegt seit mehreren Jahren Beziehungen zum europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia und berichtet in seinem Beitrag «Einblicke in den europäischen Diakonie-Dachverband Eurodiaconia» von dessen unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten im Berichtsjahr. Aus dem vielfältigen Wirken, das rund 50 Mitgliedsorganisationen in 32 Ländern des europäischen Kontinents umfasst, hebt er drei Aspekte hervor: - Die jährliche Generalversammlung stand im Zeichen eines angemessenen Umgangs mit «Fake News». Der Dachverband hielt fest, dass mediale Desinformation nicht allein die politischen Institutionen betreffe, sondern in der Folge auch die Glaubwürdigkeit der zivilgesellschaftlichen und sozialen Organisationen in Mitleidenschaft ziehe. In einer Erklärung bekräftigen die Mitgliederorganisationen, sich dadurch nicht einschüchtern zu lassen, sondern weiterhin in öffentlichen Diskursen die Stimme zu erheben für die Verteidigung der Rechte von Schwachen und Benachteiligten. - Eine Studie des Dachverbands hat die Lebenssituation von Roma in Europa untersucht und verschiedene Herausforderungen eruiert (gesundheitliche Versorgung, Wohnsituation, Armut); die im Bericht gestellte Forderung nach einem verstärkten Einbezug der Roma in die gesellschaftliche Entwicklung betrifft gemäss Luzi auch die Schweizer Politik und die beteiligten zivilgesellschaftlichen Organisationen. - Ein Treffen des «European Migration Networks» im Berichtsjahr hat sich genderspezifischen Aspekten der Migration gewidmet und festgehalten, dass für Migrantinnen besondere Herausforderungen bestehen, denen Unterstützungsorganisationen besonderes Augenmerk widmen müssen. Ein entsprechender Leitfaden mit Richtlinen für einen geschlechtersensiblen Zugang für Migrantinnen wurde daraufhin erstellt

    70

    full texts

    74

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Jahrbuch Diakonie Schweiz
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Jahrbuch Diakonie Schweiz? Access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard!