Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis
Not a member yet
    207 research outputs found

    Widerstände bei der Implementierung von Records-Management-Systemen verstehen und gezielt abbauen

    Get PDF
    Archivare und Records Manager, die ein Records Management System implementieren wollen, müssen oft Widerstände und Ängste bei den Mitarbeitenden, die durch eine korrekte Aktenführung profitieren könnten, überwinden. Solche Probleme führen nicht nur zu Ärger und Frustration bei den Archivaren und Records Managern, sondern auch zu Verzögerungen bei der Implementierung, manchmal sogar zum Scheitern von Projekten. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Gründe dieser Widerstände zu klären und Massnahmen vorzuschlagen, um gezielt den Widerstand bei der Implementierung von Records Management Systemen zu senken. Als Fallbeispiel wird das Regionalsekretariat Bern der Gewerkschaft Unia behandelt. Um diese Ziele zu erreichen, werden in dieser Arbeit vier Fragen beantwortet: 1) Was sind die Gründe der Widerstände und Ängste bei der Implementierung einer Innovation? 2) Welche Akzeptanzprobleme gibt es bei der Implementierung eines Records Management System? 3) Wie kann man die Widerstände und Ängste gegen die Implementierung eines Records Management Systems beheben? 4) Wie kann man theoretische Ansätze zur Erhöhung der Akzeptanz von Records Management in die Praxis umsetzen? Wie kann man die nötigen Daten erheben? Im ersten Teil der Arbeit wird geklärt, welche Ursachen die Akzeptanz für das Records Management senken können. Betrachtet man die historische Entwicklung der Schriftgutverwaltung, kann man feststellen, dass diese seit dem Ende des 20. Jh. zunehmend den Kompetenzen von Fachspezialisten entzogen worden ist und den Mitarbeitenden überlassen wurde, was zu Qualitätseinbussen führte. Die Wiedereinführung eines systematischen Records Management verursacht in Verwaltungen, Unternehmen oder anderen Organisationen Änderungen der Arbeitsprozesse, was bei den betroffenen Mitarbeitenden zu Widerständen führt. Durch gezielte Massnahmen ist es möglich die Mitarbeitenden von den Vorteilen des Records Managements zu überzeugen. Diese Massnahmen können aber nicht alleine zum Erfolg führen, nur bei einem logisch und klar aufgebauten Records Management System sinkt der Arbeitsaufwand der Mitarbeitenden. Dadurch wird die Akzeptanz der Mitarbeitenden erhöht und eine erfolgreiche Implementierung garantiert. Im zweiten Teil werden die theoretischen Lösungsansätze des ersten Teils in konkrete Massnahmen umgewandelt. Um dies zu erreichen, werden Informationen über die Organisation der Gewerkschaft Unia, über das Regionalsekretariat Bern sowie über das Records Management, das im Zentralsekretariat der Gewerkschaft Unia schon praktiziert wird, gesammelt. Um präzisere Informationen über das Records Management im Regionalsekretariat Bern zu erhalten, wurden zusätzliche Interviews und eine Erhebung mittels Fragebogen geführt. Die Resultate der Erhebungen haben ermöglicht Massnahmen zu planen, welche gezielt auf bestimmte Zielgruppen, ihre Probleme und ihre Herausforderungen zugeschnitten waren. Die Massnahmen, die in eine Phase der Information und in eine Phase der Schulung aufgeteilt sind, werden auf bestimmte Zielgruppe zugeschnitten, um den Ressourceneinsatz zu optimieren

    Konzept für die Erschliessung und Vermittlung der (Karten-)Sammlung Peter Sager in der Schweizerischen Osteuropabibliothek (SOB)

    Get PDF
    Die von Dr. Peter Sager gegründete Schweizerische Osteuropabibliothek (SOB) ist die grösste wissenschaftliche Spezialbibliothek der Schweiz zu Fragen der Gegenwart und Zeitgeschichte des europäischen Ostens. Zu ihren Sondersammlungen zählt u.a. die von Dr. Sager angelegte und Ende 2005 mit finanzieller Unterstützung zahlreicher Institutionen durch die SOB käuflich erworbene Sammlung "Rossica Europeana", welche Russland im Spiegel europäischer Druckschriften, Karten und Graphiken der Neuzeit dokumentiert. Die "Rossica Europeana" umfasst nebst bedeutenden Buchbeständen von internationalem Format eine Sammlung von mehreren Hundert seltenen geographischen Karten sowie Graphiken, Bilder und einige Autographen - darunter eines von Peter dem Grossen - aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Im Gegensatz zum Buchbestand waren die Karten und Pläne, Graphiken (Ansichten und Porträts) sowie die Varia der "Rossica Europeana" bislang noch weitgehend unerschlossen. Aus der geschilderten Ausgangslage ergab sich als übergeordnetes Ziel ein Konzept für die Erschliessung und Vermittlung der bislang unerschlossenen Bereiche der Sammlung Sager, insbesondere der Kartensammlung, zu erstellen. Mit der Arbeit sollten zunächst einmal die Grundlagen für eine spätere wissenschaftliche Nutzung der Sammlung Sager geschaffen werden. Darüber hinaus sollten die bei der Erschliessung gewonnenen Erkenntnisse prinzipiell auch auf andere Sammlungen anwendbar sein. Gefragt war also ein Modell der Vorgehensweise, d.h. eine Prozessbeschreibung im Sinne eines allgemein anwendbaren Hilfsmittels bei der praktischen Umsetzung. Methodisch ist die Anlage der Masterarbeit so konzipiert, dass, ausgehend von allgemeinen Überlegungen zur Erschliessung und Vermittlung in Bibliotheken und Archiven, der Bogen zu den Rahmenbedingungen für historische Kartenbestände gespannt wird; eine Auswahl von ausgewählten Referenzbeständen und -projekten rundet den Theorieteil ab. Der praktische Teil befasst sich spezifisch mit der Erschliessung und Vermittlung der Sammlung Sager: Hier werden die verschiedenen Prozesse ausführlich dargelegt und mit anderen Projekten - namentlich der Ryhiner-Sammlung der Universitätsbibliothek Bern - verglichen. Methodisch gesehen liegt der Kernpunkt in der zeitlichen Gliederung des Gesamtprojektes in fünf Phasen: 1) Grobordnung und konservatorische Massnahmen; 2) Grobaufnahme der Karten; 3) Feinaufnahme und Neuordnung der Karten; 4) Katalogisierung und Digitalisierung 5) Vermittlung und wissenschaftliche Aufbereitung. Für diese verschiedenen Phasen werden unterschiedliche Erschliessungstiefen definiert, die jeweiligen Arbeitsabläufe beschrieben, und es wird der voraussichtliche zeitliche Aufwand abgeschätzt. In der Schlussbetrachtung werden das methodische Vorgehen bei der Erschliessung und Vermittlung des Bestandes Sager kritisch reflektiert, die Ergebnisse der praktischen Arbeit zusammengefasst und ein mögliches weiteres Vorgehen knapp skizziert. In einem Ausblick wird insbesondere die Frage diskutiert, ob sich die hier erarbeiteten methodischen Grundlagen - und somit das vorgestellte Konzept für die Erschliessung und Vermittlung - auch für andere Kartensammlungen privater Provenienz übernehmen lassen

    Der gelebten Demokratie dienen. Öffentlichkeitsarbeit in Staatsarchiven

    Get PDF
    Die deutschsprachige Diskussion zur archivischen Öffentlichkeitsarbeit ist für die Konzeption entsprechender Massnahmen in Staatsarchiven bislang kaum hilfreich: - Sie erschöpft sich oftmals im Abwägen einzelner Kommunikationskanäle (Ausstellungen, Führungen, Printmaterial etc.) und der Schilderung eigener Erfahrungen statt das Eigentliche einer Institution als Kommunikationsziel zu propagieren. - Sie ist den einzelnen Archivtypen gegenüber grösstenteils indifferent und fragt kaum je nach der Legitimation bzw. den notwendigen Ressourcen für die Implementierung entsprechender Aktivitäten. - Im Verbund mit den eng verzahnten Bereichen der Archivpädagogik und der historischen Bildungsarbeit fokussiert die Diskussion einseitig auf einen (ohnehin traditionell engen) Kultur- und Geschichtsbegriff: das in der Öffentlichkeit vermittelte Bild von Staatsarchiven wird ihrer Rolle und Funktion im demokratischen Staatswesen nicht gerecht. Die vorliegende Masterarbeit stellt deshalb den Archivtyp \u27Staatsarchiv\u27 ins Zentrum der Überlegungen. Staatsarchive haben in modernen demokratischen Staatswesen zwischen Volk und Regierung einen Interessensausgleich zu gewährleisten. Können Staatsarchive ordnungsgemässes und damit überprüfbares Regierungs- und Verwaltungshandeln nicht authentisch und dauernd verfügbar halten, de-legitimieren sie sich nicht bloss selbst, sondern untergraben letztlich auch das Vertrauen in den Rechtsstaat. Diese Doppelrolle als Dienerin von sowohl Verwaltung/Regierung als auch des Souveräns wurde jüngst durch den sich verändernden normativen Rahmen (Archivgesetze, Öffentlichkeitsgesetze, Datenschutzgesetze) noch akzentuiert. Mit den Citoyennes und Citoyens als staatspolitisch wichtigster Stakeholder-Gruppe muss die Öffentlichkeitsarbeit von Staatsarchiven daher primär auf den Archivzugang und die Benutzung zielen. Als Konsequenz hiervon müssen die Vermittlung und die Archivpädagogik unter der Prämisse stehen, die Citoyens und Citoyennes über ihr Recht des prinzipiellen Archivzugangs und die damit verbundenen Möglichkeiten zu informieren. Staatsarchive haben - so die These der Arbeit - aufgrund dieser Voraussetzungen ein gemeinsames, systemisch bedingtes Kommunikationsziel. Die Masterarbeit versucht aufzuzeigen, dass die (Rück-) Besinnung auf das Eigentliche die Öffentlichkeitsarbeit von Staatsarchiven jenseits der Eventkultur nicht nur fruchtbar profiliert, sondern den Institutionen selber zugleich auch Zukunftsmodell sein kann. Denn wie Museen, Bibliotheken oder z.B. Firmenarchive verfügen Staatsarchive nicht zuletzt auch wegen ihrer staatspolitischen Funktion über distinguierende Exklusiv- und Kompetenzbereiche, die aber von der szenetypischen Öffentlichkeitsarbeit bislang nicht als Kommunikationsinhalte genutzt wurden. Staatsarchive sind als Archivtyp staatsphilosophisch bzw. -politisch zwar klar verortbar, weisen darüber hinaus aber unterschiedliche institutionelle Ausgestaltungen und Umfelder auf. Die Implementierung des Kommunikationsziels muss daher individuell erfolgen, hier allerdings unter Rückgriff auf eine betriebswirtschaftliche Sichtweise. In enger Anlehnung an die angelsächsische Praxis wird archivische Öffentlichkeitsarbeit deshalb als eine gesamtbetriebliche Aufgabe verstanden. Eine nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit benötigt nicht nur diverse betriebliche Ressourcen, sondern steht mit diesen auch in reger Wechselwirkung. Wie die Arbeit zu zeigen sucht, stehen die Ressourcen ihrerseits trotz ihrer individuell unterschiedlichen Ausprägung in einer logischen Abhängigkeit voneinander. Die oben skizzierte staatspolitische Argumentation und deren Konsequenzen lässt sich auf diese Weise verhältnismässig einfach, v.a. aber auch nachhaltig mit der eigenen betrieblichen Realität synchronisieren

    Politique et pratiques d\u27un service d\u27archives cantonales vis-à-vis des communes, à l\u27exemple des Archives de l\u27Etat du Valais

    Get PDF
    La question de la gestion des archives communales et des relations entre les archives étatiques et les communes est récurrente et présente dans tous les cantons suisses. L\u27objectif principal de notre travail est de faire le point sur cette problématique en Valais, d\u27en esquisser les contours et de proposer des options pour l\u27avenir. Le point de départ de cette étude est un constat découlant de notre pratique professionnelle: les Archives de l\u27Etat du Valais (AEV) jouent depuis longtemps un rôle important dans la gestion des archives communales; cependant, ce rôle n\u27est pas clairement défini et les actions qui en résultent ne sont pas toujours systématiques et cohérentes. Fort de ce constat, nous avons posé l\u27hypothèse générale suivante. Les Archives de l\u27Etat du Valais, de par leur tradition et selon les bases légales et réglementaires qui soutiennent leur activité, ont un rôle à jouer et une responsabilité à assumer dans la question des archives communales. Bien que satisfaisantes sur certains points, la politique et les pratiques actuelles ainsi que les relations entre AEV et communes n\u27en demeurent pas moins bancales, manquant souvent de méthode, de fondements et parfois de cohérence. Afin d\u27améliorer la situation, les AEV devraient définir en premier lieu une politique claire en matière d\u27archives communales, en s\u27inspirant des expériences d\u27autres cantons tout en respectant les particularismes valaisans et leur tradition professionnelle propre, pour ensuite développer des actions concrètes basées sur cette politique. En détail, les objectifs étaient donc de poser la question du principe même des relations entre Archives étatiques et archives communales, de connaître les pratiques des Archives de l\u27Etat du Valais vis-à-vis des communes, de connaître ces mêmes pratiques dans d\u27autres cantons suisses pour ensuite les comparer avec le cas valaisan, finalement de proposer des options pour l\u27avenir. Dans la mesure du possible, les propositions devraient aussi pouvoir s\u27appliquer à d\u27autres cantons. En plus de l\u27étude des rapports d\u27activités des AEV et de diverses sources documentaires, nous avons mené une enquête auprès de toutes les communes valaisannes ainsi que des responsables des relations avec les communes dans les institutions d\u27archives d\u27autres cantons suisses (VD, GE, TI, ZH, GR). Cette étude nous a tout d\u27abord permis de mieux connaître la situation valaisanne. Au cours de l\u27histoire des relations entre AEV et communes, longue de plus de 130 ans, des actions très diverses ont été menées: inspections locales, inventaires d\u27archives, prise en charge de fonds, conseils et directives. La situation actuelle est d\u27ailleurs l\u27héritière de cette histoire. On se rend compte en effet que les AEV interviennent actuellement dans tous ces domaines. Leur action est en général appréciée, mais pas toujours déployée de manière systématique. En élargissant notre vision au paysage helvétique, nous avons constaté que, dans chaque canton, les Archives cantonales jouent un rôle dans la problématique des archives communales, certaines institutions étant beaucoup plus actives que d\u27autres. La problématique de base est d\u27ailleurs plus ou moins identique partout, mais chaque canton a développé ses propres politiques et pratiques, liées à son histoire, aux structures du canton et aux traditions professionnelles. Il n\u27y a donc pas de méthode commune au plan suisse. Une des particularités valaisannes consiste au fait que la gestion même des archives communales (surtout anciennes) a souvent été prise en charge par le canton, au travers de dépôts d\u27archives aux AEV et de la rédaction d\u27inventaires par les archivistes du canton. Dans bien des cas, les communes se sentent dès lors complètement déresponsabilisées face à la question de leurs archives. Fort des constats qui précèdent, nous sommes parvenus à l\u27évidence que les Archives de l\u27Etat du Valais doivent avant tout définir une politique vis-à-vis des communes afin de baser ensuite leurs actions sur des éléments clairement exprimés. Cette politique, propre au Valais mais inspirée d\u27expériences d\u27autres cantons, devrait contenir les éléments suivants: - les bases légales et réglementaires (dont une partie doit encore être élaborée); - la répartition des responsabilités entre communes et Etat dans le domaine des archives; - le recentrage des AEV sur les missions effectivement stipulées dans la Loi: conseil, surveillance, prise en charge des fonds "historiques"; - le développement de nouvelles collaborations: communes, entreprises privées, réseaux, institutions suisses. Basées sur cette politique, des actions concrètes pourront être proposées et déployées. Quelques propositions sont d\u27ailleurs présentées en annexe au travail. Dans une certaine mesure, les conclusions auxquelles nous sommes parvenues dans ce travail de Master peuvent être également appliquées à d\u27autres cantons

    Introduction

    Get PDF

    Geschichte in Unternehmen und Unternehmen in der Geschichte

    Get PDF
    Aktuelle Publikationen über Unternehmensarchive und Überlieferungsbildung betonen die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Erhaltung von Beständen der Privatwirtschaft. Jedoch ist die aktuelle Situation von Unternehmensarchiven geprägt von fehlender Betreuung durch professionelles Personal, unkontrollierter Überlieferungsbildung und Beschränkung auf den Primärwert der Akten. Zudem verhindern Umstrukturierungen, Fusionen, Stellenabbau, Umzüge und Kostensenkungen die nötige Konstanz für ein historisches Archiv. Angesichts dieser Problematik werden die Betonung des Nutzens für die Unternehmen selbst sowie die Rolle von öffentlichen und privaten Institutionen zur Sicherung von Wirtschaftsbeständen immer wichtiger. Die Vorteile eines Firmenarchivs habe ich aus zwei Perspektiven beleuchtet. Zum innerbetrieblichen Nutzen wurden aus Sicht der Betriebswirtschaftslehre und der Unternehmenskommunikation die drei Begriffe Unternehmenskultur, History Marketing und Corporate Memory in Bezug auf die Führung eines Archivs umschrieben. Dort kann ein Mehrwert für Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Imagepflege, Geschichtsbewusstsein, Identifikation und Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter entstehen. Die Tradition wird angesichts des wirtschaftlichen Wandels, der Globalisierung und des technologischen Fortschritts zu einem Faktor von zentraler Bedeutung für die Identifikation einer Marke oder eines Unternehmens. Im Sinne des ausserbetrieblichen Nutzens gehören die Wirtschaftsarchive bei einer ganzheitlichen Überlieferungsbildung zum aufbewahrungswürdigen Dokumentationsgut, das der historischen Forschung zugänglich sein sollte. Die enge Verknüpfung der Unternehmen mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen eines Landes bringt eine soziale Verantwortung gegenüber der Geschichtsschreibung mit. Für konkrete Beispiele gaben die ArchivarInnen von ABB AG, Novartis AG und Georg Fischer AG anhand eines schriftlichen Fragebogens einen Einblick in ihre Erfahrungen im Umgang mit den Archiven. Als Gegenpol zu den professionell geführten historischen Archiven illustriert das Beispiel der Synthes GmbH das Fehlen und das mögliche Potential eines solchen Archivs. Die Ressource Information soll als wirtschaftliche Kraft neben Personal, Rohmaterial oder Kapital bewusst für Marketingstrategien eingesetzt werden. Die Betreuung des Firmenarchivs kann intern erfolgen oder von einem externen Dienstleister übernommen werden. Die erste Variante ermöglicht den intensiven, internen Gebrauch des Materials. Je nach Benutzungspolitik profitiert die Forschung mehr oder weniger von den Beständen. Die Ablieferung von historischem Archivgut an spezialisierte Archive eignet sich besonders für den einfachen Zugang für Forscher. Die Erschliessung und Auswertung der Bestände kann so direkt von geschultem Archivpersonal erledigt werden, die selbst mögliche Forschungsfragen in Auftrag geben können. In Zukunft sind Archivare, Historiker und Lehrpersonen gefordert, den Nutzen eines Archivs in der Öffentlichkeit aufzuzeigen. Gleichermassen müssen Wirtschaftsverbände, Unternehmer und Spezialarchive ein Monitoring des Wirtschaftsgeschehens betreiben und die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen organisieren

    Terminologie française du Records Management

    Get PDF
    Créée par la Confédération en 2002, l\u27association eCH est une organisation de standardisation qui développe, adopte et publie des normes en matière de cyberadministration en collaboration avec les cantons, les communes, les entreprises et d\u27autres intéressés. Ces normes doivent rendre possible une exécution sûre des transactions entre les différentes parties et une meilleure efficacité des autorités à tous les niveaux de la cyberadministration. Par ailleurs, l\u27association adopte des "bonnes pratiques" ("best practices"), à savoir des solutions types recommandées par eCH. La cyberadministration nécessite une définition pertinente et uniforme de la qualité de l\u27information. Il s\u27agit donc de définir et de mettre en ouvre les processus administratifs et les mesures techniques permettant de garantir la qualité de l\u27information, tant à l\u27intérieur qu\u27à l\u27extérieur des unités administratives. Le groupe Records Management (RM) d\u27eCH s\u27appuie sur la norme ISO 15489 - Records Management pour normaliser les procédures, les fonctionnalités, les formats de données et les interfaces entre systèmes impliqués dans la gestion des documents administratifs sous forme électronique (Records Management). eCH a souhaité élaborer des terminologies uniformes en allemand et en français pour le RM et ensuite élaborer des standards de RM. Un travail pour chacune des deux langues à donc été effectué. Le présent travail sur la terminologie française du RM est le résultat de l\u27analyse des principes et des objectifs du Records Management et de l\u27application de la méthode de travail terminologique: descriptive et normative, thématique et bilingue. Comme le démontre l\u27analyse d\u27un nombre restreint de termes du RM, la tâche de normaliser ces termes, de proposer les termes à employer de préférence et de repérer les termes à éviter, n\u27est pas évidente, malgré l\u27existence des normes. L\u27influence de différentes cultures et traditions archivistiques, la créativité des traducteurs, la confusion des termes désignant des concepts semblables, le "chaos" accompagnant l\u27apparition de nouveaux domaines, - sont des facteurs qui doivent être pris en considération lors de l\u27élaboration d\u27une terminologie. Les textes normatifs ont un caractère particulier: ils doivent être rédigés en utilisant un vocabulaire normalisé, des termes précis et bien définis pour éviter toute interprétation subjective. Par opposition aux textes littéraires, les textes normatifs ne supportent pas la richesse en synonymes. Une fois employé, le terme doit être le même dans l\u27ensemble de tous les textes concernant le même sujet. Ce travail met en évidence le problème de la coexistence de plusieurs variantes de termes désignant le même concept, dans des textes normatifs produits par la même institution. En analysant les principes du RM, nous avons fait nos propositions pour les termes à utiliser de préférence ainsi que des propositions de définitions. Le produit final des deux travaux est un vocabulaire de termes principaux du RM groupés par grandes classes et indexés dans le but de pouvoir établir des correspondances entre les termes en allemand et en français

    Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz. Eine zehnjährige Politik und ihre Relevanz für die Arbeit in Archiven und Bibliotheken

    Get PDF
    Thema der Arbeit ist die seit 1998 existierende Politik für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz. Sie wird einer empirischen Analyse unterzogen, indem die entsprechenden Strategiepapiere des Bundesrates (von 1998 und 2006) sowie weitere relevante Dokumente aus der Bundesverwaltung auf ihre Inhalte hin untersucht werden. Die Leitlinie der Arbeit bezieht sich dabei auf Überlegungen zu Merkmalen der Informationsgesellschaft. Es wird gefragt, welches Bild der Informationsgesellschaft in der bundesrätlichen Strategie sowie den analysierten Berichten zum Ausdruck kommt und wie es sich im Laufe der Zeit verändert hat. In methodischer Hinsicht greift die Arbeit auf Interpretationsmodelle der Politikanalyse zurück, mit deren Hilfe unterschiedliche Etappen in der Umsetzung einer öffentlichen Politik beschrieben und beteiligte Akteure erfasst werden können. Auf dieser Grundlage ergibt sich eine vierteilige Argumentation: Zunächst werden in der Arbeit Ziele und Inhalte der Politik für eine Informationsgesellschaft vorgestellt, die in der Phase der Programmformulierung (1997-1999) definiert wurden. Anschliessend wird die Politik für die Jahre 1999-2007 einer diachronen Analyse unterzogen, um inhaltliche Kontinuitäten und Veränderungen herauszuarbeiten. Es folgt ein Vergleich mit dem entsprechenden, auf dem World Summit on the Information Society (2003 und 2005) formulierten Programm der UNO. Abschliessend wird im Rahmen einer Detailuntersuchung nach den Konsequenzen der Politik für die Arbeit in Schweizer Archiven und Bibliotheken gefragt. Als zentrales Ergebnis lässt sich festhalten, dass der Politik für eine Informationsgesellschaft eine technologieorientierte Definition des Begriffs zugrundeliegt, die keine gesellschaftspolitischen Ziele vorgibt. Konkret wird deutlich, dass die gegen Ende der 1990er Jahre formulierten weitgefassten Ziele der bundesrätlichen Strategie sich im Laufe der Zeit in Richtung ökonomisch definierter Vorgaben verlagerten. Parallel zu dem Prozess der Ökonomisierung der Politik zeigt sich eine Verschiebung von substantiellen Aktionsfeldern mit sachbezogener Ausrichtung hin zu institutionellen Aktionsfeldern, die Rahmenbedingungen für politisches Handeln festlegen. Seit der revidierten Strategie für eine Informationsgesellschaft des Jahres 2006 steht nunmehr die Informatisierung der Verwaltung (E-Government) im Zentrum des politischen Programms, das damit die Arbeit von Archiven gegenüber derjenigen von Bibliotheken privilegiert. Letztlich entpuppt sich der Begriff Informationsgesellschaft als eine Leerformel, mit der vielfältige politische Ziele und Inhalte verbunden werden können

    Gesamter Band / Volume entier

    No full text

    Die Schul- und Gemeindebibliothek im Kontext der Bibliothekslandschaft (Fallstudie)

    Get PDF
    In der Schweiz gibt es ein feines Netz von kleinen öffentlichen Bibliotheken, die mehr oder weniger explizit einen Service public erfüllen. Trotz ihrer offensichtlichen Berechtigung und der regen Benutzung geraten diese Einrichtungen immer mehr unter Druck. Die Finanzierung durch die öffentliche Hand wird oft in Frage gestellt. Zudem sind diese mittleren und kleinen Bibliotheken sehr heterogen. Ihre Einbettung in den grösseren Zusammenhang einer Bibliothekslandschaft ist selten klar umrissen. Über den eigentlichen Auftrag der Bibliothek, über die Sammlungspolitik, über die Finanzierung, über die Benutzerbindung und über weitere Themen herrschen unterschiedliche Ansichten. Es fehlt häufig auch an klar ausformulierten Bestimmungen. Die vorliegende Arbeit geht von den folgenden Grundsätzen aus 1. Öffentliche Bibliotheken stehen unter grossem, finanziellem Druck und gehören bei Sparmassnahmen zu den ersten Opfern. 2. Bibliothekarische Arbeit, gerade in kleineren, öffentlichen Institutionen, geniesst keine hohe Wertschätzung. 3. Öffentliche Bibliotheken entsprechen einem grossen Bedürfnis. Anhand eines konkreten Beispiels stellt die vorliegende Arbeit die Situation einer kleinen oder mittleren öffentlichen Bibliothek dar. Dazu wird die Schul- und Gemeindebibliothek Grosshöchstetten mit zwei anderen Gemeindebibliotheken verglichen. Die Möglichkeiten und die Plausibilität von Vergleichswerten werden untersucht. Ein Kapitel zeigt weiterführende theoretische Grundlagen und Empfehlungen auf und stellt diese der bibliothekarischen Praxis gegenüber. Ein Schwerpunkt ist das kundenorientierte Arbeiten in der Bibliothek mit einem Exkurs über Qualitätssicherung. Die vorliegende Arbeit zeigt Ansätze, wie die Leistung und die Wirkung von kleinen und mittleren Bibliotheken gemessen, evaluiert und verglichen werden können. Dabei wird insbesondere auf die Schwierigkeit hingewiesen, angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel von einer Allgemeingültigkeit von Kennzahlen und Evaluationen auszugehen. Das Ziel der Arbeit war es, mögliche Handlungsmaximen zu formulieren. Nachfolgend sind diese kurz umrissen. - Bibliotheksverantwortliche müssen stets die allgemeine Entwicklung und Trends beobachten und verfolgen, besonders im Bereich des Bibliothekswesens. Aber auch in allen verwandten Disziplinen. Auch die Vergleiche mit ausländischen Systemen sollten immer wieder gezogen werden. - Nur durch aktives Handeln können Möglichkeiten zur Kooperation gesucht und gefördert werden. - Die wichtige Rolle von kleinen Institutionen in einem übergeordneten System muss immer wieder betont werden. - Die optimale Nutzung der hohen Informationskompetenz des Bibliothekspersonals ist anzustreben. - Traditionelle Bibliotheksarbeit soll nach Möglichkeit reduziert werden zugunsten einer Bibliothek als Begegnungsort. Dieser erfüllt vielleicht sogar neue Funktionen

    189

    full texts

    207

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Informationswissenschaft: Theorie, Methode und Praxis? Access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard!