MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
Not a member yet
1385 research outputs found
Sort by
Gendered Organisations Reloaded: Gender Inequality in the Digital Transformation
Der Beitrag geht der These nach, dass im Zuge der Digitalität von Organisationen auch die Herstellungsmechanismen von geschlechtsspezifischer Ungleichheit in Organisationen einer Veränderung unterliegen, weshalb er für einen überdachten Ansatz zur Erforschung von geschlechtsspezifischer Ungleichheit in digitalen Organisationen plädiert. Dabei legt der Beitrag zunächst mit Rekurs auf praxistheoretische Ansätze des Konzepts der gendered organization grundlegende Annahmen zur Verschränkung organisationaler Strukturen mit der Herstellung geschlechterspezifischer Ungleichheit dar. Daran anschliessend wird mithilfe einer verknüpften medien- und organisationspädagogischen Perspektive erläutert, dass gerade im Kontext von Digitalität auch Organisationen selbst modifizierte organisationale Lernprozesse durchlaufen, die im Ergebnis zu einer Veränderung ihrer organisationalen Strukturen führen. Basierend auf diesen Ausführungen kommt der Beitrag zu der Annahme, dass die Modifikation jener organisationalen Strukturen sich auch in einer veränderten Herstellung geschlechtsspezifischer Ungleichheit in digitalen Organisationen zeigen müssen. Wie und in welcher Weise jene Veränderung sich gestaltet, gilt es jedoch noch zu erforschen. Ein methodologischer Vorschlag wird dementsprechend am Ende des Beitrages vorgelegt, der eine dezidierte Berücksichtigung des Einflusses des Digitalen auf geschlechtsspezifische Ungleichheit in Organisationen vorsieht und als Grundlage für weitere methodische Überlegungen dienen soll.The article puts forward the idea that the mechanisms producing gender inequality in organisations change in the process of digitalisation, which is why it advocates a thoughtful approach to researching gender inequality in digital organisations. First, the article presents basic assumptions about the effect of organisational structures on the production of gender inequality, drawing on practice-theoretical approaches to the concept of gendered organisations. It then uses an intertwined media and organisational education perspective to explain that organisations themselves are undergoing fundamental learning processes in the context of digitalisation that are leading to a change in organisational structures. Based on these explanations, the article concludes that this change in organisational structures is reflected in a change in their effect on gender inequality. However, the manner in which this change takes shape still needs to be researched. A methodological proposal is therefore presented at the end of the article to provide a decisive consideration of the influence of digitalisation on gender inequality in organisations, with the intention of serving as a basis for further methodological considerations
Teachers’ Perspectives on the Digital Divide: Theoretical and Empirical Insights in Teachers’ Perceptions of and Responses to Digital Inequalities
Das Konstrukt des Digital Divide (DD) eröffnet vielfältige Analysepotenziale zur Beschreibung von Bildungsbenachteiligungen, die auf Zugangs- und Nutzungshürden digitaler Settings zurückzuführen sind. Im schulischen Bereich erscheint die Perspektive von Lehrkräften diesbezüglich besonders relevant, da diese als Gatekeeper Bildungsprozesse begünstigen oder verhindern können. Daher bearbeitet dieser Beitrag die Fragen, welche Dynamiken des DD Lehrkräfte als benachteiligend wahrnehmen und welche Handlungsmöglichkeiten sie zum Abbau dieser Benachteiligungen erkennen. Als Untersuchungsrahmen wird die Zeit der COVID-19-Pandemie und die unmittelbare Folgezeit gesetzt, da in dieser Phase komplexe Lehr-Lern-Formen in digitalen Settings – teils langfristig – etabliert wurden. Im Beitrag wird zunächst das Konstrukt des DD mit der Kapitaltheorie Bourdieus anhand der Annahme eines Digitalen Kapitals systematisch verknüpft und mit anderen prominenten Operationalisierungen des DD in Zusammenhang gebracht. Im anschliessenden empirischen Teil werden Interviews mit Lehrkräften aus drei Interviewdurchgängen (2020–2022) ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Befragten zahlreiche benachteiligende Dynamiken im Sinne des DD erkennen, diese jedoch im Detail oft komplexer sind als durch prominente Operationalisierungen des DD abbildbar. Zudem erkennen die Lehrkräfte verschiedene Handlungsoptionen, um der Benachteiligung entgegenzuwirken. Die Daten legen die Notwendigkeit nahe, soziales Lernen in digital geprägten Settings zu stärken bzw. die dichotome Unterscheidung zwischen analogen und digitalen Settings – im Sinne einer Förderung Digitalen Kapitals – zu überwinden.The construct of the digital divide (DD) can be used to describe educational disadvantages in the access and use of digital media. For studies in school settings, teachers’ perspectives seem particularly relevant, as teachers can be considered to be gatekeepers for educational processes. Building on this and drawing on Bourdieu’s capital theory, this text asks which mechanisms of the digital divide teachers perceive as disadvantageous and what options they see to reduce these disadvantages. The time of the COVID-19 pandemic and beyond is set as the framework for the study, since comprehensive digital means were implemented in school settings at that time. In this article, the construct of DD is systematically linked to Bourdieu’s capital theory by assuming a digital capital and relating it to other prominent operationalisations of DD. In the empirical part, interviews with teachers from three interview rounds (2020–2022) are analysed.The results show that the interviewees recognise disadvantageous dynamics in the dimensions of the DD, but that these dimensions are often too complex to fit the construct. In addition, teachers recognise various options to counteract these disadvantageous dynamics. The data suggest the need to promote social learning in digitally influenced settings and overcome the dichotomous division between analogue and digital settings
How Do Preservice Teachers View Their Digital Competences? On the Requirement of Digitization-Related Professionalization in Teacher Education Between University and School
Lehramtsstudierende sind insofern besondere Studierende, als sie bereits jahrelang als Klientel (Schüler:innen) Praxis an jener Institution (Schule) kennengelernt haben, an der sie nach Studienabschluss beruflich tätig sein werden. Gleichzeitig zählen heutige Lehramtsstudierende zu jener Generation, die als ‹digital natives› mit digitalen Medien aufgewachsen ist, sodass ihnen gewisse digitale Kompetenzen unterstellt werden können. Der bisher noch überschaubare Forschungsstand zu Ausprägungen digitaler Kompetenzen von Lehramtsstudierenden zeichnet demgegenüber ein differenziertes Bild, nach dem Selbsteinschätzungen bisweilen positiver ausfallen als Kompetenzmessungen. Habituelle Dispositionen gerieten bislang nur vereinzelt in den Blick. Vor diesem Hintergrund befasst sich der Beitrag in explorativer Herangehensweise mit der Frage, wie Lehramtsstudierende ihre digitalen Kompetenzen perspektivieren. Fokussiert wird dabei auf jene konjunktiven Erfahrungsräume, auf die fortgeschrittene Lehramtsstudierende in elf Gruppendiskussionen an zwei Universitätsstandorten rekurrieren, wenn sie über den Erwerb und die Nutzung ihrer digitalen Kompetenzen sprechen. Die Untersuchung mit der Dokumentarischen Methode lässt erkennen, dass für die Nutzung Erfahrungen in der Organisation Schule handlungsleitend sind, für den Erwerb hingegen neben ausserorganisationalen Lernmöglichkeiten Erfahrungen in der Organisation Universität zentral sind. In der Diskussion wird ein Professionalisierungsbedarf konstatiert und skizziert, wie dieser in der universitären Lehrer:innenbildung bearbeitet werden könnte.Preservice teachers are special students because they have already spent years as clients (pupils) at the institution (school) where they will work after graduation. At the same time, today’s preservice teachers belong to the generation of ‹digital natives› who have grown up with digital media, which means they can be assumed to have a certain level of digital competences. In contrast, the still limited amount of research on the digital competences of preservice teachers paints a differentiated picture, according to which self-assessments are sometimes more positive than competence measurements. So far, habitual dispositions have only been considered in isolated cases. Against this background, this paper takes an exploratory approach to the question of how preservice teachers perceive their digital competences. It focuses on the conjunctive spaces of experience that the advanced preservice teachers from two university locations examined in eleven group discussions refer to when they talk about the acquisition and use of their digital competences. The investigation using the documentary method shows that experience in the school organization is a guiding factor for use, while experience in the university organization is central to acquisition, alongside non-organizational learning opportunities. The discussion identifies a need for professionalization and outlines how this could be addressed in university teacher education
Editorial: Dekonstruktion digitaler Desinformationsstrategien: Phänomene des Rechtsextremismus
From the Tabula Rasa (the Blank Page on One’s Own Desk) to the Writing Dialogue: On Normativity in Media Education, Societal and Political Conditions of Education, and the Gestures of Emancipation
Das Schreibgespräch schliesst an das Symposium «Normativität und Medienhandeln – Perspektiven aus Bildungsphilosophie und Medienpädagogik» auf der Herbsttagung der Sektion in Wien an. Ausgehend von Diskussionen auf früheren Sektionstagungen werden unterschiedliche Argumentationen zur Frage nach den verschiedenen Ebenen der inner- wie ausserwissenschaftlichen Dimensionen von Normativität vorgebracht: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Forschung und Bildungspraxis in der Medienpädagogik? Wie lässt sich das Erbe der Kritischen Theorie in der Gegenwart aufgreifen und reflektiert weiterführen? Wie kann Wissenschaft mit gesellschaftlichen Ansprüchen und Inanspruchnahmen verfahren? Verweisen externe Normativitätsdimensionen auf den Bereich des Metaphysischen, der einer wissenschaftlichen Bearbeitung unzugänglich ist? Erfordern gesellschaftspolitische Entwicklungen eine politische Einmischung von Wissenschaftler:innen? Falls ja, können sie dies als Wissenschaftler:innen tun oder nicht? Wie kann bei diesen Fragen die privilegierte Positionierung von Autor:innen und Wissenschaftler:innen mitgedacht werden? Die Autor:innen des vorliegenden Beitrags treten in ein Schreib-Streit-Gespräch zu diesen Fragen und loten unterschiedliche Antwortoptionen aus, ohne notwendig einen abschliessenden Kompromiss zu erzielen.The writing dialogue follows on from the symposium «Normativity and Media Practice – Perspectives from the Philosophy of Education and Media Education» at the autumn conference of the section in Vienna. Building on discussions from previous section conferences, various arguments are presented concerning different levels of both internal and external scholarly dimensions of normativity. How is the relationship between research and educational practice shaped within media education? How can the legacy of critical theory be taken up and further developed in the present? How should academia respond to societal demands and expectations? Do external dimensions of normativity point towards the metaphysical realm, which lies beyond the reach of academic inquiry? Do socio-political developments require scholars to become politically involved? If so, can they do so as scholars, or not? How can the privileged positioning of the authors, and of academics in general, be taken into account in these questions? The authors engage in a written disputational dialogue on these issues, exploring a range of possible responses without necessarily arriving at a concluding compromise
Teaching Hegemony Critique
Antonio Gramsci (2021) entwickelte mit dem Konzept der kulturellen Hegemonie ein zentrales Analyseinstrument für Machtverhältnisse in Medien- und Bildungssystemen. Hegemonie, verstanden in Korrelation zu Gegenhegemonie, grundiert pädagogische Verhältnisse und ist grundlegend für die Produktion und Reproduktion gesellschaftlicher Strukturen. Die These dieser Arbeit lautet, dass Gramscis Konzept für die Vermittlung von Medienkompetenz besonders geeignet ist. Ausgehend von der Relationalen Medienpädagogik wird die Korrelation von Erleben und Erlebtem sowie von Fremd- und Selbstbestimmung betrachtet (Meder 2014; Swertz 2021). Medienpädagogisch relevant ist dabei das Vermögen, hegemoniale Tendenzen zu erkennen und zu gestalten. Am Beispiel des Begriffs der ‹Datenreligion› (Harari 2017) wird gezeigt, wie Hegemoniekritik als Methode zur Förderung ideologiekritischer Medienkompetenz dienen kann. In diesem Artikel wird für eine kritisch-reflexive Medienpädagogik argumentiert, die Theorie und Praxis real-dialektisch verknüpft und Medienkompetenz als Instrument gesellschaftlicher Veränderung begreift.Antonio Gramsci developed the concept of cultural hegemony as a key analytical tool for examining power relations within media and educational systems. Hegemony – understood in relation to counter-hegemony – underpins pedagogical dynamics and is fundamental to the production and reproduction of social structures. This article argues that Gramsci’s concept is particularly well suited for fostering media literacy. Drawing on the framework of Relational Media Education, it explores the correlation between experience and the experienced, as well as between external control and self-determination (Meder 2014; Swertz 2021). In this context, the pedagogically relevant capacity lies in identifying and shaping hegemonic tendencies. Using the example of the concept of «dataism» (Harari 2017), the article illustrates how hegemony critique can serve as a method for promoting ideologically critical media literacy. It advocates for a critically reflective approach to media education – one that links theory and practice in a dialectical manner and understands media literacy as a tool for social transformation
Negotiating Representation: BIPoC in Video Games Between Stereotypes and Diversity
Digitale Spiele sind ein fester Bestandteil der kindlichen Lebenswelt und gewinnen zunehmend an Bedeutung im schulischen Bildungskontext. Gerade in der Grundschule eröffnet die Integration von Videospielen neue didaktische Potenziale – bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Die kritische Auseinandersetzung mit Repräsentationen marginalisierter Gruppen ist dabei von zentraler Bedeutung, insbesondere mit Blick auf Rassismus und stereotype Darstellungen. Die vorliegende medienpädagogische Analyse untersucht die Repräsentation von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) in 30 Serious und Entertainment Games. Mittels eines Mixed-Methods-Designs wurden quantitative Häufigkeiten erfasst sowie qualitative Inhaltsanalysen nach Kuckartz und Rädiker durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass BIPoC-Figuren in beiden Spielarten unterrepräsentiert sind, häufig auf Nebenrollen beschränkt bleiben und nicht selten auf stereotype Rollenbilder reduziert werden – teils mit kolonialrassistischen Konnotationen. Zugleich eröffnen einige Spiele Potenziale für eine differenzierte Darstellung von Diversität. Aus den Befunden werden medienpädagogische Implikationen für die schulische Praxis sowie Handlungsempfehlungen für Lehrpersonen abgeleitet – mit dem Ziel, Medienkompetenz zu fördern und eine rassismuskritische Reflexion zu ermöglichen.Digital games are an integral part of children’s everyday lives and are gaining increasing relevance in educational settings. In primary school contexts especially, the integration of video games can offer new pedagogical opportunities – but also raises challenges. This media pedagogical analysis critically examines the representation of BIPoC (Black, Indigenous and People of Color) in 30 serious and entertainment games. Using a mixed-methods approach, the study combines quantitative frequency counts with a qualitative content analysis based on the framework of Kuckartz and Rädiker. The results show that BIPoC characters are underrepresented across both game types, often limited to secondary roles, and frequently portrayed in stereotypical ways – including depictions rooted in colonial and racist narratives. At the same time, some games demonstrate potential for nuanced portrayals of diversity. The findings are discussed in light of media education, and recommendations are provided for educators to foster critical media literacy and anti-racist reflection in the classroom
Predicting Online Search Success from Self-Reported Skills, Search Behavior, Domain Knowledge, and Task Evaluations: Implications for Teaching Information Literacy
Informationen im Internet suchen und beurteilen ist eine Schlüsselkompetenz. Das Verständnis dafür, wie selbsteingeschätzte Fähigkeiten, Suchverhalten und Aufgabenmerkmale mit der Suchleistung zusammenhängen, kann zu einer Verbesserung der Bildungspraktiken beim Vermitteln von Informationskompetenz beitragen. Diese Studie untersucht diese Zusammenhänge bei 102 Jugendlichen, die Suchaufgaben ausgeführt haben und deren Leistung in Bezug zu ihrer selbstberichteten Informationskompetenz, ihrem Navigationsverhalten und ihrer Aufgabenbewertung gesetzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Selbstwirksamkeitseinschätzung allein kein verlässlicher Prädiktor für den Sucherfolg ist. Das Modifizieren von Suchanfragen, das Vorwissen und die eingeschätzte Wichtigkeit der erhaltenen Aufgabe wirken sich positiv auf den Sucherfolg aus, während die Orientierung an oberflächlichen Merkmalen von Quellen bei der Bewertung der Informationsqualität mit geringerem Sucherfolg korreliert. Wir schlagen vor, dass im Rahmen der Vermittlung von Informationskompetenz Lernende ermutigt werden, ihre Suchanfragen zu modifizieren, oberflächliche Hinweise für die Glaubwürdigkeitsbewertung zu ignorieren und sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen, bevor sie nach spezifischen Fakten suchen. Zusätzlich empfehlen wir, Suchaufgaben mit potenziell wichtigen Konsequenzen bei falscher Lösung zu gestalten, um das Engagement der Lernenden zu erhöhen.Searching for information is a key activity in everyday life. Understanding how self-reported skills, search behavior and task characteristics relate to search performance can inform educational practices for teaching information literacy. This study investigates these relationships by having 102 adolescents perform search tasks and assessing their performance in relation to their self-reported information literacy, navigation behavior and task evaluations. Our findings indicate that self-reported information self-efficacy alone is not a reliable predictor of search success. Query revisions, domain knowledge and task importance positively impact search success, while reliance on superficial cues for evaluating information quality correlates with lower search success. We suggest that information literacy educators encourage learners to revise their queries, ignore superficial cues for credibility assessment, and gain an overview of a topic before searching for specific facts. Additionally, we recommend designing search tasks with potentially important consequences when solved incorrectly to increase learners’ engagement
The Community of Inquiry Framework in Online Teacher Training: Development of a Course on Academic Writing
Ein im Hochschulbereich bereits vielfältig erprobtes Rahmenkonzept zur Gestaltung von Online-Lehrveranstaltungen stellt das Community of Inquiry Framework (CoI) dar. Es zielt darauf ab, eine Interessensgemeinschaft zu entwickeln, um unter Berücksichtigung der kognitiven Präsenz, der Lehrpräsenz und der sozialen Präsenz die Schwächen der Online-Lehre auszugleichen. Basierend auf diesem Modell wird im Rahmen dieses Artikels die Weiterentwicklung einer Online-Lehrveranstaltung zur Entwicklung von Kompetenzen zum wissenschaftlichen Schreiben in einem Bachelorstudium der berufspädagogischen Lehrer:innenbildung vorgestellt. Dazu wurden Gruppendiskussionen mit Studierenden geführt, transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Studierende wahrgenommen fühlen, wenn Lehrende transparente Informationen zur Lehrveranstaltung bereitstellen und ausführliches Feedback geben. Das Gruppengefühl wird insbesondere durch Diskussionen in Breakout-Rooms gefördert. Zur Förderung der kognitiven Präsenz eignet sich aus Sicht der Befragten ein praxisrelevantes Problem, das in einem durch ein offenes Gesprächsklima geprägten Online-Setting diskutiert werden kann. In Bezug auf die Lehrpräsenz ist für die Studierenden u. a. die rechtzeitige und transparente Information in Bezug auf die Anforderungen im Rahmen der Lehrveranstaltung relevant. Die basierend auf diesen Wahrnehmungen weiterentwickelte Lehrveranstaltung wird im Rahmen des Artikels beschrieben.The Community of Inquiry Framework is a concept for the design of online courses that has already been tried and tested in the higher education sector. It aims to develop a community of inquiry (CoI) in order to compensate for the weaknesses of online teaching, taking into account cognitive presence, teaching presence and social presence. Based on this model, this article presents the further development of an online course for academic writing skills in a bachelor’s degree programme in vocational teacher education. To this end, group discussions with students were conducted, transcribed and analysed. The results show that students feel noticed when teachers provide transparent information about the course and detailed feedback. A sense of belonging is promoted in particular by discussions in breakout rooms. To promote cognitive presence, students believe that a practical problem that can be discussed in an open discussion climate online is suitable. In terms of teaching presence, students consider timely and transparent information regarding the requirements of the course to be relevant. These aspects are considered in the further development of the course. The prototype of the course is described in the article