Sammelpunkt. Elektronisch archivierte Theorie
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    Brucker zwischen Offenbarung, Eklektizismus und philosophia perennis: Eine kritische Würdigung der Dissertatio praeliminaris

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    Am Beginn dieser Bachelorarbeit stand eine ausführliche Übersetzung des programmatischen Teils der "Historia critica" von Jakob Brucker (1696-1770), nämlich der "Dissertatio praeliminaris", die hier im zweiten Teil wiedergegeben ist. Anhand der deutschen Übersetzung beschäftigt sich die Arbeit zunächst mit Bruckers programmatischer Definition der Philosophie, welche selbstredend einen wichtigen Bestandteil der Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte darstellt. Dabei wird einerseits auf historiographische Besonderheiten in Bruckers historischer Periode eingegangen, andererseits steht auch die Erkenntnisgewinnung, mittels welcher sich die Philosophie laut Brucker von der Theologie unterscheidet im Zentrum der Betrachtungen. Im Laufe der Betrachtungen ergibt sich aus diesen unterschiedlichen Standpunkten ein Spannungsfeld, welches sich teils in Widersprüchen zwischen der historiographischen Position der philosophia perennis und der Offenbarung als Erkenntnisprinzip äußert. Schließlich wird versucht diese Widersprüche mittels eines Verweises auf Bruckers eklektizistische Methode aufzulösen bzw. zu erklären

    Ohne Sicherheit ist keine Freiheit, Zur Zukunft der Arbeit an Österreichs Universitäten

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    Am 09. August 2002 wurde in Österreich ein Meilenstein in der Bildungslandschaft gesetzt: die Implementierung des Universitätsgesetzes 2002 (UG 2002). Die Universitäten wurden in eine (Schein)Autonomie entlassen, eine wichtige Begleiterscheinung des Bologna Prozesses. Waren die Universitäten vor der Einführung des UG 2002 finanziell hauptsächlich vom Ministerium abhängig und spielte die Drittmitteleinwerbung für Forschungsprojekte eine etwas untergeordnetere Rolle, so begann sich der Spieß nun umzudrehen. Zwar handelten die Universitäten weiterhin mit dem Wissenschaftsministerium sich ihre Globalbudgets für Grundlagenforschung, Administrationskosten, Lehre usw. über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren aus, aber das unternehmerische Denken begann seinen Einzug in die Rektorate zu halten. Nach dem Vorbild der Privatwirtschaft wurde durch das neue Gesetz eine Art Aufsichtsrat, hier Universitätsrat genannt, eingeführt. Das Universitätsparlament war auf einmal nicht mehr Teil der Universitätsleitung. Die Universität hatte sich ex lege zu einer Rektoratsuniversität hinentwickelt. Für viele Studierende erscheint eine Karriere an der Universität immer noch als die Erfüllung eines Traums. Die Idee des Humboldtschen Bildungsideals, die Einheit von Lehre und Forschung, sowie die Freiheit der Lehre und Forschung, lebt zumindest als Idealbild in den Köpfen der Studierenden, welche nach dem Studienabschluss an einer Universität verbleiben möchten. Dass die Realität anders aussieht merkt man erst, wenn der Frontenwechsel vom Studierenden zum Lehrenden und Forschenden geschehen ist.. Mit der Abschaffung der Möglichkeit der Definitivstellung an Universitäten durch die Regierung Schüssel im Jahr 2003 wurden freiwerdende ehemalige Planposten in Rotationsstellen umgewandelt – und von der Rotation wird von den Rektoraten fleißig Gebrauch gemacht.. Dass in diesem Klima der Unsicherheit keinerlei Freiheit der Forschung und Lehre herrscht, ist eine logische Folgerung daraus. Studienrichtungen und Wissenschaftsprojekte, welche angewandter Forschung und der Wirtschaft zuträglich sind, werden forciert. Grundlagenforschung und Geisteswissenschaften hingegen werden ausgehungert, um nicht zu sagen totgespart. Die Vergabe von Teilzeitstellen, die Handhabung des ständigen Rotationsprinzips, unmöglich zu erfüllende Qualifikationsvereinbarungen auf Karrierestellen, sich jahrelang hinziehende Berufungsverfahren von Professuren usw. bieten weder Sicherheit noch Attraktivität der Universität als Arbeitgeberin

    Prodigal Sons: Dual Abrahamic Categorization Mediates the Detrimental Effects of Religious Fundamentalism on Christian–Muslim Relations

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    Religious fundamentalism is associated with Christian–Islamic conflicts globally, but the psychological reasons remain unexplored. Here, we show that fundamentalism is detrimental to interreligious relations because it makes Christians and Muslims alike reject common theological grounds and Abrahamic origins. Specifically, Study 1 demonstrated that such dual Abrahamic categories mediated the negative effects of fundamentalism on real monetary donations to outgroup children desperately in need (i.e., Save the Children Syria) among Christians but not Atheists. Of importance, this was the case only to the degree that Syrian children were perceived as Muslims and, hence, as part of an Abrahamic outgroup. Using a double-randomized experimental design, Study 2 demonstrated the causal effects of religious fundamentalism on Abrahamic categorization and of Abrahamic categorization on mutual resource distribution bias among Muslims and Christians. Together, these studies suggest that religious fundamentalism fuels interreligious conflicts because it crucially impacts basic categorization processes, with subsequent negative effects on intergroup relations

    Akademische Lehrveranstaltungen Hermann Cohens von 1872 bis 1918

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    Hermann Cohen (1842-1918) wurde 1873 in Marburg habilitiert. Er lehrte bis kurz vor seinem Tod: an der Univ. Marburg bis 1912, dann an der Berliner Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, und während des Krieges parallel dazu wieder in Marburg. Vorglegt wird eine Liste seiner akademischen Lehrveranstaltungen

    “We Are in This Together” Common Group Identity Predicts Majority Members’ Active Acculturation Efforts to Integrate Immigrants

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    Although integration involves a process of mutual accommodation, the role of majority groups is often downplayed to passive tolerance, leaving immigrants with the sole responsibility for active integration. However, we show that common group identity can actively involve majority members in this process across five studies. Study 1 showed that common identity positively predicted support of integration efforts; Studies 2 and 3 extended these findings, showing that it also predicted real behavior such as monetary donations and volunteering. A decrease in modern racism mediated the relations across these studies, and Studies 4 and 5 further demonstrated that it indeed mediated these effects over and above acculturation expectations and color-blindness, which somewhat compromised integration efforts. Moreover, the last two studies also demonstrated that common, but not dual, groups motivated integration efforts. Common identity appears crucial for securing majorities’ altruistic efforts to integrate immigrants and, thus, for achieving functional multiculturalism

    Prodigal Sons: Dual Abrahamic Categorization Mediates the Detrimental Effects of Religious Fundamentalism on Christian—Muslim Relations

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    Religious fundamentalism is associated with Christian–Islamic conflicts globally, but the psychological reasons remain unexplored. Here, we show that fundamentalism is detrimental to interreligious relations because it makes Christians and Muslims alike reject common theological grounds and Abrahamic origins. Specifically, Study 1 demonstrated that such dual Abrahamic categories mediated the negative effects of fundamentalism on real monetary donations to outgroup children desperately in need (i.e., Save the Children Syria) among Christians but not Atheists. Of importance, this was the case only to the degree that Syrian children were perceived as Muslims and, hence, as part of an Abrahamic outgroup. Using a double-randomized experimental design, Study 2 demonstrated the causal effects of religious fundamentalism on Abrahamic categorization and of Abrahamic categorization on mutual resource distribution bias among Muslims and Christians. Together, these studies suggest that religious fundamentalism fuels interreligious conflicts because it crucially impacts basic categorization processes, with subsequent negative effects on intergroup relations

    Offenheit und Unabgeschlossenheit des Handelns bei Jean-Luc Nancy und Karl Popper

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    Der Artikel diskutiert die Zugänge zweier zeitlich und im philosophischen Ansatz nicht benachbarter Verfechter des 'Möglichen' und 'Unvollkommenen' versus 'Bestimmten'. Popper vertritt in der "Offenen Gesellschaft" ein auf politische Operationalisierbarkeit und Vermeidung von Totalitarismus fokussiertes Geschichtsverständnis; Geschichte ist ohne Sinn, aber sinngebungsfähig. Nancy betont eine Geschichtlichkeit ohne Ende (und ohne Anfang), gewinnt seinen Fokus einer "einzigartigen Abwesenheit von Bestimmung" jedoch aus einer Perspektive von Dekonstruktion und konstruktiver Erschütterung vor dem Hintergrund von "Inkommensurabiliät"

    Ethische Gewinnerstrategien. Stärkung der nachhaltigen Urteilskraft

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    Eine sokratische Ethik des Geldmarkt-Geschäfts: analytische Klärung und zugleich Erkennen der eigenen Begrenztheit. Ziel ist eine Geschäftsvernunft, die sich ihrer verstandesmäßigen aber auch ihrer irrationalen Anteile bewusst ist

    Emanzipation als Dienstleistung? Feministische Philosophie in der psychosozialen Beratung

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    Ich möchte im folgenden Beitrag feministische Theorie mit meiner Praxis als psychosoziale Beraterin im Verein "Frauen beraten Frauen" verbinden. Meine Fragestellung lautet: Was kann feministische Philosophie in der psychosozialen Beratung bewirken? Meine These: Sie kann der neoliberalen Verwertung von Beratung als "Normalisierung" und "Reparaturwerkstatt" zur noch besseren Anpassung von Frauen entgegenwirken

    Offenheit und Unabgeschlossenheit des Handelns bei Jean-Luc Nancy und Karl Popper

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    Der Artikel diskutiert die Zugänge zweier zeitlich und im philosophischen Ansatz nicht benachbarter Verfechter des 'Möglichen' und 'Unvollkommenen' versus 'Bestimmten'. Popper vertritt ein auf politische Operationalisierbarkeit und Vermeidung von Totalitarismus fokussiertes Geschichtsverständnis; Geschichte ist offen, nämlich ohne Zwangsläufigkeit, sie ist ohne Sinn, aber sinngebungsfähig. Nancy betont eine Geschichtlichkeit ohne Ende (und ohne Anfang), gewinnt seinen Fokus einer "einzigartigen Abwesenheit von Bestimmung" jedoch aus einer Perspektive von Dekonstruktion und konstruktiver Erschütterung vor dem Hintergrund von "Inkommensurabilität". Beide Ansätze lassen sich als gegenseitig differenzierende und komplexitätsvergrößernde Perspektiven auf menschliche und soziale bzw. gesellschaftliche Offenheit rezipieren

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