Sammelpunkt. Elektronisch archivierte Theorie
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The vicious circle of religious prejudice: Islamophobia makes the acculturation attitudes of majority and minority members clash
Public discourse often portrays Islam as the main obstacle for Muslim minorities’
integration, paying little attention to the contextual factors hindering
this process. Here, we focus on islamophobia as one destructive factor that
hinders the mutual integration between Muslim minority and Western
majority members, affecting both groups. In Study 1, the more islamophobic
majority members were, the more they expected Muslims to give up their
heritage culture and the less they wanted them to integrate. In Study 2, only
when Muslims experienced substantial religious discrimination did religious
identity negatively relate to national engagement and particularly positively
relate to ethnic engagement. Together, the studies suggest that religious
prejudice in the form of islamophobia is a major obstacle to Muslims’ integration
because it increases the incongruity between majority and minority
members’ acculturation attitudes
Die Überwindung der Beschränkung auf die Philosophiegeschichte in der deutschen Philosophie
Zwischen 1960 und 2000 beschränkten sich viele deutsch-
sprachige Philosophieprofessoren auf Philosophiegeschichts-
schreibung, sie verteidigten nicht ihre eigenen Antworten
auf philosophische Fragen. Dieser Aufsatz beschreibt eini-
ge mögliche Ursachen dafür, ruft dazu auf, wieder Antwor-
ten auf philosophische Fragen zu verteidigen, und schlägt
einige Leitlinien dafür vor, welche einigen Einwänden vor-
beugen sollen
Für eure und unsere Freiheit
Am 25. August 1968, vier Tage nach dem Einmarsch der Roten Armee in der Tschechoslowakei, findet am Roten Platz in Moskau eine Demonstration gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings statt. Nach wenigen Minuten wird die Kundgebung gewaltsam aufgelöst und die drei Frauen und fünf Männer werden zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt. Ausgehend von diesem Zeugnis moralischen Handelns wird der Freiheitsbegriff bei Kant und Schopenhauer untersucht und der Zusammenhang von Freiheit und Moral in den Blick genommen
Die Öffnung der Grenzen ist unmoralisch
Beitrag zur Preisfrage der Gesellschaft für Analytische Philosophie „Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen?
„... manchmal durch Gestrüpp“. Alain Badiou rekonstruiert Jacques Lacan
Das Seminar über Lacan als Antiphilosophen, das Alain Badiou 1994-1995 im Théâtre de la Commune, Aubervilliers gehalten hat, ist in der Transkription eines Tonbandmitschnitts durch François Duvet, redigiert von Aimé Thiault, verfügbar. Eine Zusammenfassung der Sitzungen hat Daniel Fischer angefertigt. Das 2013 bei Fayard erschienene Buch „Lacan. L'antiphilosophie 3. 1994-95“ ist Badious stilistisch geglättete Überarbeitung der Transkription F. Duverts, ausgenommen die beiden letzten Sitzungen, die auf der Webseite fehlen. Seminarveranstaltungen entwickeln sich oft nicht genau nach Plan, so auch in diesem Fall. Das Vorhaben, das Badiou zu Beginn skizziert (13) war zu ambitioniert. Er wollte nicht nur die Antiphilosophie Lacans darstellen, sondern darüber hinaus auch explizieren, inwiefern sie den Abschluss eines bestimmten Typs von Antiphilosophie bildet, und welche Möglichkeiten dies für die Philosophie eröffnet. Die beiden letzten Punkte werden im Text nur en passant berührt (12f, 92)
Es soll Weltphilosophie sein. Das Projekt Weltphilosophien: Von globaler Philosophiehistorie zu globaler Theoriebildung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen globaler Philosophiegeschichtsschreibung und Theoriebildung aus globaler Perspektive. Sie geht von der Annahme aus, dass Weltphilosophien sein sollen, aber noch nicht sind und fragt nach Strategien für ein Vorantreiben des Projekts Weltphilosophien (PW). Dazu wird in dieser Arbeit Randall Collins' Buch "The Sociology of Philosophies. A Global Theory of Intellectual Change" untersucht und bezüglich seiner Tauglichkeit im Bezug auf die Umsetzung des PW eingeordnet. Die von Boike Rehbein entwickelte "Kaleidoskopische Dialektik" wird skizziert und ihr Potenzial für das PW diskutiert. Insgesamt geht es um die Möglichkeit, wie nicht-'westliches' Wissen zur Theoriebildung beitragen kann und wie dies in einen Rahmen einer posthegemonialen, -kolonialen und -imperialen Wissenschafts- und Erkenntnistheorie gefasst werden kann, denn bisher waren die Bestrebungen im Bezug auf dieses Projekt vor allem philosophiegeschichtlich inspiriert. Zunächst, so die Argumentation, solle ein Kanon regionaler Philosophiegeschichtsschreibung entstehen, um Weltphilosophien überhaupt greifbar zu machen. Dieser Weg ist plausibel und hoch relevant, kann aber nicht alleine stehen, wenn das Projekt eines globalen und interkulturellen Philosophierens Wirklichkeit werden soll. Es muss gleichzeitig eine Debatte zu den Möglichkeiten globaler und interkultureller Theoriebildung stattfinden. Die Arbeit will dazu einen Beitrag leisten
Massiv offen
Die Diskussion beginnt mit einem Beispiel aus der
open access-Kategorie und prüft die Robustheit unserer diesbezüglichen Voreinstellungen. Sie präsentiert als zweiten Fall eine prominente Plattform zur Verteilung universitärer Lehrangebote und deren Erfolgsstrategie.Daraus wird zuletzt der Schluss gezogen, dass sich das Bedeutungsfeld von Offenheit überraschend leicht für Initiativen missbrauchen lässt, die – aus der Sicht freier, produktiver Zusammenarbeit – Skepsis aufkommen lassen
Conceptual Decolonisation in der Philosophie Afrikas. Eine Lektüre der Texte von Valentin Y. Mudimbe, Kwasi Wiredu, Oyeronke Oyewumi und Achille Mbembe
Die vorliegende Arbeit untersucht mögliche Ansätze einer afrikanischen Philosophie im Spannungsfeld zwischen pragmatischer und physiologischer Anthropologie. Eine Anthropologie in pragmatischer Hinsicht fragt, was der Mensch aus sich macht, machen kann und machen soll. Die physiologische Anthropologie fragt, was die Natur aus dem Menschen gemacht hat. Beide Ansätze stellen die afrikanische Philosophie vor Schwierigkeiten: Der pragmatische Weg ist durch den Rassismus, die verweigerte Anerkennung für schwarze Menschen, und der physiologische Weg durch den Kolonialismus, die verweigerte Anerkennung für afrikanische Traditionen, verstellt.
Im diesem Kontext erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit Werken von Nkiru Nzegwu, Kwasi Wiredu und Valetin Yves Mudimbe und Frantz Fanon
Ethische Gewinnerstrategien
Ein Beitrag zur Ethik des Geldmarkt-Geschäfts. Ausgangspunkt ist die Haltung des Sokrates: analytische Klärung und zugleich Erkennen der eigenen Begrenztheit. Zielpunkt ist eine Geschäftsvernunft, die sich ihrer verstandesmäßigen aber auch ihrer irrationalen Anteile bewusst ist
PHILOSOPHIEGESCHICHTE & GESCHICHTSPHILOSOPHIE. Hegels systematischer Ansatz
Diese Arbeit setzt sich mit der Geschichte der Philosophie, wie sie Hegel als Propädeutik der gesamten Philosophie am Anfang des 19. Jahrhunderts entwarf, auseinander und stellt das hegelsche System affirmierend dar. Mit Hegel fragen wir, warum Philosophie überhaupt eine Geschichte hat, was ihre Geschichte von der allgemeinen Geschichte unterscheidet, wie sich die Geschichte der Philosophie periodisieren lässt, was zu berücksichtigen ist und wie die Philosophie zu ihrer Geschichte steht. Im zweiten Teil der Arbeit wird die hegelsche Konstruktion der Geschichte der Philosophie in Bezug zu Hegels Philosophie der Geschichte gesetzt und nach Spuren gesucht, die Herders Ideen zur Philosophie der Geschichte und Kants Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht im Geschichtsverständnis Hegels hinterlassen haben