Sammelpunkt. Elektronisch archivierte Theorie
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Retourgang. Von der Exzellenz zur Konvenienz
Die „European Science Foundation“ (ESF) hat ab 2002 den Versuch unternommen, eine Qualitätsprüfung sämtlicher europäischer Fachjournale in den Humanwissenschaften in die Wege zu leiten. An das traurige Schicksal des Vorhabens ist zu erinnern. Dann wird berichtet, was weiter aus ihm geworden ist. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung folgen zwei Provokationen, gerichtet an die Adresse der philosophischen Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum
Tagungs-Plakat: "Cohen im Netz". Internationale Fachtagung aus Anlass des 100. Todestages von Hermann Cohen am 4. April 2018
Hermann Cohen (1842 - 1918) war ein herausragender deutscher Philosoph und jüdischer Denker. Thema der Tagung sind die intellektuellen und biographischen, die politischen und religiösen, jüdischen wie christlichen Netzwerke, in die Cohen zeit seines Lebens eingebunden war
Elias Canettis »Masse und Macht« – ein »Skandalon«?
Der Aufsatz analysiert Canettis ›schriftstellerischen‹ Zugang zu den Begriffen/Phänomenen »Masse« und »Macht«. Sein Zugang ist ein methodisch paradoxer, der im wissenschaftlich Unmethodischen methodisch sein Ziel erreicht, nämlich im Sinne Adornos »subjektiv« – genauer: im »Ausgang von den Subjekten« – zu argumentieren. Diese Sicht weicht von der These Peter Friedrichs ab, Canetti schreibe im »Modus des Dementis«, in Opposition gegen eine »von Machteffekten« getragene Wissenschaftlichkeit mit »›dezisionistische[m]‹« Wahrheitsanspruch und gegen ein von »Machtanwendung« getragenes »Zeichenregime« im Sinne einer »patriarchalische[n] ›Werkherrschaft‹«. Es bleibt der Schluss, dass Adorno richtig liegt, der ein gewissermaßen fruchtbares ›Skandalon‹ sieht in der paradoxen Verknüpftheit spezifischer Subjektivität mit einer ›unwissenschaftlichen‹ Darstellungsweise. Damit konstatiert er implizit lediglich ein methodologisches ›Abweichen‹, wo Friedrich einen Akt des Widerstands ausmacht bzw. eine Opposition gegen Macht. Demnach ist Canetti ein bekenntnishafter Schriftsteller, der zentral gegen die zerstörerische Kraft und Wirkung von ›Befehlsmacht‹ anschreibt, nicht aber gegen die normative Macht der Wissenschaft
Paideia, progress, puzzlement
Platonic paideia is a mainstream concept in traditional philosophy and humanistic circles generally. It is closely connected with social progress brought about by the dynamics of enlightenment and self-fulfillment, symbolized by the allegory of the cave. The main contention of this paper is that the philosophical grammar of this simile is more precarious than is often recognized. Plato’s apparently intuitive narrative blends together two features that do not easily mix, namely explicit, categorical dualisms (down/ up, darkness/light), and temporal processes of development. The second
feature is superimposed upon the first, more elementary, one, suggesting that a philosopher-teacher can be in charge of mankind’s ascent towards illustrious goals. This line of thought conceals a basic rhetorical move built into Plato’s paideia, namely its initial focus on enchained humans in need of liberation. It is from this bleak view of ordinary, ‘commonsense’ life that the narrative’s drive is derived. How might a story about the human predicament without paideia look? Ludwig Wittgenstein, in some scattered remarks, provides a suggestion
Brasileiros e Natureza, uma relacao complicada
Esse texto trata da relação entre o povo brasileiro e a natureza. A natureza no Brasil é violentada, porque é vista como algo já garantido. Mas a natureza e o ambiente são duas coisas diferentes e o homem, o dono da cultura, que é um antagonista da natureza, começou somente a proteger a natureza e o meio ambiente a partir dos anos 1960s. Esse texto observa a relação dialética entre natureza e cultura, entre o homem e o meio ambiente, em geral e, no Brasil, especificamente do ponto de vista de alguém, para quem reciclagem ou proteção do meio ambiente foram parte de uma cultura internalizada. Com os olhos de imigrante, o autor tenta descobrir os mecanismos da relação complicada entre ambiente, natureza e cultura brasileira
Honneths Konzept der Verdinglichung. Eine kritische Lektüre
Im Rahmen der Tagung „Heteronomie – Entfremdung – Verdinglichung. Grundbegriffe philosophischer Sozialkritik“ (Wien, November 2016) hielten Gerald Posselt und Sergej Seitz (Wien) einen Vortrag mit dem Titel „Honneths Konzept der Verdinglichung. Eine kritische Lektüre“
Tagungs-Programm: "Cohen im Netz" Internationale Fachtagung aus Anlass des 100. Todestages von Hermann Cohen am 4. April 2018
Hermann Cohen (1842 - 1918) war ein herausragender deutscher Philosoph und jüdischer Denker. Thema der Tagung sind die intellektuellen und biographischen, die politischen und religiösen, jüdischen wie christlichen Netzwerke, in die Cohen zeit seines Lebens eingebunden war
Freiheit und Regulierung, dargestellt am Beispiel zahnärztlicher Standespolitik im Wandel. Eine sozialphilosophische und systemtheoretische Untersuchung.
Dissertation zur Erlangung des Grades des Doktors der Philosophie an der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein, im Herbstsemester 2017 vorgelegt von Henning Richter, Köln
Freiheit und Regulierung, dargestellt am Beispiel zahnärztlicher Standespolitik im Wandel. Eine sozialphilosophische und systemtheoretische Untersuchung.
Dissertation zur Erlangung des Grades des Doktors der Philosophie an der Internationalen Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein, im Herbstsemester 2017 vorgelegt von Henning Richter, Köln