Publikationsserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Not a member yet
28437 research outputs found
Sort by
"Fallzahlen" reloaded : von der leidigen zur fruchtbaren Debatte
Bewährungshelfer und Bewährungshelferinnen argumentieren häufig, dass von ihnen als zu hoch empfundene Fallzahlen ihre fachlichen Möglichkeiten einschränken. Der Artikel geht der Beweiskraft dieser Annahme nach, indem frühere und aktuelle, nationale und internationale Untersuchungen referiert werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass von Fallzahlen etwas erwartet wird, was diese nur scheinbar liefern. Die Frage ist, ob nicht an der falschen Stelle nach Lösung für zweifellos vorhandene Überlastungsphänomene gesucht wird. Die hier vertretene These ist es, nicht bei einer fixen mathematischen Größe Verbindliches über die Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten der Fallarbeit zu suchen, sondern einen rational nachvollziehbaren Diskurs über Ursachen und Lösungsmöglichkeiten von Belastungen und evidenzbasierter Fallgestaltung zu führen, der die Komplexität des zugrundeliegenden Problems wahrnimmt
Extended reality in B2B sales interactions
Recently, extended reality (XR) technologies like augmented and virtual reality have expanded across businesses and society. In business-to-business (B2B) sales, however, the implementation is lagging. And while expectations about XR technologies are high, their specific impact on personal selling and sales interactions in business-to-business (B2B) contexts remains unclear. Against this background, the authors provide insight into the unique benefits through which XR technologies may contribute to salesperson performance and the conditions under which these benefits are likely. Based on an extensive qualitative study comprising 40 B2B salespeople, customer, and XR technology expert interviews, the authors create a comprehensive framework about XR technologies in B2B sales interactions related to the focal antecedent conditions, benefits, and contingencies. The findings show that using XR technologies in sales interactions may strengthen salesperson performance through customer-centered (e.g. simplified product evaluation, enhanced buying center coordination) and seller-centered (e.g. persuasive storytelling, enhanced product value communication) benefits. However, against the background of necessary investments, companies should consider whether the required antecedent conditions (e.g. sufficient organizational resources, suitable products) are met. Relatedly, the ultimate benefits that can be expected from XR technologies in sales depend on two main impact contingencies (i.e. customers’ purchasing decision phase, buying center complexity)
Error Awareness Can Occur in the Absence of an Error‐Related Negativity
Errors in choice tasks lead to a cascade of error‐related brain activity in event‐related potentials. While the error‐related negativity (Ne/ERN) reflects an early error signal, the error positivity (Pe) has been attributed to the later emergence of error awareness. Previous work has shown that these two components can be dissociated using a target‐masking paradigm. In this modified flanker paradigm, an invisible‐target condition is realized in which errors are detectable even if the correct response is unknown. These errors have been shown to elicit a Pe without a Ne/ERN, demonstrating the independence of the two underlying systems. Here, we employed this paradigm to ask whether error awareness can emerge without a Ne/ERN. While performing the target‐masking paradigm, participants provided metacognitive judgments to indicate whether an error has occurred on each trial (i.e., error signaling). The majority of participants were able to report detectable errors in the invisible‐target condition. Crucially, this error signaling as well as a Pe was observable in the absence of a Ne/ERN. Our findings demonstrate that both error awareness (as indicated by successful error signaling) and the Pe do not depend on the early error signal reflected by the Ne/ERN and thus confirm the existence of two independent systems of error monitoring
From leaf traits to canopy signatures : a multiscale and multisensory assessment of ash dieback in Fraxinus excelsior L.
Das Eschentriebsterben, hervorgerufen durch den invasiven Pilz Hymenoscyphus fraxineus, bedroht derzeit die Existenz der Gemeinen Europäischen Esche (Fraxinus excelsior L.). Der Krankheitserreger führt zu fortschreitenden Symptomen wie Blattverlust, dem Absterben von Trieben und Ästen sowie Stammfußnekrosen, die häufig zu einer hohen Mortalität in betroffenen Populationen führen. Während diese visuell sichtbaren Symptome gut dokumentiert sind, bleiben feinmaßstäbliche physiologische und morphologische Reaktionen der Blätter weitgehend unerforscht. Die Schwere der Krankheitssymptome wird üblicherweise durch zeitaufwendige Feldbeobachtungen eingestuft; Fernerkundungstechnologien wie Drohnen (UAVs) bieten jedoch neue Möglichkeiten für eine flächendeckende, fernerkundliche Erfassung des Krankheitsausmaßes. Diese Dissertation verfolgt daher einen multisensorischen und multiskaligen Ansatz zur Untersuchung der Auswirkungen des Eschentriebsterbens.
Die zentralen Forschungsfragen lauteten:
(1) Verursacht das Eschentriebsterben neben sichtbaren Symptomen wie Blattverlust und Triebsterben auch feinmaßstäbliche morphologische und physiologische Veränderungen in den Blättern infizierter Eschen?
(2) Können multisensorische UAV-Daten und daraus berechnete Vegetationsindizes unterschiedliche Schweregrade der Schädigung durch das Eschentriebsterben detektieren?
(3) Welche Segmentierungsgenauigkeit ist erforderlich, um eine verlässliche Einschätzung mittlerer Vegetationsindexwerte einzelner Eschenkronen zu gewährleisten?
Felduntersuchungen wurden im Jahr 2022 und 2023 an vier Untersuchungsstandorten durchgeführt und kombinierten visuelle Vitalitätsbewertungen mit detaillierten Analysen der Blattphysiologie und -morphologie bei von Eschentriebsterben betroffenen Bäumen. Die untersuchten Blattmerkmale umfassten Chlorophyllfluoreszenz, Chlorophyllgehalt, spezifische Blattfläche (SLA), Blattdicke und Fluktuierende Asymmetrie (FA), welche in Bezug zur visuell erfassten Bonitur gesetzt wurden. Zusätzlich wurden an zwei Untersuchungsgebieten im Zeitraum von Mai bis Oktober über zwei Vegetationsperioden hinweg wiederholte UAV-basierte Befliegungen mit RGB-, multispektralen und thermalen Sensoren durchgeführt. Ergänzend dazu wurden im Jahr 2023 Nahaufnahmen einzelner Eschenkronen mit dem multispektralen UAV-Sensor erstellt, um hochaufgelöste Daten zur detaillierten Kronenanalyse zu erhalten.
Publikation 1 dieser Dissertation untersucht physiologische und morphologische Blattmerkmale in Bezug auf visuell bewertete Krankheitsintensität. Unter den gemessenen Merkmalen zeigte die spezifische Blattfläche die deutlichste und konsistenteste Korrelation mit zunehmender Schwere der Krankheitssymptome, was auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Blattmorphologie und dem Eschentriebsterben hinweist.
Publikation 2 stellt ein neuartiges, UAV-basiertes Monitoringverfahren vor, das RGB- und multispektrale Bilddaten nutzt, um den Schweregrad des Eschentriebsterbens mittels Schwellenwerten von Vegetationsindizes zu klassifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl RGB- als auch multispektrale Indizes, insbesondere der Green-Red Vegetation Index (GRVI) und der Difference Vegetation Index (DVI), effektiv zwischen schwach und stark geschädigten Bäumen unterscheiden können. Die Kombination von RGB und multispektralen Indizes erzielte eine Klassifikationsgenauigkeit von 77,2 %.
Publikation 3 untersucht den Einfluss der Segmentierungsgenauigkeit von Baumkronen auf die Aussagekraft von Vegetationsindizes. Eine neu entwickelte, auf maschinellen Lernen basierende, Feinsegmentierungsmethode konnte erfolgreich Elemente wie Bodenpixel und Kronenlücken ausschließen und verbesserte dadurch die Interpretation der spektralen Daten. Obwohl sich die durchschnittlichen Vegetationsindexwerte pro Krone zwischen grober und feiner Segmentierung nicht signifikant unterschieden, nahm die Vegetationsindex-Heterogenität mit zunehmender Schädigung durch das Eschentriebsterben zu, ein Hinweis auf den Mehrwert detaillierter Kronenabgrenzung zur Erkennung subtiler Stressmuster.
Insgesamt liefern diese Studien ein skalierbares und interdisziplinäres Framework, das physiologische Messungen auf Blattebene mit spektralen Daten auf Kronenebene sowie maschinellem Lernen zur Kronensegmentierung verknüpft. Die Studien zeigen zudem, wie UAV-gestützte Fernerkundung effektiv in langfristige Erhaltungsstrategien für Fraxinus excelsior L. integriert werden kann. Diese Arbeit unterstreicht die Relevanz der Kombination von Pflanzenphysiologie und Fernerkundung für die Überwachung der Waldgesundheit und liefert praxisnahe Erkenntnisse für den Schutz von Fraxinus excelsior L. unter dem anhaltenden Infektionsdruck.zeige wenige
„Grüßt die Gemeinde in ihrem Haus!“ (Röm 16,5) : Was die Grußliste des Römerbriefs über die ersten Gemeinden in Rom verrät
In der Grußliste am Ende des Römerbriefs (Röm 16,3–16) werden mehrere christusgläubige Gemeinden oder Gemeinschaften in Rom erkennbar, die gleichzeitig und nebeneinander existierten. Die Gemeinschaften versammelten sich in Räumlichkeiten, die von einem Mitglied der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden konnten: Häuser, Wohnungen, Werkstätten, Läden oder Wohn-Werkstatt-Läden. Leitung wird eher nebenbei thematisiert, festgelegte Funktionen sind noch kaum erkennbar. Möglicherweise wurden die Versammlungen von den Gastgebenden der Hausgemeinden geleitet, darunter selbstverständlich Frauen, oder die Leitung wurde von einem Kollektiv übernommen. Die Strukturen der Gemeinden erwuchsen aus den Möglichkeiten der Gemeindemitglieder und den Bedürfnissen der Gemeinschaften
Three essays on asset management and capital allocation
This dissertation explores key challenges and innovations in contemporary asset management through three self-contained empirical essays. Each paper examines a distinct but interrelated topic in portfolio construction, contributing to a more resilient and practically viable approach to investing.
Paper 1: The Performance of Risk-Based Asset Allocation in Downward Markets – An Empirical Examination
The first paper investigates the effectiveness of risk-based portfolio strategies – such as minimum variance, equal risk contribution, and risk parity – during periods of market stress. Motivated by the shortcomings of return-optimized models in crisis periods, the paper conducts an extensive backtest using a multi-asset dataset across several downturns. It finds that risk-based strategies consistently offer superior downside protection and more stable performance compared to traditional approaches. These results underscore the robustness of risk-focused allocations when facing uncertain or volatile markets.
Paper 2: A Performance “Horse Race”: Does Anything Beat the 1/N Portfolio?
The second paper revisits the enduring puzzle of the 1/N (equal-weighted) portfolio's performance. Despite its simplicity, previous research has shown it often rivals or outperforms optimized strategies. Using an expanded dataset and robust methodology,
this paper compares a wide range of portfolio construction techniques – including mean-variance optimization and shrinkage methods – against the 1/N benchmark. The findings reaffirm the strong performance of the naïve strategy, particularly when estimation error and real-world frictions are considered. While some optimized models perform better in specific contexts, none dominate consistently.
Paper 3: Index Tracking in Crisis Periods – An Empirical Investigation of the German DAX Index
The third paper shifts focus to passive investment strategies, specifically the accuracy and stability of index tracking during market crises. Using the German DAX as a case study, the paper compares multiple tracking approaches – such as constrained regression and relative optimization – under both normal and crisis conditions. Results reveal that tracking performance deteriorates notably in turbulent markets, with simpler, constraint-based methods offering more consistent tracking accuracy. This highlights the limitations of passive strategies under stress and points to the need for more adaptive frameworks
Familie : Wiege für unser Miteinander
Grundlage des vorliegenden Beitrags ist die Keynote der Ministerin Ulrike Scharf, die sie bei der Tagung „Zukunft der Familienbildung – Wissenschaft trifft Praxis“ des ZFG am 3. April 2025 gehalten hat. Sie skizzierte darin die familienpolitischen Grundsätze und Maßnahmen in Bayern. Die im Text zu findenden Zahlen und Entwicklungen beziehen sich entsprechend auf den damaligen Stand
Die Markgrafschaft Burgau als jüdische Siedlungslandschaft in der Frühen Neuzeit : Strukturen, Akteure, Konflikte
Isaiah 12 and Micah 7: Texts of a Common Redactional Layer? Some observations
Anhand eines Vergleichs beider Texte werden Rückschlüsse bezüglich einer gemeinsamen, späten redaktionellen Bearbeitung des Jesaja- und Zwölfprophetenbuches gezogen