Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging Associated Diseases
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Intuition: A Unified Phenomenon?
In the existing literature, perspectives on intuition have been remarkably diverse. Some authors have described intuition as a sophisticated unconscious mechanism, while others have argued that it is based on simple automatic principles. Considering this conceptual ambiguity, the current dissertation presents a meta-perspective on intuitive-automatic phenomena by exploring the field’s conceptual boundaries. Chapter 1 provides an overview of the core features of intuition as identified in the literature. Chapter 2 traces the development of different theoretical perspectives on intuition, outlining the major theories and key ideas that have influenced them. Chapter 3 then presents a modern adaptation of a classic measurement approach that has been used in the study of intuition and insight problem-solving. In Chapter 4, the relationships between this instrument and other prominent measures are explored, as well as their associations with personality traits and cognitive abilities. The findings suggest that intuition is a diversely operationalized construct, with existing measures capturing a variety of cognitive phenomena that are, for the most part, unrelated. Accordingly, Chapter 5 concludes by discussing the central challenges in conceptualizing intuition as a research construct
Expression der Zellzyklusinhibitoren p16 und p21 bei der Fuchs-Endotheldystrophie
Die Fuchs-Endotheldystrophie (FED) ist eine bilaterale Erkrankung des Hornhautendothels. Sie stellt die häufigste Indikation zur Durchführung von Hornhaut-Transplantationen in Deutschland und weltweit dar. (Flockerzi et al., 2018; Heinzelmann, Böhringer, Eberwein, Reinhard, & Maier, 2016; Lang, Bischoff, Böhringer, Seitz, & Reinhard, 2014) Das gesunde Endothel besteht aus einer einlagigen Zellschicht hexagonaler Zellen. (Elhalis, Azizi, & Jurkunas, 2010) Eine Schlüsselfunktion des Endothels liegt im Erhalt des cornealen Hydratations-Gleichgewichtes und damit der Sicherstellung der optischen Transparenz der Cornea. Charakterisiert ist die FED durch den beschleunigten Verlust von (humanen) cornealen Endothelzellen (HCEC) und die vermehrte subendotheliale Ablagerung von extrazellulärer Matrix. (Hoppenreijs, Pels, Vrensen, Oosting, & Treffers, 1992; Laing, Sanstrom, Berrospi, & Leibowitz, 1976; Matsubara & Tanishima, 1983; C. Murphy, Alvarado, Juster, & Maglio, 1984) Die verbliebenen und gestressten HCEC sezernieren eine veränderte Matrix, welche zu Verdickungen der Descemet Membran mit Ausbildung tropfenförmiger Protrusionen, den sogenannten Guttae, führen. (Elhalis et al., 2010; G. O. Waring, 3rd, Rodrigues, & Laibson, 1978) Guttae stellen das pathognomonische Zeichen der FED dar. (Eghrari, Riazuddin, & Gottsch, 2015)
Minimalinvasive Hornhauttransplantationen, bei denen selektiv einzelne Schichten der Hornhaut ersetzt werden, sind aktuell die gängige Therapieoption zur Behandlung der FED. (Borkar, Veldman, & Colby, 2016) Bei FED-Patienten erfolgt in der Regel eine Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK). (B. Bachmann, Schaub, & Cursiefen, 2016)
In Tissue Micro Array-Untersuchungen konnte in HCEC von FED-Patienten eine erhöhte Expression der Zellzyklusinhibitoren p16 (Synonym: CDKN2A/INK4a) und p21 (Synonym: CDKN1A/Cip1/WAF1/Sdi1/Cap20) festgestellt werden. (Matthaei et al., 2013) In dieser Arbeit wurde die Expression von p16 sowie p21 im Rahmen der FED näher untersucht. Die Untersuchung erfolgte an Descemet Membran Endothel-Komplexen (DEK), welche zu Flachpräparaten aufbereitet wurden. Es erfolgte eine indirekte Immunfluoreszenz-Färbung des gesamten DEK, sodass eine differenzierte Analyse der einzelnen Bereiche möglich war. Elementarer Bestandteil der Arbeit war die vergleichende Betrachtung des Zentrums im Vergleich zur Peripherie. Es wurde die Hypothese untersucht, ob eine erhöhte Expression von p16/p21 im FED-DEK nachzuweisen war sowie ob diese erhöhten Expressionslevel im Zentrum der FED-DEK lagen.
Die Analyse der Immunlokalisation der p16-Expression zeigte bei den FED-DEK eine signifikant (p=<0,0001) häufigere stark ausgeprägte Expression im Zentrum, verglichen zur Peripherie. Die erhöhte Expression erscheint mit der Seneszenz im Rahmen der Pathogenese der FED vereinbar, wie dies auch durch Matthaei et al bereits beschrieben wurde. (Matthaei et al., 2013) Die starke Expression von p16 war vor allem im zytoplasmatischem Raum der HCEC zu finden. Die Immunlokalisation der p21 Expression zeigte keine signifikanten Unterschiede im Vergleich des Zentrums zur Peripherie. In den FED-DEK konnte p21 in rein zytoplasmatischer Expression nachgewiesen werden.
Die Resultate dieser Arbeit geben weitere Hinweise darauf, dass die erhöhte Expression von p16 im Zentrum des DEK-Komplexes mit den pathologischen Veränderungen durch die FED einhergeht und die seneszenten Zellen bei der FED insbesondere im Zentrum des Endothels zu finden sind. Diese ersten Ergebnisse bedürfen weiterführender Untersuchungen in größeren Kollektiven
Intrauterine Wachstumsrestriktion und frühe postnatale Ernährung beeinflussen den Kollagengehalt in den Nieren weiblicher adoleszenter Ratten
Epidemiologische Studien weisen auf einen negativen Einfluss einer intrauterinen Wachstumsrestriktion (IUGR) auf die Nierenentwicklung und die spätere Nierenfunktion hin. Die vorliegende Arbeit entstammt einem Projekt zur Analyse der renalen Folgen einer IUGR im Rattenmodell sowie der Untersuchung möglicher protektiver Effekte durch Erhöhung der n3:n6 Ratio der in der Nahrung enthaltenen Fettsäuren während der Nierenentwicklung. In der vorliegenden Doktorarbeit wurden etablierte Inflammations- und Proliferationsmarker sowie Parameter der extrazellulären Matrix der Niere bei weiblichen Nachkommen im jungen Erwachsenenalter untersucht. Zudem wurden allgemeine Parameter der Nierenmorphologie erhoben.
Die IUGR wurde am embryonalen Tag 18 durch 1.) eine beidseitige Ligatur der Arteriae und Venae uterinae (LIG) (als Simulationsmodel einer Plazentainsuffizienz) und 2.) eine Scheinoperation (als Model für intrauterinen Stress (IUS)) induziert. Als Kontrollgruppe dienten die Nachkommen unoperierter Weibchen ohne Wachstumsrestriktion (C). Nach der Geburt wurden alle Nachkommen von unoperierten Ammenmüttern großgezogen. Innerhalb der Gruppen wurde ab dem zweiten postnatalen Tag jeweils der Hälfte der Nachkommen die Interventionsnahrung (N3PUFA) und der anderen Hälfte eine Kontrollnahrung (CONTR) zugeführt, woraus insgesamt sechs Versuchsgruppen resultieren. Die Interventionsnahrung zeichnete sich durch einen erhöhten Anteil der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (docosahexaenoic acid, DHA) und Cholin aus. Am postnatalen Tag 39 wurden die weiblichen Nachkommen aus allen Gruppen getötet und die Nieren entnommen. Diese wurden histologisch sowie molekularbiologisch untersucht.
Im Hinblick auf Inflammationsmarker zeigte nur die IUS-Gruppe eine knapp nicht signifikante Erhöhung der Gewebsinfiltration mit CD68-positiven Zellen, die Nahrungsintervention führte zu einer signifikanten Senkung dieser Zellzahl (p-Wert < 0,05). Die IUS-Gruppe zeigte im Western Blot außerdem signifikant erhöhte PCNA- sowie Cyclin D1-Expressionen, welche für eine gesteigerte Proliferationsrate im Nierenkortex sprechen. Mechanistisch könnte dies auf die Aktivierung der Kinase ERK1/2 zurückzuführen sein, welche nach IUS ebenfalls signifikant vermehrt exprimiert wurde. Gegen eine gesteigerte Proliferation nach IUS spricht allerdings die unveränderte Zahl Ki-67-positiver Zellen in der Histologie. Bezüglich der Analysen zur extrazellulären Matrix zeigte sich in der Pikro-Sirius-Rot-Färbung eine verringerte Kollagenexpression im Kortex sowie in der gesamten Niere nach LIG. Eine Matrisomanalyse des Nierenkortex wies außerdem auf zwölf Proteine hin, welche im Vergleich LIG-CONTR/C-CONTR hoch- und zwischen LIG-N3PUFA/LIG-CONTR wieder herabreguliert waren. Dazu zählten einerseits Glykoproteine, die dem Terminus „fibrinogen complex“ zugeordnet wurden, und andererseits Serinproteaseinhibitoren, welche über eine Trypsin- und Plasminhemmung eventuell eine fibrosemindernde Wirkung haben könnten. In der Analyse von Standardparametern der Nierenmorphologie konnte in keiner der IUGR-Gruppen eine Beeinflussung der Glomerulusanzahl pro Schnitt, der glomerulären Fläche oder der Podozytenzahl im Verhältnis zur glomerulären Fläche anhand der histologischen Auswertungen gezeigt werden.
Zusammenfassend wirkte sich die IUGR in der IUS-Gruppe insbesondere auf die Gewebsinfiltration mit CD68-positiven Immunzellen sowie auf Proliferationsmarker aus, während sich Folgen auf Parameter der extrazellulären Matrix in der LIG-Gruppe zeigten. Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig die Berücksichtigung der IUGR-Ursache für mögliche gesundheitliche Folgen ist. Die Nahrungsintervention mit Omega-3-Fettsäuren und Cholin hatte einen gegenregulativen Effekt auf die Expression von EZM-Proteinen innerhalb der LIG-Gruppe und bewirkte eine Reduktion der Makrophagenzahl in der IUS-Gruppe. Weitere Untersuchungen zur antiinflammatorischen Wirkung von Omega-3-Fettsäuren während des vulnerablen Zeitraums der Nierenentwicklung lassen sich hier anschließen.
Entgegen unseren Erwartungen zeigten sich keine Auswirkungen des IUGR-Modells auf Standardparameter der glomerulären Morphologie im jungen Erwachsenenalter. Ursächlich könnten das Säugen durch unoperierte Ammenweibchen oder ein protektiver Effekt des weiblichen Geschlechts sein. Zukünftige Arbeiten, die einen direkten Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Tieren ermöglichen, können weitere Erkenntnisse liefern
Developmental Trajectories of Motor Networks in Health and Tourette Syndrome: Insights from Multimodal Neuroimaging
Maturation of motor control represents a key aspect of brain development, characterized by a complex reorganization of cortical and subcortical networks that enable increasingly refined motor abilities. Deviations from these maturational trajectories are closely linked to the onset of various neurodevelopmental disorders. Within this framework, the present dissertation investigates the neural dynamics underlying motor control in typical development and identifies alterations of developmental patterns associated with Tourette syndrome (TS). Using a multimodal approach, including electroencephalography (EEG) with high temporal resolution, transcranial magnetic stimulation (TMS), and functional magnetic resonance imaging (fMRI) with high spatial resolution, this work provides a comprehensive insight into the organization and function of motor networks from early childhood through adolescence. To study processes related to motor preparation, sensorimotor integration, and the coordination of voluntary movement, participants performed cued motor tasks.
Healthy development was characterized by a progressive improvement in motor performance, reflected in reduced reaction times and error rates. At the neural level, both EEG and fMRI provided converging evidence for the ongoing maturation of motor networks throughout childhood and adolescence. Motor preparation was associated with an age-related increase in supplementary motor area (SMA) recruitment, paralleled by a shift in the influence of the SMA on the ipsilateral primary motor cortex (M1) from inhibitory to excitatory. These results indicate a transition toward more proactive motor control strategies. Additionally, the inhibitory influence of the intraparietal sulcus (IPS) on SMA was associated with better motor performance, suggesting that maturing frontoparietal interactions play a regulatory role in refining motor output. Cortical activity related to preparatory motor control shifted from stronger ipsilateral to increasing contralateral motor area excitation, aligning with more efficient hemispheric specialization. Furthermore, fMRI revealed a linear increase in left parietal activity, particularly within visuomotor integration regions. Finally, TMS-EEG measurements demonstrated an age-related reduction in the N100 component, a marker of GABAB-related cortical inhibition, indicating refinement of inhibitory processes as the motor system matures.
Children and adolescents with TS revealed comparable or even enhanced motor performance in cued tasks, despite showing deficits in blink suppression. Neurophysiological analyses revealed reduced theta-band connectivity and decreased network efficiency following informative cues, suggesting disrupted sensorimotor integration and perception-action binding. This reduction may reflect a compensatory attempt to minimize premature or involuntary motor output. During movement preparation and execution, data indicated a reorganization of motor networks, including increased connectivity within SMA and premotor regions. These adaptations occurred alongside overactivation of ipsilateral M1 and S1, with activation levels positively correlated with task accuracy, suggesting recruitment of additional motor resources to support performance. Further analysis revealed increased interhemispheric communication between left and right IPS, and a shift from inhibitory to excitatory influence of the IPS on premotor cortex (PMC). This may contribute to motor system hyperexcitability and atypical perception-action binding observed in TS. Finally, TS was characterized by reduced modulatory capacity of cortical inhibition during both motor preparation and execution, suggesting diminished flexibility in motor network regulation.
These findings demonstrate that typical motor development is driven by increasing specialization and integration of frontoparietal and sensorimotor networks, supporting more efficient and lateralized motor function. In contrast, TS is marked by altered anticipatory processes and reduced inhibitory flexibility, counterbalanced by compensatory recruitment of alternative motor and sensory networks to maintain performance. This multimodal framework provides valuable insights into developmental mechanisms and highlights the dynamic interaction between dysfunction and adaptation in TS, offering direction for future therapeutic strategies
Investigating the PECR-mediated mechanisms of Acamprosate in EtOH tolerance and stress resistance
Alcohol use disorder (AUD) is a complex and chronic condition influenced by both environmental and genetic factors. Despite available treatments, relapse rates remain high, highlighting the need for more targeted therapeutic approaches. Acamprosate is a commonly used medication for maintaining abstinence in AUD, yet its exact mode of action and variable efficacy across individuals are not fully understood. Emerging evidence suggests a neuroprotective role of Acamprosate also outside of AUD. This thesis explores the interplay between a genetic factor contributing to AUD and its effect on the efficacy of Acamprosate to investigate the benefits of more personalized treatment strategies. To do this, this thesis aimed to elucidate the role of the peroxisomal trans-2-enoyl-CoA reductase (PECR), an enzyme with single nucleotide polymorphisms found to correlate with early onset of AUD, in EtOH-induced sedation and tolerance in Drosophila. Furthermore, it was investigated whether Acamprosate function is indeed able to reduce oxidative stress in the central nervous system (CNS) and if that function is reliant on PECR. PECR proved to be an important regulator for ethanol-induced functional tolerance. The findings identify PECR as a key regulator of ethanol-induced functional tolerance and reveal its broader role in enhancing resistance to oxidative and environmental stress. The effectiveness of Acamprosate in promoting both tolerance development and stress resilience was found to be dependent on sufficient levels of PECR in the CNS, suggesting a PECR-mediated mechanism of action. Furthermore, Acamprosate itself upregulates PECR expression, indicating a potential feedback loop that may enhance its therapeutic effects. This connection between PECR and Acamprosate not only advances our understanding of the drug’s mode of action but also highlights the importance of individual molecular profiles in influencing treatment outcomes. These insights support the potential for more personalized strategies in the management of AUD
The Role of XBP1 in Necroptosis-Induced Intestinal Inflammation
Intestinal epithelial cells (IECs) form an epithelial barrier which is covered and reinforced with the mucus layer. The intestinal epithelium and the mucus layer play critical roles in the regulation of intestinal immune homeostasis by establishing a stratified, protective barrier against luminal microbiota. Dysregulated epithelial cell death and a bacteria-permeable mucus layer were implicated in inflammatory bowel disease (IBD). While environmental factors including gut microbiota are thought to contribute to the disease pathology, the host’s genetic background is a significant determinant of predisposition to IBD. Specifically, hypomorphic variants of X-box binding protein 1 (XBP1), a gene encoding a critical transcription factor in response to endoplasmic reticulum (ER) stress, were identified in IBD patients. Meanwhile, humans deficient in caspase-8, a protein inhibiting necroptosis, were reported to develop intestinal inflammation. The polygenic risk score is a critical tool for assessing the predisposition to IBD, however, the crosstalk of multiple genetic variants and their pathways remains to be elucidated. In this study, we investigated the interaction between XBP1 deletion-induced ER stress and necroptosis triggered by the ablation of caspase-8 (Casp8) or Fas-associated with death domain (FADD) in IECs. Our results revealed that colitis but not ileitis in mice lacking epithelial-specific Casp8 or FADD was exaggerated by XBP1 deficiency. We showed that genetic inhibition of IEC necroptosis rescued the severe colitis in mice lacking XBP1 and Casp8 or XBP1 and FADD. IEC-derived Tumor necrosis factor (TNF) did not play an important role in the exacerbation of colitis, however, colitis was driven by epithelial-intrinsic TNF receptor 1 (TNFR1) in mice lacking XBP1 and Casp8. Importantly, we found that MUCIN-2 (MUC2), a gel-forming mucin crucially required for the formation of bacteria-impermeable mucus layer in the colon, was strongly downregulated in the colons of XBP1 deficient mice. Mice lacking XBP1 in IECs showed an intact intestinal epithelium covered by a dysfunctional mucus layer leading to increased contact between luminal bacteria and the apical regions of colonic epithelial cells. Whereas XBP1 deficiency-induced mucus barrier impairment did not culminate in spontaneous colon inflammation, it strongly synergised with epithelial necroptosis and exaggerated the colitis in mice lacking Casp8 or FADD. Furthermore, we showed that the impairment of the mucus layer in XBP1 deficiency was independent of extrinsic apoptosis and necroptosis of IECs. Taken together, this study revealed a hitherto unidentified link between ER stress, necroptosis and mucus layer in intestinal inflammation, which could contribute to understanding the pathogenesis of IBD
Different Strategies for Special Economic Zones in sub-Saharan Africa: Impacting Labour Regimes and Value Chain Linkages
Special Economic Zones (SEZs) have been adopted by many countries all over the world as an instrument for economic development. The concept has changed across time and space, resulting in a multitude of SEZ strategies. Most recently, many African countries started to adopt and adapt the concept, but with underwhelming successes so far. Based on a grounded theory approach, this thesis explores different outcomes in African SEZs (e.g. regarding business structures, labour regimes, value chain linkages), and developed a theory on strategic coupling through SEZs. This approach helped to understand how SEZ actually attract investors and explain the outcomes of different SEZ strategies, which has not been systematically assessed until now. The thesis answers the questions how strategic coupling through SEZs happens, how specific SEZ strategies shape strategic SEZ types and how these influence the SEZ outcomes.
The empirical analysis of two case study SEZs, a Zambian and an Ethiopian SEZ, served to identify three (non-exhaustive) strategic SEZ types. They are based on their structural, functional, and indigenous coupling modes: Export processing zones (EPZs), functional SEZs, and innovation hubs. These types use different strategies – they target different value chain actors and strategic foci, and choose to either concentrate on generic locational advantages (EPZs) or specialized locational advantages (functional SEZs, innovation hubs). By promoting these different locational advantages, different modes of coupling are enabled. Ideally, they are based on current dynamic investments drivers, namely cost-reduction, capability improvement, and market development.
The case study SEZs advances the theory by showing how important it is not only to promote advantages based on the real locational context, but also to consider market development and capability improvement as investment drivers into an SEZ strategy. Focusing on specialized locational advantages to address these drivers reduces the risks of divestments and lock-ins of enclave SEZs. At the same time, it is more likely to enable dynamic benefits such as value capture, value chain linkages, and technology spillovers. Local agency and participation is crucial for an integrated SEZ. The result question the idea of starting with an unspecific SEZ, based only on generic advantages, to then progress in a SEZ development ladder. Instead, concentrating on a specific strategic focus, identifying specialized advantages and opting for local investors and symmetric power relationships are recommendable SEZ strategies
Autologe Rektusfaszie zur Beckenbodenrekonstruktion: Eine biomechanische Analyse der Fixation verschiedener Faszieninterponate am Schweinemodell
Die Studie prüft die Tauglichkeit von M. rectus abdominis-Faszien als möglichen Netzersatz bei Sakropexie-Operationen zur Beckenbodenrekonstruktion im ex vivo Schweinemodell. Dazu werden am porcinen Modell Rektusfaszien im Verbund mit dem Gebärmutterhals (Cervix uteri) auf ihre biomechanischen Eigenschaften geprüft. Genauer werden verschiedene Rektusfaszien-Konstruktionen mit den porcinen Cervices einzeln vernäht (repräsentativ für die Fixation am vaginalen Apex) und im Instron 5565®-Testrahmen mechanisch bis zum Versagen bzw. Ausriss der Konstruktion auseinandergezogen. Es wird in vier Testreihen unterschieden, welche von der Entnahmerichtung und Faszienfaltung bzw. -verlauf abhängen. In einer Versuchsreihe wird ein ca. 8 cm × 1,5 cm messendes Rektusfaszienresektat längs ausgeschnitten, in einer zweiten wird die gleiche Größe quer ausgeschnitten und in den zwei weiteren Reihen das gleiche in doppelter Breite von ca. 3 cm (8 cm × 3 cm) unter anschließender Faltung. Jede Testreihe besteht aus 11 Versuchsdurchgängen. Somit ergeben sich insgesamt 44 Testungen (n=44). Das Faszieninterponat wird apikal im Testrahmen eingespannt und basal mit zwei Einzelknopfnähten an der porcinen Cervix uteri befestigt. Danach wird die Konstruktion mit 5 mm/s auseinandergezogen und hinsichtlich maximaler Kraftentwicklung bis Ausriss, maximalem Traversenweg und Steifigkeit unter Gebrauch der Bluehill® 2 Software analysiert. Es gilt herauszufinden, ob sich Rectus abdominis-Faszien für Sakrokolpopexie-Operationen an Patientinnen generell eignen bzw. diese hier im porcinen Modell gewonnenen Informationen sich übertragen lassen und welche Konfiguration die besten Eigenschaften im Hinblick auf Traversenweg, Maximallast und Steifigkeit aufweist. Die Testungen ergeben keinen signifikanten Unterschied bzgl. des Traversenwegs. Hier entstehen Mittelwerte von 26,2 mm bis 32,4 mm. Hinsichtlich Maximallast schneidet die quer-gedoppelte Faszie am besten ab mit gemittelt 58,5 N (± 6,2 N), gefolgt von der längs-gedoppelten an zweiter Stelle. Die längs-einfache Faszie zeigt sich als schwächste mit 19,9 N (± 5,1 N). Im Punkt Steifigkeit erreicht ebenfalls die quer-gedoppelte die höchsten Werte mit gemittelt 2,8 N/mm (± 0,5 N/mm), danach folgt wieder längs-doppelt und zuletzt erneut längs-einfach mit gemittelt 0,8 N/mm (± 0,2 N/mm). Der Defektlocus liegt meist apikal oder basal innerhalb der Faszie, bei höheren Kraftwerten auch vereinzelt in den Cervices. Dabei ist anzumerken, dass in solchen Kraftbereichen bereits physiologische Belastungen überschritten sind. Insgesamt ist zu beobachten, dass die beiden Testreihen mit gedoppelten Rektusfaszien in den Eigenschaften Maximallast und Steifigkeit weitestgehend signifikant höhere Werte als die einfachen Faszien erreichen (mit Ausnahme der Steifigkeit von quer-einfach verglichen mit längs-doppelt, hier nicht signifikant höher, siehe Seite 25). Verglichen mit der aktuellen Studienlage zeigen autologe Faszieninterponate in Tests ähnliche Eigenschaften wie herkömmliche synthetische Netze für Sakropexien und sind daher potenziell als Ersatz geeignet. Bei der Belastbarkeit schneiden doppelt gelegte Faszien besonders gut ab, was eine erwartungsgemäß höhere Therapieerfolgsrate verspricht, während die Steifigkeit der Interponate ebenfalls im gewünschten Bereich liegt. Gedoppelte Faszien bieten im Vergleich mehr Stabilität, erfordern aber größere Gewebsresektate, was das Risiko von Bauchwandhernien zwar theoretisch erhöhen kann, aber dennoch unwahrscheinlich bleibt bei einer schmalen Resektatfläche der Faszie von 8 cm × 3 cm und einer allgemeinen Narbenhernienwahrscheinlichkeit von knapp 5 % nach Laparatomien und ca. 4 % nach offenen Hysterektomien4 (die noch größere Schnitte durch die gesamte Bauchwand erfordern). Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) empfiehlt seit 2019 den Verzicht auf synthetische Netze für transvaginale Prolaps-Reparaturen aufgrund zu hoher Komplikationsraten wie Netzextrusion und Infektion, die Schmerzen und notwendige Revisionseingriffe zur Folge haben können. Dabei ist zu betonen, dass kein absolutes Verbot verkündet wurde und aktuell in Deutschland noch immer auf synthetische Netze zurückgegriffen wird. Da aber aufgrund der Empfehlung der FDA die meisten englischsprachigen Länder bereits auf abdominelle Netzeinlagen verzichten, ist die folgende Studie für die zukünftige Umsetzung im deutschsprachigen Raum von großer Bedeutung. Erste Studien zeigen, dass autologe Interponate wie M. semitendinosus-Sehne oder Fascia lata gute Alternativen bei Sakrokolpopexien bieten können. Autologe Faszienmaterialien reduzierten in Studien bereits komplikationsbedingte Revisionen und erwiesen sich als effektiv, was somit die Übertragbarkeit der Ergebnisse des porcinen Modells auf den Menschen nahelegt
Langzeiteffekte der Tiefen Hirnstimulation mit kurzen Pulsbreiten bei Patienten mit Parkinson-Krankheit
Die tiefe Hirnstimulation (THS) des Nucleus subthalamicus (STN) ist eine etablierte Behandlung für Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit (PK). Das Therapieverfahren ermöglicht eine deutliche Verbesserung von Lebensqualität, motorischen und nicht-motorischen Symptomen sowie eine Reduktion der dopaminergen Medikation. Frühere Studien deuteten darauf hin, dass die Verwendung von kurzen Pulsbreiten das therapeutische Fenster vergrößern und gleichzeitig die motorische Symptomkontrolle aufrechterhalten könnte.
In dieser monozentrischen, doppelblinden, randomisierten Crossover-Studie wurde an 19 Patienten mit Parkinson-Krankheit und STN-THS untersucht, ob die Stimulation mit einer kurzen Pulsbreite von 30μs über einen Zeitraum von 4 Wochen bei Parkinson-Patienten die gleiche motorische Kontrolle ermöglicht wie die herkömmliche 60μs-Stimulation.
Die Ergebnisse zeigen keinen Unterschied in der Kontrolle der motorischen Symptome zwischen den beiden Behandlungsbedingungen. Bei den sekundären Ergebnissen gab es keinen Unterschied beim Energieverbrauch, bei den nicht-motorischen Symptomen, bei den Nebenwirkungen und bei der Messung der Lebensqualität. Auf individueller Ebene waren die Patienten, die 30µs bevorzugten, in der 60µs-Einstellung tendenziell dyskinetischer, während die Patienten, die 60µs bevorzugten, in der 30µs-Einstellung mehr Zeiten im OFF-Zustand hatten.
Diese Resultate legen nahe, dass kurze Impulsbreiten (30µs) die gleiche motorische Symptomkontrolle wie die konventionelle Stimulation (60µs) ohne Unterschiede in der Energieeffizienz bieten. Künftige Studien mit höheren Patientenzahlen sind erforderlich, um dieses Ergebnis zu bestätigen und einen potenziellen Nutzen kurzer Pulsbreiteneinstellungen bei Patienten mit ausgeprägter Dyskinesie zu untersuchen, um eine bestmögliche therapeutische Effektivität der tiefen Hirnstimulation für dieses Patientenkollektiv zu ermöglichen