Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging Associated Diseases
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Steuerkraftermittlung im kommunalen Finanzausgleich nach der Grundsteuerreform
Die Studie untersucht neuartige Fragen zur Berücksichtigung der reformierten Grundsteuer im kommunalen Finanzausgleich. Der Fokus liegt auf Nordrhein-Westfalen; andere deutsche Länder müssen vergleichbare Fragen beantworten. Anfang 2025 ist in Deutschland die reformierte Grundsteuer in Kraft getreten. Als eine wichtige kommunale Einnahme-quelle werden ihre Einnahmen im kommunalen Finanzausgleich berücksichtigt. Zum Schutz der kommunalen Hebesatzautonomie werden diese Einnahmen aber nicht mit den lokal verantworteten, unterschiedlichen Hebesätzen veranschlagt, sondern mit fiktiven, einheitlichen Nivellierungshebesätzen. Mit dem zusätzlichen nordrhein-westfälischen Grundsteuerhebesatzgesetz (NWGrStHsG) erhalten die Gemeinden die Option, wie bisher einen einheitlichen Hebesatz der Grundsteuer B zu nutzen oder alternativ zwei unterschiedliche Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke anzuwenden. Diese Wahlmöglichkeit zwischen zwei alternativen Hebesatzsystemen stellt die Hebesatznivellierung im kommunalen Finanzausgleich vor eine neue Herausforderung. Die Studie formuliert die denkbaren alternativen Nivellierungsregeln, dieses Hebesatz-Optionsmodell rechtssicher sowie allokativ und distributiv gerecht in den Finanzausgleich integrieren. Die Regelungsalternativen werden mit Simulationsrechnungen auf ihrer Leistungsfähigkeit getestet. Von den drei denkbaren Alternativen sticht „Einer für alle“ weit hervor; sie ist die einzige wirklich neutrale Nivellierungsregel. Zudem betrachtet die Studie kurz die Nivellierung der landwirtschaftlichen Grundsteuer A, verneint die Frage nach der Nivellierung der optionalen Grundsteuer C und empfiehlt, die Grundsteuer in der reformbedingten Übergangszeit nur mit kurzem Stützzeitraum im Finanzausgleich zu berücksichtigen
Ferroptosis-induced Secretomes promote Macrophage priming
Cells undergoing regulated cell death communicate with the immune system by releasing various protein and non-protein secretomes. Ferroptosis, a recently identified iron-dependent form of regulated cell death characterized by extensive lipid peroxidation, involves membrane rupture. However, a detailed analysis of ferroptotic secretomes and their biological activity has been lacking. In this study, we used a multi-omics approach to create an atlas of secretomes induced by ferroptosis and discovered a novel role in macrophage priming. Proteins known to function as damage-associated molecular patterns (DAMPs) and innate immune system components, such as MIF, heat shock proteins (HSPs), and chaperones, were released from ferroptotic cells. Non-protein secretomes with inflammatory functions included oxylipins and metabolites from the tricarboxylic acid (TCA) cycle and methionine cycles. Notably, when bone marrow-derived macrophages (BMDMs) were incubated with ferroptotic supernatants, they underwent transcriptional reprogramming indicative of priming. Exposure to ferroptotic supernatants also enhanced cytokine production in response to LPS. These findings provide a comprehensive catalogue of ferroptosis-induced secretomes and reveal their role in macrophage priming, which has significant implications for modulating inflammatory processes
Albert Thomas' Reise nach Südamerika für die Internationale Arbeitsorganisation im Jahr 1925
Die Arbeit von Paula Rosenfeld ist im Kontext der Forschungsgruppe „The Production and Reproduction of Social Inequalities: Global Contexts and Concepts of Labor Exploitation“ entstanden (Förderung durch die Volkswagenstiftung 2020-2025), die an der Schnittstelle
zwischen Ethnologie und Geschichtswissenschaft angesiedelt ist. Die Forschungsgruppe analysiert u.a. Konzepte, die Formen sozialer Ungleichheiten beschreiben und die mit verschiedenen Arten der Arbeitsausbeutung verbunden sind. Die Forscher beschäftigen sich – aus historischer und ethnologischer Perspektive – damit, wie diese Konzepte auf globaler Ebene zirkulieren und von Akteuren mit dem Ziel verhandelt werden, soziale Ungleichheiten zu bekämpfen. Letztendlich zeigen sie, dass die Konzepte zur Produktion eben dieser oder neuer Ungleichheiten beitragen. Hier setzt auch die Arbeit von Paula Rosenfeld an, die von Prof. Dr. Ulrike Lindner betreut wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die International Labour Organisation (ILO) gegründet, um den Forderungen der organisierten Arbeiter:innenschaft in den westlichen Industrienationen nach mehr Gleichheit und Arbeitsrechten entgegenzukommen und zugleich eine weitere Ausbreitung des Kommunismus nach der russ. Revolution 1917 zu verhindern. Die ILO befasste sich auch mit der Situation der Arbeiter:innen im globalen Süden – allerdings wurde diese Gruppe gegenüber den westlichen Industriearbeiter:innen sofort als defizitär abgegrenzt und unter dem Begriff „native labor“ verhandelt. Paula Rosenfeld untersucht in ihrer MA-Arbeit den Beginn der Auseinandersetzung der ILO mit Arbeiter:innen des globalen Südens und analysiert die Reise des damaligen Direktors Albert Thomas durch Lateinamerika im Jahr 1925. Thomas besuchte im Auftrag der ILO Brasilien, Chile, Argentinien und Uruguay. Paula Rosenfeld untersucht hierzu eine wenig beachtete Quelle – sein etwa 300 Seiten umfassendes persönliches Reisetagebuch, das sie im Genfer Archiv der ILO gefunden und aus dem Französischen übersetzt hat. Paula Rosenfeld gelingt es, die Reise Thomas in ihrer politischen und sozialpolitischen Bedeutung zu erfassen, die damaligen internationalen Herausforderungen der ILO zu beleuchten aber auch die politische Haltung und die persönliche Wissensaneignung Thomas‘ zu analysieren. Basierend auf einer umfassenden Kenntnis der Forschungsliteratur arbeitet sie auf innovative Weise mit den Kategorien race, class und gender, um die Einschätzungen und Wahrnehmungen von Thomas besser beurteilen zu können. Insgesamt fügt sie der Forschung zu Ungleichheit im Allgemeinen, sowie zur ILO und deren Beziehungen zum Globalen Süden im Besonderen, wichtige neue Aspekte hinzu
Catch me if you can: understanding the crosstalk of hypoxia metabolism and chromatin dynamics
The crosstalk of metabolism and chromatin plays a central role in cellular homeostasis and
the adaptative response to the environment. Hypoxia is a low oxygen condition developed
when cells are exposed to oxygen levels below their functional range. These hypoxic
conditions generate a concomitant metabolic and transcriptional response characterized by
increasing glucose metabolism and reducing TCA cycle activity. Although the cellular
response to hypoxia has been extensively characterized, recent studies have revealed a
more diversified metabolic adaptation to these low oxygen conditions. Here we study how
hypoxia impacts the interplay between chromatin modifications and intracellular metabolite
cycling in fibroblasts cultured at 2% O2. Using a multi-omics approach, we found that
deficiency of the HIF1α-target PDHK1 - a well-known inhibitor of acetyl-CoA synthesis in
mitochondria - rewires use of glucose-derived acetyl-CoA to enhance FA synthesis and
diminish H3K27ac. This occurs via a coordinated lipid-specific posttranscriptional response.
Taken together, our data identify a new role for PDHK1 in the regulation of acetyl-CoA
metabolism and provides further evidence for a close link between histone acetylation and
lipid biogenesis
Interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Verbesserung der Versorgung junger Menschen in psychischen Krisen. Eine Evaluation der Inanspruchnahme des niedrigschwelligen Kontakt- und Beratungsangebots soulspace in Berlin-Kreuzberg
Eine Vielzahl psychischer Erkrankungen manifestiert sich im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter. Doch gerade diese Altersgruppe weist besonders geringe Inanspruchnahme- und Behandlungszahlen auf. Zudem sind therapeutische Interventionen in diesem Alter von starker Diskontinuität geprägt. Dazu tragen u.a. die eher unstete, teils durch Instabilität gekennzeichnete Lebensphase der Adoleszenz sowie die defizitäre Versorgungslage alters- und zielgruppenspezifischer Angebote bei. Angesichts langfristiger und gravierender persönlicher sowie gesamtgesellschaftlicher Folgen einer verzögerten Behandlung psychischer Krisen und Erkrankungen besteht demnach Handlungsbedarf. Vor diesem Hintergrund wurde 2018 das multidisziplinär geführte Früherkennungs- und Interventionszentrum soulspace in Berlin-Kreuzberg gegründet. In einer Kooperation bestehend aus der lokalen Kontakt- und Beratungsstelle transit und dem Vivantes Klinikum Am Urban (KAU) arbeiten im soulspace Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und Fachärzt*innen unter einem Dach. Im Sinne der Niedrigschwelligkeit und zugunsten der Entstigmatisierung erfolgte die Verortung bewusst abseits des Klinikgeländes in einem neutralen Gebäude ohne „Krankenhaus-Charakter“. Für eine erste Evaluation der Inanspruchnahme wurden in zwei Angeboten des soulspace (transit, FIT) die dortigen Erstkontakte analysiert. Ziel der Untersuchung war die Auswertung soziodemografischer und erkrankungsbezogener Daten der Klient*innen beider Angebote sowie von Daten zu dem Erstkontakt folgenden Prozedere. Die Ergebnisse dieser Evaluation wurden in der vorliegenden Arbeit deskriptiv analysiert und angebotsspezifisch miteinander verglichen. Im Untersuchungszeitraum (transit: Juni 2018 – Dezember 2021; FIT: Januar 2016 – Dezember 2021) nutzten 899 Personen den transit-Erstkontakt (MAlter = 24,74 ± 5,06) und 592 Personen die FIT-Sprechstunde (MAlter = 23,51 ± 4,79). Nach dem Erstkontakt wurden vor allem weiterführende interne Angebote häufig genutzt, was auf eine erfolgreiche Annahme des Angebots hindeutet. Im transit-Erstkontakt vorstellige Klient*innen waren mehrheitlich nicht vorbehandelt (53,5 %; n = 347). Dem gegenüber steht, dass die deutliche Mehrheit der Klient*innen der FIT-Sprechstunde zu einem früheren Zeitpunkt bereits Versorgungsangebote genutzt hatten (85,4 %; n = 437) und überwiegend zur Diagnostik in die FIT-Sprechstunde vermittelt wurde (92 %; n = 183). Durch seine gute Zugänglichkeit konnte der transit-Erstkontakt den niedrigschwelligen Charakter des soulspace somit stärken und fungierte dabei wie intendiert als Bindeglied in der Versorgungsstruktur.
Neben einem hohen Anteil bereits manifester Diagnosen konnte in der FIT-Sprechstunde bei 110 Personen (71,4 %) eine Hochrisikokonstellation festgestellt werden. Somit wurde die angestrebte Zielgruppe mehrheitlich erreicht. Um bereits erreichte Erfolge in der Versorgung synergistisch zu nutzen, sind weitere Kooperationen mit bereits bestehenden Angeboten anzustreben. Grundsätzlich sollte der Aufbau weiterer Früherkennungszentren und niedrigschwelliger Präventionsangebote mit Nachdruck vorangetrieben werden
Inhalation and oral administration of HHC products - Quantification of (9R)-, (9S)-Hexahydrocannabinol and metabolites in plasma and detectability in on-site drug tests for urine and oral fluid
Efficacy of guided and unguided web‐assisted self‐help for parents of children with attention‐deficit/hyperactivity disorder and oppositional defiant disorder: A three‐arm randomized controlled trial
Background: Empirical evidence supports the efficacy of behavioral online parent training. However, further large trials in school-age children with externalizing behavior problems and analyses on the impact of additional therapist support are needed. This three-arm randomized controlled trial examined the efficacy of guided and unguided web-assisted self-help (WASH) for parents of children with externalizing behavior problems.Methods: Parents of 431 children (6–12 years) with elevated externalizing symptoms were randomly assigned to either treatment as usual (TAU), a 6-month behavioral WASH intervention (WASH+TAU), or WASH plus telephone-based support (WASH+ S+TAU). Assessments took place at baseline and at 3, 6, and 12 months. The primary outcome was child externalizing symptoms as rated by a clinician blinded to condition; secondary outcomes were parent-rated child externalizing symptoms, internalizing symptoms, functional impairment, quality of life, parenting practices, and parental internalizing symptoms. (German Clinical Trials Register (DRKS): DRKS00013456; URL: https://drks.de/ search/de/trial/DRKS00013456; registered on January 3rd 2018). Results: Linear mixed models for repeated measures revealed a significant overall intervention effect on blinded clinician-rated externalizing symptoms at 6 months in both the intention-to-treat sample and per-protocol samples, with at least 25% (PP25) or 40% treatment utilization (PP40), respectively (intention-to-treat: p = .017). Subsequent pairwise comparisons revealed a greater symptom reduction in WASH+S+TAU than in the other conditions (intention-to-treat: WASH+S+TAU vs. WASH+TAU: p = .029, d = −0.28, 95% CI [−0.54, −0.03]; WASH+S+TAU vs. TAU: p = .009, d = 0.34 [−0.59, −0.09]). At 12 months, a significant overall effect on blinded clinician-rated externalizing symptoms only emerged in the PP40 sample (p = .035). Secondary analyses revealed an overall effect on child functional impairment at 12 months (intention-to-treat and per-protocol analyses) and on negative parenting behaviors at 6 months in the PP40 sample. For both variables, pairwise comparisons demonstrated significant differences between WASH+S+TAU and TAU. Conclusions: Parent-directed WASH is effective in reducing blinded clinician-rated externalizing symptoms, but only when combined with additional support. Keywords: ADHD; oppositional defiant disorder; school children; parent training; e-healt
The question of universals in ethnobiological nomenclature: Re-examination with southeast Asian linguistic data
The classification and naming of plants and animals is said to follow a number of “universal” constraints cross-linguistically. While these constraints are generally accepted in the literature, few have been rigorously tested with a large language sample. In particular, the languages of mainland southeast Asia appear to have been neglected in such endeavours, even though it is common knowledge that some key constraints are violated in this region. Here, we investigate the construction of “Generic” plant and animal names in 22 languages of mainland southeast Asia, and show that the vast majority of these — especially among plant and fish ethnotaxa — are two-part “secondary names”, in contrast to a major constraint that predicts that such names should be one-part “primary names”. This appears to be a widespread areal feature, and has implications for the validity of other nomenclatural “universals”, which remain to be similarly tested
Assessment of the thoracic aorta after aortic root replacement and/or ascending aortic surgery using 3D relaxation-enhanced angiography without contrast and triggering
Objective: Relaxation-Enhanced Angiography without Contrast and Triggering (REACT) is a novel 3D isotropic flow-independent non-contrast-enhanced MRA (non-CE-MRA) and has shown promising results in imaging of the thoracic aorta, primarily in patients without prior aortic surgery. The purpose of this study was to evaluate the performance of REACT after surgery of the aortic root and/or ascending aorta by performing an intraindividual comparison to CE-MRA. Material and methods: This retrospective single center study included 58 MRI studies of 34 patients [mean age at first examination 45.64 ± 11.13 years, 31 (53.44%) female] after ascending aortic surgery. MRI was performed at 1.5T using REACT (ECG- and respiratory-triggering, Compressed SENSE factor 9, acquired spatial resolution 1.69 × 1.70 × 1.70 mm 3 ) and untriggered 3D CE-MRA. Independently, two radiologists measured maximum and minimum vessel diameters (inner-edge) and evaluated image quality and motion artifacts on 5-point scales (5 = excellent) for the following levels: mid-graft, distal anastomosis, ascending aorta, aortic arch, and descending aorta. Additionally, readers evaluated MRAs for the presence of aortic dissection (AD) and graded the quality of depiction as well as their diagnostic confidence using 5-point scales (5 = excellent). Results: Vessel diameters were comparable between CE-MRA and REACT (total acquisition time: 05:42 ± 00:38 min) with good to excellent intersequence agreement (ICC = 0.86–0.96). At the distal anastomosis (minimum/maximum, p < .001/ p = .002) and at the ascending aorta (minimum/maximum, p = .002/ p = .06), CE-MRA yielded slightly larger diameters. Image quality for all levels combined was higher in REACT [median (IQR); 3.6 (3.2–3.93) vs. 3.9 (3.6–4.13), p = .002], with statistically significant differences at mid-graft [3.0 (2.5–3.63) vs. 4.0 (4.0–4.0), p < .001] and ascending aorta [3.25 (3.0–4.0) vs. 4.0 (3.5–4.0), p < .001]. Motion artifacts were more present in CE-MRA at all levels ( p < .001). Using CE-MRA as the standard of reference, readers detected all 25 cases of residual AD [Stanford type A: 21 (84.0%); Stanford type B: 4 (16.0%)] in REACT with equal quality of depiction [4.0 (3.0–4.5) vs. 4.0 (3.0–4.0), p = .41] and diagnostic confidence [4.0 (3.0–4.0) vs. 4.0 (3.0–4.0), p = .81) in both sequences. Conclusions: This study indicates the feasibility of REACT for assessment of the thoracic aorta after ascending aortic surgery and expands its clinical use for gadolinium-free MRA to these patients