Cologne Excellence Cluster on Cellular Stress Responses in Aging Associated Diseases
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Play the Change - Potentiale und Grenzen von digitalen Spielen für die Kompetenzförderung im Geographieunterricht im Kontext gesellschaftlicher Herausforderungen
Zusammenfassung
Die vorliegende Dissertationsschrift möchte einige Antworten auf die Frage liefern, ob und inwiefern digitale Unterhaltungsspiele die Kompetenzförderung im Geographieunterricht bereichern können, ins-besondere im Kontext der komplexen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhun-derts. Geleitet wurde das Forschungsinteresse von den grundsätzlichen Potentialen, die in dem interak-tiven Medium gesehen werden, etwa für exploratives Lernen im Kontext. Um einen Einblick in die Potentiale und Limitationen speziell für die Geographie zu gewinnen, wurden vier Studien durchge-führt, die sowohl theoretischen als auch empirischen Fragestellungen nachgegangen sind.
Als zentral für einen mündigen Umgang mit interdependenten gesellschaftlichen Thematiken, in denen es vielseitige Einflussfaktoren und Wechselwirkungen gibt, wird eine systemische Kompetenz und Denkweise gesehen. In einer Studie wird daher ein Theoriegerüst zur Repräsentation von komplexen Systemen in Videospielen aufgebaut, mit dessen Hilfe anschließend die systemische Komplexität einer Auswahl von Strategiespielen zu Gesellschaftsthemen untersucht wird. Erkenntnisse dieser Studie sind unter anderen, dass sich Spielsysteme nicht nur theoretisch dafür eignen, Mensch-Umwelt-Systeme zu modellieren, sondern dass ein großer Teil der untersuchten Spiele tatsächlich eine hohe geographische Systemkomplexität simuliert – eine gute Voraussetzung für die Förderung von Systemkompetenz.
Ob eine Nutzung von kommerziellen Spielen für das Geographie-Lernen sinnvoll ist, hängt jedoch auch davon ab, wie die gesellschaftlichen Themen in ihnen dargestellt werden und inwiefern Spielende in diesen Kontexten handeln können. Die Folgestudie beschäftigt sich daher intensiver mit den Spielinhal-ten und kommt zu dem Schluss, dass sich genügend fachliche Anknüpfungspunkte finden, um mithilfe der Spiele potentiell Fachwissen als Kompetenz fördern zu können; vorausgesetzt, dass die Inhalte auch (kritisch) reflektiert werden.
Für einen Unterricht, der möglichst viele der erkannten Potentiale ausschöpfen kann, insbesondere für die Gestaltung einer kompetenzförderlichen Reflexion, sollten die Spielsysteme noch besser verstanden werden. Eine weitere Studie schafft daher einen theoretischen Zugang zu Realismus in Spielen und bringt die Perspektive der Spieleentwickler*innen mit ein. Es stellt sich dabei unter anderem heraus, dass die vermutete Realitätswahrnehmung der Spielerschaft eine größere Rolle bei der inhaltlichen Gestaltung spielt als eine fachlich richtige Darstellung, da eine größtmögliche Glaubwürdigkeit aus Spieler*innensicht und eine Immersion geschaffen werden soll.
Diese und weitere Aspekte scheinen einer kritischen Reflexion zu bedürfen. Auch zusätzliche Ebenen der Reflexion sind wichtig, damit die positiven Potentiale von Spielen genutzt werden können und die Limitationen bewusst werden. Diese Ebenen werden in einem theoretischen Modell in der vierten Stu-die erarbeitet. In einer anschließenden empirischen Interviewstudie mit jungen Spieler*innen tritt zuta-ge, dass die Spielsysteme an sich intensiv durchdrungen werden. Der Vergleich mit der Welt außerhalb des Spiels sowie eine kritische Reflexion des Mediums scheinen jedoch schwerer zu fallen oder im Freizeitkontext wenig stattzufinden.
Es zeigen sich demnach vielfältige Stärken von digitalen Unterhaltungsspielen für den Geographieun-terricht, jedoch auch zahlreiche Aufgaben, damit die Spielerfahrung ihre positiven Wirkungen auf das Lernen entfalten kann und keine Fehlvorstellungen und Stereotype befeuert. Daher wird sowohl disku-tiert, in welchen Bereichen Videospiele die Kompetenzförderung im Geographieunterricht ergänzen können, als auch, welche Konsequenzen und Aufgaben sich aus den Forschungsergebnissen für die Fachdidaktik, die Spieleentwicklung und die künftige Forschung ergeben
The competition between arguments for prominence in German Sign Language
This dissertation investigates the relationship between argument structure, linguistic prominence, and spatial expression in German Sign Language (DGS), focusing on two core phenomena: the use of the person agreement marker (PAM) and the modification of indicating verbs. Through three empirical studies based on corpus data, the thesis explores how morphosyntactic and discourse-level prominence interact in shaping argument marking and tracking strategies in a visual-spatial language.
The first study demonstrates that PAM is closely linked to argument competition, particularly when prominence shifts from the subject to the object. While PAM is frequently associated with individuated and affected objects, supporting its role as a Differential Object Marker (DOM), findings also reveal its ability to index both subjects and objects in contexts of low agentivity or ambiguous transitivity. This leads to the proposal that PAM functions more broadly as a Differential Argument Indexing (DAI) strategy, reflecting not only syntactic roles but also semantic and discourse-driven pressures.
The second study examines how PAM interacts with other strategies for signaling prominence, including sign order, verb modification, and overt expression of arguments. Results indicate that PAM provides such a strong cue to prominence that it may override or render redundant other marking mechanisms, supporting the view that PAM operates independently within the grammar of DGS while remaining sensitive to argument competition.
The third study focuses on the modification of indicating verbs and its relationship to linguistic prominence. Contrary to expectations based on morphosyntactic hierarchies, there is no strong evidence that modification aligns with syntactic prominence. Instead, results suggest that verb modification functions primarily as a discourse-driven referential strategy, used to reintroduce or re-anchor referents in the signing space, especially when they are less accessible in the discourse. This challenges traditional agreement-based models of verb modification and aligns with findings from other sign languages, such as BSL.
Together, these studies reveal that argument marking in DGS cannot be fully explained by syntactic hierarchies alone. Instead, it emerges from a dynamic interaction between discourse accessibility, semantic features, and spatial-referential organization. The thesis highlights the role of linguistic prominence as a fluid, multi-layered concept, showing how visual-spatial languages exploit the signing space to encode referents and manage discourse in ways that diverge from spoken language patterns
Funktionelles Ansprechen einer Anti-VEGF-Therapie bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration mit rein subretinaler Flüssigkeit unter Berücksichtigung von morphologischen Netzhautveränderungen
Einleitung
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in den Industrienationen die
häufigste Erblindungsursache bei Patienten, die älter als 60 Jahre alt sind und ist
mit einer Prävalenz von ca. 5% in BRD eine sehr weit verbreitete
Augenerkrankung. Sie ist eine der meist erforschten Erkrankungen in der
Augenheilkunde der letzten 5 Jahre und Gegenstand zahlreicher Publikationen.
Die AMD zeichnet sich durch eine fortschreitende Degeneration der Makula
aufgrund einer Stoffwechselstörung der Fotorezeptoren und des retinalen
Pigmentepithels aus, welche zur Ansammlung und Ablagerung von
Stoffwechselendprodukten in den Pigmentepithelzellen und der Bruch-Membran
führt. Bei der exsudativen AMD kann es durch Neovaskularisationen, seröse
Abhebung der Makula und Blutungen zur Verstärkung der Metamorphopsien und
zum massiven Visusverlust kommen1. Die seröse Flüssigkeit kann hierbei
intraretinal in Form von Zysten oder subretinal vorkommen.
Die Diagnose wird initial über die Betrachtung des Amsler-Gitters gestellt. Sollte
dieser Test positiv ausfallen, erfolgt die Diagnosesicherung über die
Fluoreszenzangiografie und die Beurteilung der Netzhaut durch Auswertung von
OCT-Bildern.
In den letzten Jahren ist die Diagnostik durch die Weiterentwicklung der OCT-
Geräte, die immer feinere und genauere Abbildungen der Netzhaut liefern,
verbessert worden. Parallel dazu wurde durch viele Studien die Wirksamkeit von
VEGF-Inhibitoren bei der Therapie der exsudativen AMD überprüft. Hierbei
wurde auch kontrolliert, ob es einen Wirksamkeitsunterschied der beiden am
häufigst verwendeten Medikamente Bevacizumab und Ranibizumab gibt. Es
konnte jedoch kein Unterschied in der Wirkung bezogen auf das Sehvermögen
der Patienten festgestellt werden2.
Ich möchte mit meiner Studie herausfinden, wie die Wirksamkeit der Anti-VEGF-
Therapie bei einer Sonderform der exsudativen AMD mit rein subretinaler
Flüssigkeitsansammlung ist.
Projektbeschreibung
Bei einer Vielzahl von Patienten mit exsudativer AMD, die durch intravitreale
Injektionen behandelt wurden, ist aufgefallen, dass einige Patienten besser auf
die Therapie ansprechen als andere. Es ist der Verdacht entstanden, dass
Patienten, bei denen sich die krankheitsbedingte Flüssigkeitsansammlung bei
Erstdiagnose auf den subretinalen Raum beschränkt, schlechter auf die
gängigen Therapiemöglichkeiten ansprechen als Patienten, bei denen die
Flüssigkeit vorwiegend im intraretinalen Raum vorkommt. Ich möchte
untersuchen, ob es sich bei der AMD mit subretinaler Flüssigkeit um eine
Sonderform der AMD handelt und sich der Verdacht der schlechteren
Therapierbarkeit bestätigt.
Ferner möchte ich überprüfen, ob sich die Therapie der AMD morphologisch und
funktionell auf den Augenhintergrund auswirkt. Hierbei werde ich untersuchen,
ob sich im Laufe der Therapie atrophische Areale in der zentralen Netzhaut
bilden und ob es einen Zusammenhang zwischen der Therapiehäufigkeit und der
Ausprägung dieser Areale gibt. Zu den zu untersuchenden morphologischen
Veränderungen gehören des Weiteren die Pigmentepithelabhebung, die
subretinale Fibrose und die Entstehung intraretinaler Zysten.
Funktionell werde ich die zentrale Sehschärfe betrachten und erforschen, ob und
in wieweit die intravitrealen Injektionen und der Verlauf der Krankheit, Einfluss
darauf haben. Hier wird interessant sein, ob die morphologischen Ausprägungen
ein funktionelles Korrelat besitzen.
Arbeitsprogramm
Ich untersuche die beschriebenen Parameter retrospektiv anhand von
Patientendaten, bei denen eine AMD durch VEGF-Inhibitoren behandelt wurde
und die Erstdiagnose eine rein subretinale Flüssigkeitsansammlung gezeigt hat.
Die Therapie besteht aus initial drei Injektionen (erster Zyklus), zwischen denen
jeweils vier Wochen Abstand liegt. Hiernach beurteilt man den Therapieerfolg. Ist
nach dem ersten Zyklus keine Flüssigkeit mehr zu erkennen, wird der Patient in
einem halben Jahr zur Kontrolle einbestellt, ohne dass weitere Injektionen
erfolgen. Ist die Flüssigkeitsansammlung nicht weniger geworden oder ist trotz
Therapie sogar angestiegen, so wird ein neuer Zyklus, auch wieder mit
vierwöchigem Abstand, angesetzt.
Anhand der Patientenakten beurteile ich, wann die Diagnose „exsudative AMD“
zum ersten Mal gestellt wurde und betrachte die entsprechenden OCT-Bilder, die
zur Unterstützung der Diagnose bei den betroffenen Patienten angefertigt
wurden. Morphologisch beurteile ich hierbei die Flüssigkeitsmenge, die vor der
ersten Injektion auf den OCT-Bildern zu erkennen ist und vergleiche sie jeweils
mit der Flüssigkeitsmenge, die nach dem ersten Therapiezyklus, nach einem
Jahr und nach zwei Jahren zu sehen ist. Die Beurteilung erfolgt nach den
Kriterien „mehr“, „weniger“ und „gleich“, je nachdem, ob die Flüssigkeit
zugenommen hat, abgenommen hat oder unverändert geblieben ist.
Funktionell betrachte ich die Sehschärfe mit bestmöglicher Korrektur (BCVA) und
vergleiche auch hier den BCVA, der direkt nach Diagnosestellung gemessen
wurde mit dem BCVA, der jeweils nach dem ersten Zyklus, nach einem Jahr und
nach zwei Jahren erhoben wurde, analog zur morphologischen Beurteilung.
Am Schluss werte ich die Ergebnisse mit dem Statistikprogramm SPSS aus und
versuche herauszufinden, welche Zusammenhänge es zwischen der Wahl der
Therapie, der Therapiehäufigkeit und dem morphologischen und funktionellen
Outcome der Patienten gibt
Social network structure and health in the second half of life
Aim: This dissertation advances the understanding of the relationship between social network structure and health in later life through two main objectives. First, it synthesizes and quantifies existing research on how structural aspects of social networks relate to depression. Second, it adopts a holistic approach by examining network structure while considering member characteristics and structural factors. Specifically, it analyzes the structure of health advice networks and investigates the reciprocal relationship between social networks and health among older adults in a fully voluntary context, specifically carnival clubs, offering new insights into how social ties and health interact within voluntary social contexts.
Methods: The first study systematically reviews research on the association between structural aspects of social networks and depression among older adults. Building on this, the second study uses a meta-analytical approach to quantify the evidence. The third study employs cross-sectional whole network data from the Jeckenstudie and applies recent advances of Exponential Random Graph Models to compare the structures of health advice networks and close relationship networks. The fourth study uses longitudinal whole network data from the Jeckenstudie, applying Stochastic Actor-Oriented Models to investigate the reciprocal relationship between social network dynamics and health among adults in the second half of life.
Results: The systematic review and meta-analysis showed that larger networks, frequent contact, and higher network scale scores are moderately associated with lower depression levels. Further analyses revealed that health advice networks often extend beyond close ties, featuring open structures that promote diverse information exchange; however, poor physical health reduced individuals' likelihood of nominating health advisors, suggesting stigma barriers. In voluntary settings like carnival clubs, individuals with poor physical health were more likely to be nominated as close ties, challenging assumptions of health-related exclusion. While some social avoidance following health decline was observed, it appears to be weaker than in previously observed constrained environments. Additionally, those with poor mental health were more active in forming new ties.
Conclusions: This dissertation highlights critical gaps in research on social networks and health in later life, emphasizing the need for more causal, longitudinal studies, broader examination beyond immediate social ties, accounting for network structure and consideration of varying social setting constraints on network dynamics. Policy implications include promoting health inclusive, voluntary community spaces to strengthen diverse social networks among older adults, thereby supporting health and social integration without imposing participation barriers
Nematode genetics beyond Caenorhabditis elegans: Adapting modern genetic tools to phylogenetically distant nematodes
Understanding the genetic basis of development and evolution in diverse species requires tools for functional analysis that can be applied beyond traditional models. Model organisms were selected primarily for their experimental accessibility rather than for their representation of various biological traits. Insights gained from them often provide an incomplete picture of the biology and evolutionary history of broader groups of species. The phylum Nematoda comprises a broad diversity of species occupying a wide range of ecological niches. Nematodes share a conserved body plan, yet show striking differences in early development at the genetic and cellular levels, with differences in cleavage patterns, gene expression, and signaling pathways. Functional studies in other nematode species than Caenorhabditis elegans are therefore essential to understand both conserved and novel mechanisms. Panagrolaimus sp. PS1159 is a free-living, triploid nematode that reproduces parthenogenetically. It offers a promising experimental model due to its phylogenetic distance to C. elegans, its fascinating traits such as cryptobiosis, and was chosen to comparatively study development, evolution, and alternative reproductive and survival strategies. This thesis presents the first successful use of CRISPR/Cas9 in a Panagrolaimus nematode, applying both the non-homologous end joining (NHEJ) and homology-directed repair (HDR). Targeting the unc-22 orthologue induced a visible twitching phenotype that can be used as a co-CRISPR marker for future research. Protocol optimization led to editing efficiencies of up to 30%. An mEGFP knock-in into a histone H3.3 orthologue allowed live imaging of nuclei and demonstrated the feasibility of creating fluorescent reporter lines. To facilitate genotyping of modified strains after gene editing, a workflow using Oxford Nanopore Technologies (ONT) Sequencing was established, demonstrated its potential to detect complex edits and large insertions, and offered an accelerated alternative to traditional cloning and Sanger sequencing, which are highly time consuming. With an established CRISPR protocol, this thesis focused on the functional analysis of one of the most classical gene families in evolutionary developmental biology: the Hox genes, key regulators of anterior–posterior body patterning that are highly conserved amongbilaterians. In C. elegans, six Hox genes are present, the anterior ceh-13, the central lin-39 and mab-5, and the posterior egl-5, php-3 and nob-1. The canonical collinearity rule is broken in C. elegans and only three genes are essential during embryogenesis. To analyze their conservation, spatial expression patterns of the full set of Hox genes were analyzed in PS1159 and the more distantly related Plectus sambesii using in situ hybridization chain reaction (HCR), revealing strong similarities to C. elegans. Knockouts of lin-39 and mab-5 in PS1159 resulted in similar phenotypes compared to C. elegans and indicate functional conservation. In conclusion, this thesis established Panagrolaimus sp. PS1159 as a genetically tractable system and lays a methodological basis for future comparative developmental studies in nematodes beyond C. elegans
Attention, Semantics, and Transfer in Implicit Learning: Insights for Theories of Consciousness from an Adapted Contextual Cueing Paradigm
Studying of human consciousness poses many challenges. Numerous approaches seek to define consciousness and how it may be scientifically studied. This dissertation advocates a theory-driven approach to the empirical study of consciousness. Specifically, it considers the Global Workspace Theory, the Higher-Order Thought Theory, and the Integrated Information Theory. It aims to identify the boundaries of unconscious processing proposed by these theo-ries to clarify the functional role of consciousness. To this end, I developed a novel variant of the contextual cueing paradigm to examine implicit contingency learning as a proxy for unconscious processing in three studies. Study 1 tested the role of attention, specifically, whether implicit learning of contingencies between features depended on their task rele-vance, and whether cue competition effects occurred without awareness. Learning occurred independently of task relevance, with no evidence of cue competition. Study 2 examined the hypothesis of modularized unconscious processing by examining transfer effects of contin-gency knowledge from one feature to another without explicit instructions. Such transfer effects were observed, suggesting that contingency information can be exchanged between processing modules without being consciously accessible. Study 3 tested whether semantic information can be used in implicit learning. We found evidence of semantic category learn-ing without awareness, but observed a reversed effect: not a learning benefit, but potential inhibitory effects based on the learned contingencies. Across all three studies, we imple-mented a refined test and analysis procedure for detecting explicit knowledge. This approach aimed to improve both the sensitivity and reliability of the awareness test assessment com-pared to conventional recognition-based measures. The findings are discussed in light of the three aforementioned theories of consciousness and their respective predictions. This disser-tation contributes to refining theoretical models of consciousness, and opens new pathways for their empirical evaluation. It underscores the value of implicit learning paradigms along-side other methodological tools
Zystenfraktion als Biomarker bei autosomal dominanter polyzystischer Nierenerkrankung
Die autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung (autosomal dominant polycystic kidney disease, ADPKD) ist die häufigste monogenetische Nierenerkrankung und betrifft weltweit ca. sieben Millionen Menschen. Hauptcharakteristikum ist die Entwicklung renaler Zysten, die durch ihr expansives Wachstum Nierenparenchym verdrängen und somit im weiteren Verlauf eine Abnahme der Nierenfunktion bewirken. Die glomeruläre Filtrationsrate (glomerular filtration rate, GFR) kann über Jahrzehnte hinweg im normalen Bereich verbleiben, bis sie abzufallen beginnt. Die Erkrankungsschwere – und damit das Alter bei Eintritt der Notwendigkeit eines Nierenersatzverfahrens – ist jedoch sehr heterogen. Patient:innen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten deswegen frühzeitig identifiziert werden, um sowohl supportiv als auch medikamentös der Krankheitsprogression entgegenwirken zu können. Als Prognoseparameter der Erkrankung kommen u.a. radiologisch erhobene Daten zum Einsatz. In dieser Studie wurde die Zystenfraktion, die den Quotienten aus Gesamtzystenvolumen (total cyst volume, TCV) durch Gesamtnierenvolumen (total kidney volume, TKV) bildet, als Biomarker der ADPKD untersucht. Ziel war es den Zusammenhang zwischen ihr und der Nierenfunktion zu analysieren, um ihre Rolle als etwaiger Surrogatparameter bzgl. der Erkrankungsschwere zu erforschen. Da die Zystenfraktion dazu geeignet erscheint, eine bessere Aussage über das verbliebene gesunde Parenchym zu treffen als das TKV, das den aktuell klinisch wichtigsten ADPKD-Biomarker darstellt, sollten größenadjustiertes Gesamtnierenvolumen (height-adjusted total kidney volume, htTKV) und Zystenfraktion darüber hinaus im Vergleich untersucht werden. Es wurden 142 Patient:innen aus dem „Deutschen ADPKD Tolvaptan Therapie Register“ (AD(H)PKD-Studienregister), die über eine oder zwei MRT-Bildgebungen im Abstand von etwa zwölf Monaten verfügten, ausgewählt. Das TKV wurde mittels semi-automatischer volumetrischer Segmentierung bestimmt und durch anschließende „Threshold“-Segmentierung das TCV gemessen. Daraus wurden die Zystenfraktion und das htTKV berechnet und verglichen. Beide korrelierten in den Ergebnissen mit der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (estimated glomerular filtration rate, eGFR) und erbrachten in den univariaten Regressionsanalysen ein signifikantes R2, wobei das der Zystenfraktion leicht höher ausfiel. In der multiplen Regressionsanalyse konnte nur die Zystenfraktion als signifikanter Prädiktor der eGFR identifiziert werden. Die hier durchgeführte Studie liefert somit die Evidenz, dass die Zystenfraktion großes Potenzial besitzt, sich als ein neuer radiologischer Prognosefaktor der Nierenfunktion bei ADPKD zu etablieren, und dass sie in ihrem Informationsgehalt das htTKV übertreffen kann. Aufgrund der Populationsgröße von jeweils 98 Patient:innen der Kohorte in Jahr 1 bzw. 65 der Kohorte in Jahr 2 werden zur weiteren Beurteilung der Zystenfraktion Studien mit einer größeren Kohorte und mit längerer Nachbeobachtung notwendig werden, um eine Aussage über ihren prädiktiven Wert hinsichtlich des zukünftigen Nierenfunktionsverlustes treffen zu können
Phosphate starvation responses in dicot and monocot C4 species
C4 photosynthesis increases photosynthetic efficiency by lowering the need for
photorespiration by spatially separating CO2 assimilation among two cell types. The C4 cycle has evolved several times independently in various plant families including monocots and dicots. Closely related C3 and C4 species from the monocot genus Panicum and the dicot genus Flaveria were utilized here. Since C4 plants have been shown to make several adaptations to their nitrogen and sulfur metabolism, this study aims to describe their phosphate homeostasis
and their responses to phosphate starvation in comparison to C3 plants. Phosphate is an essential plant nutrient involved in many essential processes and a component of key metabolites e.g., ATP, DNA and lipids. This study shows that phosphate is allocated towards the shoots in C4 plants of different genera, likely due to a higher phosphate demand during the C4 cycle. Furthermore, the C3 plant showed induced NPQ and reduced ETR, indicating
regulation of light reactions. In contrast, their C4 counterpart displayed an impaired CO2 assimilation rate under phosphate limitation, probably due to substrate limitation. However, this was not observed for the C4 monocot, which might be explained by a more efficient phosphate starvation response achieved through its stronger induction of the miRNA399. While it confirmed that the C4 dicot is more affected by the deprivation, the analysis of metabolic adaptation to phosphate limitation involving carbohydrates, TCA cycle intermediates, amino acids and nucleotides revealed mainly species- or genus-specific effects
Sichtbares Licht absorbierende cyclometallierte Pt(II) Komplexe als Photosensibilisatoren
In dieser Arbeit wurden neuartige Donor-Akzeptor Dyaden aus Pt(II)-Komplexen mit cyclometallierten CNN-Liganden und organischen Chromophoren hergestellt. Im Sinne einer Übertragung von Anregung (Energie-Transfer, ET) dienen die organischen Chromophore als Donoren und die Pt(CNN)-Komplexe als Akzeptoren. Ziel ist es, den angeregten Zuständen der Pt-Komplexe durch höhere Gesamt-Absorption, zusätzliche Photonen zuzuführen und dabei das gesamte sichtbare Lichtspektrum zu nutzen. Eine wichtige Nutzung dieser Dyaden liegt in der Photokatalyse. Im ersten Teil der Arbeit wurde ausgehend vom Standard Liganden Hph(pyph)py entweder der Phenyl Seitenringen gegen 2-Naphtyl bzw. 2-Thiophenyl oder der 2 Pyridyl Seitenring gegen 1 Pyrazolyl bzw. 2 Thiazolyl substituiert. Ausgehend von den Liganden wurden fünf Dyaden hergestellt, in denen über eine Acetylid Funktion ein Carbazol Donor an das Platin Atom gebunden ist. Elektrochemische Messungen und Dichte Funktional Theorie Berechnungen (DFT) ergaben, dass das energetisch niedrigste unbesetzte Molekülorbital (LUMO) der Dyaden in der NN Einheit des Ligandens lokalisiert ist und die Energie des LUMOs von Pyrazol über Pyridin zu Thiazol abnimmt. Das höchste besetze Molekülorbital (HOMO) der Komplexe ist im dyz Orbital des Metalls sowie auf der Donor Carbazol Einheit lokalisiert. Im UV/Vis Absorptionsspektrum zeigten die Dyaden als energetisch niedrigsten Übergang einen Ligand‘ zu Ligand Charge Transfer (L’LCT) vom Carbazol zum CNN Liganden. Die Absorption wird entsprechend der sinkenden LUMO Energie von Pyrazol über Pyridin zu Thiazol bathochrom verschoben. Im Emissionsspektrum zeigen alle fünf Dyaden duale Emission mit einer Carbazol Fluoreszenz und einer Platin Phosphoreszenz. Die Phosphoreszenz geschieht in allen Dyaden aus dem niedrigsten angeregten Triplett Zustand (T1) mit starker L’LCT Beteiligung. Die mit Abstand höchste Photolumineszenz Quantenausbeute (ΦPL) konnte für die Dyade mit Pyrazol Ligand festgestellt werden (12,6 %). Darüber hinaus wurde der Donor der Pyrazol Dyade variiert und Naphthalimid, Pyren, Fluoren und Phenanthren über eine Acetylid Funktion als Donoren eingeführt. In den Cyclovoltammogrammen (CV) zeigte sich, dass je elektronenschiebender der Donor, desto destabilisierter das HOMO. Daraus resultiert eine bathochrome Verschiebung des langwelligsten L’LCT Übergangs. Die Dyaden zeigen ähnlich zur Carbazol Dyade duale Emission. In der Pyren Dyade sorgt die niedrige Energie des Pyren Triplett Zustandes für einen Triplett Triplett Energietransfer (TTET) vom Pt(II) Komplex zum Pyren. Dies führt zu einer deutlich reduzierten Photolumineszenz Quantenausbeute der Pyren Dyade, was verdeutlicht, dass die Triplett Energie des Donors eine entscheidende Rolle im Design der Dyaden spielt. Die höchste Photolumineszenz Quantenausbeute konnte für die Pyrazol Fluoren Dyade gemessen werden (20,9%). Zusätzlich wurde der Einfluss der Verknüpfungsposition und Art untersucht, weswegen Dyaden mit Phenanthren, Fluoren und Carbazol im Liganden Gerüst sowie eine Dyade mit Carbazolat als Co Ligand synthetisiert wurden. Während der Donor im Liganden Gerüst, weder auf die langwelligste Absorption noch auf die HOMO–LUMO Niveaus Einfluss hat, sorgt Carbazolat als starker Donor für eine bathochrome Verschiebung aufgrund der Destabilisierung des HOMOs. Dies führt zu einem stark dissoziativen Charge Transfer Charakter (CT) des T1, weswegen die Carbazolat Dyade bei Anregung photodegradiert. Im letzten Kapitel wurde die Singulett Sauerstoff Quantenausbeute der vielversprechendsten Dyaden gemessen. Die höchste konnte für die Pyrazol Fluoren Dyade und den Pyrazol Phenylacetylid Komplex gemessen werden. Beide Verbindungen zeigen photokatalytische Aktivität, wobei die Fluoren Dyade gegenüber dem Phenylacetylid Komplex im sichtbaren Bereich besser performt. Beide Verbindungen zeigen bei kontinuierlicher Bestrahlung eine Photooxidation