eplus (Univ. of Salzburg)
Not a member yet
21323 research outputs found
Sort by
AGIT Conference / Bridging Education and Employment Career Trajectories of CDE Graduates in Earth Observation and Geoinformatics
The Copernicus Digital Earth (CDE) Master’s programme is designed to equip students with advanced expertise in EarthObservation (EO) and Geoinformatics along with GeoData Science or GeoVisualisation, depending on the specialisation track. It is designed to address the growing demand for skilled professionals in these fields. Despite the increasing availability of EO and geospatial data and technologies, there remains a gap in structured academic pathways that effectively bridge higher education and industry requirements. The CDE programme aims to fill this gap by offering a comprehensive curriculum, combining theoretical foundations with practical training, research-driven education, and industry collaborations. This paper presents a career trajectory overview of CDE graduates, providing statistics on employment sectors and job roles. The findings highlight the programme’s success in preparing graduates for diverse career opportunities, demonstrating its impact on the EO job market
"Eine Horde schwarzer Schafe - Der Bahnhof mein Palast!" : Binnendifferenzierung bei Obdachlosen in Salzburg
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden die Merkmale für Binnendifferenzierung innerhalb der Gruppe der Obdachlosen in der Stadt Salzburg erhoben. Dazu erfolgten acht ero-epische Gespräche mit Betroffenen. Zudem wurde eine teilnehmende und offene Feldbeobachtung von Szeneplätzen durchgeführt. Die gewonnenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Als zentrale Differenzierungsmerkmale identifizierten sich das Konsumverhalten, das Alter, die Dauer der Obdachlosigkeit, das Geschlecht, die Nationalität, psychische Erkran-kung, körperliche Beeinträchtigung oder Erkrankung, Kriminalität und Hafterfahrung, der Um-gang mit der individuellen Lebenslage und der Besitz von ökonomischem Kapital. Zwischen diesen Merkmalen kann es zu Multiplikationseffekten kommen.eingereicht von Stefanie HOFER BA, BSSc, MAEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 108-114Masterarbeit Universität Salzburg 2025Abstracts in deutscher und englischer Sprach
Die rechtshistorische Entwicklung der Adoption im österreichischen Familienrecht
Die vorliegende Arbeit widmet sich der rechtshistorischen Entwicklung der Adoption im österreichischen Familienrecht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den zentralen Reformen, Novellen und Leitentscheidungen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen der Adoption von der erstmaligen Kodifikation in der Stammfassung des ABGB 1811 bis zur modernen Gesetzgebung entwickelt haben und welche gesellschaftspolitischen Faktoren diese Transformationsprozesse beeinflusst haben. Ziel der Arbeit ist es, ein vertieftes Verständnis für die historischen Wurzeln und die Dynamik dieses Rechtsinstituts zu vermitteln sowie dessen Bedeutung für das heutige Familienrecht zu kontextualisieren.Der Gang der Arbeit folgt einer strukturierten Analyse, die sich in zwei Abschnitte gliedert. Im ersten Abschnitt wird die Entwicklung des Adoptionsrechts anhand sämtlicher Novellen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert nachgezeichnet. Dabei werden die zentralen gesetzgeberischen Meilensteine herausgearbeitet, die das Adoptionsrecht sukzessive an gesellschaftliche Veränderungen angepasst haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Reformen, die schrittweise eine Öffnung der Adoption über das traditionelle Familienbild hinaus ermöglichten und das Kindeswohl als entscheidendes Kriterium stärker in den Mittelpunkt stellten.Im zweiten Teil der Arbeit wird die Bedeutung der Judikatur im 21. Jahrhundert analysiert, die maßgeblich zur Weiterentwicklung des Adoptionsrechts beigetragen hat. Hierbei stehen wegweisende Entscheidungen höchstgerichtlicher Instanzen im Fokus, die insbesondere die rechtliche Gleichstellung von eingetragenen Partnerschaften und Lebensgemeinschaften sowie die Fortentwicklung des Kindeswohls geprägt haben. Durch die Untersuchung dieser Urteile wird veranschaulicht, wie die richterliche Praxis nicht nur bestehende Regelungen interpretiert, sondern auch als treibende Kraft für die Anpassung des Adoptionsrechts an moderne Familienstrukturen fungiert. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse dieser Untersuchung zusammengefasst und bewertet.eingereicht von Florian ScharingerLiteraturverzeichnis: Seite 72-75Diplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Geochronologische, geochemische und petrografische Charakterisierung „exotischer Gerölle“ aus der ultrahelvetischen Klippenzone (Ostalpen, Österreich)
Die Vorkommen „Exotischer Gerölle“ in der Flysch- und Klippenzone waren schon im 19. Jahrhundert bekannt. Diese kristallinen Gerölle sind Grobklastika und treten als Komponenten oder als lose Steine bzw. Blöcke auf. Ihr heutiger Fundort stimmt nicht mit den umliegenden rezent aufgeschlossenen Lithologien überein. Die bekanntesten „exotischen Kristallingerölle“ sind die L. v. Buch-Denkmalgranite im Pechgraben bei Großraming in OÖ. Eingelagert wurden diese Exotika im Zuge der Öffnung bzw. Schließung des Penninischen Ozeans in Sedimenten des ultrahelvetischen südlichsten europäischen Kontinentalhanges. Da dieser Bereich post-kollisional vom alpinen Orogenkeil überfahren wurde und dadurch kaum zugänglich ist, stellen die Exotika ein einmaliges Archiv des südlichen Kontinentalrandes dar. Während mehrere Studien „exotische Gerölle“ petrografisch und geochemisch analysierten, liegen nur sehr wenige geochronologische Studien vor. Vorrangiges Ziel dieser Arbeit ist es daher, von neu gesammelten Geröllen das jeweilige Kristallisationsalter mittels U-Pb-Zirkon LA-ICP-MS zu bestimmen. Des Weiteren werden die Proben auch geochemisch und petrografisch untersucht, um einen Vergleich mit früheren Analysen von Frasl & Finger (1988) zu ermöglichen. Analysiert wurden 9 kristalline „exotische Gerölle 2025“ aus der ultrahelvetischen Klippenzone (Ostalpen, Österreich) aus Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg. Die Gerölle entstammen der Gresten-Formation (Kornstein in OÖ), der Buntmergelserie (Gschliefgraben in OÖ; und Haunsberg bei S) sowie dem Bolgenkonglomerat des Wildflyschs der Feuerstätter Decke (Satteins in V). Es wurden insgesamt 597 U-Pb- Zirkon LA-ICP-MS Messungen an 526 Körnern im Rahmen dreier Messsequenzen durchgeführt. Diese ergaben ein komplexes Altersspektrum aufgrund hoher Anteile ererbter Komponenten sowie komplizierter thermischer Überprägung und damit vermutlich einhergehendem Bleiverlust. Vier Kornstein-, eine Haunsberg- und zwei Gschliefgrabenproben ergaben karbonische/variszische Gesteinsbildungsalter zwischen 318+-5 Ma und 336+-10 Ma. Eine Haunsberg- und eine Satteinsprobe wiesen permische Gesteinsbildungsalter von 274+-7 und 275+-3 Ma auf. Eine weitere Haunsbergprobe zeigte zwei am Handstück optisch abgrenzbare Magmenschübe mit einem karbonischen Alter von 327+-14 Ma sowie ein ordovizisches von 467+-9 Ma. Die Gesamtheit der untersuchten Proben zeigen sowohl im Dünnschliff als auch in der geochemischen Analyse starke Alteration, die sich u.a. anhand einer sekundären Serizitisierung, Chloritisierung, Saussuritisierung und Karbonatisierung darstellt. Geochemisch äußert sich diese in für Granitoide untypisch hohen CaO-Gehalten und niedrigen K2O-Gehalten. Die Kornstein- und Gschliefgrabenproben zeichnen sich durch eine bis dato für das Gebiet nicht bekannte geochemische Signatur mit hohen Nb- und Th-Werten aus. Die Haunsberg- und Satteins Proben repräsentieren offenbar wieder andere Granitarten. Die neu gesammelten „exotischen Gerölle 2025“ können weder in die Buch-Denkmal Gruppe (BD) noch die Schaitten Gruppe (SG) sensu Frasl & Finger (1988) eingegliedert werden. Die Bildungsalter der beprobten Granitgerölle deuten auf einen (geochronologisch) heterogenen Plattenrand hin. Die Gesteinsalter reichen vom Ordoviz bis ins Perm, zeigen teilweise Ähnlichkeiten mit dem Gesteinsinhalt des Tauernfensters, jedoch auch Unterschiede. Starke Alterationserscheinungen der Exotika sind möglicherweise eine Folge des Überfahrens durch den Orogenkeil nach der Kontinent-Kontinent-Kollision und des Vorrückens des Falten- und Überschiebungsgürtels. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass die exotischen Gerölle als „Überreste alter Plattenränder“ einmalige Archive sind, an denen sich die geochronologische Signatur ansonsten nicht zugänglicher paläogeographischer Bereiche ablesen lässt.eingereicht von Elisabeth Holzner BScLiteraturverzeichnis: Seite 93-103Masterarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Chancen und Grenzen des Teamteachings für Lehrkräfte an österreichischen Mittelschulen : eine qualitative Untersuchung
Obwohl Teamteaching seit der Einführung der Mittelschule in Österreich ein zentrales Element schulischer Unterrichtsorganisation darstellt, ist die qualitative Studienlage zu diesem Thema bislang begrenzt. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, die Chancen und Grenzen des Teamteachings aus Sicht von Lehrpersonen zu analysieren und praxisnahe Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns wurden neun Lehrpersonen aus verschiedenen Mittelschulen in Salzburg und Oberösterreich mittels halbstrukturierter Leitfadeninterviews befragt. Die Auswertung erfolgte nach den Prinzipien der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Teamteaching sowohl auf der Lehrer*innen- als auch auf der Schüler*innenebene zahlreiche Potenziale bietet, etwa durch gegenseitiges Lernen, differenzierte Förderung oder eine objektivere Leistungsbewertung. Gleichzeitig treten Herausforderungen in Bezug auf unterschiedliche pädagogische Haltungen, organisatorische Rahmenbedingungen sowie Konflikte innerhalb der Teams auf. Als zentrale Verbesserungsvorschläge nennen die Befragten unter anderem ein ausreichendes Stundenkontingent, verbindliche Vorbereitungszeiten, räumliche und technische Ausstattung sowie gezielte Fort- und Ausbildungsangebote. Die Ergebnisse werden unter Einbezug einschlägiger theoretischer Konzepte und aktueller Forschungsliteratur diskutiert.eingereicht von Eva SitkaEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 69-75Masterarbeit Paris Lodron Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Der Schutz von Personenbildnissen bei Veröffentlichung in Medien
Der Schutz von Personenbildnissen bei Veröffentlichung in Medien berührt verschiedene Rechtsgebiete. Zentral ist das in § 78 Urheberrechtsgesetz geregelte Recht am eigenen Bild. Dieses sieht vor, dass eine Veröffentlichung von Personenbildnissen zulässig ist, solange keine berechtigten Interessen des Abgebildeten verletzt werden. Selbst bei einem Eingriff in die berechtigten Interessen des Abgebildeten kann eine Veröffentlichung zulässig sein, wenn das öffentliche Interesse im Rahmen einer Interessenabwägung als höherwertig zu beurteilen ist. Die Entschädigungstatbestände des Mediengesetzes ergänzen den zivilrechtlichen Schutz vor unzulässigen Bildnisveröffentlichungen bei Veröffentlichung in Medien. Daneben können in bestimmten Fallkonstellationen auch strafrechtliche Tatbestände erfüllt sein. Einen mit dem Zivilrecht vergleichbaren allgemeinen Schutz kennt das österreichische Strafrecht allerdings nicht. Ob das Datenschutzrecht auf die Veröffentlichung von Personenbildnissen in Medien anzuwenden ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Bildnisveröffentlichungen durch institutionelle Medienunternehmen zu journalistischen Zwecken fallen unter das Medienprivileg des § 9 Datenschutzgesetz. Auf sie sind die relevanten datenschutzrechtlichen Bestimmungen großteils nicht anwendbar. Im nicht-institutionellen Bereich sind bei Bildnisveröffentlichungen zu journalistischen Zwecken gewisse Bestimmungen ebenfalls unanwendbar.eingereicht von Philipp SölknerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 71-84Diplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Figurationen des Übergangs / 50 Jahre Nelkenrevolution in Portugal : Soziale, künstlerische und literarische Übergänge zur Demokratie
International Journal of Digital Earth / Compromise projections for world maps – an optimization approach using discrete global grid systems and principles from classical mechanics
Projections for world maps can only be a compromise between differentrequirements as it is impossible to construct a projection that preservesdistances, areas, and angles. Accordingly, choosing a suitable projection isdifficult – the wish list of requirements for such a projection is sometimeslong and in most cases impossible to fulfil. This article presents amechanism to translate such a wish list into a suitable compromiseprojection. For this purpose, an already known projection is initiallyselected and then subsequently optimized step by step, followingprinciples of classical mechanics and using a discrete global grid system.This mechanism is effective and can, in principle, easily be adapted toother possible requirements for a map projection. In particular, thismakes it possible to create projections that are optimized for the landareas and therefore exhibit less relevant distortion.Land Salzburg 20204-WISS/263/6-602
Partizipation neuzugewanderter Familien in elementarpädagogischen Einrichtungen
Die vorliegende Masterarbeit erforscht die Partizipation neuzugewanderter Familien in Salzburger elementarpädagogischen Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren. Damit Kinder in jenen Einrichtungen von der pädagogischen Qualität profitieren können, ist die Zusammenarbeit von Familie und Institution nötig. Nach Fröhlich-Gildhoff (2013) stehen dabei Eltern, Einrichtung und Kind in einem Beziehungsdreieck, das eine wechselseitige Verbindung zwischen den Akteuren veranschaulicht. Es wird ersichtlich, dass die Kooperation dieser drei Parteien für eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes notwendig ist. Diese Arbeit erforscht die Art der Interaktion zwischen Familien und dem pädagogischen Fachpersonal, und untersucht die Qualität der Elternarbeit aus Sicht der Erziehungsberechtigten. Es wurden in Salzburg lebende Elternteile mit geringen Deutschkenntnissen mittels Fragebogen nach der erfahrenen Qualität der Elternarbeit in der elementarpädagogischen Einrichtung des Kindes befragt. Der Fragebogen enthält sowohl geschlossene Fragen, die eine Vereinheitlichung der Antworten ermöglichen, als auch offene Fragen, welche detaillierte Auskunft über die erlebte Elternarbeit geben (Döring & Bortz, 2016, S.184-186). Das aus den offenen Fragen gewonnene Datenmaterial wurde mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring (2016) ausgewertet und soll gemeinsam mit den Antworten der geschlossenen Fragen, die festgelegte Forschungsfrage „Wie nehmen neuzugewanderte Familien mit geringen Deutschkenntnissen eine gelungene Elternkommunikation in Salzburger Krabbelstuben wahr?“ beantworten. Ziel ist es, aus Sicht der Erziehungsberechtigten die Qualität der Elternarbeit und mögliche Partizipationshürden aufzuzeigen. Nach Auswertung der erhobenen Daten wurden die Ergebnisse dargestellt und in Bezug auf vorab dargestellte Theorien zum elterlichen Engagement diskutiert. Es hat sich gezeigt, dass das Beherrschen der deutschen Sprachen nur einen wichtigen Aspekt für eine gelungene Elternarbeit darstellt. Wenn Eltern Informationen aufgrund von Sprachbarrieren nicht verstehen und selbst nicht verstanden werden, kommt es vermehrt zu Missverständnissen. Aufgrund der sprachlichen Barriere nehmen Eltern mit geringen Deutschkenntnissen häufig nicht an Angeboten der Einrichtung teil. Zusätzlich ergab die Untersuchung, dass auch der zeitliche Aspekt, sowie das persönliche Verhältnis zum Fachpersonals Einfluss auf die Kooperation zwischen Eltern und Einrichtung haben. Die Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Erwartungen ernst genommen werden. Ein weiteres bedeutendes Anliegen ist der Wunsch nach Akzeptanz und das Gefühl, nicht aufgrund ihres Herkunftshintergrunds benachteiligt oder anders behandelt zu werden. Als mögliche Lösung für die sprachliche Barriere wurde die Zurverfügungstellung eines Dolmetschers bzw. einer Dolmetscherin bei Gesprächen genannt. Zudem könne das Verschriftlichen und Aushängen wichtiger Informationen dabei helfen, diese besser zu verstehen, da sie durch eine Online- Übersetzung zugänglich gemacht werden können. Als Lösung für den zeitlichen Faktor wurde vorgeschlagen, Termine frühzeitig bekannt zu geben. Dies ermöglicht es etwaige Änderungen und Termine rechtzeitig zu organisieren, wie zum Beispiel das Arrangieren eines Babysitters. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse dieser Untersuchung die in der Theorie dargestellten Partizipationshindernisse.eingereicht von Michaela Bademcioğlu, BALiteraturverzeichnis: Seite lviii-lxiMasterarbeit Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
Die siebte Figur : eine soziologische Analyse des Schachplatzes am Kapitelplatz in Salzburg
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Schachplatz am Kapitelplatz in Salzburg alsMikrokosmos, in dem eigene Regeln und Strukturen herrschen. Im Mittelpunkt stehen die Stammspieler, deren Anwesenheit und Routinen diesen Mikrokosmos am stärksten prägen.Methodisch kombiniert die Arbeit teilnehmende Beobachtungen, narrative Interviews und einforschungsbegleitendes Tagebuch, um die Dynamiken möglichst tief zu ergründen.Theoretisch umrahmt wird die Analyse von Lefebvres Konzept der Raumproduktion, Goffmansdramaturgischer Interaktionstheorie, Bourdieus Kapital- und Habituskonzept, sowieWacquants Ansatz verkörperter Praxis. Diese Perspektiven ermöglichen es, den Schachplatzzugleich als Bühne sozialer Darstellung sowie als Feld von Zugehörigkeit und Ausgrenzung zuverstehen.Es zeigt sich, dass der Schachplatz von den Stammspielern als gemeinschaftlicher Treffpunktgenutzt wird, an dem es um mehr als nur Schach geht. Geschlechtsspezifische Asymmetrien,Stigmatisierungen, Machtverhältnisse und Darstellungen gehören täglich dazu. Die Arbeitverdeutlicht darüber hinaus, dass eine soziologische Perspektive auf Schach wichtigeEinsichten zu relevanten soziologischen Aspekten, wie Gemeinschaftsbildung, sozialerOrdnung und symbolischer Raumaneignung eröffnet und leistet somit einen Beitrag zurEtablierung einer Schachsoziologie.eingereicht von Konstantinos PelekanakisLiteraturverzeichnis: Seite 101-105Masterarbeit Universität Salzburg 202