39929 research outputs found
Sort by
The special effect of progressive with stative verbs
Diese Arbeit führt eine Corpus Study von sechs Zustandsverben hate, like, want, know, recognise, understand durch, in Kombination mit Progressive Aspect in BNC und COCA. Der Zweck dieser Studie war es, neue Bedeutungen in den Strukturen zu identifizieren, wie I am wanting, she is liking usw., und Construals zu finden, die solche traditionell inkompatiblen Kombinationen untermauern können. Die Analyse basierte auf dem von Langacker (2008) vorgeschlagenen konzeptionellen Rahmen der Cognitive Grammar. Die Stichprobe für diese Studie bestand aus 1987 Token, die quantitativ und qualitativ analysiert wurden. Die qualitative Analyse zeigte, dass diese Strukturen in den Korpora ziemlich selten sind, obwohl BNC eine höhere Inzidenz im Vergleich zu COCA zeigte. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung zeigten, dass es keine neuen Bedeutungen in den Strukturen gab, sondern unterschiedliche Lesarten, die ein semantisches Netzwerk aufbauten - Temporärität einschließlich Versuchsweise und Zustandsänderung sowie Betonung. Darüber hinaus scheinen Construal mit eingeschränktem Betrachtungsrahmen, Subjektivität und mentalem Scannen diese Strukturen zu motivieren.This thesis conducts a corpus study of six stative verbs hate, like, want, know, recognise, understand in combination with the progressive in BNC and COCA. The purpose of this study was to identify any novel meanings in the structures, such as I am wanting, She is liking etc., and to find construals that can underpin such traditionally incompatible combinations. The analysis was based on the conceptual framework of Cognitive Grammar proposed by Langacker (2008). The sample for this study was comprised of 1987 tokens which were analysed quantitatively and qualitatively. The qualitative analysis showed that these structures are quite scarce in the corpora, though BNC demonstrated a higher incidence compared to COCA. The findings of qualitative examination demonstrated that there were no novel meanings in the structures, rather different readings which built up a semantic network - temporariness including tentativeness and changing state, and emphasis. Additionally, construals of restricted viewing frame, subjectivity, mental scanning seem to motivate these structures
Herausforderungen in der frühen Sprachförderung in Wien
Das Ziel dieser Masterarbeit war es sich mit dem Thema der Sprachförderung im Elementarbereich in Wien auseinanderzusetzen. Die drei zentralen Ebenen in der Organisation der frühen Sprachförderung Sprachförderkräfte, Kindergartenpädagog_innen und Referat „Sprachliche Bildung der Stadt Wien – Kindergärten“ (MA 10) und deren Kooperation untereinander werden im Prozess der Forschung unter die Lupe genommen. Den zentralen Punkt dieser Forschung bilden die Herausforderungen, die in der frühen Sprachförderung in einer internationalen Stadt wie Wien entstehen und die Maßnahmen, durch welche diese Herausforderungen gemeistert sind. Dafür wurden mittels qualitativer leitfadengestützter Expert_inneninterviews die Akteur_innen von allen drei oben genannten Ebenen befragt. Die Auswertung der in den Interviews gewonnenen Daten erfolgte durch qualitative Analyse. Abschließend wurden die Zusatzmaßnahmen für die Optimierung der Organisation der frühen Sprachförderung überlegt und vorgeschlagen.
Die im Rahmen der Forschung erhaltenen Ergebnisse helfen einen Einblick in die Problematik zu gewinnen und können als Basis für die weiteren Forschungen oder Projekte in dem Bereich der frühen Sprachförderung dienen
Frauenbewegungen und Geschlechterpolitik im „Ständestaat"
Diese Diplomarbeit untersucht die Debatte um das autoritäre Österreich von 1934 bis 1938 und stellt die Frage, ob es sich um eine faschistische Diktatur gehandelt hat. Diese Arbeit hat außerdem das Ziel, eine kritische Analyse der systematischen Verdrängung von Frauen im „Ständestaat“ aus der Erwerbstätigkeit zu untersuchen.
Im 1. Kapitel kommt es zu einer ideologischen, historischen und staatswissenschaftlichen Einordnung des Dollfuß/Schuschnigg Regimes. Ein wissenschaftlicher Konsens ist noch nicht gegeben. Die Bewertung des „Ständestaates“ scheint bis heute auch eine politisch ideologische.
Das 2. Kapitel beschreibt die Frauendiskriminierung in der Erwerbstätigkeit. Es wird im Speziellen auf das Lehrerinnenzölibat und der Doppelverdienergesetz eingegangen. Die gezielte Platzzuweisung der Frau in die häusliche Sphäre wird dargelegt. Das Regime bediente sich dieser Gesetze, um in der Wirtschaftskrise Frauen aus der Erwerbstätigkeit zu drängen.
Im 3. Kapitel wird die besondere Beziehung von Katholischer Kirche und „Ständestaat“ und die Konstruktion von Geschlecht im christlichen Kontext erläutert. Die Katholische Kirche fungierte als Systemsäule und ideologischer Unterbau des „Ständestaates“. Die Rückkoppelung auf die Ideologie des „Ständestaates“ wird diskutiert. Außerdem werden die Haltungen der Katholischen Frauenorganisationen zum Doppelverdienergesetz beschrieben.
Das 4. Kapitel zeichnet die Emanzipationstheorien des Bund Österreichischer Frauenvereine nach und beschreibt die systematische Verdrängung der erwerbstätigen Frauen durch das Doppelverdienergesetz und Lehrerinnenzölibat. Der Kampf der Funktionärinnen des BÖFV um die weibliche Erwerbstätigkeit durch das Prinzip der Mütterlichkeit wird erklärt.
Das 5. Kapitel versucht die konkreten Auswirkungen des Doppelverdienergesetzes zu erläutern. Aussagen über die ökonomischen Auswirkungen oder die Frauenbeschäftigung zu machen ist aufgrund der Datenlage schwierig. Es handelte sich auf jeden Fall um eine Maßnahme von erheblicher symbolischer Bedeutung für den „Ständestaat“
Die kleinpolnischen Dialekte in regionalen Erzählungen und Liedern aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Vergleich
Der kleinpolnische Dialekt ist einer von sieben Dialekten der polnischen Sprache. Er ist, im Gegensatz zu anderen polnischen Dialekten, in viele unterschiedliche regionale Kulturen und Mundarten unterteilt. Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, die regionalen Mundarten Kleinpolens zu erforschen und sie miteinander zu vergleichen. Analysiert wird anhand von regionalen Erzählungen sowie Volksliedern, die eine ähnliche Thematik haben. Im theoretischen Teil werden die wichtigsten dialektalen Merkmale präsentiert und anhand kurzer Textausschnitte dargelegt. Im praktischen Teil werden drei Erzählungen und zwei Lieder aus sechs verschiedenen Regionen auf dialektale Eigenheiten geprüft und anschließend miteinander verglichen. Dabei soll erforscht werden, inwieweit der kleinpolnische Dialekt in den Texten verankert ist und welche Rolle die Textsorte sowie das Motiv spielen
Conic and quadratic optimization tools for optimization under uncertainty
Der erste Teil beschäftigt sich mit quadratisch beschränkten, quadratischen Optimierungsproblemen (QCQPs) und deren konvexen Reformulierungen. Die ersten beiden Kapitel dienen der Einführung in diese Materie. Bei QCQPs handelt es sich um eine große und ausdrucksstarke Klasse von, im allgemeinen nicht-konvexen, Optimierungsproblemen. Es ist jedoch oft möglich sie zu konvexifizieren indem man die zulässigen Menge der Entscheidungsvariablen in einem höher-dimensionalen Raum einbettet, wobei eine geeignete konvexe Teilmenge in diesen Räumen beschrieben werden muss. Die Kegel der mengenspezifischen komplett-positiven Matrizen (set-completely postive matrices), wie etwa der Kegel der positive semidefiniten Matrizen oder der Kegel der komplett-positiven Matrizen, sind zentrale Zutaten in diesem Unterfangen. Wir präsentieren zwei neue Resultate auf diesem Forschungsfeld. Bei dem Ersten handelt es sich um eine Verallgemeinerung eines bekannten Resultats, das auf Pataki's Rang-Theorem beruht. Es ermöglicht die Reformulierung von homogenen QCQPs die eine bestimmte geometrische Voraussetzung erfüllen. Darauf aufbauend können wir eine Verallgemeinerung des weithin bekannten S-Lemmas herleiten, und erhalten darüber hinaus Einsichten in geometrische Eigenschaften des so genannten gemeinsamen numerischen Wertebereichs, der ein weiteres zentrales Objekt in der Analyse von QCQPs darstellt. Das Zweite Resultat behandelt reduzierte konische Reformulierungen von QCQPs, bei denen, wie bei der traditionellen Herangehensweise, die zulässigen Menge der Entscheidungsvariablen in einem höher-dimensionalen Raum eingebettet wird, dessen Dimension aber niedriger ist als bei bereits bekannten Reformulierungen. Wir diskutieren dieses Resultat im Kontext von Matrixvervollständigungsproblemen und zeigen auf, dass die beiden Gebiete eng zusammenhängen. Tatsächlich erlaubt unser Reformulierungsresultat die Herleitung eines neuartigen Resultats zu Vervollständigung von mengenspezifisch komplett positiven Matrizen. Im zweiten Teil des Buches wenden wir die oben beschriebene Theorie auf Probleme der Stochastischen und Robusten Optimierung an. Als erstes diskutieren wir eine zwei-stufige, stochastische Version des Standard-Quadratischen Optimierungsproblems (StQP). Wir beschäftigen uns mit unteren Schranken basierend auf einem Szenario-Ansatz, bei dem das zugrundeliegende Wahrscheinlichkeitsmaß diskretisiert und unterteilt wird um eine Hierarchie an unteren Schranken zu erstellen. Für jeden der unterschiedlichen Grade der Unterteilung lösen wir die sich ergebenden Subprobleme mit Hilfe der unteren und oberen Schranken die wir aus der reduzierten konischen Reformulierung des entsprechenden QCQPs gewinnen, sowie einer oberen Schranke auf Basis des Infection-Immunization-Dynamics Algorithmus für StQPs. Wir untersuchen die Effektivität dieser Methoden in einer Reihe von numerischen Experimenten. Weiters diskutieren wir eine allgemeine Strategie für die Verwendung von konvexen Reformulierung von QCQPs zum Zwecke der Reformulierung von semi-infiniten Nebenbedingungen mit quadratischer Abhängigkeit vom Index, die in der Robusten Optimierung auftreten. Wir wenden diese Strategie auf verschiedene Probleme der Robusten Optimierung an, wie etwa der Anpassungsfähigen Robust Optimierung (adjustable robust optimization) und der Konvex-Quadratischen Robusten Optimierung. Wir diskutieren darüber hinaus theoretische Aspekte des, für die Anwendung der allgemeinen Strategie kritischen, Problems der vollen, starken Dualität. Inspiriert durch jüngste Entwicklungen in der Literatur untersuchen wir die Anwendung von Anpassungsfähiger Robust Optimierung für die Reformulierung einer bestimmten Klasse von QCQPs. Diese Reformulierung des QCQPs als anpassungsfähiges, robustes Optimierungsproblem ist ihrerseits geeignet für die allgemeine Reformulierungsstrategie, was uns erlaubt untere Schranken für das ursprüngliche QCQP herzuleiten. Wir vergleichen diese Schranken mit anderen Schranken aus der Literatur im Rahmen von numerischen Experimenten. Im Finalen Teil des Buches führen wir ein neues Konzept für die Robuste Optimierung ein, basierend auf der relativ neuen Idee der Optimierung mit endogener Unsicherheit. Dabei wird angenommen, dass die Entscheidungsträger*in Einfluss auf die Art der Unsicherheit nehmen kann, etwa durch Investition in Markt-Forschung oder genauere Maschinen. Dieser Einfluss wird typischerweise über diskrete Entscheidungsvariablen modelliert, die steuern, welche Art von Unsicherheit sich die Entscheidungsträger*in aussetzen will. Diese Konstellation bedingt aber ein neues Phänomen: Jedes der verschiedenen Unsicherheitsregime hat eine andere robuste, optimale Lösung. Doch diese unterschiedlichen Lösungen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Performancegarantie sondern auch hinsichtlich anderer Qualitäten wie etwa der Vorhersehbarkeit der Performance, der möglichen Reue im Nachhinein und der potentiell bestmöglichen Performance. Eine Entscheidungsträger*in die vornehmlich an einer Performancegarantie interessiert ist, möchte diese zusätzlichen Qualitäten vielleicht trotzdem berücksichtigen. Wir beschreiben eine solche Haltung als Unsicherheitspräferenz. Im letzten Kapitel des Buches führen wir die entsprechenden mathematischen Modelle ein und diskutieren mögliche Lösungsmethoden. Wir wenden dieses Konzept auf das Problem des Kürzesten Pfads mit endogener Unsicherheit an und zeigen, dass man das resultierende Problem mit Standardmethoden der diskreten, konischen Optimierung lösen kann und dass die Ergebnisse dazu geeignet sind bei der Entscheidungsfindung zu assistieren.The first part is concerned with the quadratically constrained quadratic optimization problems (QCQPs) and their convex reformulations. We give an introduction to this topic in the first two sections of that part of the book. QCQPs form a large and versatile class of optimization problems which are in general nonconvex. However one can obtain exact convexifications by lifting the space of variables and restricting them to an appropriately structured convex set. The cones of set-completely positive matrices (for example the cone of positive semidefinite matrices, or the completely positive matrix cone) are a central ingredient for the characterizations of these lifted convex sets. We present two new results on this topic. The first one is a generalization of a known result that is based on Pataki's rank theorem. It allows us to reformulate homogeneous QCQPs that fulfill a certain geometric condition. Based on that, we can derive a generalized version of the well known S-lemma and infer some geometric properties of the so called joint numerical range, which is another central object in the study of QCQPs. The second result is about reduced conic reformulations of QCQPs, where we proof the exactness of a reformulation that involves a lifting of the variables into a smaller space compared to traditional approaches. We contextualize this result in the theory of matrix completion and show that these to fields have mutual implications. In fact, our exactness result implies a new result in set-completely positive matrix completion. In the second part of the book, we apply quadratic optimization theory to stochastic and robust optimization problems. We start out by considering a two-stage stochastic version of the well known standard quadratic optimization problem. We consider lower bounds based on a scenario approach where the probability measures is discretized and dissected in order to obtain a chain of lower bounds. For each level of the dissection one has to solve a number of quadratic optimization problems for which we provide lower bounds based on the reduced conic reformulation mentioned above and upper bounds based on the infection-immunization-dynamics algorithm for standard quadratic optimization problems. We investigate the efficacy of these methods in an array of numerical experiments. We also discuss a general strategy of using convex reformulations of QCQPs in order to obtain finite reformulations of the semi-infinite constraints present in robust optimization for the case where the left-hand side depends quadratically on the index. We apply this general strategy to various instances of robust optimization such as adjustable robust optimization and convex-quadratic robust optimization. We also investigate some theoretical aspects of the problem associated with dual attainability of the QCQP reformulations when applying the general strategy. Following a recent development in literature, we also show that adjustable robust optimization theory also can be used to obtain an adjustable robust reformulation of a certain class of QCQPs. This reformulation is in turn amendable to the general strategy so that we can obtain a lower bound for the original problem. We compare this lower bound to alternative approaches in a set of numerical experiments. The final part of the book is concerned with a new concept of robust optimization based on the recently introduced setting of endogenously uncertain optimization. In this setting the decision maker may influence parts of the uncertainty that she is facing, for example by investing in market research. This influence is typically modeled as a discrete decision on the uncertainty regime under which the decision maker wishes to operate. However, this situation gives rise to a new phenomenon: Each of the different uncertainty regimes has its own robustly optimal solutions. But these solutions may not only vary with respect to their worst case performance but, due to the different structures of the uncertainty in each individual regime, may also exhibit different qualities with respect to best case performance, regret and predictability. A decision maker who wishes to have a performance guarantee, i.e. wants to select one of the robustly optimal solutions, may still want to take these characteristics into account as additional decision criteria. We conceptualize such a desire as uncertainty preference. In the final chapter of the book we introduce the respective mathematical model and discuss solution methods and modeling capabilities. We also apply this new framework to the endogenously uncertain shortest path problem and provide some numerical experiments that show that we can solve this problem using mixed integer conic optimization techniques and that the obtained solutions have a meaningful impact on the decision making process
How are you feeling?
Ziele: Der Hauptzweck der Studie bestand darin, zu untersuchen, wie die Erfahrung von Empathie in der computervermittelten Kommunikation (CVK) verbessert werden kann - die Art der Kommunikation, die Menschen heutzutage also immer häufiger nutzen. Die Hypothese ist, dass dies durch Hinzufügen zusätzlicher interaktiver emotionaler Signale in Audiokonversationen erreicht werden kann. Das zusätzliche Ziel bestand darin, die Plausibilität der neuen Methode der Emotionsforschung zu testen und im Erfolgsfall mit der neuen “Affective Picture”-Datenbank einen Beitrag zur Forschungsgemeinschaft zu leisten.
Methoden: Um die Hypothese zu testen, wurde eine spezielle App entwickelt. Diese stellte emotionale Zustände durch Wetterbilder dar, die entsprechend auf einer Valenz-Erregungs-Skala (v-a) eingeordnet waren. Diese Emotionskarte der VA-Skala basiert auf einer vorläufigen Umfrage (n = 317). In einem Zwei-Gruppen-Design-Experiment wurde die empathische Erfahrung der Gruppe, die interaktive emotionale Hinweise (Wetterbilder) austauschte, mit der Kontrollgruppe ohne zusätzliches interaktives Signal verglichen. Der Vergleich wurde anhand von den Parametern emotionale Nähe (getestete Methode: Abstand zwischen den Koordinatenpunkten der Teilnehmer vor und nach dem Gespräch) und subjektive Erfahrung von Verbundenheit, Komfort und gegenseitigem Verständnis der Emotionen (begleitende Methoden: Likert-Skala Umfrage und gemeinsame Reflexion) durchgeführt.
Ergebnisse: Der Vergleich der emotionalen Nähe zeigte eine signifikant größere Änderung der Distanz nach dem Gespräch in der Gruppe mit interaktiven Hinweisen (p = 0,03). Dies geschah jedoch aufgrund einer erheblich größeren Entfernung zu Beginn, weshalb die Replikation mit größerer Stichprobe erforderlich ist, um das Rauschen zu beseitigen. Die Analyse der „Stimmungspfade“ (Pfadrichtungen der emotionalen Zustände der Teilnehmer von Anfang bis Ende) deutete auf verschiedene Verhaltensstrategien hin. Die visuelle Übersicht zeigte ein gewisses Reaktionsverhalten an, das durch die Zusammenfassung von Statistiken ersetzt wurde. Daher sollte dieser Ansatz weiter untersucht werden. Darüber hinaus wurde ein signifikanter Unterschied im Verhalten der Partner in Abhängigkeit vom anfänglichen emotionalen Zustand festgestellt: Personen mit negativer Valenz neigen dazu, ihre Werte stärker zu erhöhen als ihre positiv gestimmten Partner, ihre zu verringern. Diese Einsicht kann nützlich sein, um empathische Interaktionen im Allgemeinen zu untersuchen, nicht nur bei CVK. Der Vergleich der numerischen Daten (emotionaler Zustand ausgedrückt durch Koordinatenpunkte) mit den qualitativen Beobachtungen (Selbstbericht über emotionalen Zustand durch Teilnehmer) bestätigte die angewandte Forschungsmethode. Diese Ergebnisse bewiesen die Plausibilität der Methode und der “Affective Picture”-Datenbank für die Verwendung in der Emotionsforschung.
Schlussfolgerung: Neben dem Beitrag zu, der oft digital reduzierten empathischen Erfahrung kann, diese Forschung ein allgemeines Verständnis von Emotionen und Empathie fördern. Weitere Studien sind erforderlich, um den Einfluss interaktiver emotionaler Signale auf das empathische Erleben zu untersuchen. Dennoch können die Forschungsergebnisse als starke Grundlage für die zukünftige Forschung in diesen Bereichen dienen.Objectives: The study’s primary purpose was to research how to enhance the empathic experience in computer-mediated communication (CMC) - the channel people tend to use more often these days. According to the hypothesis, it can be achieved by adding extra interactive emotional cues in audio conversation. The additional goals were to test the plausibility of the new method of emotion research and, in case of success, to contribute to the research community with the new Affective Picture database.
Methods: To test the hypothesis, a special app was developed. It represented emotional states by weather pictures situated on a valence-arousal (v-a) scale. This v-a scale – Emotional map – is based on a preliminary conducted survey (n=317). In a two-group design experiment, empathic experience of the group that exchanged interactive emotional cues (weather images) was compared with the control group without extra interactive signal. The comparison was made on parameters: emotional closeness (tested method: the distance between the participants’ points of coordinates before and after conversation), and subjective experience of connectedness, comfort, and understanding each other’s emotions (accompanying methods: Likert-scale survey and joint reflection).
Results: The comparison of emotional closeness showed a significantly greater change of distance after the conversation in the group with interactive cues (p = .03). However, it happened due to a significantly bigger distance in the beginning, hence, the replication with larger sample size is required to eliminate the noise. Yet, analysis of “mood paths” (participants' path directions from the start to the end) showed several different behavior strategies. Visual overview indicated some responsive behavior supplanted by summarizing statistics, hence this approach is worth to be investigated further. Additionally, a significant difference was found in partners’ behavior depending on one’s initial emotional state: bad mood agents tend to increase their valence level more than their positive partners tend to decrease theirs. This finding may be useful for studying empathic interactions in general, not only in CMC. Comparison of the numeric data (emotional state expressed by points of coordinates) with the qualitative observations (participants' self-reported emotional state) validated the applied research method. These results proved the plausibility of the method and Affective Picture database for use in emotional research.
Conclusion: Besides contributing to digital empathic experience - oftentimes impoverished - this research may benefit a general understanding of emotions and empathy. Further studies are required to examine the influence of interactive emotional cues on empathic experience. Still, the main research findings can serve as a strong base for future research in these fields
On the synthesis of potentially bioactive, chiral aminophosphonic acids
Während dieser Arbeit wurden zwei Hauptthemen bearbeitet. Diese Masterarbeit befasst sich mit der Synthese einer Reihe von isotopenmarkierten Phosphonsäureverbindungen, die für mechanistische Studien von großem Interesse sind, sowie mit der Synthese chiraler α-Aminophosphonsäuren für zukünftige medizinische Anwendungen.
Kürzlich wurde ein neuer oxidativer Abbauweg für das natürlich vorkommende trimethylierte Analogon zu 2-AEP entdeckt. Dieser Weg, der aus den Enzymen TmpA und TmpB besteht, wird derzeit untersucht. Zur weiteren Aufklärung des Mechanismus von TmpB, wurden seine Substrat, das auf natürliche Weise von TmpA hergestellt wird, (R)-[1-Hydroxy-2-( trimethylammonio)ethyl]phosphonsäure [(R)-58] und seine isotopenmarkierten Analoga (R)-1-[2H]-58 und (R)-1-[13C]-1-[2H]-58 erfolgreich in sechs Syntheseschritten synthetisiert, welche jetzt von unseren Kooperationspartnern für mechanistische Studien verwendet werden können. Die ersten Schritte dieses Synthesewegs waren bereits für die nicht markierte und einfach deuterierte Verbindung bekannt. Sie bedurften daher nur geringfügiger Anpassungen. Der letzte Reaktionsschritt und die Reinigung der Endprodukte wurden gänzlich während der Arbeit für diese Masterarbeit entwickelt.
Der zweite Teil dieser Arbeit befasst sich mit der Synthese der Phosphonsäureanaloga zu den 21 proteinogenen Aminocarbonsäuren, die aufgrund ihrer vorteilhaften, enzymhemmenden Eigenschaften von hohem wissenschaftlichem Interesse sind. Diese Verbindungen haben die Fähigkeit, enzymatische Übergangszustände effektiv nachzuahmen. Enantiomerenreines Phosphaalanin [(R)-20] und Phosphaisoleucin [(1R,2S)-59] wurden unter Verwendung einer neu entwickelten Synthesemethode hergestellt, die für jede Verbindung nur geringfügig angepasst wurde. Dieses Verfahren beinhaltet eine Arbuzov-Reaktion, eine katalytische asymmetrische Transferhydrierung, eine Mitusnobu-Reaktion, eine reduktive Hydrierung und eine globale Entschützung als Schlüsselschritte. Mit dieser Methode wurde auch das azidische Zwischenprodukt (R)-82, welches zur Synthese von (R)-88 und später Phosphaarginin [(R)-61] verwendet werden kann, erfolgreich synthetisiert. Alle folgenden Transformationen, um schließlich Phosphaarginin zu erhalten, sind Literaturbekannt. Des Weiteren wurden zwei schwefelhaltige Aminocarbonsäureanaloga, Phosphamethionin [(R)-60] und Phosphaisocystein [(R)-62], in ihrer geschützten Form [(S)-92 and (S)-93] hergestellt.
(R)-20 wurde mit einer Gesamtausbeute von 42% und einem ee von über 98% in 5 Reaktionsschritten synthetisiert. (1R,2S)-59 konnte über 6 Stufen mit einem ee von über 97% und einer Gesamtausbeute von 68% erhalten werden. Ausgehend von 103 wurde das Azid (R)-88 mit einer Gesamtausbeute von 29% und einem ee von über 97% in 5 Reaktionsschritten erhalten. (S)-92 wurde mit einem ee von über 99% und einer Ausbeute von 38% über zwei Schritte ausgehend von (S)-83 synthetisiert. Über 6 Stufen konnten (S)-93 mit einer Gesamtausbeute von 46% und einem ee von über 98% erhalten werden.During this work two main topics were worked on. This master thesis deals with the synthesis of a set of isotopically-labeled phosphonic acid compounds, which are of great interest for mechanistic studies as well as with the synthesis of chiral α-aminophosphonic acids for future medicinal applications.
Recently, a new oxidative cleavage route for the natural occurring trimethylated analog to 2-AEP was discovered. This pathway, which consists of the enzymes TmpA and TmpB, is currently under investigation. To further elucidate the mechanism of TmpB, its substrate, which is naturally produced by TmpA, (R)-[1-hydroxy-2-(trimethylammonio)ethyl]phosphonic acid [(R)- 58] and its isotopically labeled analogs (R)-1-[2H]-58 and (R)-1-[13C]-1-[2H]-58 were successfully synthesized in six synthetic steps and can now be used for mechanistic studies by our collaborators. The first steps of this synthetic pathway were already known for the non-labeled and singly deuterated compound. Thus, they only needed slight adaptions. The last reaction step and purification of the final products was developed only during the work for this thesis.
The second part of this thesis deals with the synthesis of the phosphonic acid analogs to the 21 proteinogenic aminocarboxylic acids, which are of high scientific interest due to their favorable enzyme-inhibitory properties. These compounds have the ability to effectively mimic enzymatic transition states. Enantiopure phosphaalanine [(R)-20] and phosphaisoleucine [(1R,2S)-59] were synthesized using a newly designed synthetic method, which was only slightly adapted for each compound. This procedure involves an Arbuzov reaction, a catalytic asymmetric transfer hydrogenation, a Mitusnobu reaction, a reductive hydrogenation and final global deprotection as key steps. Using this method, the azide intermediate (R)-82 which can be used for the synthesis of (R)-88 and finally phosphaarginine [(R)-61] was also successfully synthesized. All following transformations to finally yield phosphaarginine are literature known. Furthermore, two sulfur-containing amino-carboxylic acid analogs, phosphamethionine [(R)-60] and phosphaisocysteine [(R)-62], were synthesized in their protected form [(S)-92 and (S)-93].
(R)-20 was synthesized with an overall yield of 42% and an ee of over 98% in 5 reaction steps. (1R,2S)-59 could be obtained over 6 steps with an ee of over 97% and an overall yield of 68%. Starting from 103 the azide (R)-88 was obtained with an overall yield of 29% and an ee of over 97% in 5 reaction steps. (S)-92 was synthesized with an ee of over 99% and a yield of 38% over two steps, starting from (S)-83. Over 6 steps (S)-93 could be obtained with an overall yield of 46% and an ee of over 98%
UNHCR from 1950 to 1970
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (engl. UNHCR), auf die Schaffung und Entwicklung des weltweit anerkannten Begriffs des internationalen Flüchtlingsschutzes. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die ersten zwei Jahrzehnte des Bestehens der Organisation, von 1950 bis 1970, da dies der Zeitraum ist in dem die wichtigsten Ideen und Instrumente des bis heute gültigen Schutzsystems für Geflüchtete geschaffen wurden. Als Vorreiter im internationalen Schutz von Geflüchteten setzt der UNHCR die wichtigsten Standards und Richtlinien zur Regelung von Fragen zu Schutzsuchenden. Folglich ist die Wirksamkeit dieser Organisation oft Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Diese Arbeit verfolgt einen breiteren Ansatz in dem nicht nur die Wirksamkeit des UNHCR bei der Hilfe für Geflüchtete untersucht wird, sondern auch der Begriff des internationalen Flüchtlingsschutzes, den es geschaffen und geformt hat. Der Fokus der Forschung liegt nicht auf den Aktionen des UNHCR, d.h. seinen Projekten und Programmen, sondern auf seinen Ideen und seinem Arbeitssystem. Die Analyse zeigt Diskrepanzen zwischen dem vom UNHCR geschaffenen Flüchtlingsbegriff (wer ist ein Geflüchete*r; was sind die korrekten Hilfsmaßnahmen), und den oft übersehenen Kategorien von Menschen, die gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, sowie vernachlässigten Problemen, mit denen Geflüchtete regelmäßig konfrontiert sind. Aus diesem Grund hat die Untersuchung einen nach innen gerichteten Charakter, basierend auf der Selbstdarstellung des UNHCR in seinen Jahresberichten und in offiziellen UN-Dokumenten und Konventionen. Die Schlussfolgerung dieser Arbeit ist, dass der UNHCR den Begriff des internationalen Flüchtlingsschutzes nicht nur durch seine Handlungen eingrenzt, sondern auch durch seine Entscheidungsprozesse, die verwendete Terminologie, die selektive und partielle Anerkennung von Problemen Geflüchteter und die ungleiche und nicht standardisierte Anwendung seiner Prinzipien weltweit.This thesis explores the impact of the United Nations High Commissioner for Refugees with regard to the creation and development of the globally accepted notion of international refugee protection. The research is focused on the first two decades of the organization's existence, from 1950 to 1970; the period when the main ideas and instruments of the refugee protection system were created and which still remain valid today. As a leader in international refugee protection, the UNHCR is setting the main standards and guidelines in solving refugee issues. Consequentially, the efficiency of this organization is often the subject of scholarly debate. This thesis is taking a wider approach to the issue. It is not only researching how efficient the UNHCR is in helping refugees, but what kind of notion of international refugee protection it has created. The focus of the research is not on the actions of the UNHCR, i.e. its projects and programmes, but on its ideas and system of work. The thesis’ analysis draws attention to discrepancies between the created notion of who actually are refugees and what are the right ways to help them on the one hand, and the often overlooked categories of people forced to flee their homes and the neglected issues which the refugees face regularly on the other. For that reason, the research is of an introspective character, based on the self-representation of the UNHCR shown in the annual reports and official UN documents and conventions. This thesis concludes that the UNHCR is narrowing the notion of proper international refugee protection not only through its actions but also with its system of decision making, terminology used, selective and partial recognition of refugee issues and with unequal and unstandardized usage of its principles on a worldwide scale
Aspekte der Massenmobilisierung in den 1950er Jahren
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung des Automobils mit besonderer Betrachtung des Zeitraumes 1938 bis Ende der 1950er Jahre. Um den Stellenwert des Automobils bewusst zu machen, werden wesentliche Aspekte, die den Aufschwung des Fahrzeugs Auto begünstigen, berücksichtigt und mit der (individuellen) Bedeutung in dieser Zeit verbunden. Da in diesem Zeitraum eine enorme Entwicklung des Individualverkehrs hin zur Massenmobilisierung zu verzeichnen ist, ist der Klärung dieser beiden Begrifflichkeiten ein eigenes Kapitel gewidmet. Neben den theoretischen Erläuterungen werden in einem weiteren Schritt sieben ausgewählte autobiographische Texte mittels des Verfahrens des Close Readings analysiert. Dabei stehen die drei Untersuchungskategorien – 1. Bedeutung des Automobils aus individueller Sicht , 2. Einfluss des Automobils auf das Alltagsleben und 3. Nutzungsverhalten aus geschlechterspezifischer Sicht – an vorderster Stelle. Bei der Darstellung der empirischen Ergebnisse wird der Versuch unternommen, Grundlegungen aus der Forschungsliteratur mit
den Selbstzeugnissen in Verbindung zu bringen. Anhand dieser Ausführungen in dieser Diplomarbeit wird einerseits die stetige (Weiter-)Entwicklung des Automobils und andererseits die zunehmende (individuelle) Bedeutung des Vehikels belegt
Von der Verdinglichung zur Vermenschlichung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vielschichtigkeit von Mensch-Tier-Beziehungen in der römischen Antike anhand einiger signifikanter Textpassagen. Die Zeitspanne der behandelten Schriftzeugnisse – aufgeteilt in Dichtung und Prosa – erstreckt sich mit wenigen Ausnahmen von der späten Republik bis in die späte römische Kaiserzeit im dritten nachchristlichen Jahrhundert. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der Mensch-Tier-Beziehungen im Vergleich von damals zu heute herausgefiltert. Zentrale Bereiche für diese Analyse sind die Darstellung des Nutzenaspekts von Tieren, Aspekte der Hierarchie, (menschlicher) Über- und (tierischer) Unterlegenheit und die Frage, ob wahre Freundschaft zwischen Mensch und Tier möglich ist. Diese Überlegungen münden schließlich in eine breitere Reflexion über die historischen Anfänge der vegetarischen Lebensweise, der dieser zugrunde liegenden philosophischen Weltauffassungen und letztlich deren Implikationen für die Beziehung zwischen Mensch und Tier.Drawing on a multitude of significant texts of Latin literature, the study at hand investigates the complexities of human-animal relations in Roman Antiquity. With few exceptions, the analyzed source texts – structured in poetry and prose – range from the late Roman Republican Era to the late Roman Empire in the 3rd century AD. In doing so, commonalities and differences of the human-animal relations back then and today are highlighted. Central dimensions of this investigation concern the representation of usefulness of animals, hierarchies, (human) superiority and (animal) inferiority, and the question whether true friendship between humans and animals is possible. These considerations are followed up by an examination of the historical origins of the vegetarian lifestyle, its underlying philosophical worldviews and, finally, its implications for the relationship between human and animal