39929 research outputs found
Sort by
Shadow education and inequality
In den letzten Jahren haben Forscher eine globale Expansion der sogenannten “Shadow Education” festgestellt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei besonders Südkorea und Japan, da sich diese Länder durch eine durchgängige Praxis supplementärer Lernangebote auszeichnen, die stark an das staatliche Bildungssystem gebunden sind. Shadow Education hat positive und negative Auswirkungen auf die Entwicklung sozialen Kapitals. Es bietet zusätzliche Lernchancen, unterstützt Selbstverwirklichung und fördert lebenslanges Lernen. Auf der anderen Seite wird “Shadow Schooling” oft als unverzichtbarer Bestandteil schulischen Erfolgs gesehen. In diesem Zusammenhang stehen Fragen nach Chancengleichheit und dem Wohlbefinden der Lernenden, da Shadow Education durch hohe Teilnahmegebühren Familien mit geringem Einkommen einen Nachteil verschafft und es dafür verantwortlich gemacht wird, das Problem einer “Prüfungshölle” zu befeuern.
Durch Anwendung eines “Context-Content-Process” Frameworks werden in dieser Arbeit kontextuelle Schlüsselaspekte von “Shadow Education” Systemen in Südkorea und Japan präsentiert und deren wirtschaftliche, soziale und schulische Auswirkungen besprochen. Koreanische und japanische Shadow Education und damit zusammenhängende politische Steuerprozesse werden vergleichend analysiert. Die Analyse hat einen signifikanten Unterschied in der Regulierung von außerschulischen supplementären Lernangebote in beiden Ländern aufgezeigt. Die Arbeit liefert Antworten auf die Frage warum “Shadow Schooling” existiert und gibt Anhaltspunkte, was im staatlichen Bildungssystem getan werden kann, um die unerwünschten Effekte von “Shadow Education” zu vermindern.Over the last decades, scholars have been reporting a global expansion of so-called shadow education system. The cases of South Korea and Japan have been at the spotlight of attention due to pervasiveness of supplementary tutoring practices and their strong ties to the mainstream education system. Shadow education has positive and negative implications for the development of social capital. It provides extra learning opportunities, supports self-realization and stimulates lifelong learning. However, shadow schooling is often viewed to be an indispensable component of educational success. It is increasingly connected to the issues of educational equality and students’ wellbeing since it puts low-income families to disadvantage due to high costs of participation and is blamed for fueling up an “examination hell” problem.
By applying a “Context-Content-Process” framework, this paper presents key contextual aspects of shadow education systems in South Korea and Japan and discusses its economic, social and educational implications. It further provides a comparative analysis of Korean and Japanese shadow education systems and discusses respective policy responses. The result of the analysis showed a significant difference between the regulations of supplementary education practices in both countries. The paper sheds light on the reason why shadow schooling exists and gives an insight into what can be done in the mainstream education system to mitigate its undesirable outcomes
Comparative study on consent in the General Data Protection Regulation and the Federal Law on Personal Data of the Russian Federation
In dieser Masterarbeit wird das Instrument der Einwilligung in die Verarbeitung persönlicher Daten untersucht und verglichen. Verglichen wird einerseits die Definition und die praktische Anwendung der Einwilligung im Föderalen Gesetz der Russischen Föderation vom 27. Juni 2006 Nr. 152-FZ „Über Persönliche Daten“ einerseits und in der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union andererseits. Das Ziel dieser Arbeit ist es, festzustellen, ob es für ein international tätiges Unternehmen, das beiden Gesetzen unterworfen ist, möglich ist, eine Einwilligungsstrategie auszuarbeiten und zu betreiben, die dem russischen Datenschutzgesetz sowie der DSG-VO standhält und ob eine solche Lösung in der Praxis wünschenswert ist.
Um die obige Frage zu beantworten, stellte ich einen Vergleich zwischen den einzelnen Elementen der Einwilligungsdefinition der beiden Gesetze an, sowie untersuchte wie die Einwilligung in bestimmten Situationen verwendet wird. Letzteres behandelt Themen wie die Bearbeitung persönlicher Daten Minderjähriger, Einwilligung im Arbeitsverhältnis, Bearbeitung öffentlich zugänglicher Daten und automatisierte Entscheidungsfindung. Diese Masterarbeit verwendet Elemente der funktionellen Rechtsvergleichsmethode, sowie der Methode Law-in-Context. Diese vergleichende Rechtsanalyse berücksichtigt den Wortlaut des Gesetzes, die Rechtslehre, die einschlägige Rechtsprechung, sowie die unternehmerische Realität.
Der Rechtsvergleich hat erhebliche Unterschiede zwischen der Europäischen Union und der Russischen Föderation offenbart, was die Interpretation des Konzeptes der Einwilligung sowie die praktische Anwendung dieses Instrumentes angeht. Aufgrund dieser Differenzen ist es keine wünschenswerte Lösung eine international anwendbare Einwilligungsstrategie zu betreiben, um den Vorgaben beider Gesetze gerecht zu werden. Zum Abschluss werden die wichtigsten Punkte des Instrumentes der Einwilligung im Russischen Datenschutzgesetz sowie der DSG-VO zusammengefasst. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der unternehmerischen Praxis gewidmet.This paper analyses and compares the instrument of consent with regards to the use of personal data on one side, as defined by the Federal law of 27 June 2006 N 152-FZ “On personal data” of the Russian Federation (Personal Data Law), and the European Union’s General Data Protection Regulation (GDPR) on the other. The aim of this thesis is to determine whether it is feasible and practically desirable for companies to develop one data protection policy on consent that can comply with both laws simultaneously.
To answer the question above, I compared the notion of consent in both jurisdictions by looking at the relevant elements, as well as the use of consent in specific circumstances. Examples include the consent provisions for children, data processing in the workplace, publicly available data and automated decision making. This master thesis uses elements of both the functional and law-in-context methods of comparative law. The comparison considers the wording of the laws, legal doctrine, case law, and business reality.
The comparison revealed that due to significant differences between the Russian Federation and the European Union in the understanding and practical application within the instrument of consent, it is not a desirable solution to introduce one internationally applicable consent policy for companies who are subject to both laws. Finally, the thesis summarises the key points within the instrument of consent in both jurisdictions, paying specific attention to the similarities and differences regarding the use of consent in practice
A pathway to enhancing ELT coursebook development
Schulbücher sind zentraler Bestandteil des Englischunterrichts und spielen somit eine wichtige Rolle im Fremdsprachenerwerb. Einige Studien haben die Entwicklung, Evaluierung und Adaptierung von internationalen Schulbuchreihen für den Englischunterricht untersucht. Bislang gibt es aber nur sehr wenige empirische Studien darüber, wie der Entstehungsprozess von nationalen Schulbüchern aussieht und wie verschiedene Interessensgruppen am Entwicklungsprozess zusammenarbeiten. Lehrkräfte sind häufig unzufrieden mit den Schulbüchern. Das hat nicht selten damit zu tun, dass sich ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht ausreichend in den Schulbüchern widerspiegeln und dass viele der Meinung sind, dass Schulbücher häufig von Theoretikern entwickelt werden, die wenig Erfahrung mit der tatsächlichen Schulrealität haben. Um einen tieferen Einblick in das Thema Materialproduktion, Materialauswahl, Materialevaluierung, Materialadaptierung und die Zusammenarbeit zwischen den an der Materialentwicklung und -verwendung beteiligten Akteuren zu erhalten, wurde ein fünfköpfiges Autorenteam eines österreichischen Englischlehrwerks für die Sekundarstufe II, sowie sechs Lehrer*innen, die dieses Lehrwerk in ihrem Unterricht verwenden, befragt. Die Daten wurden mittels leitfadengestützter Interviews gesammelt. Insgesamt wurden acht Stunden und 15 Minuten an Interviewdaten mittels qualitativer Inhaltsanalyse mit Unterstützung der Software MAXQDA analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass die befragten Lehrer*innen mit dem Lehrwerk weitgehend zufrieden sind. Es scheint als ob diese hohe Zufriedenheit damit zusammenhängt, dass sich die Bedürfnisse und Wünsche der Lehrer*innen weitgehend mit den Richtlinien und den Gestaltungsprinzipien der Autor*innen decken. Weiters könnte die gelungene Zusammensetzung des Autorenteams, das über viel Lehrerfahrung und fachdidaktische Kompetenz verfügt, zu dem Erfolg beigetragen haben. Darüber hinaus legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass die Mehrheit der Autor*innen und Lehrer*innen einer verstärkten Zusammenarbeit und der Ausweitung von Evaluierung- und Feedbackprozessen sehr positiv gegenüberstehen. Knappe Fristen und begrenzte zeitliche Ressourcen scheinen jedoch eine praktische Umsetzung unmöglich zu machen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass eine Veränderung der externen Rahmenbedingungen seitens der Verlage, Forschungsinstitute und Schulen, sowie ein verstärkter Fokus auf die Erstellung, Evaluierung und Adaptierung von Lehr- und Lernmaterialien in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Schulbuchautor*innen und Lehrkräften begünstigen würden und somit die Qualität von Englischlehrbüchern verbessert werden könnte.It is widely acknowledged that coursebooks play a central role in the ELT classroom. A number of studies have examined the development of materials for global coursebooks; however, there have been few empirical investigations into how writers actually go about writing local coursebooks and into how various stakeholders collaborate in the development process of local coursebooks. Teachers are frequently dissatisfied and frustrated with the coursebooks they use. A widely held view among teachers is that their needs and wants are not being adequately met and that coursebooks are frequently developed by theorists with little knowledge of everyday teaching practice. To gain a deeper insight into the topic of materials production, materials selection, materials evaluation, materials adaptation and collaboration between stakeholders involved in materials development, data was collected from five materials writers and six teachers. The instruments for data collection were two different sets of semi-structured interviews. A total of eight hours and 15 minutes of interview data was analysed by means of qualitative content analysis using MAXQDA. The data shows a high level of teacher satisfaction with the Austrian coursebook. It seems that this is linked to a strong convergence of teacher needs, guidelines and design principles shaping the coursebook development process. Moreover, the materials writing team has extensive teaching experience and methodological competencies. Furthermore, the findings of the study undertaken suggest that the majority of both materials writers and teachers have a positive attitude towards strengthening collaboration and extending evaluation and feedback processes. However, tight deadlines and time restraints seem to make this impossible to implement in practice. The outcome implies that a change in the external frameworks on the part of publishers, research institutes and schools, as well as the expansion of teacher education of future and practicing teachers in materials development can enhance the collaboration between research, materials writers and teachers and thus the quality of ELT coursebooks
Die neue Digital-RL (RL 2019/770/EU): Strategie für einen digitalen Binnenmarkt, Harmonisierung des EU-Vertragsrecht oder Stärkung des Verbraucherschutzes?
Die Entwicklungen im Bereich des grenzüberschreitenden elektronischen Handels in der EU einer-seits sowie das Streben nach einem hohen Verbraucherschutzniveau andererseits machen die Be-reitung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen zu einem äußerst aktuellen und spannenden Forschungsgebiet. Zweifellos stellt die Digitalisierung das Gewährleistungsrecht vor neue Herausforderungen. Die Richtlinie 2019/770/EU sitzt sich das Ziel, erstmals auf Unionsebene einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für Verträge über die Bereitstellung digitaler Leistung zu erreichen, um das EU-Gewährleistungsrecht fit für die Zukunft zu machen und das bestehende Verbraucher-schutzniveau zu verbessern. Sie enthalt teils vollharmonisierenden Vorgaben, teils wird allerdings lediglich ein Mindeststandard vorgegeben, da den Mitgliedstaaten noch Freiräume gelassen werden. Die Mitgliedstaaten haben bis zum 1.7.2021 die erforderlichen Rechts-und Verwaltungsvorschriften anzulassen. Die Umsetzungsvorschriften wenden dann ab dem 1.1.2022 an.
Im Zentrum des Forschungsvorhabens dieser Master-Arbeit steht sowohl eine Übersicht des An-wendungsbereichs und der einschlägigen Bestimmungen der Richtlinie als auch eine Gegenüberstel-lung der bisherigen Regelung. Die zentralen Fragestellungen bewegen sich insbesondere im Bereich der Harmonisierung des EU-Vertragsrechts und der Stärkung des Verbraucherschutzes. Zunächst wird die Bewertung der rechtlichen Herausforderungen zur Umsetzung der Richtlinie in Italien, Öster-reich und Vereinigtes Königreich herausgearbeitet. Im Zusammenhang wird es überlegt, ob die Pläne zur Umsetzung der Richtlinie angesichts der Notlage wegen der Verbreitung von COVID-19 ausge-wirkt werden.The developments of cross-border e-commerce in the EU on one side and the pursuit of a high level of consumer protection on the other side make the supply of digital content and digital services an extremely topical and exciting field of research. There is no doubt that digitalization poses new chal-lenges for consumer protection law. The aim of Directive 2019/770 / EU is to achieve for the first time a uniform legal framework for contracts for the supply of digital service at EU level, so to make EU protection law fit for the future and improve the existing level of consumer protection. Although the Directive mainly contains fully harmonized requirements, in part is however only a minimum standard specified, as Member States are still given freedom to decide how certain rules should be implemented in national law. Member States must enact the necessary legal and administrative regulations by July 1, 2021. The implementation regulations will then apply from 1.1.2022.
The research of this Master-Thesis aims to provide both an overview of the area of application and the relevant provisions of the Directive as well as a comparison of the previous regulations. The cen-tral questions focus on harmonizing EU contract law and strengthening consumer protection. In addi-tion, legal challenges to the implementation of the directive in Italy, Austria and the United Kingdom are described. Finally, consideration is given to whether the plans for the implementation of the Di-rective may be impacted in view of the emergency caused by the spread of COVID-19
Homology modelling of the Taurine transporter
Die essenzielle Rolle des Taurin Transporter besteht darin, die Säure zur jeweiligen Stelle zu befördern. Das Ziel dieser Dissertation ist es daher, anhand von Homology Modelling und Ligand Docking Kenntnisse über die Interaktionsmechanismen des Taurins mit seinem Transporter zu erlangen. Eine intensive Analyse unternommen, welche die Definition der transmembranen Domänen in Verbindung mit den umschlossenen Helices, anstrebte. Um einen Zusammenhang herstellen zu können, wurden hierfür sowohl Theorie als auch Resultate basierend auf Vorhersagetools und Sequenzalignments miteinander verknüpft. Das Template wurde schlussendlich nicht nur auf Basis verschiedener Sequenzalignments der gebotenen Kristallstrukturen der SLC Anhänger, sondern auch auf Basis der Protein-Data-Bank codes für Leucine-Transporter, Sodium-dependent-dopamin-Transporter und des humarn-Serotonin-Transporter, selektiert. Letzteres wurde für das weitere Modelling herangezogen, da hier eine sehr hohe Sequenzidentität festgestellt werden konnte. Die MODELLER Software wurde für die Erstellung der 3D Modelle eingesetzt, während die Untersuchung von Ramachandran-Plots mithilfe von Molecular-Operating-Environment die letzte Selektion gewährleistete. Der Validierungsprozess charakterisiert sich durch eine Analyse elektrostatischer Potenziale und transmembraner Helices und ihren polaren Aminosäureresten. Im Zuge einer Dockingstudie wurden schlussendlich aktive Liganden an das erstellte 3D Modell gedockt. Schlussendlich wurden daraus hervorgegangen Posen in Gruppen geclustert- ein Prozess, welcher erlaubt, elementare Schlüsse über Bindungsposen und Aminosäuren, welche im Bindungsmechanismus involviert sind, zu ziehen. Unglücklicherweise konnte kein deutliches Bild gewonnen werden, welches erlaubt, die Leistungsunterschiede der angedockten Liganden mit ihren Andockwerten in Zusammenhang zu bringen.In this context, the essential role of the taurine transporter is marked by the transport of the acid to the respective location. The aim of this thesis was to gain insights into the underlying mechanisms of the interaction of taurine with its transporter by means of protein homology modelling and ligand docking. An intensive analysis was carried out to explore the definition of the transmembrane domains in conjunction with the enclosed helices. To establish a connection, theoretical knowledge and the results based on prediction tools and sequence alignment were combined. Finally, a template was selected taking into account not only diverse sequence alignments of the provided crystal structures, but also the Protein-Data-Bank codes for Leucine-Transporter, Sodium-dependent-dopamine-Transporter, and human-Serotonin-Transporter. The latter was then selected for further steps of modelling because it demonstrated a high sequence identity. The MODELLER software was used for the establishment of 3D models, and the final selection was based on the examination of Ramachandran plots by the aid of Molecular-Operating-Environment. The validation process is marked by an analysis of electrostatic potentials and transmembrane helices and their respective polar amino acid residues. Finally, in the course of a docking study, active ligands were docked on the created 3D model. Subsequently, the arising poses were clustered into groups – a process that allows conclusions on binding poses and amino acids, which are involved in the binding mechanism. Unfortunately, no clear picture could be obtained which allows to link the activity differences of the ligands docked to their docking scores
Support methods for clustering with a focus on k-means and dataset-transformations
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Menschheit das Postulat von Galileo Galilei - "Alles messen, was messbar ist - und messbar machen, was noch nicht messbar ist" - zu Herzen genommen und riesige Datenmengen zu allen denkbaren Prozessen gesammelt. Diese Datenmengen haben ein solches Ausmaß erreicht, dass es nicht mehr möglich ist, sie manuell auszuwerten und deshalb Computer zur Auswertung herangezogen werden müssen. Der Einsatz von Algorithmen zur automatischen Datenanalyse hat daher immer mehr an Bedeutung gewonnen und Data Mining zu einem wichtigen Forschungsgebiet gemacht.
In dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf Clustering: der Aufteilung des Datensatzes in Gruppen von Datenpunkten, so dass Datenpunkte in derselben Gruppe einander ähnlicher als zu Datenpunkten in anderen Gruppen sind. Da Clustering völlig "unsupervised" ist - d.h. keine Beteiligung eines menschlichen Benutzers erfordert - ist es ideal für eine völlig autonome Datenanalyse; allerdings macht dies auch die Wahl des verwendeten Algorithmus entscheidend für das Endergebnis. Wenn der Algorithmus ungeeignet ist, kann die Analyse des Algorithmus komplett nutzlos sein. Das Ziel meiner Doktorarbeit ist es, Methoden zu entwickeln, um Datensätze besser kompatibel zu einem der am häufigsten verwendeten Algorithmen – k-means – zu machen. Datensätze, die k-means bisher nicht oder nur unzureichend clustern konnte, werden so adaptiert, dass sie in die Anforderungen von k-means erfüllen, womit eine korrekte Analyse möglich wird. Zu diesem Zweck habe ich ein mathematisches Framework entwickelt, das die Grundlagen einer Theorie solcher "Datensatz-Transformationen" enthält. Methoden, die Datensätze von einer für k-means ungeeigneten Form in eine geeignete Form transformieren, ohne die grundlegenden Eigenschaften und Merkmale des Datensatzes zu verändern. In dieser Arbeit werden die Methoden vorgestellt, die als solche "Datensatz-Transformation" entwickelt wurden und analysiert, inwiefern sie in dieses Framework passen, das heißt die erforderlichen Eigenschaften erfüllen.In recent decades, humanity has taken Galileo Galilei's quote - "Measure what is measurable, and make measurable what is not so" - to heart and gathered vast amounts of data on all conceivable processes. These amounts of data have reached such a scale that it is no longer possible to evaluate them manually and computer support has become necessary. Therefore, the use of algorithms for automatic data analysis has become more and more relevant and made Data Mining an important field of research.
In this thesis, the focus is on clustering: dividing the data set into groups of data points so that objects in the same group are more similar to each other than to those in other groups. Since clustering is completely "unsupervised" – i.e. does not require the participation of a human user - it is ideal for a fully autonomous data analysis, but the choice of the algorithm used is crucial for the final result. If the algorithm is unsuitable, the analysis of the algorithm may be useless. The goal during my PhD was to develop methods to extend the range of data sets suitable for one of the most commonly used algorithms - k-means. Data sets that k-means could previously not or only insufficiently cluster are adapted to fit into the assumptions of k-means, thus enabling a correct analysis. For this purpose, I developed a mathematical framework that contains the foundations of a theory for such "Dataset-Transformations". Methods that transform data sets from a form that is unsuitable for k-means into a suitable form without changing the basic properties and characteristics of the data set. We present the methods that were developed as such Dataset-Transformations, as well as other support methods for clustering, and analyze how they fit into this framework and meet the required properties
Temporal organisation in vowel + consonant sequences in two varieties of Vienna
Für Mittelbairische Varietäten, zu denen die Wiener Varietäten gehören, wird angenommen, dass es in Konsonanten einen distinktiven Dauerkontrast gibt, die Vokaldauer dagegen aus der Dauer des darauffolgenden Konsonanten abgeleitet werden kann. Weiter wird beschrieben, dass ausschließlich Kombinationen von langen Vokalen mit kurzen Konsonanten und kurzen Vokalen mit langen Konsonanten auftreten können. Diese Beschreibung von Vokal + Konsonant Kombinationen geht auf das sogenannte Pfalz’sche Gesetz zurück, das auf alle mittelbairischen Varietäten angewendet wird. Allerdings wird dadurch die temporale Organisation in den Wiener Varietäten nur unzulänglich beschrieben, da empirische Studien in jüngerer Zeit (1) immer wieder Ausnahmen von dieser Regel belegt haben und (2) keine empirischen Studien zur temporalen Organisation von Vokal + Konsonant Sequenzen in unbetonten Positionen existieren. Die hier durchgeführten Analysen beruhen auf phonetischen Dauermessungen von Vokal + Konsonant Sequenzen von 38 SprecherInnen (Standard und Nicht-Standardvarietät, ältere und jüngere SprecherInnen). Es wurden sowohl betonte Vokal + Konsonant Sequenzen in wortfinaler (Einsilber) und wortmedialer Position (trochäische Zweisilber), als auch unbetonte Sequenzen in wortfinaler Position (trochäische Zweisilber) betrachtet. Hinsichtlich der unbetonten Sequenzen wird die relative Reduktion zwischen betonten und unbetonten Vokalen evaluiert. Die Daten werden im Rahmen des Apparent-time Ansatzes diskutiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vokaldauer nicht in allen Fällen durch die Konsonantendauer vorhersagbar ist und somit das Pfalz’sche Gesetz nicht ausreicht, um die temporale Organisation von Vokal + Konsonant Sequenzen in den Wiener Varietäten zu beschreiben.
Darüber hinaus wurde gezeigt, dass die Standardvarietät in wortfinaler Position den Konsonantenkontrast neutralisiert. Bezüglich der relativen Reduktion zwischen betontem und unbetontem Vokal im gleichen Wort wurde herausgestellt, dass unbetonte Vokale reduziert werden können. Der Grad der relativen Reduktion hängt jedoch stark vom Vokalphonem in betonter und auch in unbetonter Position ab. Mit dem Vergleich der Altersgruppen konnte gezeigt werden, dass zwischen jüngeren und älteren SprecherInnen Unterschiede in der temporalen Organisation von Vokalen und Konsonanten aufscheinen und dass jüngere SprecherInnen ein instabiles linguistisches System aufweisen.For Central Bavarian varieties, to which the Viennese varieties belong, it is assumed that there is a distinctive contrast in duration in consonants, whereas the vowel duration can be derived from the duration of the following consonant. It is further assumed that only combinations of long vowels with short consonants and short vowels with long consonants occur. This description of the combination of vowel + consonant sequences is based on the so-called Pfalz’ law, which is applied to all Central Bavarian varieties. However, it does not adequately describe the temporal organisation in the Viennese varieties, since empirical studies (1) repeatedly show exceptions to this rule and (2) no empirical studies on temporal organisation in unstressed positions exist. The analyses presented in this thesis are based on phonetic duration measurements of the vowel + consonant sequences of 38 speakers (standard and non-standard variety, older and younger speakers). Stressed vowel + consonant sequences in word-medial and word-final position (trochaic mono- and disyllabics) as well as unstressed sequences in word-final position (trochaic disyllabics) are considered. Regarding the unstressed position, the relative reduction between stressed and unstressed vowels is evaluated. The data is discussed using the apparent-time approach by comparing production data of older (>45 years) and younger (<30 years) speakers. The results show that the vowel duration is not predictable in all cases by the consonant duration and thus Pfalz’ law is not sufficient to describe the temporal organisation of vowel + consonant sequences in the Viennese varieties. Furthermore, it was shown that in word-final position the standard variety exhibits processes that neutralize the consonant contrast that are not present in the non-standard variety. Regarding the relative reduction between stressed and unstressed vowels in the same word, it was shown that unstressed vowels can be reduced. However, the degree of relative reduction highly depends on the vowel phoneme in the stressed and also in the unstressed position. Regarding the comparison of age groups, it was shown that younger and older speakers show differences, and younger speakers display an unstable linguistic system
Pedro Cieza de León und die indigene Bevölkerung
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem ersten Teil der Crónica del Perú von Pedro Cieza de León aus dem Jahr 1153. Nach der Einleitung wird im zweiten Kapitel die Eroberung von Peru näher dargestellt, das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Biographie des Chronisten. Die Gattungsgeschichte sowie Aufbau und Inhalt werden ebenso behandelt. Nach der genaueren Definition von Emotionen und einer Beschreibung der Methode (emotionslinguistische Textanalyse nach Ortner) werden die Kapitel eins bis zehn sequenziert und analysiert
Combinatorics and definability on the real line and the higher continuum
Das zentrale Thema dieser Arbeit betrifft die Definierbarkeit verschiedener Typen kombinatorischer Familien reeller Zahlen. Unter diesen Familien untersuchen wir im Detail die Definierbarkeit von Türmen und Ultrafiltern bezüglich niedrig projektiver Komplexität. Wir liefern positive Definierbarkeitsergebnisse im konstruierbaren Universum und zeigen, wie sie in anderen Modellen versagen, z.B. in Forcingerweiterungen von oder im Solovay-Modell, in dem jede Menge reeller Zahlen Lebesgue-messbar ist. Unter anderem zeigen wir, dass, obwohl koanalytische Basen für - und -Punkte in existieren, eine Basis für einen Ramsey-Ultrafilter niemals koanalytisch sein kann. In einem anderen Kapitel beweisen wir, dass nach dem Forcen über mit einer abzählbar gestützten Iteration von partiellen Ordnungen einer großen Klasse, einschließlich z.B. dem Sackforcing, die meisten Typen von ``maximalen'' Familien -Definitionen haben. Dies kann zur Lösung eines offenen Problems von Brendle, Fischer und Khomskii verwendet werden.
In einem zweiten Teil untersuchen wir die verallgemeinerten Pseudodurchschnitts- und Turmzahlen und auf überabzählbaren regulären Kardinalzahlen und liefern Ergebnisse im Hinblick auf eine mögliche Verallgemeinerung von Malliaris' und Shelahs Beweis, dass . Wir geben außerdem eine natürliche Weise an, zu forcen.The central topic of this thesis concerns the definability of various types of combinatorial families of reals. Among these families, we study in detail the definability of towers and of ultrafilters at the low projective levels. We provide positive definability results in the constructible universe and show how they fail in other models such as forcing extensions of or Solovay's model, in which every set of reals is Lebesgue measurable. Among other things, we show that, although coanalytic bases for - and -points exist in , a base for a Ramsey ultrafilter can never be coanalytic. In another chapter, we prove that after forcing over with countable support iterations of a large class of posets, including e.g Sacks forcing, most types of ``maximal" families of reals have witnesses. This can be used to solve an open problem of Brendle, Fischer and Khomskii.
In a second part, we study the generalized pseudointersection and tower numbers and at uncountable regular cardinals and provide results towards a possible generalization of Malliaris' and Shelah's proof that . We also give a natural way to force
Staging the nation in wartime theatre
Die frühen 1990er Jahre markierten für die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien und ihrer jeweiligen Mitgliedsstaaten den Beginn einer Periode drastischer sozio-politischer Transformationen. Im Falle Kroatiens verschoben sich die Ideen von nationaler Zugehörigkeit mit dem Zerfall der einigenden supranationalen jugoslawischen Identität sowie dem Ausbruch bewaffneter Konflikte entlang ethno-territorialer Linien radikal. Die politischen, sozialen und kulturellen Eliten, die 1990 an die Macht gelangten, begannen, eine eigenständige kroatische Identität gemäß der herrschenden, dezidiert nationalistischen Agenda zu formen.
Diese „imaginierte“ Identität eines Kollektivs wurde auf jenen einschlägigen Begriffen und mythischen Konzepten aufgebaut, welche die nationale Besonderheit Kroatiens und dessen historisches Streben nach Unabhängigkeit legitimierten. Da der Krieg auf kroatischen Territorien ausgetragen wurde, dienten die Ansprüche auf eine eigenständige und historisch beglaubigte nationale Identität als zusätzliche Rechtfertigung für die Teilnahme an dem ethnischen Konflikt. Die nationalistischen Visionen der Gemeinschaftszugehörigkeit wurden aber nicht nur von verschiedenen sozio-politischen Strukturen produziert und verbreitet; vielmehr argumentiert diese Dissertation, dass auch das institutionelle Theatersystem sie maßgeblich propagierte.
Dementsprechend untersucht diese Arbeit die Art und Weise, wie das kroatische institutionelle Theater während der Kriegszeit spezifische Visionen einer nationalen Gemeinschaft repräsentierte und aktiv entwickelte. Anhand empirischer Forschungen sowie auf der Basis ausgewählter Theaterproduktionen wird analysiert, wie das Nationaltheater die vorherrschende ideologische Agenda mit hervorbrachte, indem es jene Konzepte von Nation und nationaler Zugehörigkeit reproduzierte, die im Einklang mit der nationalistischen Agenda der politischen Eliten standen. Darüber hinaus zeigt die Dissertation auf, wie das Theatersystem—parallel zum herrschenden politischen Diskurs—diese Narrative zur Hervorbringung nationalen Selbstbewusstseins als Argumente für die anhaltenden Kriegsanstrengungen sowie für die nationalistische Rechtfertigung derselben präsentierte.
Durch den Rückgriff auf Theaterbeispiele, die das ‘Kroatentum’ bereits unter dem sozialistischen Regime (1945–1991) inszeniert haben, situiert diese Forschungsarbeit entsprechende Repräsentationsstrategien zudem in der längerfristigen Entwicklung des Phänomens.The early 1990s marked the beginning of a period of drastic socio-political transformations for the Socialist Federal Republic of Yugoslavia and its respective member states. In the case of Croatia, with the disintegration of the unifying supra-national Yugoslav identity and the eruption of armed conflicts along ethno-territorial lines, notions of national belonging radically shifted. The political, social and cultural elites who gained power in 1990 began shaping a distinctive Croatian national identity according to the ruling exclusive nationalistic agenda.
This ‘imagined’ communal identity was constructed upon those thematic notions and mythical concepts that were found to validate Croatia’s national distinctiveness and historical quest for independence. Moreover, with the war being fought in its territories, these claims of a distinctive and historically continuous national identity additionally served as justifications for participating in the ethnic conflict. Besides being produced and disseminated by different socio-political structures, as this dissertation argues, nationalist visions of communal belonging were propagated by the institutional theatre system as well.
In this work, I examine the ways in which the Croatian institutional theatre represented and actively developed a specific vision of a national community during the wartime period. Employing an empirical research design based on selected theatrical productions, I expose the ways in which national theatre conformed to dominant ideological processes of that time and how it replicated official concepts of nation and national affiliation fabricated by the political elites in line with their nationalist agenda. Moreover, I indicate how, like the ruling political discourse, the theatre system presented these narratives of national importance as arguments for the ongoing war effort and its nationalistic interpretations.
In addition, by introducing theatrical examples of staging Croatianhood under the socialist regime, this dissertation outlines the referential representational strategies in the overall evolution of this phenomenon